7. Etappe: Plothen – Langenwolschendorf

Posted by herbert - August 17th, 2008

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Wenn es schief geht,

dann geht es richtig schief oder sollte man besser sagen, es gibt Tage, da wäre man besser im Bett geblieben und heute ist so ein Tag. Dabei hatte alles so gut angefangen, das Packen und Putzen ging rasch von der Hand und so starteten wir nach dem Bezahlen noch vor 10 Uhr.

Doch schon vor Schleiz geht es an. Zwar gibt es ein Hinweisschild, dass auf der Strecke nach Zeulenroda eine Ortsdurchfahrt gesperrt ist, aber keine aktuellen Umleitungsschilder. Ich hoffe, dass es vielleicht eine örtliche Umleitung oder zumindest eine nicht so weiträumige wie auf einer Übersichtstafel gesehen, gibt. Das erste ist leider nicht der Fall, aber es gibt eine Strecke mit kleinem Umweg, doch leider ist auch auf dieser Strecke eine Ortsdurchfahrt gesperrt und so müssen wir einen weiteren, diesmal ziemlich großen Umweg fahren.

So kommen wir deutlich später, als erhofft, in unseren neuen Ferienquartier an. Doch schon als wir den Flur und die Küche sehen und erkennen, dass es sich um keine abgeschlossene Wohnung handelt, ist klar, da bleiben wir nicht. Da eine Alternative nur 3 km entfernt, fragen wir dort nach. Wir sagen hier ab und fahren zu der zweiten Wohnung. Sie scheint etwas düster zu sein, doch sonst macht sie auf den ersten Blick einen besseren Eindruck, doch leider täuscht dieser nicht selten, so auch hier. Da wir noch weiterwandern wollen, entscheiden wir uns halbherzig für die Wohnung und müssen auch gleich für drei Nächte bezahlen.

Wir fahren nach Plothen, d.h. wir wollen, aber auf halbem Wege stelle ich fest, dass Dellas Leine in ihrem Körbchen liegt und das ist in der Ferienwohnung und die Ersatzleine leider ebenfalls. So müssen wir nochmals zurückfahren. Daher können wir erst gegen 12.45 in Plothen am Parkplatz starten. Es ist sehr heiß und am Anfang gibt es kaum Schatten. Dann sind wir im Wald, aber leider stimmen Karte und Natur wieder mal nicht überein und so gehen wir etwas in die Irre und überqueren die Autobahn an anderer Stelle als geplant.

Wir kommen daher auf etwas weiterem Weg am Katzentümpel vorbei, kurz müssen wir auf einer stark befahrene Landstraße gehen. Vor 2 Stunden war Radiowetterbericht nur von Sonne und Wolken die Rede, doch vor uns ist eine schwarze Wand und es donnert. Wir warten am Rande der Straße im Wald ab, wohin sich das Gewitter verzieht und es zieht leicht südlich an uns vorbei.

Wir gehen weiter und es fallen einige wenige Regentropfen. Als wir entlang der B2 gehen müssen, ist dort weniger Verkehr als auf der Landesstraße vorher. Wir erreichen den nächsten Ort und immer gehen wir genau an der Grenze, wo der Himmel sich in blau und grau teilt. Die kleine Dorfwirtschaft ist geöffnet und Ingrid wagt es einen Toast zu bestellen, doch leider ist sie vom Ergebnis so wenig überzeugt, dass sie fast alles in eine Plastikdose packt: Was sie damit will, weiss sie wohl selber nicht.

Während wir essen, tröpfelt es mehrmals, was dem im Hofe watschelnden Gänserich aber nicht ausmacht.

Als wir gehen, beginnt es wieder zu tröpfeln, aber bevor ich mich entscheiden kann, den ganz unten im Rucksack Schirm herauszuholen, ist der Regen schon wieder vorbei. Da die kleine Ortsverbindungsstraße ziemlich stark befahren ist, packen wir Della in den Rucksack. Nochmall machen wir kurz Pause und dann geht es langsam aber stetig bergauf- Es dauert ewig bis wir den Ortsrand erreichen und noch viel länger, so scheint es mir, bis wir in der Ortsmitte die Ferienwohnung erreichen.

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1. Etappe Blankenstein-Hirschberg (1)

Posted by herbert - Juni 21st, 2008

16-rudolphstein-kopie.jpg Da wir unbedingt den Bus um 17.35 in Hirschberg erreichen wollten, müssen wir uns beeilen und in der Hektik vergeßen wir den ausgedruckten Fahrplan – was nicht so problematisch war – und die Regenschirme, was sich als sehr nachteilig herausstellen sollte.

Das Wetter ist fast ideal, Sonne, Wolken und etwas Wind und es war nichts von den angekündigten Gewittern, Starkregen und Hagel zu sehen. Wir überqueren die Saale und folgen ihrem Lauf – wie schon vor zwei Jahren – bis zu einer alten Mühle. Hier überlegen wir, gehen wir weiter an der Saale entlang oder wandern wir auf dem Saale-Orla-Weg weiter. Wir entscheiden uns für letzteres, ein Fehler, wie sich herausstellt, denn der in der Karte eingezeichnete Abzweig nach den ersten Häusern von Blankenberg ist nicht ausgeschildert und so gehen wir aufwärts durch den ganzen Ort und noch darüber hinaus.

Als sich der Weg immer weiter von unserem Zwischenziel entfernt, gehen wir entlang einer in der Karte nicht verzeichneten Umgehensstraße nach Osten, leider zum Teil etwas beschwerlich.

Als wir uns wenig später auf der Karte genauer umschauen, stellen wir fest, dass wir uns für die falsche Variante dieses Wanderweges entschieden haben.  Hinter Poddiga wollen wir eine Abkürzung vornehmen, um einen langen Saalebogen zu vermeiden. Bald treffen wir wieder auf den „richtigen“ Saale-Orlaweg und sind genau auf dem Streckenteil, den wir vermeiden wollten. Zwar eine schöne Strecke, aber uns treibt die Wetterwarnung voran. Kaum erwähnt Ingrid, dass es eine sehr viel kürzere Strecke nach Hirschberg geben würde, wäre hier eine Brücke über den Fluss, erreichen wir die Saalbachquelle und hier steht seit 3 Jahren eine in der Karte nicht verzeichnete Fußgängerbrücke.

Also verlassen wir kurzzeitig Thüringen und erreichen in Bayern Rudolphstein mit einer interessanten Burganlage, um dann wieder in die neuen Bundesländer zurückzukehren,

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