Das war nicht unbedingt unser Tag

Posted by herbert - Mai 13th, 2011

07.12.  Schwäbisch Hall – Uttenweiler

und vielleicht ist auch Schwäbisch Hall nicht unsere Stadt, denn zum dritten Mal auf dieser Wanderung sind wir hier, und zum dritten Mal ist kein gutes Fotografierwetter.

Doch der Reihe nach, eigentlich müsste es bequem nach Rieden reichen, um von dort mit dem Bus nach Schwäbisch Hall zu fahren, doch dann wird in einem Dorf vorher seit mehr als 4 Wochen die Durchgangsstraße gefräst und neu asphaltiert und heute dauert die Ampelschaltung besonders lange und dann kommen auch noch viele Fahrzeuge in der Gegenrichtung als es bei uns schon grün an der Ampel zeigt und als das erste Fahrzeug an der Ampel starten könnte, ist es schon wieder rot, trotzdem fahren die ersten 4-5 Autos durch.

Als wir dann beim 2. Grün die Baustelle queren können, ist klar, für den Bus reicht es nicht, wir müssen nach Schwäbisch Hall fahren und dort (teuer?) parken. Als wir auf einem gut gelegenen Parkplatz wahrscheinlich 5 € zahlen müssten, fahren wir noch zu einem anderen, der ist zwar kostenfrei, aber fast einen Kilometer außerhalb und ähnelt eher einem Schlammbad als einem Parkplatz, also kehren wir reumütig zum ersten Parkplatz zurück.

Während es auf der Fahrt überwiegend sonnig war, ist Schwäbisch noch teilweise in Nebel gehüllt, der sich nur langsam verzieht. Wir überqueren auf zwei Fußgängerstegen den Kocher und steigen zum auf halber Höhe gelegenen Bahnhof empor. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der Wanderweg auf der anderen Seite der Gleise beginnt und so gehen wir zum Treppenturm, der zur Fußgängerbrücke über die Straße und den Hang zum Bahnhof führt. Wohlgemut drücke ich auf den Knopf des Aufzugs, aber der reagiert nicht und so muss ich den Buggy die vielen Stufen hoch schleppen.

Am Bahnhof finden wir auch die Markierung, die uns aber zunächst nicht über die Gleise sondern am Bahnhof vorbeiführt und wir stellen fest, dass wir ganz bequem auf der Straße hätten weiterwandern können. Jetzt geht es steil hinauf, und um den vielen Stufen auszuweichen, muss ich den Buggy über nasses Gras den Berg hinaufziehen. Oben angekommen, will ich Della etwas laufen lassen und stelle mit Erschrecken fest, dass ich die Leine im Auto vergessen habe, weil ich Della vom Auto sofort in den Buggy gesetzt habe. Von der Kante des Kocherhangs haben wir einen guten, nur durch dickere und dünne Äste gestörten Blick auf die Ruine Limburg und wenig später auch auf die Comburg, die wir an einer Stelle sogar gut fotografieren können.

Als wir ans Pause machen denken, stellen wir fest, dass wir unser Sitzkissen zu Hause vergessen haben. Jetzt geht es steil bergab und kurz auf einer schmalen Straße in den nächsten Ort. Hier finden wir sowohl an einem Haus als auch im bewohnten Schlösschen interessante Dekorations- und Kunstgegenstände.

Da Della unbedingt auch mal selbst laufen will, vielleicht muss sie auch nur mal, mache ich den Schultergurt von dem Fahrradtäschchen am Buggy weg und habe so wenigstens eine – allerdings sehr kurze- Ersatzleine, die aber bei dem folgenden steilen Aufstieg gute Dienste verrichtet.

Nachdem zunächst das Wetter etwas sonniger geworden war, ziehen jetzt die Wolken immer schneller zu und die Sonne verschwindet ebenso wie die letzten kleinen Flecken blauen Himmels.

Wir schauen auf die Uhr und den Busfahrplan und stellen fest, alles ganz ungünstig, den nächsten Bus schaffen wir nicht in Rieden, auch im vorher gelegenen Uttenweiler werden wir ihn um wenige Minuten verpassen und der nächste fährt erst in einer Stunde, das würde mehr als eine halbe Stunde Wartezeit bedeuten und das bei dem jetzt ungemütlichen Wetter. Am Ortsrand von Uttenweiler ist ein Supermarkt, Ingrid geht in den Eingangsbereich, um im Warmen einen Pullover unter ihrem Anorak anziehen zu können, während ich einige Schritte weitergehe und eine Bushaltestelle entdecke. Ich hoffe, Ingrid wird nicht auch noch beim Bäcker etwas einkaufen, aber sie kommt gleich wieder heraus. Ich gehe schon zur Bushaltestelle vor und stelle fest, hier verkehrt eine andere Buslinie und in wenigen Minuten müsste ein Bus eintreffen.

Dem ist auch so und er hat sogar einen bequemen Buggyeinstieg. Am scharfen Eck steigen wir aus und erreichen bald den Parkplatz mit unserem Auto. Da es immer noch mild ist, können wir Della im Auto lassen und gehen zum Weihnachtsmarkt in der Gelbinger Gasse. Wir sind eigentlich sehr zuversichtlich, dass es in dieser idyllischen Stadt einen ebensolchen Weihnachtsmarkt gibt, aber selten sind wir so enttäuscht worden. Nur 10 Stände, weit auseinanderliegend, bilden einen mehr als kümmerlichen Markt und so sind wir schnell wieder beim Auto und fahren heim.

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Schade, keine Sonne

Posted by herbert - Mai 6th, 2011

15.11. Schwäbisch Hall – Comburg und Stadtbesichtigung

Da etwas überraschend Sonne und Wolken vorhergesagt werden, hat Ingrid gestern Abend noch vorgeschlagen zu Wandern, genauer gesagt, Schwäbisch Hall anzuschauen und zur Comburg zu gehen.

Doch leider hat auch heute der Wetterbericht Unrecht, denn die Sonne zeigt sich nur einmal in Ansätzen, sonst ist es trüb und bewölkt, keine idealen Voraussetzungen, um in der malerischen Altstadt zu fotografieren. Wir stellen unser Auto unterhalb des Marktplatzes ab und entscheiden uns zuerst zur Comburg zu wandern. Wir gehen zum Kocher, überqueren diesen zweimal und wandern mit Blick auf die malerische Altstadt zum ehemaligen Gartenschaugelände, das wir durchqueren, ehe wir steil zur Limpurg emporsteigen, die wenigen Ruinenreste rechtfertigen den Aufstieg kaum, allerdings hat man einige schöne Ausblicke auf die Comburg.

Zuerst suchen wir einen Weg über Oberlimpurg, drehen dann wieder um und gehen den steilen Weg wieder ins Kochertal hinunter. Oberhalb des Kochers gehen wir auf einem alten Sträßchen nach Steinbach, dort folgen wir weiter dem Bäumlesweg der um die Comburg herumführt und wir stellen fest, dass es vielleicht doch schneller gewesen wäre, wenn wir nicht umgekehrt wären, hätten dann aber den hübschen Weg entlang des Kochers nicht erlebt. Wir schauen uns auf der Comburg etwas um, leider kann die Kirche nur mit einer Führung besichtigt werden und die finden in den Wintermonaten nur auf Voranmeldung statt.

Auf einem mit steinernen Figuren ausgestatteten Weg gehen wir in die Ortsmitte von Steinbach, um festzustellen, dass es keinen passenden Bus gibt, so gehen wir auf dem kürzesten Weg zum Auto zurück, wo wir etwas essen und Della zurücklassen, die an einer Stadtbesichtigung immer wenig Interesse zeigt. Leider wird das Wetter nicht besser, sondern es wird immer dunkler und schon bald reicht das Licht in den mitunter engen Gassen kaum noch zum fotografieren aus, sodass wir den Rundgang früher als erwartet beenden und den Rest der Altstadt beim nächsten Weiterwandern noch anschauen müssen.

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Besser als vorhergesagt, aber schlechter als erhofft

Posted by herbert - März 31st, 2011

©walker

14.11. Geislingen – Schwäbisch Hall

Die Überschrift trifft es genau, denn trotz der Unkenrufe der Wetterfrösche regnet es nicht, aber Ingrids Hoffnung auf etwas Sonne erfüllt sich auch nicht. Wir starten am Ortsende von Geislingen und steigen bald steil empor und sehen noch ein letztes Mal zur Autobahnbrücke zurück. Dann senkt sich der Weg wieder und wir kommen auf einen asphaltierten Weg, den wir nach wenige Schritten wieder verlassen und erneut steil hochsteigen.

Wir bleiben im Wald und finden einige interessante Pilze und das am Boden liegende Laub macht die Wanderung auf unbefestigten Wegen sehr angenehm, vor allem sind diese trotz des vielen Regens in den letzten Tagen kaum schmutzig.

Wir erreichen Eltershofen mit seinem hübschen kleinen Schloss und gehen kurz durchs offene Gelände nach Breitenstein.

Kurz geht es durch den Ort, dann etwas abwärts und schon sind wir wieder auf einem schönen, mitunter etwas schmalen Hangweg, der uns schnell an den Stadtrand von Schwäbisch Hall bringt. Nach einer Unterquerung kommen wir zur Gelbinger Gasse, wo wir die ersten schönen Häuser finden. Vor dem Marktplatz biegen wir rechts ab, überqueren den Kocher und steigen etwas zur Bushaltestelle am scharfen Eck auf.

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Indisch essen in Schwäbisch Hall

Posted by herbert - April 19th, 2010

war gestern Abend nach unserer ersten (kleinen) Wanderung doch mehr als nur eine gelinde Enttäuschung, eine der wenigen die ich als Fan der indischen Küche bei meinen unzähligen entsprechenden Restaurantbesuchen gemacht habe.

Nun gut, dass die Bedienung uns zuerst an einen Katzentisch verfrachten wollte, ehe sie uns dann doch noch nette Tische zeigte, was solls. Doch als die Bedienung merkte, dass wir nicht geneigt waren, das nicht ganz billige Buffet zu ordern und dann versuchte, uns mit dem Hinweis, dass a la carte Essen aber sehr lange dauern würde, doch noch zu der teuren Variante zu überreden, hätte ich meine Drohung, dann gehen wir eben woanders hin, wahrmachen sollen.

Doch die Bedienung ruderte zurück und wollte sich erkundigen, wie lange es wirklich dauern würde. Die Antwort erhielten wir von ihrem Chef (oder Vorgesetzten) und die war eindeutig, natürlich würden unsere Gerichte sofort zubereitet und tatsächlich hielt sich die Zubereitungszeit im durchaus üblichen Rahmen.

Dann das Essen, der Reis war ganz gut, mit Nüssen und kleingeschnittenen Gemüse angereichert. Ich hatte Saag (also Spinat) mit indischem Käse bestelllt und bekam eine pürierte, grüne Masse, bei der der Koch wohl das Würzen vergessen hatte und frage mich noch immer, wie der Koch es außerdem geschafft hat, den Spinat so zu pürieren, dass die Blattstängel erhalten geblieben sind, was auch nicht unbedingt zum (nicht vorhandenen) Genuss beitrug und Spinat indisch kann einfach ein Traum sein.

Beim Gericht meiner Frau war wenigstens ansatzweise etwas von Gewürzen zu schmecken, aber auch nicht mehr. Das Angebot der Bedienung uns Salz und Pfeffer zu bringen, nachdem wir ihr unsere wenig positiven Eindrücke geschildert haben, hätte die Gerichte auch nicht mehr retten können.

Als dann der Chef zum Abkassieren kam und wir ihm unsere Meinung zu dem Essen kundtaten, nahm dieser dies ganz stoisch auf, kein Wort des Bedauerns, kein Wort der Entschuldigung, kein Wort der Erklärung. Dass es dann kein Trinkgeld gab, ist, glaube ich, verständlich und dass dies gleichzeitig unser letzter Besuch in dem Etablissemant war, ebenso.

Toll fand ich, als ich dann außen die Werbung „Spice-Route-Restaurant“ las, denn genau von Würzen konnte ja keine Rede sein.

Ob die Gerichte immer so schmecken oder ob der Koch nur einen besonders schlechten Tag hatte, weiß ich natürlich nicht.

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