Kneippen im Halblech

Posted by herbert - Januar 9th, 2010

24.08.09 Prem – Bayerniederhofen

Fast hätte ich den Tag unter das Motto Servicewüste Bayern gestellt, aber zum Schluss gab es doch noch ein versöhnliches Ende, doch davon später.

Heute haben wir nur eine kurze Anfahrt und wir stellen das Auto bei der 2. Haltestelle in Prem ab.

Da wir zunächst auf der Straße gehen, packen wir Della in den Buggy, doch diese will laufen und stellt sich in den Buggy, um gut herumsehen zu können. Wir durchqueren eine Sägewerk und dann sind wir auch schon am Lech und auf einem idyllischen Uferweg, der sogar kurzzeitig als Bohlenweg über dem Fluss ausgelegt ist.

Della läuft hier natürlich und nimmt auch ein erstes Bad. An der nächsten Staustufe gehen wir dann auf dem Dammweg weiter und können an den verblühten Orchideen erkennen, wie toll es hier zur Blütezeit ausgesehen haben muss.

An der Einmündung des Halblech in die Lechstaustufe folgen wir dem Fluss aufwärts, müssen kurze Zeit auf einer durchaus belebten Straße ohne Fussweg gehen, was mit dem Buggy nicht ganz ungefährlich ist und so horche ich angestrengt, ob ich ein entgegenkommendes Auto höre, denn der Fahrer könnte mich evtl. zu spät erkennen. Aber ich habe Glück, es kommt kein Auto entgegen.

Dann überqueren wir den Halblech und es geht auf einem schmalen Sträßchen steil bergauf, glücklicherweise überwiegend im Schatten, denn als wir vor Ostern in die pralle Sonne kommen, wird es fast ungemütlich heiß. Nach dem kleinen Örtchen geht es wieder steil bergab und im Tal verlassen wir die Straße und folgen einem Feldweg weiterabwärts zum Dammweg Halblech. Als wir den Fluss erreichen, machen wir Pause und genießen wenig später den renaturierten Bereich des Halblechs. Das saubere und klare Wasser verführt Ingrid zum Kneippen und zum Sonnen auf einem Felsbrocken in der Flussmitte, dass ihr Della folgt, ist bei deren Badefreudigkeit kein Wunder und auch ich lasse mich anstecken, kehre aber bald aus dem eiskalten Wasser ans Ufer zurück.

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An der Abzweigung nach Halblech vergewissern wir uns, dass wir noch genügend Zeit haben, unser Ziel zu erreichen und es klappt auch sehr gut. Als der Bus ankommt, zeigt er als Fahrtziel Steingaden an und der Busfahrer erklärt, dass er wegen der Baustelle in Gründl Prem nicht anfahre.

Er gibt uns den guten Rat, mit dem Gegenbus nach Füssen zu fahren und dann zu warten bis ein Bus über Lechbruck nach Prem fahre, was wir allerdings nicht machen. Während der Fahrt nach Steingaden hat er wegen uns einen regen Funkverkehr und betont in den Gesprächen immer wieder, dass ihm die Zeit nicht reiche über Haus nach Prem zu fahren, da er dann zu spät in Füssen sei, wo er die nächste Fahrt antreten müsse. Als kurz vor Steingaden die Anweisung an ihn kommt, er müsse uns nach Prem fahren, meldet er über Funk, er verstehe nichts mehr und schaltet den Funk ab.

In Steingaden bietet er uns noch an, uns nach Urspring zu fahren, dann hätten wir nur noch 3 km nach Prem zu wandern. Wir lehnen ab und teilen ihm mit, wir würden uns ein Taxi nehmen und seiner Firma dies in Rechnung stellen. An der Bushaltestelle Steingaden sehen wir auf dem Fahrplan, dass 30 min später ein Bus nach Prem fahren soll, doch leider ist auf dem Fahrplan keine Telefonnummer des Busbetriebs verzeichnet, Anrufe sind dort wohl unerwünscht.

Im Verkehrsamt Steingaden kann man uns natürlich nicht sagen, ob derzeit eine Busverbindung nach Prem besteht, aber wir erhalten immerhin die Nummer des zuständigen Verkehrsbetriebs in Weilheim, wo uns mitgeteilt wird, für diese Verbindung seien nicht sie sondern die Nachbarverbund zuständig. Das ist der, mit dem wir gerade gefahren waren. Als wir anrufen, ist dem Partner sofort klar, dass in unserer Sache schon reger Gesprächsverkehr stattgefunden hat und uns wird mitgeteilt, dass keine Verbindung nach Prem bestehe.

Da unsere beiden Handys nur noch wenig Saft haben, beendet Ingrid das Gespräch schnell und da an der Haltestelle die Werbung des Taxiunternehmers in Steingaden angebracht ist, bestellen wir uns ein Taxi, das in 10 min da sein soll.

Jetzt fährt der Bus ein, der über Prem nach Schongau fahren soll. Ich frage den Fahrer, ob er nach Prem fahren, was dieser überraschenderweise bejaht. Wir bestellen das Taxi ab und fahren mit dem Bus nach Prem, wobei es sich herausstellt, dass der Bus im Auftrag der Firma in Weilheim fährt, die dortige Aussage also komplett falsch war und er meint weiter, dass man den Prem doch nicht einfach wegen einer Baustelle ausklammern könne.

Während wir noch an der Bushaltestelle in Steingaden warten, kommt eine Frau auf dem Fahrrad vorgefahren und fragt uns, ob wir nach Prem wollten. Als wir dies bejahen, teilt sie uns mit, dass sie unser Telefonat im Verkehrsverein mitgehört habe und uns jetzt anbieten wolle, uns mit dem Auto nach Prem zu bringen. Wir sind erfreut und bedanken uns für das freundliche Angebot, auf das wir jetzt nicht zurückkommen müssen.

Wir fahren dann in unser Quartier nach Haus, lassen Della dort und fahren nach Füssen, um am Abend noch die Stadt zu besichtigen.

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Kinsau – Schongau

Posted by herbert - September 30th, 2009

Geht’s auch ohne?

Diese Frage stellte sich mir am Schluss der Wanderung.

Obwohl sich sich einige Wetterfrösche äußern äußerten, wollten wir wandern. Allerdings erst auf der Fahrt wurden wir langsam klar, wo wir starten und wo wir enden würden. Denn es war sicher, heute mussten wir mit dem Taxi fahren und das wollten wir so kostengünstig wie möglich gestalten.

Nach einigen Irrfahrten und einer Umleitung in Waal und vor Kinsau kommen wir noch später als befürchtet an und stellen unser Auto am Rathaus ab und sofort geht es steil bergauf, zuerst auf einer Teerstraße, dann auf einem schmalen Naturpfad mit regelmäßigen Holzstufen. Ober setzen wir Della in den Buggy, solange es sich um eine Fahrstraße handelt. Nach einer Kapelle mit eigenwilliger Dachkonstruktion geht es zunächst in den Wald und dann auf einem Wiesenweg zur Hangkante mit schönem Blick auf die Lechstaustufe. Hier kann Della wieder schön laufen und es geht zunächst auf einem Naturpfad weiter.

Ingrid hat den Film gewechselt und meint ein anderes Geräusch beim Filmtransport gehört zu haben als üblich und ist daher etwas verunsichert, ob der Film auch richtig weitertransportiert wird, was sich später als richtig herausstellen wird.

Vor Hohenfurch kommen wir an einer weiteren Kapelle vorbei und biegen bereits bei den ersten Häusern nach links ab, sodass wir den Ort nur berühren. Am Ortsrand treffen wir auf die interessante Flößerkirche, die von außen auf drei Seiten frisch renoviert ist, Ausnahme die Kirchentür. Im Wald wenden wir uns zunächst auf einem Waldweg zur Hangkante, der wir ohne gute Sicht nach unten folgen.

Dann folgt ein mit Wurzeln übersäater Naturweg, der mit dem Buggy selbst ohne Della nicht ganz einfach zu bewältigen ist. Daher bin ich nicht unglücklich, dass der Wanderweg verlegt wird und auf einem einfacheren Kiesweg fortgesetzt wird, während Ingrid dem Hangkantenweg nachtrauert. Als wir den Wald verlassen und vor uns die riesige Papierfabrik von Schongau vor uns sehen, lässt sich der Buggy kaum noch steuern. Ich schaue nach und an der vorderen Radaufhängung scheint etwas gebrochen zu sein. Wir schaffen es gerade noch zum Bahnhof, aber eine Stadtbesichtigung ist nicht mehr möglich, also hole ich mit dem Taxi das Auto während sich Ingrid umschaut.

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Wir kommen zum dritten Mal auf einer Wanderung nach Schongau und zum 3. gibt es Schwierigkeiten beim Fotografieren in der Altstadt, denn auch heute findet wieder der mittelalterliche Handwerkermarkt statt, den ich nach meiner Rückkehr mit dem Auto wie einen Gang auf der Stadtmauer und den Blick zu den Alpen genieße.

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Mundraching – Kinsau

Posted by herbert - September 20th, 2009

Zusatzschicht

 Eigentlich hätten wir genügend Arbeit zuhause, aber Ingrid verlockt das Wetter zum Wandern und für unsere Verhältnisse früh sind wir am Lechparkplatz bei Mundraching. Auf einer unbequemen Treppe geht es hinab zum Lech und wir folgen einem Fahrweg und später einen Naturweg zur nächsten Staustufe. Hier verlassen wir kurz den Lech, ehe wir uns ihm auf einer Teerstraße wieder näher.

Dann wird es wieder gemütlicher auf einem Waldweg, der allerdings öfters etwas schmierig ist. Mit Blick auf die Lechstaustufe mit vielen Schwänen machen wir Pause und finden wenige Schritte abseits rote Waldvögelein und eine Stendelwurz. Durch die blasse Farbe macht das Waldvögelein der Digicamera etwas Schwierigkeiten, zwar wird das Bild scharf aber die Farben sind unbearbeitet ein Graus.

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Noch etwas geht es im Wald und Waldrand weiter, dann treffen wir auf eine Straße und Della kommt in den Rucksack. Wie so oft treffen wir auf eine kleine Kapelle, ehe wir denn den Lech überqueren.

In Epfach gibt es immer wieder Hinweise auf die römische Vergangenheit, doch das Museum ist glücklicherweise geschlossen. Weiter geht es auf der Straße, teilweise direkt an der Hangkante, der wir auf einem Feldweg folgen. In einem weiten Bogen geht es wieder nach Norden, im Tal führt der Weg dann nach Süden und wieder kommen wir ganz nahe an den Lech.

Hier machen wir nochmals Pause, brechen diese aber früher als geplant ab, da es hier nur so vor Fliegen und Mücken wimmelt. In Kinsau steigen wir dann wieder aufwärts und sind dann früh an der Bushaltestelle. Der Bus bringt uns nach Asch, wo Ingrid und Della bei dem schönen Wetter auf einer Bank warten, während ich die knapp 3 km zu unserem Auto eile.

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Landsberg-Asch

Posted by herbert - August 31st, 2009

Das war knapp

Gar nicht so einfach, einen gebührenfreien, zentralen Parkplatz für mehr als 1 Stunde zu erhalten und ich bin gar nicht so sicher, dass wir auf einem erlaubten Platz parken, obwohl dort viele Autos parken.

Wir gehen zum Lech, fotografieren das Wehr und die Silhouette der Stadt, die sich teilweise im Wasser spiegelt. Wir überqueren den Fluss und wenden uns sofort in Richtung Lechpark, den wir auch bald erreichen. Die Stadtbesichtigung müssen wir an einem anderen Tag erledigen.

Im Lechpark bleiben wir im unteren Auwaldbereich, sehen ein Eichhörnchen und beobachten eine Hirschkuh, die uns aufmerksam aus wenigen Metern beäugt. Nachdem wir den geschlossenen Bereich des Wildparks verlassen haben, geht es steil aufwärts und auf den Kiesweg folgt ein Naturpfad, der uns zunächst zu einer Aussichtsplattform bringt und später oberhalb eines kleinen tiefen türkisfarbenen Stausees, zu dem wir hinabsteigen und den wir auf einer schmalen Brücke überqueren.

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Wir folgen dem kleinen Bach bis zur Teufelsküche und dem Lech. Flussaufwärts erreichen wir dann bequem Pitzlinge und weniger bequem das im Privatbesitz befindliche Schloss Pöring mit der von Dominikus Zimmermann erbauten Schlosskapelle.

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Wir gehen durch den Ort und steigen dann zu einem Hangweg empor, dem wir weiter folgen. An einem mit frischen Blumen geschmückten Holztisch im Bereich eines Waldkindergartens machen wir Pause.

Später wundern wir uns, warum auf diesem befestigten Waldweg auf einmal ein Verkehrszeichen, das unebene Fahrbahn anzeigt, steht. Wenig später wird klar, dass hier eigentlich wegen eines Erdrutsches eigentlich kein Fahren möglich ist, zu Fuß geht es ganz gut.

Fast bin ich geneigt, meinen Hinweis auf die schlechte Beschilderung dieser Wanderstrecke, die ich anlässlich unserer Flüssewanderung gemacht habe, zu revidieren, denn selbst auf gerader Strecke ohne Abzweige kommen Wanderzeichen. Doch das wäre verfrüht gewesen, wir kommen an eine Stelle, an der ein Weg in einer Haarnadelkurve nach oben führt und ein anderer geradeaus und abwärts. Hier gibt es kein Wanderzeichen. Wir studieren die Karte, es gibt eine Stelle, an der der Wanderweg eine entsprechende Kurve macht und wir vermuten, dass wir an dieser Stelle sein könnten. Ingrid geht nach oben, um nach einem Wanderzeichen zu schauen und ich folge langsam mit dem Buggy. Tatsächlich ist dies der richtige Weg.

Doch schon bald hat Ingrid neue Zweifel, denn der Wanderweg wendet sich immer weiter vom der Lechhangkante weg und sie sucht einen Abzweig, der uns wieder näher zum Lech führt und behauptet, wir wären in die Irre gegangen, umso auf dem Weg wie vor einigen Jahren zu wandern. Doch das Zeichen des Lechhöhenwegs erscheint ziemlich häufig, dann verlassen wir den Wald und treffen auf einen querlaufenden Weg, da es nicht geradeaus weitergeht, wäre ein Wanderzeichen durchaus hilfreich, aber leider fehlt es an dieser exponierten Stelle. Da sehe ich gut 150 m entfernt nach links ein Zeichen, ich gehe hin und stelle fest, es handelt sich um einen anderen Wanderweg. Da der Lech rechts von uns liegt, wandern wir in diese Richtung und nach gut 300 m kommt das Wanderzeichen wieder, an einer Stelle, wo es keine Alternativen gibt.

Steil geht es auf asphaltiertem Weg hinab nach Mundraching, hier überlegen wir sollen wir nach Epfach weiterwandern, aber das könnte knapp für den letzten Bus werden. So weichen wir vom Wanderweg ab und wandern auf kürzestem Wege nach Asch. Als wir den Lech überqueren und zum Lechhang zurücksehen, entdecken wir einen großen Hangrutsch, wahrscheinlich musste deshalb der Wanderweg verlegt werden.

In Asch suchen wir die Haltestelle, die nicht auf der in der Karte verzeichneten Stelle liegt. Ingrid meint, wir hätten noch viel Zeit und fotografiert noch die Kirche und wird unwillig, als ich sie dränge. Ich gehe schnell voraus und habe die Haltestelle gerade erreicht, als der Bus ankommt, während Ingrid noch 50 m zu gehen hat, aber es doch noch schafft.

Wir ärgern uns, über die zu frühe Abfahrt des Busses und denken darüber nach, uns zu beschweren. Dann schauen wir nochmals auf den Fahrplan und stellen mit Überraschung fest, dass an Montagen mit Schulbetrieb der Bus um 6 min früher fährt, der Bus also pünktlich war.

In Landsberg ist unser Wagen weder abgeschleppt noch mit einem Knöllchen versehen und wir können wieder heimfahren.

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Stadtbesichtigung Landsberg & Oldtimertreffen Mering

Posted by herbert - August 9th, 2009

Landsberg besichtigen und eine normal lange Tour und die müssen wir wegen der Verkehrsverhältnisse machen, das ist zuviel. Also entscheiden wir uns, die Besichtigung mit dem Besuch des Oldtimertreffens in Mering zu verbinden.

So fahren wir mit unseren hellen Saab 96 – der dunkelbraune steht gerade in der Werkstatt, damit eine neue Kupplung eingebaut werden kann – direkt nach Landsberg und zwar ohne die Autobahn zu benutzen, also über Dillingen und dann die B2 und B17.

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Wir kommen gut durch, natürlich fahre ich mit dem 30 Jahre alten Auto gemütlich und doch liegen wir im Verhältnis zu meine spritsparenden Fahrweise im PT gar nicht so schlecht. 8 km vor Landsberg ändert sich das aber schlagartig, denn wir stehen im Stau, der uns gut eine halbe Stunde kostet.

In Landsberg absolvieren wir zwei der drei Stadtrundgänge und neben vielen Prachtbauten beeindrucken insbesondere die kleinen Gassen mit ihren Hinterhofidyllen.

19-de-dion-bouton-kopie1In Mering herrscht ein reges Treiben und kaum haben wir uns etwas umgeschaut, müssen wir schon zur Ausfahrt starten. Etwas enttäuscht sind wir schon, dass eigentlich kaum jemand Notiz nimmt von der langen Schlange mit tollen Oldtimer.

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Nachdem wir uns dann noch etwas umgesehen haben, fahren wir gemütlich wieder zurück, gemütlich das Tempo, aber sonst ist es bei der brütenden Hitze doch ziemlich anstrengend

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Irrwege

Posted by herbert - Juli 24th, 2009

Scheuring – Landsberg

Direkt an der Bushaltestelle, die wir von gestern so gut kennen, stellen wir unser Auto ab und verlassen etwas nördlicher den Ort, nachdem Ingrid noch eine schöne Holzeule fotografiert hat, kurz am sonnigen Waldrand entlang und dann folgt wieder einer bekannten schönen Pfade am Lech, der uns am Zollhaus vorbei zur Staustufe 19 führt.

 

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Der Dammweg geht bald in einen Waldweg über und entfernt sich immer weiter vom Wasser. Daher schauen wir intensiv, ob nicht so ein schöner Naturpfad in Richtung Lech abzweigt, die ersten Trampelpfade sehen nicht gerade vielversprechend aus, aber dann kommt ein etwas breiterer Pfad, der uns interessant erscheint und dem wir auch bis fast ans Wasser folgen. Doch nach kurzer Zeit wird der Pfad immer schmaler, immer mehr Wurzeln und Steine erfahren das Buggyfahren, auch wenn Della hier selbst läuft. Hohes Gras und Büsche und mehrere Gräben erschweren die Wanderung zusätzlich und es gibt keinen Weg zurück zum gekiesten Waldweg. So müssen wir immer weiter, denn zurück ist es auch nicht besser. Kurz bevor wir verzweifeln, führt dann ein schmaler Pfad in Richtung Waldweg, aber es dauert doch noch lange bis wir endlich auf eine Orchideenwiese kommen und von dort vorbei an einem Hochsitz nach weiteren 50 m endlich den Kiesweg wieder erreichen.

Das Wasser läuft mir bei der Hitze herunter und ich freue mich, als wir nach einer guten Viertelstunde wieder am Lech sind und auf einer Bank Rast machen können. Auf einem Teerweg – wie angenehm sich dieser Weg auf einmal anfühlt, gehen wir an der nächsten Staustufe entlang nach Kaufering, durchqueren den Ort und besichtigen die Wallfahrtskirche St. Leonhard, nach einer kurzen Pause folgen wir dem Feldweg, um wenig später festzustellen, dass der Weg auf einmal endet und wir müssen wieder zurück, um dann auf die Höhe des Lechhangs hochzusteigen. Am Waldrand entlang geht es auf einem Grasweg weiter. Im Schatten ist es angenehm, aber in der Sonne ist es gleich sehr heiß.

Jetzt stellt die Autobahn ein schwer zu überwindendes Hindernis dar. Der Wanderweg führt auf einer Straße steil hinab, erfreulich an dem Weg ist nur, dass er an einer Waldgaststätte vorbeiführt, wo wir unseren Durst löschen können. Noch etwas tiefer und wir können unter der Brücke die Autobahn unterqueren. Dann geht es steil bergauf und weiter auf halber Höhe am Hang entlang. Mal geht es einige Stufen hinauf und wieder hinunter. Doch nach einigen hundert Meter endet der Wanderweg an einem Schild Erdrutschgefahr und steil geht es aufwärts, allerdings nicht in Richtung Landsberg sondern in Richtung Kaufering. Als wir die Hochfläche erreichen, stelle ich fest, dass wir nur 200 oder 300 m von dem Punkt entfernt sind, wo wir abwärts gegangen sind und dass die Autobahn bequem mit einer Straßenbrücke überquert werden könnte.

Warum der Wanderweg trotz des Erdrutsches immer noch so wie vorher geführt wird, hat sich mir auf alle Fälle nicht erschlossen. An der Hangkante entlang erreichen wir die ersten Häuser von Landsberg und entscheiden uns an der Kreuzigungsgruppe einen Weg der scheinbar ohne Treppen abwärts führt. Vor der alten Stadtmauer überlegen wir gehen wir abwärts über Treppen oder leicht fallend auf einem Naturpfad weiter. Wir entscheiden uns für das 2., um wenig später festzustellen, dass genau dieser Weg wieder nach oben führt.

Oben angelangt, gehen wir weiter an der Hangkante entlang, bis wir auf eine schmale Straße treffen, die abwärts führt und bald erreichen wir den Hauptplatz, wo wir noch genügend Zeit zum Fotografieren haben, ehe wir mit dem Bus zurückfahren.

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Allerdings frage ich mich wirklich, ob es Sinn macht, einen Reisebus als Linienbus einzusetzen. Mit unserem Buggy erschweren wir allen, die aussteigen wollen – glücklicherweise wollen nur wenige aussteigen – den Ausstieg nicht unerheblich. Wenn ich mir vorstelle, dass eine Mutter hier mit einem größeren Kinderwagen mitfahren will, dann ist das wohl kaum möglich.

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Seltene Pflanzen in großer Zahl

Posted by herbert - Juli 10th, 2009

Mering – Scheuring

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Auf den Wanderungen mache ich mir immer schon Gedanken unter welchen Titel ich die jeweilige Wanderung stellen möchte und ich war hier noch im Zweifel, ob ich die langweilige Strecke zum Stausee, den schönen Naturpfad entlang des Lechs oder die Orchideen in Mittelpunkt stelle sollte, doch ich habe einen ganz anderen Titel gewählt. Warum, dazu später mehr.

Der erste Teil ist echt ätzend, vom Bahnhof Mering-St.Afra wandern wir auf dem Radweg entlang einer vielbefahrenen und daher lauten Straße in der Sonne ohne jeden Schatten, so sind wir froh, als wir nach einer knappen Stunde endlich den Stausee am Lech erreichen, hier ist es zwar immer noch sehr sonnig, aber nicht mehr so laut und der See erlaubt schöne Ausblicke. Am See machen wir auch Rast, ehe es dann am Lech auf einem schönen Wanderpfad schattig weitergeht.

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Am See der Staustufe 21 finden wir am Damm unzählige, nein das ist untertrieben, tausende Orchideen, aber vielleicht sogar noch interessanter ist die Sumpf-Siegwurz, ein Gladiolengewächs, das auf der roten Liste steht und sein größtes Vorkommen in Deutschland ist einige Kilometer entfernt auf der anderen Flussseite. Als es am Lech weitergeht, öffnet sich nach links eine Orchideenwiese, derzeit finden wir hauptsächlich Händelwurzen, aber auch einige schöne Waldhyazinthen.

Wieder geht es am Lech entlang und bei der Staustufe 20 wenden wir uns nach links in Richtung Scheuring. Wir schauen auf unserem Internetausdruck nach, wann der nächste Bus fährt und stellen entsetzt fest, dass der letzte Bus schon vor einer halben Stunde gefahren ist und der nächste erst am Morgen fährt. Wir hatten zwar alles ausgedruckt, aber leider nicht gelesen.

Kein Problem, dann müssen wir eben mit dem Taxi nach Mering fahren, kostet zwar erheblich mehr, aber es dürfte sogar schneller sein. Das ist theoretisch richtig, doch praktisch ist alles ganz anders. Der eine Taxifahrer ist nach Augsburg unterwegs, der 2. meldet sich nicht und den dritten empfiehlt der erste nicht, sondern warnt fast davor, mit diesem zu fahren. Letztlich dauert es mehr als eine Stunde, bis wir abgeholt werden und so sind wir erst gegen 21.30 zuhause.

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Augsburg – Friedberg

Posted by herbert - Mai 24th, 2009

Auf der Fahrt überlegt Ingrid, ob wir in der beim Hauptbahnhofs starten sollen oder lieber im Süden in der Nähe des roten Turms. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und haben damit ein Glückslos gezogen.

Wir stellen unser Auto im Schatten ab und übersehen dezent, dass hier auch am Samstag nur eine Stunde mit Parkscheibe gestattet ist und hoffen darauf, dass heute Nachmittag niemand mehr kontrolliert. Nach wenigen Metern kommen wir bereits in eine Grünanlage, die dann ganz allmählich in einen Wald übergeht.

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Allerdings kann man nur schwer erkennen, wo wir uns genau befinden, den die Karten und die Wirklichkeit stimmen nicht ganz überein. So gehen wir kurz in die Irre, aber zwei ältere Spaziergängerinnen führen uns auf den rechten Weg.

Bis hierher ist Della brav hinterher getrottelt, aber da jetzt immer mehr Radfahrer auf dem Weg sind, packen wir sie in den Buggy, wo sie sich sehr wohl zu fühlen scheint.

Bald erreichen wir den Eiskanal, der an die Olympischen Spiele erinnert und überqueren mit vielen Radfahrern und Spaziergängern am Hochablaß den Lech. Kurz gehen wir am Lechufer, das von vielen Sonnenhungrigen genutzt wird, flussabwärts.

Dann gehen wir auf ruhigen Straßen bis zur B2, die wir überqueren. Kurz schauen wir uns die Wallfahrtskapelle an und gehen durch eine Siedlung weiter und erreichen bald den Friedberger See, der von einer Wasserskianlage dominiert wird. Auf wenigen Uferbereichen tummeln sich viele Menschen, manche wagen schon den Gang ins Wasser.

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Vor uns grüßt das Friedberger Schloss und es geht steil empor, allerdings macht es mit dem Buggy nicht so viele Probleme, wie befürchtet. Im Innenhof des Schlosses machen wir kurz Rast, ehe wir durch das hübsche Städtchen zum Bahnhof eilen.

hp3Als ich die erste Fahrkarte am Automat löse, kann ich mit meiner Geldkarte bezahlen, bei der 2. ist die Karte ungültig, aber ich habe noch genügend Kleingeld und der Automat spuckt auch die 2. Karte aus.

Jetzt bin ich gespannt, was für ein Zug kommt. Einer mit alten Wagen und hohen Stufen oder ein moderner neuer, in dem man bequem einsteigen kann. Erfreulicherweise kommt ein Neuer und das Einsteigen mit Buggy ist ziemlich einfach.

Im Zug hören wir dann plötzlich die Durchsage „Nächster Halt Augsburg Haunstetter Straße“, in der waren wir doch heute morgen, kurz bevor wir unser Auto geparkt haben. Wir schauen uns an und wagen es auszusteigen und nach 200 m sind wir an unserem Auto. Glück gehabt und wir finden auch kein Knöllchen an der Windschutzscheibe.

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Wanderstrecke Langweid-Gersthofen

Posted by herbert - April 21st, 2009

Irgendwie klappt es dieses Jahr noch nicht so recht mit dem Start in die neue Wandersaison, zuerst konnte wir wegen Della nicht wandern und dieses Wochenende wollten wir nochmals die herrlichen Frühlingsboten bei uns genießen, wenn man auch feststellen muss, dass sich ihre Zeit zu Ende neigt. Das gibt mir noch die Gelegenheit, unsere letzte Wanderung vom November 2008 vorzustellen.

Da unser letzter Endpunkt am Sonntag mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist, starten wir am Bahnhof in Langweid und wollen versuchen, die fehlenden 2 km bei der nächsten Etappe nachzuholen.

Dieses Mal haben wir uns völlig vom vorgesehenen Wanderweg gelöst.

Der Weg vom Bahnhof zum Lech ist öde und die Realität hat die Karten wieder mal längst überholt, aber obwohl Della an ihrem 14. Geburtstag müde hinterhertrottelt, kommen wir über den Lechkanal und überqueren auch noch den Lech, ehe wir dann auf dem Uferweg nordwärts wandern.

Das Lech-Flussbett ist bis zu 100 m breit, doch überwiegend besteht es aus Kies und das weniger Wasser mäandert innerhalb des Betts. Zunächst ist der Weg noch stark befestigt, doch dann wird es angenehmer und zeitweise ist der Weg fast romantisch und sehr naturnah.

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An einer Stelle steigen wir ins Flussbett hinunter, Della badet und holt Stöckchen heraus und wir machen eine kurze Essenspause. Dann geht es am Fluss aufwärts weiter, nachdem bisher überwiegend die Sonne geschienen hat, kommen jetzt dunklere Wolken. Ob die Wettervorhersage mit dem möglichen Regen etwa doch recht haben sollte?

Dann folgt ein Naturlehrpfad auf schmalem Weg, die Freude wird nur getrübt durch die verschiedenen Hunde, die uns innerhalb kurzer Zeit begegnen. Einmal weichen wir in Richtung Flussbett aus und können dann wenige Schritte wieder auf einem Naturpfad gehen, während der Wanderweg jetzt befestigt ist.

Dann müssen wir hochsteigen, denn auf der nächsten Brücke müssen wir den Lech überqueren, um nach Gersthofen zu gelangen, denn Augsburg erscheint mir als zu weit.

Als Ingrid in der Stadtmitte auf die Uhr und ihre Karte schaut, stellt sie fest, dass wir es mit Della bis zum nächsten Zug nicht schaffen, auch nicht wenn ich sie auf den Arm nehme. Also gehe ich alleine zum Bahnhof und schaffe es ganz gut. Ich hole das Auto und dann Ingrid und Della in Gesthofen ab.

Etwas ärgerlich, die ganze Hektik war umsonst, denn während ich zum Bahnhof eile, stellt Ingrid fest, dass von der Stadtmitte alle 30 min ein Bus nach Langweid fährt.

Auf der Rückfahrt schauen wir noch auf einem Kunsthandwerkermarkt in Gundelfingen vorbei und kommen mit einigen Päckchen beladen wieder heraus.

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