Leinkuchenküchle

Posted by herbert - Juli 15th, 2012

Bevor meine Vorräte aus dem Spreewald ganz zu Ende gehen, habe ich mit diesen Küchle nochmals zugeschlagen.

Ich wollte mir wieder mal einen pikanten Aufstrich machen und habe daher Linsen und Reis weich gekocht, mit angebratenen Zwiebeln und grob geraspelten Zucchini gekocht. Gewürzt habe ich mit körniger Gemüsebrühe, Kräutersalz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Ingwer, Muskat und gehackter Petersilie. Dann die Hälfte der Menge mit zerlaufener Butter püriert und in ein Schraubglas gefüllt. Schmeckt wieder sehr lecker, wie ich heute Morgen schon feststellen durfte.

Den Rest so ca. 150 g habe ich mit gut 100 g Leinküchenmehl, 1 Ei und 50 g Semmelbrösel gemischt, einige min ruhen lassen, nochmals nachgewürzt. Dann kleine Bällchen geformt, in der Pfanne mit heißem Öl etwas plattgedrückt und bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten 5 min gebraten.

Dazu gab es Kartoffelsalat mit Stangenbohnen, frischen Champignons und den noch vorhandenen Cocktailtomaten, natürlich mit einer Marinade auf Leinöl-Basis.

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Erdbeermelonenaufstrich

Posted by herbert - Juni 18th, 2012

Wie Sie wissen, experimentiere ich besonders gerne mit Aufstrichen. Bei der folgenden Version möchte ich vorausschicken, dass ich hier eine Zutat verwende, die Sie nur sehr schwer bekommen können und daher diese Rezept nicht unbedingt nachkochen können.

Als wir, wie schon erzählt, in einer Spreewälder Ölmühle Leinöl gekauft haben, habe ich auch Leinkuchenmehl mitgenommen, also den gemahlenen Rest, der übrig bleibt, wenn man die geschrotete Leinsaat auspresst und das in diesem Fall noch knapp 10 % Leinöl enthält und natürlich auch viele wertvolle weitere Bestandteile enthält.

Ich habe das Mehl vor einigen Tagen in mein Müsli gegeben und dabei festgestellt, dass das Leinkuchenmehl sofort viel Flüssigkeit aufgesogen hat. Diese Eigenschaft habe ich mir bei dem Aufstrich zunutze gemacht.

100 g Erdbeeren mit der Gabel zerdrücken, 200 g Melone grob reiben oder sehr fein schneiden.

1 EL Honig erhitzen, das Obst dazugeben und einige min köcheln lassen, dann 3-4 TL Leinkuchenmehl darüberstreuen und gut einrühren, nochmals aufkochen und in ein Schraubglas füllen und erkalten lassen.

Schmeckt lecker und interessant.

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Einfach und einfach köstlich

Posted by herbert - Juni 14th, 2012

Gestern habe ich die aus dem Spreewald traditionell hergestellte Flasche Leinöl geöffnet. Es gab Pellkartoffeln mit Kräuterquark. In einen Magerquark etwas Milch einrühren, frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch klein hacken, etwas Zwiebel sehr fein hacken oder reiben dazugeben. Einen großen Klacks auf den Teller geben, dann herrlich goldgelbes Leinöl nach Geschmack darauf geben, etwas durchmischen und zu den Pellkartoffeln gießen. Einfach köstlich.

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Leinöl

Posted by herbert - Juni 12th, 2012

Bei unserem Spreewaldbesuch haben wir auch die einzige Dreifachwindmühle in Straupitz besucht und uns vom Ölmüller in die Geheimnisse des gesunden Leinöls einführen lassen.

Leinöl ist das Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, mit dem man den mitunter zu beobachtenden Omega-3-Fettsäueren Mangel entgegenwirken lässt, daneben enthält das Öl weitere wertvolle Ernährungsbestandteile.

Kaltgepresstes Leinöl ist gold-gelb, warm gepresstes Öl gelblich braun und schmeckt leicht nussig. Allerdings muss Leinöl schnell verbraucht werden, mehr als 4 Wochen ist es frisch gepresst kaum haltbar und wird dann ranzig und schmeckt dann fischig.

Es muss im Kühlschrank bei 2-7 Grad aufbewahrt werden.

Typisch für den Spreewald sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, bei Kartoffelsalat ist frisches Leinöl der absolute Hammer.

Auch die ausgepressten Leinsamen kam man noch als Leinkuchenmehl in der Küche verwenden.

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Spreewälder Hefeplinsen

Posted by herbert - Juni 10th, 2012

Als wir vor einiger Zeit im Spreewald waren, wurde in vielen Lokalen die original Spreewälder Hefeplinsen angeboten und zwar in der Originalversion, eine Plinse mit Zucker und Butter und eine mit Apfelmus gefüllt und eingerollt. Die erstere ist für einen Vollköstler kaum zu essen und schon gar nicht zu genießen, vor allem wenn der Koch mal nicht genau hingeschaut hat und die Plinse mehr als nur leicht angebrannt ist, denn der Grat zwichen noch nicht fertig und angebrannt ist klein. Zuhause habe ich dann das Ganze vollwertig ausprobiert, aber man braucht natürlich mehr Zeit als für normale Pfannkuchen, wie wir die dünne Fladen bei uns bezeichnen.

250 g Dinkel fein mahlen.

1/2 l Milch leicht erwärmen und 1/2 Päckchen Trockenhefe und 1 TL Honig darin auflösen. Nach und nach 3 Eier, das Vollkorndinkelmehl und eine Prise Salz zugeben. 

Den Teig eine Stunde gehen lassen, wenn er noch zu dick sein sollte, noch etwas Milch oder Mineralwasser zugeben. Den Teig schöpflöffelweise in die Pfanne geben und dünn auf beiden Seiten ausbacken.

Die Hälfte der Fladen mit einer Honigbuttermischung bestreichen und die restlichen mit Apfelmus, am besten selbstgemachtes,  bestreichen, alle einrollen und servieren.

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