Viel Zeit für ein kleines Städtchen

Posted by herbert - Mai 20th, 2010

 

6.9.09 Roßtal – Heilsbronn

Wieder stellen wir unser Auto am Endpunkt ab und fahren mit der Bahn zu unserem Startort Roßtal. Vom Bahnhof gehen wir entlang der Gleise in Richtung Ortsmitte, suchen aber zuerst noch den Abstieg zu einem im Internet beschriebenen Quellenbereich mit 7 kleinen Quellen und bald können wir hinunter, nicht ganz einfach. Das gilt auch für das Fotografieren, durch das dichte Laubdach kommt nur wenig Helligkeit und die Sonne hat sich hinter den Wolken verzogen.

Unter den Bahngleisen durch gehen wir noch etwas zwischen Wiesen und Waldrand und dann sind wir endgültig in den Häusern und sofort geht es steil zum alten Ortskern empor, vorbei am Fachwerkschloss und zum Marktplatz, wo nur das Rathaus und die parkenden Autos nicht zum Charakter des Platzes passen.

Brunnenhaus in Rosstal ©herbert walker

Brunnenhaus in Rosstal ©herbert walker

Da sich mehrere Passanten genau im Bild stören, wartet Ingrid lange, doch die Passanten lassen sich viel, zuviel Zeit und so muss Ingrid auf dieses Foto verzichten, dafür fotografiert Sie mehr in der – für mich nicht außergewöhnlichen – Kirche, deren Krypta als das älteste Bauwerk Frankens gilt. Teilweise interessant sind die Spiegelinstallationen einer Künstlerin, die derzeit in der Kirche ausgestellt sind.

Wir machen noch einen Rundgang durch das idyllische Städtchen und als wir noch einen Kürbisverkaufsstand ausführlich fotografiert haben, sind fast 2 Stunden vorbei und wir haben vielleicht gerade 2 km geschafft.

Auf einem schlechten Feldweg kommen wir zum Waldrand, wo uns eine windstill gelegene Bank zur Rast einlädt. Jetzt darf auch Della wieder laufen, doch auf der asphaltierten Strecke vor und nach dem nächsten Dorf macht ihr Buggyfahren mehr Spass. Genau aufgezeichnet haben die Mitglieder des Fränkischen Albvereins an einem Hochspannungsmasten wie es weitergeht. Doch leider fehlt ein Abzweig und so ist es zwar genau, aber falsch. Doch die Markierung an einem Baum gibt die richtige Hilfestellung.

Einige schöne Fachwerkhäuser finden wir auch in Bürgling und vor allem ein schönes Wirtshausschild, aber das Wirtshaus existiert wohl nicht mehr. Auf dem letzten Teilstück wird es dann noch einmal für mich ganz schön happig. Natürlich sind Waldwege angenehm zu gehen und auch mit dem Buggy machen sie meist nur wenig Mühe, doch mit vielen, sehr vielen querligenden Ästen und fast mit Brombeeren zugewachsen, hält sich der Spaß in engen Grenzen. Doch nach einigen hundert Meter geht es normal weiter, dann wieder einmal eine mißverständliche Markierung, vielleicht sollte der Verein, der in diesem Bereich an vielen Markierungspunkten Werbung macht, daran denken, dass die beste Werbung zufriedene Kunden, sprich Wanderer sind.

Nochmals machen wir in der langsam wieder hinter Wolken verschwindenden Sonne Pause, ehe wir am Stadtrand von Heilsbronn den Bahnhof und unser Auto erreichen.

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Der schnelle Anfang nach dem Ende (1)

Posted by herbert - Mai 8th, 2010

Hier nun meine Beschreibung unserer derzeitigen Wanderung, die wir ja bereits im letzten Jahr begonnen haben.

30.8 09 Nürnberg – Roßtal

Die letzten Tage haben wir viel im Internet gesurft und dann stand sie fest unsere neue Wanderung, doch zuerst mussten wir gestern noch bei der Romantischen Straße nachsitzen und das letzte Teilstück nach Füssen absolvieren, das wir wegen eines Gewitters nicht mehr erwandern konnten.

So kamen wir gestern erst gegen 21 Uhr von dieser Tour zurück und da heute herrliches Wanderwetter vorhergesagt war, haben wir sofort mit der neuen Wanderung begonnen, da wir glücklicherweise eine Wanderkarte mit eingetragenem Jakobusweg von einer anderen Wanderung noch vorrätig hatten und so alt war sie nicht, dass sie nicht mehr zu verwenden gewesen wäre.

Wir fahren nach Roßtal, um unsere Wanderung zuerst mit einer Bahnfahrt zu beginnen. Da wir rechtzeitig abgefahren sind, verursachen weder eine kleine Irrfahrt bei der Bahnhofssuche noch ein widerspenstiger Fahrkartenautomat Probleme. Da der Zug alte Waggons mit sich führt, erweist es sich als richtig, den Buggy im zusammengelegten Zustand zu transportieren.

Heute darf Della im Prinzip von Anfang an Buggyfahren, so auch schon auf dem Weg vom Bahnhof zum eigentlichen Startpunkt unserer Wanderung auf den Spuren des Jakobuswegs nach Freiburg, der Jakobuskirche. Die heutige evangelische Kirche zeigt im Innern eine Jakobusfigur und beeindruckt durch den Hochaltar aus dem 14. Jahrhundert. Hier ist der Ausgangspunkt

akobsweghinweiser Nürnberg ©herbert walker

akobsweghinweiser Nürnberg ©herbert walker

 dreier Jakobuswanderungen, einmal zum Bodensee, den haben wir im Rahmen unserer Tour Ostsee-Bodensee absolviert, zum zweiten nach Eichstätt, der uns heute nicht interessiert und zum dritten, der Weg nach Rothenburg, dem ersten Teil unserer neuen Wandertour.

Allerdings wollen wir durch Nürnberg unseren eigenen Weg suchen, so wie dies wohl von Fall zu Fall der Fall sein wird. Natürlich ist die Wanderung durch die Außenbezirke der Großstadt nicht gerade das gelbe vom Ei, aber durchaus erträglich.

In Schweinau erklimmt Ingrid einen steilen Berg, der durchaus künstlichen und nicht natürlichen Ursprung sein könnte und hat einen schönen Blick auf Nürnberg. Für mich und Della bleibt nur das Warten im Schatten, denn heute scheint die ganze Zeit die Sonne, trotzdem halten sich die Temperaturen in Grenzen.

Nach dem Überqueren des Main-Donau-Kanals und der Autobahn kommen wir durch ein Neubaugebiet und wenig später erreichen wir den Faber-Park, wo wir an einem Teich Rast machen.

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