Murrhardt-Oppenweiler (2)

Posted by herbert - Juni 17th, 2011

Als wir dann einen Wanderweg aus dem Tal sehen, überlegen wir, ob wir dem nicht folgen sollen. Ingrid geht noch etwas weiter, um evtl. zu schauen, wie weit es noch zum hinteren Wasserfall ist, aber der ist dann doch weder zu sehen noch zu hören. Wir machen Pause und steigen dann sehr steil aus dem engen Tal empor, es ist mit dem Buggy anstrengend, aber die meiste Zeit kann ich ihn hinter mir herziehen. Dann erreichen wir einen gekiesten Waldweg, dem wir nach Süden folgen, Della ist glücklich, dass sie endlich wieder Buggyfahren kann. Auf einer Straße erreichen wir die Gaststätte am Wasserfall, der aber laut Hinweisschildern doch noch einen Kilometer entfernt ist.

Da aus der Karte zu vermuten ist, dass der Georg-Fahrbach-Weg, auf den wir hier treffen, evtl. ins schwierig zu begehende Tal führt, entscheiden wir uns für die sichere, aber auch längere Variante über den Hörschhof. Doch beim nächsten Hof gehen wir wieder Risiko und kommen auf dem unbeschilderten Naturpfad genau dorthin, wo Ingrid es erwartet hat und wieder darf Della etwas laufen, langsam wird es ihr wohl etwas viel.

Wenig später sind wir dann auf dem Georg-Fahrbach-Weg des schwäbischen Albvereins, den wir vor undenklichen Zeiten auch mal erwandert haben. Wir fragen uns, ob hier die Waldarbeiten etwas gegen Wanderer haben, denn es wurden Brombeersträucher gerodet und alle Zweige und Äste genau auf dem Wanderweg liegengelassen, es war kaum zum Durchkommen.

Dann wird der Weg wieder schlechter, auf frisch gekiestem Weg macht es niemand Spaß, doch bald können wir auf einem Naturweg weiterwandern, allerdings steht uns noch ein längeren Abstieg bevor. Als wir einen Waldweg kreuzen, sind wir kurz irritiert, denn wir erwarten hier einen markierten Wanderweg, der uns nach Oppenweiler bringen soll. Doch da wir keine Zeichen sehen, bleiben wir auf dem markierten Wanderweg, der uns jetzt sehr steil hinabführt, zum Schluss in einem Hohlweg, der mehrere Zentimeter dick mit trockenem Laub belegt ist und gerade mit dem Buggy sind im Laub versteckte Steine und Äste durchaus gefährlich. Aber irgendwie schaffen wir es doch.

Schloss Oppenweiler

Jetzt treffen wir auch auf den markierten Wanderweg und erreichen rechtzeitig in Oppenweiler den Zug, der allerdings aus welchen Gründen auch immer, in Sulzbach fahrplanmäßig eine Viertelstunde Halt macht. Da es schon spät ist, hoffen wir mit dem Taxi zu unserem Auto zu kommen.

Doch da kein Taxi am Bahnhof steht und wir nicht anrufen und dann warten wollen, gehen wir die knapp 2 km zu Fuß zum Auto und nachdem es den ganzen Tag warm, teilweise sehr warm war, ist es auf dem letzten Teil der Strecke empfindlich kalt.

Da wir Hunger haben, entscheiden wir uns in Murrhardt eine Pizza zu essen. Wir finden auch gleich eine Pizzeria und sehen dort eine größere Gesellschaft sitzen. Das hätte uns stutzig machen müssen, denn da hier noch nicht alle ihr Essen hatten, dauerte es sehr lange, bis wir endlich etwas zu Essen bekamen.

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25 Jahre alter Alternativvorschlag nicht optimal

Posted by herbert - Februar 25th, 2011

3.10 Eberbach – Söllbot

In Eberbach treffen wir auf den Bäumlesweg, den wir wegen seiner Markierung mit einem grünen Baum für uns so getauft haben, offiziell heißt er Wanderweg Baden-Württemberg, Hauptwanderweg 3 des SAV oder geografisch formuliert Main-Neckar-Rhein und ihn haben wir vor mehr als 20 Jahren bereits einmal erwandert.

Krypta Unterregenbach ©walker

Wir überqueren wir die Jagst und gehen zunächst auf asphaltierte Straße aufwärts und wenden uns dann auf halber Höhe jagstaufwärts und mit schönen Ausblicken ins Tal kommen wir nach Unterregenbach und haben heute die Gelegenheit sowohl die Kirche als auch die noch immer rätselhafte Krypta zu besuchen. Da ein Wanderzeichen von wilden Wein zugewachsen ist, gehen wir zwar zuerst richtig, meinen aber dann falsch zu sein, kehren um und werden von einem freundlichen Anwohner wieder zurückgeschickt. Über die Archenbrücke kommen wir zu einer Straße, die wir kurz benutzen müssen.

Danach geht es steil bergauf, so hoch, dass wir sogar auf Schloss Langenburg hinuntersehen können. Doch der Panomaweg senkt sich wieder und nachdem wir die Straße nach Langenburg überquert haben, geht es nochmals steil in eine kleine Schlucht hinunter, ehe es steil zum Langenburger Schloss ansteigt.

In Langenburg, das wir zum 4. Mal auf einer Fernwanderung besuchen, findet heute der Herbstmarkt statt und erschwert wie jeder Markt das Fotografieren. Daher verlassen wir das Städtchen bald wieder, machen auf einer sonnigen Bank beim Abstieg nach Bächlingen Pause und genießen beim weiteren Abstieg den Rückblick auf das Langenburger Schloss. Wir wollen noch etwas im Jagsttal bleiben und verlassen den Jakobsweg und folgen zunächst dem Bäumlesweg. In unserem Wanderführer für den Bäumlesweg wird eine Alternativstrecke vorgeschlagen, der wir auch folgen und dabei nicht berücksichtigen, dass der Wanderführer schon mehr als 25 Jahre auf dem Buckel hat. Nun, dass der Weg fast zugewachsen ist und dass viele Bäume quer über den Weg liegen, hat nicht unbedingt etwas mit dem Alters des Buchs zu tun, aber als wir auf der Hochfläche ankommen, fehlt der damals aufgezeigte Feldweg, vielleicht hat in der Zwischenzeit die Flurbereinigung stattgefunden. So wird es etwas schwierig, bis wir dann einen existierenden Feldweg finden, der uns zu unserem Trevis bringt.

Auf dem Weg zurück nach Eberbach schlägt Ingrid vor, trotz nicht ganz klarer Wettervorhersage morgen ebenfalls zu wandern und ein Auto am möglichen morgigen Endpunkt abzustellen, was wir dann auch machen.

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