Heiter und kaum asphaltiert

Posted by herbert - Juli 1st, 2010

23.05. Rochlitz – Colditz

 

Eigentlich haben wir vor der ersten Etappe etwas Bedenken, denn es scheint nur asphaltiert Wege zu geben, doch dann kommt alles ganz anders.

Wir stellen unser Auto in Rochlitz am Marktplatz ab und gehen dann nicht dem beschriebenen Weg nach, sondern machen einen Bogen und folgen dem Verlauf der Mulde, ehe wir am Bahnhof auf den markierten Weg treffen, dem wir dann abwärts zur Mulde folgen. Kurz vor der Eisenbahnbrücke mit Fußgängersteg über die Mulde geht nach rechts ein Weg direkt zum Fluss hinunter und Ingrid entscheidet sich für den Weg über Weiditz.

Eine gute Entscheidung, denn es handelt sich überwiegend um einen Naturweg im Muldetal, auf den Waldstrecken finden wir viele Maiglöckchen. In Weiditz führt ein Weg nach Schwarzbach und ein anderer nach Seupahn. Das nährt bei Ingrid die Hoffnung, dass wir von Seupahn nach Colditz weiterkommen. Daher entscheidet wir uns für diese Variante, anfangs war es wieder ein schöner Weg, doch in Seupahn geht es nicht weiter, sondern der markierte Weg führt nach Schwarzbach, was ein großer Umweg wäre. Wir gehen deshalb auf der Straße bis zur B107, auf der wir einige hundert Meter wandern und das macht keinen Spaß. Bei der Raserei ist das nicht ganz ungefährlich und ich bin froh, als wir auf einen Feldweg einbiegen können.

Immer wieder faszinieren die großen, gelben Rapsfelder.

Rapsfeld ©walker

Rapsfeld ©walker

Wir versuchen, den Weg über die Deutzmühle abzukürzen, aber das klappt leider nicht und auch in Hohnbach können wir nicht so abkürzen, wie es nach der Karte möglich wäre, aber wir müssen nur kurz auf der Straße nach Colditz wandern, da hier eine Baustelle ist, fahren nur wenige Autos und die noch ziemlich langsam. In Colditz finden wir beim Sportplatz noch eine 2. Bushaltestelle, an der wir in den Bus nach Rochlitz einsteigen könnten. Da wir noch Zeit haben, gehen wir in die Altstadt und steigen zum Schloss empor, wo wir – bevor geschlossen wird – noch einige Bilder, auch vom ersten Innenhof machen können, ehe wir wieder in den Ort hinuntersteigen und von der Muldebrücke einen herrlichen Blick auf das Schloss haben.

Wir erreichen rechtzeitig die Bushaltestelle und kommen so zu unserem Auto. In Leisnig, wo wir in einer Ferienwohnung Quartier genommen fahren, ist das Wetter noch so schön, dass wir unser Abendessen im Garten genießen können, nur Della ist nicht so begeistert, da wir sie wegen der Hauskatzen nicht in den Garten lassen.

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Rochsburg – Göritzhain

Posted by herbert - September 4th, 2009

Anders als geplant

Da sich Ingrid wohl an meiner leichten Erkältung angesteckt hat, fühlt sie sich morgens nicht so wohl, dass sie wandern könnte. Gegen Mittag geht es ihr besser und so können wir kurz vor ½ 2 Uhr am Parkplatz Rochsburg mit der Wanderung beginnen.

Steil geht es wieder hinab zur Mulde und dann auf einem schönen, aber nach dem gestrigen Abendgewitter oft schmutzigen Weg entlang des Flusses weiter. Bevor Della zu dreckig ist, packen wir sie in den Buggy, den sie heut immer nur für kurze Strecken verlassen wird, z.B. beim Anstieg zum Amtsfelsen, von dem man einen schönen, tiefen Blick ins Muldetal hat. Am nächsten Ortsrand sind wir unschlüssig und entscheiden uns für den scheinbar kürzeren Weg durch den Ort, aber da wir nicht bis Lunzenau auf der Straße gehen wollen, folgen wir verblassten Schilder zum Talhang und treffen auf die andere Strecke. Hier ist es mit dem Buggy schon ziemlich anstrengend und schwierig, aber wir schaffen es zur Straße und sind in wenigen Schritten im Ort.

Hier ist ein Lokal mit einer kleinen Eisenbahnausstellung, heute leider geschlossen wegen Betriebsurlaub, doch den Teil im Freien können wir uns anschauen. Auf dem Radwanderweg geht es im Tal weiter und nach einer kurzen Rast erreichen wir die Brücke in Göhren, von wo wir einen schönen Blick auf das Göhrener Viadukt haben.

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Hier könnten wir auf kurzem und bequemem Weg Wechselburg und den dortigen Bus locker erreichen, doch das ist Ingrid zu einfach. Sie will noch einen in der Karte eingezeichneten örtlichen Wanderweg entlang der Chemnitz gehen und dann irgendwo zwischen Wechselburg und Göritzhain in den Bus einsteigen.

Nach einem kurzen Stück auf der belebten, kurvenreichen Strecke können wir die Straße verlassen und es geht steil einen mit Wurzeln übersäaten Hang bergauf. Oben angelangt kommen wir zum Anfang des Viadukts. Jetzt folgt ein sehr steiniger, sehr wurzelreicher und teilweise sehr schmaler Pfad, der normalerweise ganz gut zu wandern wäre, obwohl er schon durchaus eine gewisse Anstrengung erfordert. Aber mit dem Buggy ist er fast über dem Limit. Erschwerend kommt hinzu, dass er auch nicht ausgeschildert ist, als dann unvermittelt doch Zeichen auftauchen, ist nicht ganz klar, wie wir weitergehen sollen. Da wir jedoch nicht wissen, ob es unten am Fluss einen Wanderweg gibt, bleiben wir oben an der Hangkante. Allerdings ist nicht ersichtlich, wann der kurze Weg zum Parkplatz Cossen abzweigt und auch wenig später ist nicht klar, wie es weitergeht. Wahrscheinlich wählen wir den längeren Weg, der nach der Tafel aber der kürzere sein soll.

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Trotzdem erreichen wir noch rechtzeitig die oberste Bushaltestelle in Göritzhain und kommen so unserem PT. Nach einem Einkauf in Penig suchen wir noch, ob die Brücke vor Göritzhain über die Chemnitz existiert und könnten so morgen, wenn Ingrid es sich nicht noch anders überlegt, an der Bushaltestelle starten.

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Penig-Rochsburg

Posted by herbert - August 21st, 2009

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Nachmittagsspaziergang

Da für morgens schlechtes Wetter vorhergesagt war, stehen wir erst sehr spät auf und die Vorhersage hat sich bewahrheitet.

Gegen Mittag wird es langsam besser und wir überlegen, ob wir noch starten wollen. Dann fängt es noch einmal an zu schütten und wir stoppen unsere Vorbereitungen.

Endlich komme ich wieder ins Internet, aber es scheint noch langsamer zu sein, wie sonst. Nachdem der Regen aufhört, fahren wir nach Penig und starten nach 15 Uhr.

Wir überqueren die Mulde und kurz noch durch den Ort, dann beginnt ein schöner Waldweg, der heute allerdings ziemlich schmierig, nass und schmutzig ist. Ingrid versucht einen Trampelpfad, kehrt aber bald auf den Wanderweg zurück.

Dann kommt die Brücke nach Amerika, aber wir bleiben diesseits und genießen den Blick auf die nach den Regenfällen braune Mulde.

Vor Rochsburg gehen wir wieder über eine schwankende Hängebrücke und dann steil hinauf zum Parkplatz.

Leider ist die Burg schon geschlossen und wir müssen noch eine gute Stunde auf den Bus warten. Daher wandern wir oben am Ort entlang, kehren in einem Cafe ein und können nur wenige Meter entfernt in den Bus einsteigen.

Da Busse mitunter auch früher kommen und die genauen Abfahrtszeiten zwischen Internet und ausgehängtem Fahrplan schwanken, gehe ich etwas früher zum Bus. Dieser ist dann auch schon früher da, doch von Ingrid, die irgendwo Fotos macht,  ist noch nichts zu sehen.

Ich überrede den Busfahrer zum Warten und rufe nach Ingrid. Glücklicherweise hört sie mich und so kommt sie noch rechtzeitig an.

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Waldenburg-Penig

Posted by herbert - August 4th, 2009

Aufsehen erregend

Heute will mal wieder Della den Wandertag aus ihrer Sicht schildern, obwohl heute kann Della wohl kaum von wandern reden.

Zu fast nachtschlafender Zeit starten wir, nämlich schon vor 10 Uhr und nur wenige Minuten später stellt Herbert unseren PT auf einer Parkwiese ab. Wie seit einiger Zeit muss ich noch eine Weile warten, bis ich aussteigen darf.

Obwohl ich eigentlich nicht gerade für meine Geduld bekannt bin, warte ich einigermaßen ruhig ab, denn ich weiss, es dauert eben ein wenig, bis mein Buggy startklar ist. Nach wenigen Schritten auf der Wiese, setzt mich Herbert schon in den Buggy, was mich doch einigermaßen verwundert, aber ich mache mal gute Miene zum bösen Spiel, denn anfangs habe ich durchaus nichts dagegen, etwas zu laufen.

Bald verstehe ich diese Maßnahme, denn viele Menschen strömen wie Lemminge einem Ziel zu und viele schauen in meinen Buggy und sind erstaunt, kein Baby sondern einen süßen Hund darin zu entdecken. Ingrid unterhält sich länger mit einer Frau, die einen alten Hund besitzt, der nicht mehr viel laufen kann. Ganz anders als bei mir, ich könnte schon noch, aber ich hasse diese asphaltierten und gekiesten Wege und da trödel ich ganz bewusst herum.

Auf dem Töpfermarkt erfahre ich große Aufmerksamkeit und die meisten lächeln mir und Herbert, der mein Buggy schiebt, zu. Wenn man mich längere Zeit mal nicht beachtet, schaue ich mich intensiv nach anderen Hunden um und werde meist fündig, diese begrüße ich dann lautstark und bin mir wieder der Aufmerksamkeit sicher.

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Viel zu rasch für mich, aber sicher viel zu lange, nach Herberts Meinung, der sich nicht so ganz wohl zu fühlen scheint, verlassen wir den Töpfermarkt, ohne dass Ingrid etwas eingekauft hatte, denn eigentlich hatte ich befürchtet, dass mir ihre Einkäufe meinen Platz im Buggy beengen würden.

Bald folgt ein schönes, leider nur kurzes Waldstück, das ich auf meinen eigenen Pfoten zurücklege. Auf der Straße lege ich mich wieder bequem hin, nur als sich Ingrid in einen kleinen privaten Flohmarkt umsieht, werde ich kurz unruhig. Nochmals wandere ich ein kurzes Stück selbst, nehme in einem kleinen Bächlein ein Bad, was Herbert nicht so gut findet, denn nass kann ich nicht in meinen Buggy und es folgt wieder Straße. Zuerst geht es auf einer schaukelnden Brücke über die Mulde, die hier von vielen Kajakfahrern bevölkert ist.

Steil muss mich Herbert dann zum Schloss Wolkenburg hochschieben, nach einer kurzen Rast und der Besichtigung der Kirche geht es wieder steil hinab. Entlang der Mulde wäre der Weg ganz gut zum Laufen geeignet, aber die vielen Radfahrer würden mein Wohlbefinden nachhaltig stören, also bleibe ich besser, wo ich bin.

Als Herbert schwarze Kühe mit Bart und Mähne fotografiert, werde ich wieder wach und versuche, sie durch mein Bellen zu verjagen, damit wir vorwärts kommen. Ingrid wird später anhand eines Prospekts vermuten, dass es keine Kühe sondern Wasserbüffel waren.

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Nochmals überqueren wir die Mulde auf einer nicht ganz so stark schaukelnden Brücke und erreichen lange auf einer sehr sonnigen Straße gehend Penig, das wir uns dann ansehen, vor allem die hoch über der Stadt gelegene Kirche, Herbert muss wieder ganz schön schuften, hat es Ingrid angetan. Wieder hinunter zur Mulde und dann wieder hoch zum stillgelegten Bahnhof geht es, wo uns der Bus nach Waldenburg zurück bringt

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Oberrothenbach- Glauchau

Posted by herbert - Juli 5th, 2009

Wandern fast ohne Wanderweg

Eigentlich gibt es ja einen Muldewanderweg, der teilweise abseits vom Radwanderweg verlaufen soll, doch es ist mitunter schwer, ihn zu finden und auch er bevorzugt befestigte und asphalterte Wege, sodass wir wieder unseren eigenen Weg gefunden haben.

Nach der späten Ankunft gestern, wird es fast 12 Uhr bis wir den Bahnhof von Oberrothenbach gefunden und unser Auto abgestellt haben. Zuerst entlang einer Straße, dann auf einem Randweg kommen wir zur Muldebrücke, die auch teile des vorgesehenen Überschwemmungsgebiets überdeckt.

Direkt nach der Brücke sollten wir auf den Wanderweg treffen, aber keine Markierung und kein Weg, sondern ein abgesperrtes Werksgelände. Wir folgen dem Radweg bis zum Ende der Umzäunung, als eine Feldweg nach links in Richtung Mulde abzweigt, wenden wir uns auch nach links und Della darf wieder selbst laufen, nachdem wir sie über die Brücke in den Buggy gesetzt hatten. Der Weg geht langsam in einen Grasweg über, dann gibt es nur noch Fahrspuren. Dann sind auch die Spuren zu Ende und wir gehen auf der Dammkrone, die vorher von Schaden abgeweidet wurde. Als das Gras hoch wird, finden wir auf der anderen Dammseite einen weiteren Grasweg, der uns zur Bundesstraße bringt.

Es ist überwiegend sonnig und dann angenehm zu wandern, wenn dunkle Wolken vorbeiziehen, ist der mitunter lebhafte Wind etwas störend. Auf dem Radweg erreichen wir Schlunzig und machen dort am Dorfteich und einem verlassenen Storchennest Rast. Dass es hier immer noch Störche gibt, haben wir am Morgen vom Auto aus gesehen, als wir zwei Störche in der Wiese beobachten konnten.

Hier entdecken wir erstmals auch das Wanderzeichen des Muldenwanderwegs, aber wir verlassen die Markierung bald und wandern auf einem Grasweg in Richtung Glauchau und überqueren die Mulde. Jetzt wandern wir auf einem idyllischen, fast naturbelassenen Waldweg zum Stausee, ohne uns um die Wanderwegmarkierung zu kümmern. Ein Glück, denn im Wald am Wasser zu wandern ist sicher schöner als auf der Dammkrone, der Sonne und dem Wind ausgesetzt.

Auf einer kleinen Halbinsel machen wir nochmals Rast, beobachten einige Haubentaucher und später auf dem Wanderweg lassen wir uns von kleinen Enten aufhalten, die sich aber durch das Laub dem Fotografieren meisterhaft entziehen. Interessant ist auch ein brütender Haubentaucher.

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 Auf einem hohen Schornstein entdecken wir ein Storchennest, in dem sich zwei lebhafte Jungstörche tummeln.

Wir erreichen Glauchau durch den Grindelpark mit einen Skulpturen und einer hohen, mit einer goldenen Figur bekränzten Säule. Am Ende des Parks sehen über uns Schloss Forderglauchau, das wir über einen steilen, teilweise mit Kopfsteinen aufgeführten Weg erreichen. Im Schlosshof kommen wir in den seltenen Genuss (?) übender Paukenschläger.

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Der Weg durch das hübsche Städtchen ist durch Baustellen und Kopfsteinpflaster etwas beschwerlich, schön der Marktplatz mit Brunnen und Rathaus.

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Zwickau – Oberrothenbach

Posted by herbert - Juni 26th, 2009

In der nächsten Zeit möchte ich Ihnen die Touren unseres diesjährigen verregneten und verkürzten Urlaubs auf unserem Weg vom Rennsteig zur Neiße vorstellen.

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Schauer, starker Wind, teilweise Gewitter und Sonne, das ist die Wettervorhersage seit Tagen und alles trifft bis auf das Gewitter auch zu.

Wir stellen unser Auto um 12.30 in der Nähe des Bahnhofs zu überraschend günstigen Konditionen ab und erreichen bald den Schwanenteich, den wir schon letztes Jahr gesehen hatten. Vorbei am Amtsgericht – Ingrid muss natürlich auch einen Blick hineinwerfen – kommen wir zum Domplatz.

Kurz vor dem Rathaus beginnt es zu schütten und wir stellen uns in einem Hauseingang unter. Zwickau verfügt über eine Vielfalt von interessanten, überwiegend restaurierten Häusern, vor allem auch aus der Gründerzeit und dem Jugendstil. Nach einiger Zeit kommen wir zum Johannesbad und erreichen wenig später den Muldedamm, dem wir bis Oberrothenbach folgen. Da es sich hierbei um einen Radweg handelt und Della immer mehr trödelt, packen wir sie in den Rucksack.

Das Wetter wechselt ständig, mal Sonne, mal tröpfelt es und mal regnet es auch etwas stärker. Doch wir merken nur wenig davon, zuerst bieten die Häuser Schutz, dann Bäume. Vor Oberrothenbach gehen wir dann über eine ganz freie Fläche und plötzlich frischt der Wind auf, es stürmt und der Regen kommt fast waagrecht an, die Schirme nutzen wenig und unsere Hosen sind sofort durchnässt. Nach gut 5 min ist der Spuk vorbei und die Sonne scheint. Meine Wanderhose trocknet schnell, aber Ingrids Jeans würden länger zum Trocknen brauchen und daher zieht Ingrid an einem geschützten, sonnigen Platz ihre Ersatzhose an.

Rechtzeitig erreichen wir die Zughaltestelle und fahren mit dem Zug nach Zwickau zurück.

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