Horror Bahnfahren (2)

Posted by herbert - Januar 22nd, 2011

Ich eile auf den vorgesehenen Bahnsteig, doch dort steht überraschend ein anderer ICE, ich versuche herauszubekommen, wo mein Zug jetzt abfährt und werde bald fündig, ich gehe schnell auf den anderen Bahnsteig und will gerade den Türöffnerknopf drücken, da fährt der ICE ab, fast der einzige an diesem Tag der wirklich pünktlich den Zug verlässt. Pech gehabt, aber nur eine Viertelstunde später fährt der nächste nach Stuttgart, da werde ich allerdings den vorgesehenen Zug nach Aalen nicht erreichen, aber es fährt ja mindestens noch ein weiterer nach Aalen.

Der ICE nach Stuttgart startet dann mit gut 5 min Verspätung, aber da muss ich in Stuttgart schon weniger lange warten denke ich. Nicht weit von Mannheim haben wir plötzlich einen Halt auf freier Strecke und es wird lapidar mitgeteilt, wegen einer Streckensperrung hätten wir einen Stopp, Dauer noch unbekannt. Eine Viertelstunde später dann die Mitteilung, dass es weitergehe, allerdings nicht nach Süden, sondern wieder zurück in Richtung Frankfurt und auf einer anderen Strecke nach Mannheim, voraussichtliche Verspätung ca. 1 Stunde.

Ich frage den vorbeikommenden Zugbegleiter, ob es noch einen späteren Zug nach Aalen gäbe, er meint ja, doch er braucht dann mehr als 5 min, um mit seinem Handy den entsprechenden Zug zu finden, nicht ganz so glücklich war seine Aussage einer Mitreisenden gegenüber, die nach Heilbronn wollte, denn dieser empfahl er über Stuttgart zu fahren, obwohl es sicher schien, dass sie noch einen Regionalzug ab Mannheim erreichen würde.

Bevor wir in Mannheim ankommen, gibt es Hinweise auf die weiteren Verbindungen, aber kein Wort zu einer schnelleren Verbindung nach Stuttgart. Also bleibe ich gemütlich im Speisewagen sitzen. Nach 3-4 min Aufenthalt kommt dann die Durchsage, wer schneller nach Stuttgart kommen wolle, weil er noch einen Anschluss in Stuttgart brauche, der solle doch in den ICE gegenüber einsteigen. Ich muss noch zahlen, Buch und Handy einpacken, Mantel anziehen und erreiche mit Müh und Not den Zug, kurz bevor er abfährt. Natürlich erwarte ich, dass sich auch hier ein Zugbegleiter sehen lässt, damit er für mich klären kann, ob der Zug nach Aalen vielleicht 4-5 min auf mich wartet.

Doch niemand will die Fahrkarte sehen und niemand fragt nach oder gibt Auskunft. Wir kommen 23.40 in Stuttgart und um 23.39 verlässt der Zug nach Aalen den Bahnhof. Wirklich toller Service der Bahn, ich darf jetzr 50 min auf dem kalten und ungemütlichen Bahnhof warten, einkehren ist um die Zeit nicht mehr drin. Der Zug nach Aalen fährt pünktlich ab und kommt nur mit 5 min Verspätung an. Dort wartet das vorbestellte Taxi, die Fahrt nach Königsbronn dauert etwas länger als erwartet, denn es schneit und die Straßen sind weiss.

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Horror Bahnfahren (1)

Posted by herbert - Januar 21st, 2011

Früher habe ich meine geschäftlichen auswärtigen Termine fast ausschließlich mit der Bahn wahrgenommen und ich hatte selten Grund zu wirklicher Klage. Aber gestern durfte ich erleben, dass die negativen Berichte in den Medien nicht übertrieben sind, sondern traurige Realität.

Doch der Reihe nach, an Mittwoch fahre ich mit der Bahn nach Erfurt und wähle Zugverbindungen mit sehr ausreichenden Umsteigeaufenthalte und komme auch fast pünktlich an.

Aber das galt leider nicht für die Rückfahrt, bei dem ich zwei Umstiege eingeplant hatte, um von Ulm mit dem letzten Zug zu meinem Wohnort zu kommen.

Schon in Erfurt verkehrten sehr viel Züge auf anderen Gleisen als ausgedruckt, aber der Zug nach Fulda war einigermaßen pünktlich und ich war guter Dinge, heute noch nach Hause zu kommen. Dann im Bahnhof Eisenach die Durchsage, dass es wegen eines Maschinenschadens einige Minuten Aufenthalt geben würde. Aus den einigen Minuten wurden dann mehr als 20 Minuten.

Damit war klar, der Anschluss in Fulda würde nicht mehr klappen und ich wollte mich dann bei einem Zugbegleiter nach Alternativen erkundigen, doch obwohl in den ersten 20 min mindestens 2 x ein Zugbegleiter durch das Zugabteil gestiflelt waren, in den nächsten gut 90 min, die ich in diesem Zug zubringen durfte, ließ sich kein Zugbegleiter mehr sehen, vielleicht hätte sie dann auf die Fragen der Reisenden Auskunft geben oder Weiterfahrten klären können und mit dem ganzen Gepäck durch den Zug zu gehen, um dann vielleicht doch keinen Zugbegleiter zu finden, war mir zu anstrengend.

Ich entschied mich, nach einem Blick in den schriftlichen Fahrplan nicht in Fulda umzusteigen, um dort 35 min zu warten, sondern bis Frankfurt weiterzufahren, denn der IC war auf dieser Strecke nicht langsamer als der ICE. Ich hoffte, in Frankfurt noch einen IC nach Stuttgart zu erreichen und bei entsprechender Voranmeldung durch die Bahn wäre das sicher möglich gewesen, denn dieser Zug verließ den Bahnhof als mein Zug aus Erfurt gerade einfuhr.

Dann erkundigte ich mich am Servicepoint, wie es weitergehen sollte und wie ich heimkommen sollte und da die Mitarbeiterin kurz vor der Ablösung stand, war sie nicht interessiert, sich wirklich um mich zu kümmern, sondern sagte mir nur, ich solle das doch in Stuttgart klären, wobei ich mich und sie fragte, ob dies in Stuttgart nicht schwieriger wäre als hier, wo die Verspätung bekannt war. Doch sie wollte einfach nicht.

Ich schaute auf die Anzeigentafel, wo bei den meisten Abfahrten Veränderungen bei den Abfahrtsgleisen angegeben waren, nicht aber bei dem ICE, der mich nach Mannheim bringen sollte. Nachdem ich ein belegtes Brötchen gegessen hatte, zeigte mir ein Blick auf die Uhr, dass ich noch genügend Zeit hätte bis zur Abfahrt und da am Servicepoint gerade kein Betrieb war, ging ich nochmals zum Servicepoint und die Mitarbeiterin, die mich jetzt bediente, war kompetent und freundlich und sie gab mir einen Taxigutschein von Aalen zu meinem Wohnort, allerdings dauerte es doch etwas länger als erwartet.

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