Fast Rügenwetter

Posted by herbert - März 19th, 2011

Während es bei uns nach den warmen Vorfrühlingstagen wieder zu schneien beginnt, stelle ich gerade eine Bilderschau über unsere Wanderung auf dem Jakobusweg zusammen und möchte Ihnen hier wieder eine Wanderung vorstellen:

4.10 Söllbot – Geislingen

Meist sonnig, außer Ingrid braucht die Sonne zum Fotografieren, das ist auf Rügen anders, windig, sehr windig, schnell ziehende, überwiegend weiße Wolken, viel blauer Himmel, kein Nebel, kein Dunst, also fast ideal zum Wandern und Fotografieren.

Doch zunächst ist alles ganz anders. Als wir in Söllbot starten, ist es kalt und ein extremer Gegenwind macht die Angelegenheit nicht gerade besser, ich bedaure schon, dass ich keine Skiunterwäsche, einen dicken Parka und Handschuhe angezogen habe und wir sehen sehnsüchtig nach Norden, wo sich ein Streifen blauer Himmel zeigt. Als wir dann an einen windgeschützten Waldrand kommen, reißt die Wolkendecke auch über uns unvermittelt auf und wir haben das bereits geschilderte Wetter und Ingrid weiß gar nicht, was sie alles fotografieren soll.
In Orlach hoffen wir wieder auf den Jakobusweg zu treffen, aber auch als wir einen Abstecher zur Kirche machen, sehen wir ihn nicht, da der genaue Verlauf auf unserer Wanderkarte nicht verzeichnet ist, bleiben wir auf dem Bäumlesweg, der uns sehr steil auf Naturboden nach Braunsbach hinunterführt, wobei wir von abwärts preschenden Mountainbikern irritiert werden, die allerdings ihr Tempo stark vermindern, als sie uns auf einer längeren geraden Passagen sehen, wir fragen uns aber, was wäre gewesen, wenn wir direkt hinter der folgenden Kurve gewesen wären.

Wir erreichen Braunsbach durch den Schlosshof und sind der besten Absicht jetzt endlich wieder auf dem Jakobusweg weiterzuwandern, auf den wir am Marktplatz treffen. Doch ein Blick in den Wanderführer lässt uns unsere Entscheidung ändern, denn wir haben keine Lust, bis nach Geislingen auf dem Kocherradweg zu wandern. Wir bleiben also auf dem Bäumlesweg und müssen steil den Kochertalhang emporsteigen, bis wir auf ein Sträßchen treffen, das auf halber Höhe einigermaßen eben verläuft und nach einiger Zeit in einen Waldweg mündet.

Kochertalbrücke ©walker

Dann sehen wir auch die beim Bau damals höchste Autobahnbrücke Europas, unter die man bequem den Turm des Ulmer Münsters stellen könnte und wir machen aus allen Lagen Fotos, doch Ingrid trödelt und wartet auf die Sonne, die sich aber hinter den Wolken versteckt. Erst als wir im Tal die Kocher überqueren, wird die Riesenbrücke und ihre Pfeiler angestrahlt. Bald erreichen wir Geislingen und unseren dort abgestellten Trevis. Da das Wetter noch gut ist, fahren wir direkt nach Langenburg, um dort ungestört vom Markttreiben noch fotografieren zu können.

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Unterschätzt (1)

Posted by herbert - Februar 12th, 2011

An einem solchen Wintertag ohne Schnee und ohne Sonne, alles nur trüb, da muss man sich überwinden, die Stube zu verlassen, vor allem, wenn im Fernsehen auch noch Wintersport läuft. Aber an einem solchen Tag macht es auch Spass (zwischen den nicht so interessanten Wintersportmomenten) mal in seinen Unterlagen zu blättern und zu schauen, wie war es denn im Sommer oder Herbst beim Wandern.

27.9. Rothenburg – Schrozberg

Manchmal tue ich mich schwer, eine passende Überschrift zu finden, heute fällt es mir schwer, die beste zu finden. Denn „so etwas habe ich noch nie gesehen“, was sich nicht auf die unbestreitbaren Schönheiten der Stadt bezog „schau mal, ein Buggy für Hunde“ wären durchaus angemessene Überschriften gewesen, was die vielen Japaner zu Dellas Fahrzeug meinten, entzieht sich dann doch meiner Kenntnis.

Ingrid hat lange überlegt, wo sie den Trevis abstellen soll oder mit anderen Worten, wie weit wir heute wandern wollen und sollen, nachdem schon die gestrige Etappe etwas länger als derzeit bei uns üblich war. Wir stellen den Wagen in Schrozberg ab und schon auf der Fahrt noch Rothenburg ist sie nicht mehr sicher, dass das eine gute Idee war.

Da wir Rothenburg erst vor einem guten Jahr ausführlich besichtigt hatten, waren wir uns einig, wir gehen vom Bahnhof direkt zur Jakobskirche, machen dort ein paar Aufnahmen und verlassen dann die Stadt auf kürzestem Wege.

Aber bei strahlend blauem Himmel kann eine Fotografin kaum einige Schritte tun, ehe sie ein zwingend zu fotografierendes Motiv sieht. Deshalb dauert die Durchquerung der Stadt auch viel länger als erwartet, wir haben dies deutlich unterschätzt.

Von der Jakobskirche lohnt es sich eigentlich kein Bild zu machen, denn die ist eingerüstet. Da es Eintritt kostet und wir wenig Zeit haben, verzichten wir auf eine Besichtigung der Kirche und wollen dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

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