Pellkartoffeln in 10 min? Bitte nicht

Posted by herbert - Mai 17th, 2010

Als Kochbuchautor schaue ich mich natürlich gerne in anderen Küchenblogs und Foren um, schließlich findet man ja immer wieder Ideen, auf die man selbst noch nicht gekommen ist. Auch wenn man sich manchmal fragt, warum eigentlich nicht.

So bin ich auch gestern entsprechend gesurft und bin auf ein Posting gestossen, wie man Pellkartoffeln richtig zubereitet. Obwohl ich mir eigentlich kaum vorstellen konnte, dass es hier etwas Neues für mich gibt, habe ich den Artikel gelesen und war platt.

Da stand doch, dass die Pellkartoffeln nach 10 min in köchelndem Wasser fertig sind. Nun ich habe gestern abend Pellkartoffeln gemacht und komischerweise hat es bei mir je nach Größe 25-30 min gedauert, bis sie fertig waren und dies entspricht meinen Erfahrungen und aller mir bisher zugänglichen Rezepten.

Überhaupt muss man in vielen Rezepten bei den Mengenangaben den gesunden Menschenverstand beachten, denn vielfach können Angaben einfach nicht stimmen und ein Neuling erleidet dann bösen Schiffbruch. Da fragt man sich manchmal wirklich, handelt es sich um einen Schreibfehler oder will uns jemand in die Irre führen oder hat der Schreiber das Rezept überhaupt nicht ausprobiert.

Meine Rezepte, die ich hier und in meinen Büchern veröffentliche, sind alle und zwar ausnahmslos alle von mir ausprobiert worden. Leider kann ich Schreibfehler auch nicht völlig ausschliessen, aber ich bemühe mich darum.

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Aufs eigene Gefühl vertrauen,

Posted by herbert - Mai 10th, 2009

ist meist richtig.

Warum ich darauf komme?

Ganz einfach, ich habe vor einigen Tagen ein mich interessierendes Kuchenrezept gelesen und es mir ganz genau notiert. Heute habe ich nachgebacken, allerdings war ich durchaus skeptisch, als ich die Beschreibung der Füllung und des Gußes gelesen haben.

Kann dies überhaupt funktionieren, wie soll der Kuchen standhaft bleiben, habe ich mich gefragt und war schon versucht, vom beschriebenen Rezept abzuweichen.

Hätte ich es doch getan!

Der Kuchen, na ja eigentlich war es nach dem Aufschneiden kein Kuchen mehr, sondern eher ein gebackener Boden mit etwas Rand und einer sich auf dem Teller verteilenden Obstfüllung. Geschmacklich hervorragend, aber eben nicht für Gäste geeignet.

Nun werde ich in den nächsten Tagen den Kuchen nochmals backen, aber eben Füllung und Guß so abändern, dass das Resultat den Namen „Kuchen“ auch verdient“.

Jetzt frage ich mich, habe ich mich als Kochbuchautor jetzt blamiert und hätte ich besser auf diesen Post verzichtet.

Doch warum soll ich nicht zugeben, daß hin und wieder auch mal was nicht so gelingt, wie gewünscht.

Deshalb probiere ich ja jedes Rezept, das ich hier oder in meinem Büchern veröffentliche, vorher aus und optimiere es ggf. bis ich sicher bin, das klappt nicht nur bei mir, sondern auch bei Ihnen.

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