Unterschätzt (2)

Posted by herbert - Februar 13th, 2011

Über den Burggarten erreichen wir die erste Wegmarkierung, die uns durch einen Weinberg ins Tal geleitet. Entlang der Tauber kommen wir an einer Kapelle vorbei, gehen unter der steinernen Doppel-Viaduktbrücke hindurch und überqueren anschließend auf dieser den Fluss. Schon von hier unten hat man einen herrlichen Blick auf Silhouette der Altstadt.

Auf einem Waldpfad steigen wir zur Hohenloher Hochebene hinauf – Della darf endlich ihre eigenen Beine benutzen – und werden an der alten Sprungschanze mit einem atemberaubenden Blick auf Rothenburg belohnt. Da es heute genauso sonnig wie gestern ist, aber deutlich weniger windig, können wir hier auf einer Bank gut rasten.

Nach kurzer Zeit verlassen wir den Waldgürtel und es beginnt ein langes, sonniges Stück. Zuerst noch auf einem Schotterweg, bald aber auf der Straße bzw. asphaltierten Feldwegen geht es mit dem Buggy flott voran, Ingrid findet diese Strecke zu einen eintönig, wenn man mal von den Rückblicken nach Rothenburg absieht, die Stadtsilhouette hebt sich über Bäumen heraus, sodass man das tiefe Taubertal nicht einmal erahnen kann und zum anderen ist diese Strecke ziemlich ermüdend, auch wenn sie immer wieder auf dem Gras neben dem Weg läuft.

Dann fragen wir uns, sollen wir nach Funkstatt abbiegen, um dort aufzuhören und irgendwie zu unserem Auto zu kommen oder gehen wir weiter. Ingrid entschließt sich zum Weitergehen, kürzt allerdings etwas ab, während ich mit dem Buggy nicht übers Stoppelfeld kann. Es folgt eine lange, meist gerade Strecke durch den Wald, allerdings wird es langsam kühl und der Schotterweg ist auch nicht gerade ideal.

Wir fahren nach Rothenburg zurück, holen den PT und stellen den Trevis wieder an der Kirche in Neusitz ab, denn auch morgen wollen wir weiterwandern.

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Unterschätzt (1)

Posted by herbert - Februar 12th, 2011

An einem solchen Wintertag ohne Schnee und ohne Sonne, alles nur trüb, da muss man sich überwinden, die Stube zu verlassen, vor allem, wenn im Fernsehen auch noch Wintersport läuft. Aber an einem solchen Tag macht es auch Spass (zwischen den nicht so interessanten Wintersportmomenten) mal in seinen Unterlagen zu blättern und zu schauen, wie war es denn im Sommer oder Herbst beim Wandern.

27.9. Rothenburg – Schrozberg

Manchmal tue ich mich schwer, eine passende Überschrift zu finden, heute fällt es mir schwer, die beste zu finden. Denn „so etwas habe ich noch nie gesehen“, was sich nicht auf die unbestreitbaren Schönheiten der Stadt bezog „schau mal, ein Buggy für Hunde“ wären durchaus angemessene Überschriften gewesen, was die vielen Japaner zu Dellas Fahrzeug meinten, entzieht sich dann doch meiner Kenntnis.

Ingrid hat lange überlegt, wo sie den Trevis abstellen soll oder mit anderen Worten, wie weit wir heute wandern wollen und sollen, nachdem schon die gestrige Etappe etwas länger als derzeit bei uns üblich war. Wir stellen den Wagen in Schrozberg ab und schon auf der Fahrt noch Rothenburg ist sie nicht mehr sicher, dass das eine gute Idee war.

Da wir Rothenburg erst vor einem guten Jahr ausführlich besichtigt hatten, waren wir uns einig, wir gehen vom Bahnhof direkt zur Jakobskirche, machen dort ein paar Aufnahmen und verlassen dann die Stadt auf kürzestem Wege.

Aber bei strahlend blauem Himmel kann eine Fotografin kaum einige Schritte tun, ehe sie ein zwingend zu fotografierendes Motiv sieht. Deshalb dauert die Durchquerung der Stadt auch viel länger als erwartet, wir haben dies deutlich unterschätzt.

Von der Jakobskirche lohnt es sich eigentlich kein Bild zu machen, denn die ist eingerüstet. Da es Eintritt kostet und wir wenig Zeit haben, verzichten wir auf eine Besichtigung der Kirche und wollen dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

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Wieder auf einen (anderen) Jakobusweg unterwegs

Posted by herbert - April 28th, 2010

Nachdem wir vor einigen Jahren im Zuge unserer Wanderung von der Ostsee zum Bodensee ab Nürnberg auf den Spuren der Muschel, also dem Jakobusweg unterwegs gewesen waren und nachdem wir – wie hier berichtet – unsere Wanderung Romantische Straße beendet hatte, war uns bald klar, dass wir einen anderen Jakobusweg erwandern wollten.

Nachdem Studium der diversen Möglichkeiten war klar, wir starten wieder in Nürnberg und wandern zunächst nach Rothenburg und dann über Tübingen nach Rottenburg. Danach gibt es wieder einige Alternativen, aber die wahrscheinlichste ist die Strecke an die französische Grenze im Rheintal bzw. nach Freiburg.

In den nächsten Wochen werde ich hier im Blog in einer neuen Kategorie unsere Wanderung vorstellen, auf der wir bis zum heutigen Tag bis Backnang gekommen sind, obwohl  Backnang eigentlich vom Jakobusweg nicht berührt wird, aber so sklavisch halten wir uns nicht an die Streckenvorgaben.

Ich hoffe, Sie werden sich über meine Wanderberichte freuen und werden vielleicht animiert, auch mal wieder auf Schusters Rappen unterwegs zu sein.

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Wanderstrecke Rothenburg – Schillingsfürst

Posted by herbert - August 13th, 2008

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Da Marion und Jörg heute dabei sind, machen wir nochmals eine kurze Tour durch die Altstadt und verlassen Rothenburg durch das Spitaltour. Zunächst müssen wir auf einem Fußweg entlang der Bundesstraße gehen und gehen dann auf einem Pfad hinunter ins Taubertal.

Nachdem wir die Tauber überquert haben, verläuft der Weg wieder anders als in der Karte verzeichnet, obwohl diese Route länger ist, folgen wir ihr, da wir auf einem Feldweg gehen können und wir hoffen, so bis Gebsattel gehen zu können, aber nur wenig kommen wir auf die nächste Straße, hat sich also nicht unbedingt gelohnt, der Umweg.

Da wir auch nach dem Ort auf Asphalt weiterwandern müssen, nutzt Ingrid die erste Möglichkeit auf einem Feldweg weiterzuwandern, auch hier ist die Strecke länger, aber dieser Umweg lohnt sich.

Wir verlassen nach dem nächsten Ort das Taubertal, überqueren die Autobahn und machen auf einigen geschichteten Baumstämmen Pause. Es folgt ein ganz angenehmer Waldweg, der nicht immer vor der Sonne schützt.

Überhaupt das Wetter, wenn die Sonne scheint, ist es meist ziemlich windstill und gleich sehr heiß, ist die Sonne weg, wird es meist böig und sehr kühl. Hinter Faulenberg haben wir bereits einen schönen Blick auf Schloss Schillingsfürst, doch der Weg führt auf einem romantischen Pfad neben einem munter springenden Bächlein in einem weiten Bogen zum Schloss.

Hier trennen sich unsere Wege, denn ich gehe allein weiter zur Bushaltestelle, während die anderen 4 (Della mit eingerechnet) im Schlosscafe einkehren.

Viel zu früh bin ich an der Bushaltestelle und freue mich, dass ein Restaurant ganz in der Nähe ist, aber zu früh gefreut, das Restaurant hat erst ab 16.30 geöffnet und dann ist es zu knapp. Einer der Anwohner fragt mich, ob ich den Weg suche, als ich ihm mitteile, dass ich auf den Bus warten würde, lädt er mich zu sich und seiner Frau in den Garten zu einer Tasse Kaffee ein, so verbringe ich die Wartezeit ganz angenehm.

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Rothenburg zum 1.

Posted by herbert - August 4th, 2008

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Eigentlich finde ich es nicht so toll, wenn wir ein Stück Weg auslassen, aber die Fahrt nach Seldeneck ist nicht so toll, die Busanbindung bescheiden und der Weg auf der „Straße“ hinunter eher langweilig, so starten wir im Tal in Bettwar.

Wir überqueren die Tauber und wandern auf dem Radweg, anfangs hält sich die Zahl der Radfahrer noch in Grenzen, aber allmählich werden es mehr und so sind wir froh, als der Jacobusweg etwas anders als die anderen Wege verläuft und wir auf einem Feldweg wandern können.

In Dettwang ist die Kirche mit dem Riemenschneideraltar leider geschlossen, wieder ein Punkt, der irgendwann vielleicht nachgeholt werden muss.

Wieder trennen sich die verschiedenen Wege, wir folgen dem HW4 und gehen zunächst der Tauber entlang und dann auf kürzestem Weg hinauf nach Rothenburg. Vor den Toren der Stadt machen wir Pause und beobachten eine junge Amsel.

Der Stadtmauer entlang gehen wir zum Burggarten, der uns von früheren Besuchen her unbekannt ist.

Schön angelegt und mit schönen Ausblicken ins Tal und auf die mittelalterliche Silhouette. Wir folgen der Stadtmauer bis zum Kriminalmuseum und noch etwas, dann steigen wir auf die begehbare Stadtmauer und umrunden teilweise die Stadt, wobei Ingrid etwas Probleme hat, weil sie nicht ganz schwindelfrei ist.

Wir gehen dann durch die Altstadt, die durch eine große Gruppe junger Amerikaner noch voller zu sein scheint als sonst. Man hört fast alle Sprachen, nur deutsch ist kaum zu hören.

Um den letzten Bus noch zu erreichen, gehen wir zur Bushaltestelle. Als Ingrid die vielen Kids sieht, zieht sie es vor, in der Stadt zu bleiben und mich das Auto allein holen zu lassen. Glücklicherweise fahren die Kids mit einem eigenen Bus ab, sonst wäre es tatsächlich sehr eng gewesen.

Nachdem ich das Auto auf dem Parkplatz in Rothenburg abgestellt hatte, machen wir nochmals einen Abstecher in die Altstadt, leider kann ich nicht mehr fotografieren, weil auch die Ersatzakkus dem hohen Fotografierdruck nicht standgehalten haben.

In einem Cafe mit Rosengarten machen wir kurz Pause, ehe Della und ich Ingrid bei der weiteren Besichtigung hinterher trotten und dann den Weg zum Parkplatz abkürzen, um auf eine schattigen Bank auf Ingrid zu warten.

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