Kurz und lang

Posted by herbert - August 4th, 2010

26.05 Leisnig – Westewitz

Kurz ist die Etappe nach Kilometern gerechnet, doch lange brauchen wir dafür. Es ist ange-nehm, mal wieder von der Haustür wegwandern zu können. Wir gehen hoch zur Altstadt und dann unterhalb der Burg hinab zur Mulde, die wir auf einer neuen Fußgängerbrücke überqueren und nach wenigen Schritten sind wir auf dem Uferweg entlang der Mulde, links von uns immer wieder rote Felswände.

Dann kommt die Bahnlinie am Ortsende von Leisnig über die Mulde und schiebt sich zwischen den Fluss und den Wanderweg, nochmals haben wir einen herrlichen Rückblick auf Leisnig und die Miltenburg. Dann steigt der Weg langsam, aber stetig bergan und hält sich dann immer so auf halber Hanghöhe. Die Aussicht nach unten ist meist durch den Laubwald beeinträchtig, aber wieder ist es ein zum Wandern fast idealer Weg. Dann haben wir einen Blick auf die Mulde und zwei große Rapsfelder. Kurz vor Klosterbuch ist der bisherige Bahnübergang verbarrikadiert und so müssen wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Die Besichtigung von Klosterbuch nimmt einige Zeit in Anspruch, aber heute sind der Klosterladen und die Schauwerkstätten geschlossen und auch die Gastronomie ist nur teilweise in Betrieb, vielleicht weil die Vorbereitungen für eine Abendveranstaltung laufen. Im Arzneigarten machen wir Rast, interessant sind die Fotos vom Jahrhunderthochwasser 2002, das den ganzen Ort mit dem Kloster unter Wasser setzte.

Klosterbuch

Klosterbuch

Kurz nach Klosterbuch überqueren dann wieder die Mulde. Steil, sehr steil geht es bergauf und dann an der Hangkante entlang zu zwei Aussichtspunkten. Beim zweiten folgen wir dem aus-geschilderten Wanderweg, der aber ganz anders verläuft, als in der Karte eingezeichnet. Der Weg senkt sich immer mehr, bis wir endlich im Tal sind, aber leider geht es nicht eben weiter, sondern es geht nochmals einige, mehrere Meter in die Höhe, ehe wir dann in einem weiten Bogen die Straße nach Westewitz erreichen. Zuerst hören wir sie, das dumpfe Schlagen einer Trommel und das anfeuernde Zählen einer Kanucrew in einem großen Canadier.

Bei dem an der Mulde gelegenen Restaurant mit Bootsverleih machen wir kurz Pause, denn wir sind gut 5 min zu spät für den Zug und der nächste fährt erst eine Stunde später. In Leisnig müssen wir vom Muldetal noch zur Altstadt empor steigen, ehe wir dann wieder unsere Ferienwohnung erreichen.

Schlagwörter: , , ,

Museumstag

Posted by herbert - Juli 12th, 2010

24.05

Da die Wetterprognose nicht gerade günstig ist, es sind starke Schauer mit Gewitter vorhergesagt, verzichten wir heute aufs Wandern und besuchen stattdessen einige Museen. Wir beginnen in Schloss Rochlitz, wo die Nachstellung des Dresdener Fürstenzugs besonders beeindruckt.

Leicht sauer bin ich über die Kosten der Besichtigung von Schloss Colditz, denn das meiste könnte man auch ohne Eintritt sehen und der Rest ist auch nicht so interessant, dass sich die Kosten lohnen und die Geschichten, die die junge Führerin von dem Gefangenenlager im 2. Weltkrieg erzählt, überzeugen auch nicht. Daher bin ich froh, dass es Ingrid im Schloss zu kalt wird und wir vorzeitig die Führung beenden.

14 laden Kopie

Interessanter ist die Heimatstube im ehemaligen Wasserschloss Podelwitz, mit einem alten Tante Emma Laden, einem alten Postamt, altem Spielzeug und vielem anderen mehr. Doch bevor wir dies alles in Augenschein nehmen, genehmigen wir uns noch einen leckeren Käsekuchen und etwas zum Trinken.

33 post Kopie

Als wir das Schloss verlassen, hat der Wind aufgefrischt und im Norden braut sich etwas zusammen. Wir fahren dann nach Leisnig, da das Wetter noch hält, gehen wir zur Burg Mildenstein, wo wir allerdings auf einen Museumsbesuch verzichten, dafür besuchen wir nebenan den größten Stiefel der Welt. Jetzt beginnt es stark zu regnen und auch gewittern und wir schaffen es gerade noch einigermaßen trocken zum Auto.

Doch bald ist der Regen wieder vorbei und so gehen wir zu Fuß in die Altstadt, wo wir zuerst in einer Pizzeria zu Abend essen und dann noch durch den Ort schlendern, ehe es wieder zu grollen beginnt und wir froh sind, rechtzeitig die Wohnung zu erreichen.

Schlagwörter: , , ,

 

  • Archiv