Als Vegetarier hat man es nicht immer leicht,

Posted by herbert - September 10th, 2018

wenn man zum Abendessen gehen will. Als wir gestern auf dem Härtsfeld waren, haben wir dies wieder einmal hautnah erlebt. Zuerst fahren wir in ein Lokal im Wald, an das wir durchaus gute Erinnerungen von unserem Besuch vor einigen Jahren hatten. Aber schon als wir ankamen, hat uns die Baustelle vor dem Lokal etwas verunsichert und auch das Restaurant selbst kam uns nicht so hübsch vor, wie wir es in Erinnerung hatten und dass man das Lokal nur durch eine Seitentür betreten konnte, war nicht so toll. Gut, das Bisherige trifft natürlich jeden Gast.

Dann schauen wir uns die Speisekarte an, scheinbar positiv es gibt 3 vegetarische Gerichte, doch ein näherer Blick zeigt, gebackenen Camembert oder Kartoffelpuffer zählen nicht unbedingt zu einem genußvollen und sättigendem Abendessen. Als blieb noch ein Gericht übrig, wobei ich (grünen) Spargel im Herbst nicht unbedingt essen möchte. Also entschlossen wir uns zum Gehen.

Im nächsten Ort ein Landgasthof, mit 2 vegetarischen Gerichten, einmal Käsespätzle und Kartoffelecken, letzteres mit Sicherheit ein Convienceprodukt, das überall gleich schmeckt, aber wir hatten ja noch mehr Möglichkeiten.

Beim 3. Restaurant in einem großen Landhotel schauten wir zuerst außen auf die Speisekarte, im Auszug gab es eine Rubrik für Fisch und Vegetarisches, schon ein wenig seltsam diese Einordnung, doch darunter gab es 2 Gerichte, beides aus Fisch. Dies ließ uns nichts Gutes auf der gesamten Speisekarte erwarten und so zogen wir es vor, weiterzufahren.

Wenige Schritte entfernt, das nächste Landhotel. Erfreulich, es gab auf der Karte immerhin 3 durchaus unterschiedliche und interessante Gerichte, aber Gemüsemaultaschen für über 13 Euro und ein Nudelgericht mit Pilzen für fast 16 Euro, das erschien uns zu happig.

Blieb noch ein Lokal übrig im Nachbarort, hier gab es nur Käsespätzle als vegetarisches Gericht. Nun liebe ich zwar Käsespätzle, aber etwas mehr Auswahl hätte ich dann schon, also fuhr ich heim und kochte dort nach meinem Geschmack.

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Kartoffeldominierte Vitalkost

Posted by herbert - März 26th, 2014

In meiner Reha geht es mir ganz gut, ich merke wie ich körperlich und mental wieder stärker werde.

Das liegt allerdings nicht unbedingt an der Ernährung, ok. Frühstück und Mittagessen ist in Ordnung, doch mit dem Abendessen hatten meine Frau und ich anfangs Probleme, denn seit vor einigen Jahren hier ein Arzt tätig war, der vor allem am Abend basische Lebensmittel bevorzugte, ist der bevorzugte Bestandteil des Abendmenüs die Pellkartoffel mit Quark, Frischkäse oder Ähnlichem. Als Gipfel der Abwechslung gab es in den ersten 8 Tagen noch einmal Folienkartoffeln und Backkartoffeln und einmal fehlte die Kartoffel komplett.

Diese Aussage gilt natürlich in erster Linie für uns als Vegetarier, Fleisch- und Fischesser sind nicht so sehr eingeschränkt.

So kann man, glaube ich, niemand von einer Ernährungsumstellung überzeugen.

Nachdem ich meinen Unwillen deutlich gemacht habe, bekommen wir nun etwas andere Menüs, doch der Standard bleibt gleich. Wie es mit unserem Essen weiterging, werde ich demnächst hier erzählen.

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Als Vegetarier beim Hochzeitsessen

Posted by herbert - Oktober 10th, 2010

©walker-winter

©walker-winter

Wenn man als Vegetarier zu einer Hochzeit eingeladen wird, dann fragt man sich vorher nicht nur, was man schenken oder was man anziehen soll, sondern man fragt sich auch, wie wird das mit dem Essen so gehen.

In den letzten Wochen waren wir zu zwei Hochzeiten eingeladen und das Essen unterschied sich für uns Vegetarier doch erheblich.

Die erste Hochzeit findet in einem vornehmen Stadthotel statt und als gab ein Buffet, bei dem wir uns aus wenigen Beilagen unsere Mahlzeit hätten zusammenstellen können, wenn denn alle Beilagen verfügbar gewesen wären, als wir endlich an der Reihe waren. Auf die Suppe hatten wir verzichten müssen, weil es nur eine Kraftbrühe, also nichts vegetarische gab. Auch das Salat- und Vorspeisenbuffet war für uns nicht gerade üppig, denn viele der Kreationen waren mit Fleisch, Fisch oder Wurst durchsetzt. Also (leider) fast der übliche Umgang, vor allem auch von teuren Hotels, mit Vegetariern. Die Nichtvegetarier waren übrigens mit dem Essen sehr zufrieden.

Dass es auch anders und viel angenehmer geht, haben wir letzten Samstag erlebt. In einem guten Dorfgasthof gab es für die Hochzeitsgäste zwei verschiedene Suppe, darunter eine vegetarische, 3 Hauptgerichte, davon 1 vegetarisches, zur Wahl. Sehr angenehm, dass die vegetarischen Gerichte sehr gut waren, hat den Reiz noch erhöht.

Am Abend dann ein Feinkostcatering in einem stilvollen Raum, natürlich erhielten wir als Vegetarier unseren eigenen Vorspeisenteller, der genauso dekorativ gestaltet war wie die übrigen Teller.

Beim Hauptgericht als Buffet gedacht, erhielten wir vom Chef persönlich Gemüseschnitzel mit einer frischen Tomatensoße, feinen Nudeln und Gemüse serviert und hätten uns vom Buffet mit Semmelknödel und Pilzen bedienen können. Der Chef fragte mehrmals nach, ob alles nach unseren Wünschen wäre oder ob wir noch welche hätten. Da das Essen ebenfalls sehr gut war, blieb nur der Wunsch offen, auch bei anderer Gelegenheit, so zuvorkommend als Vegetarier behandelt zu werden.

Allen, auch uns, hat es sehr gut geschmeckt.

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