Winnenden – Endersbach

Posted by herbert - September 4th, 2011

Mit diesem Posting will ich die Vorstellung unserer Fernwanderungen in diesem Blog beenden, wer weiterhin darüber lesen möchte, kann dies in meinem Fernwanderblog ausführlich tun.

Aussichten

Eigentlich wollten wir nicht wandern, aber die Wettervorhersage prognostizierte ideales Wanderwetter und so machten wir uns doch auf den Weg nach Winnenden. Wieder stellen wir das Auto am Bahnhof ab und durchqueren die Stadt bis zum Rathaus und biegen dann in Richtung Schloss ab. Das ehemalige Deutschordensschloss ist seit 1834 Heil- und Pflegeanstalt.   Hier suchen wir das bekannte Mopsdenkmal. Es wurde von Herzog Karl Alexander errichtet und erinnert daran, dass der Feldmarschall seinen Mops 1717 in der Schlacht bei Belgrad aus den Augen verlor, worauf der Hund nach Winnenden zurückgelaufen sei.

Leider ist die Schlosskirche tatsächlich geschlossen, sodass wir den Jakobusaltar nicht besichtigen können. Zunächst gehen wir entlang eines kleinen Bächleins und umrunden dann einen Vorort von Winnenden, ehe wir dann wieder einen längeren Anstieg vor uns haben, der zunächst am Korber Kopf endet, wo wir Pause machen.

Dann geht es oberhalb von Weinbergen hinunter zu einem Bergsattel, dabei ist der Weg von blühenden Wicken gesäumt, am Bergsattel finden wir Rinder, die einen Ponyfrisur tragen und an schottische Rinder erinnern. Wieder geht es bergauf und dann trennen sich die verschiedenen Wege, der Jakobusweg führt abwärts, der Weg durch die Weinberge führt eben weiter, aber natürlich müssen wir steil aufwärts gehen, denn Ingrid will noch 2 Aussichtspunkte besuchen, die uns einen schönen Blick ins Remstal ermöglichen.

Von Kleinheppacher Kopf steigen wir um Weg zu sparen, eine Weinbergtreppe hinunter, gar nicht so einfach mit dem Buggy, vor allem weil die Treppe am Schluss zu schmal wird. Unten angekommen, stellt Ingrid fest, dass sie die Wanderkarte auf einer Bank oben vergessen hat, also steigt sie nochmals die 158 Stufen nach oben. Dann gehen wir im Zickzack durch die Weinberge ins Tal, durchqueren Klein-Heppach und kommen schließlich ganz hinunter zur Rems, ehe wir wieder leicht ansteigen zur S-Bahn-Station, von der wir zurück nach Winnenden fahren. Dabei gibt es in der ersten S-Bahn Schwierigkeiten mit der Öffnung der Türen und so sind wir froh, dass wir den Zug in Waiblingen verlassen können, um umzusteigen.

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Oppenweiler – Backnang

Posted by herbert - Juli 1st, 2011

Wege in Karten sind mitunter Glückssache

Wir stellen unser Auto am Bahnhof ab und sind nach wenigen Schritten im naturnah gestalteten Schlosspark und beim achteckigen Wasserschloss von 1782, das heute der Gemeinde als Rathaus dient. Hier machen wir Rast, ehe wir das Schloss weiträumig umrunden. Dabei kommen wir an einem sehr kleinen Pfauengehege vorbei, das eigentlich den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt.

An der heute evangelischen Jakobuskirche vorbei, die deshalb natürlich geschlossen ist, gehen wir durch ein Wohngebiet nach Südwesten. Die Kirche wurde erstmals 1353 erwähnt und wurde Ende des 16. Jahrhundert evangelisch.

Bei dem in Privatbesitz befindliche Katharinenschloss müssen wir leider wieder einen Umweg machen, denn auf den Karten waren Wege eingezeichnet, die innerhalb der Schlossmauer verlaufen und somit von uns nicht begangen werden konnten.

Wir durchqueren den nächsten Ort und nach einer kurzen Strecke auf der Straße nach Backnang erreichen wir den Wald und können hier auf einem schönen Naturpfad in Richtung Backnang wandern. Über den Fußweg Zeller Weg kommen wir dann sehr schnell in die Innenstadt, allerdings machen wir kurz Pause, um den am Morgen frisch gebackenen Kuchen und mitgenommenen Kuchen zu verzehren.

Wir durchqueren die Innenstadt ohne zu Fotografieren, um den nächsten Zug zu erreichen, denn sonst müssten wir eineinhalb Stunden warten, sodass wir wieder spät heimkommen würden.

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Uttenhofen – Obermühle

Posted by herbert - Mai 23rd, 2011

Schlüsselblumen begleiten uns den ganzen Tag, obwohl sie am schönsten kurz vor dem Ziel blühen, daneben finden wir weiße und gelbe Buschwindröschen, Veilchen und zum Schluss auch noch Sumpfdotterblumen.

Doch der Reihe nach, auf der Fahrt nach Uttenweiler machen wir natürlich noch mal einen Halt in Schechingen, denn heute ist der letzte Tag an dem man den wunderschönen Osterbrunnen für dieses Jahr bewundern kann, was wir natürlich ausführlich machen.

In Uttenweiler stellen wir unser Auto in der Nähe der Bushaltestelle ab, von der wir im Dezember nach Schwäbisch Hall zurückgefahren waren. Nach wenigen Metern sind wir bei den ersten Häusern von Uttenweiler und gehen dann am Ortsrand auf kurzem Weg zu den Feldern und auf befestigtem Weg über offene Gelände erreichen wir bald Rieden.

Die heute evangelische Marienkirche steht auf einer Anhöhe und wirkt dadurch besonders wuchtig. 1436 wurde der Grundstein zu einer Wallfahrtskirche gelegt, nachdem gut 60 Jahre vorher dort ein Kreuz von roter Erde gefunden worden sein soll, in dem sogar Bruckstücke des Kreuz Jesu eingeschlossen sein sollten.

Der Kirchhof war ursprünglich als Zufluchtsort bei feindlichen Angriffen wehrhaft mit einer hohen Ringmauer ausgestattet. Die Kirche hat Ähnlichkeiten mit der Michaelskirche von Schwäbisch Hall.

Während sich Ingrid kurz die wuchtige Kirche von innen ansieht, warte ich mit Della draußen und kann in aller Muße einen blühenden Forsythienstrauch fotografieren. Am Ortsende von Rieden treffen wir dann auf die ersten Schlüsselblumen, die sich in der hellen Sonne dem Fotografen verwehren, wie ich abends beim Anschauen meiner Digitalbilder feststellen muss. Vorbei an einem Spiel- und Rastplatz steigen wir auf endlich unbefestigtem Weg steil bergauf und ich bin froh, dass Della hier einigermaßen Spaß beim Laufen hat.

Kurz bevor wir die Kammhöhe erreicht haben, machen wir auf einer Bank mit schönem Ausblick auf Westheim Pause, ehe uns der auflebende Wind doch zu einem schnellen Aufbruch veranlasst. Zunächst geht es auf einem Kamm weiter, immer wieder erlauben die unbelaubten Bäume einen Ausblick ins Vorland.

Als es dann breiter wird, kommen wir auch wieder auf gekieste Waldwege, ehe wir an einer Pilgerrastbank nochmals kurz Pause machen. Jetzt wandern wir auf Naturboden weiter, dann geht es steil bergab und wenn es bisher immer trocken war, jetzt ist der Weg auf einmal teilweise nass und schmutzig, wie uns der schriftliche Pilgerführer bereits vorgewarnt hatte.

Della hat es nun ganz eilig und Ingrid kommt kaum mit, während ich fast Mühe haben, den Buggy zu halten. Dann erreichen wir einen Kiesweg und wenn man von dem Kies absieht, ist es ein wunderschöner Weg, immer wieder finden wir Schlüsselblumen und andere Frühlingsblüher, dann nehmen die Blüten ab, denn wir gehen jetzt in einem schmalen Tal neben einem Bächlein bergab, ja man könnte es fast eine Schlucht nennen.

Unten im Tal finden wir dann immer mehr Schlüsselblumen und schließlich auch die schon erwähnte Sumpfdotterblume. Wir haben genügend Zeit zum Fotografieren, zum einen dauert es noch lange, bis der Bus kommt und der Weg ist nicht mehr weit. Zum andern sehen wir in einiger Entfernung 4 Reiter mit zwei großen freilaufenden Hunden, die sich kaum vom Fleck bewegen. Leider geht unsere Hoffnung, sie würden vor uns nach Obermühle reiten, nicht in Erfüllung, sondern sie kommen uns entgegen.

Ich weiche mit Della im Buggy auf eine Wiese aus, einer der Hund macht Anstalten, zu uns zu kommen, aber dann wird er zurückgerufen und erfreulicherweise ist es ein folgsamer Hund. In Obermühle müssen wir noch eine halbe Stunde warten, bis der Bus ganz pünktlich kommt. Da wir nicht ganz sicher, sind, dass es mit dem Anschluss in Bibersfeld klappt, kauft Ingrid nur bis dorthin die Fahrkarten. Wir steigen aus und sind zunächst verunsichert, denn die Linie 10 mit der wir fahren wollen, ist auf der Haltestelle nicht aufgeführt, aber es hängt der Fahrplan aus, doch der verunsichert uns weiter, denn am Sonntag scheint kein Bus zu fahren. Dann merken wir, dass der Druck um eine Spalte verrutscht ist und sind ganz zuversichtlich, dass ein Bus kommt.

Auch dieser Bus ist pünktlich und es ist derselbe Bus mit demselben Fahrer, der dann nur eine Fahrt berechnet, denn wenn wir sofort mit Umsteigen gebucht hätten, wäre es billiger gewesen. In Uttenhofen steigen wir am Ortsrand aus und gehen zur Sigismund-Kapelle in der Ortsmitte und dann zu unserem Auto. Da es in Schwäbisch Hall ein indisches Lokal gibt, fahren wir dorthin, um später festzustellen, es wäre besser gewesen, direkt heimzufahren, denn das Essen war einfach geschmacklos, es hat etwas satt gemacht, aber auch nicht mehr.

Wer mehr über unsere Fernwanderungen und Pilgerwege wissen möchte, wird hier fündig

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Änderungen im Blog

Posted by herbert - Mai 2nd, 2011

Bisher habe ich im Blog auch über unsere Weitwanderungen berichtet, doch dies war immer nur ein Nebenschauplatz und wenn ich schaue, wie viele Touren ich noch vorstellen möche und wie viele Informationen ich gerne loswerden würde, dann reicht der Platz hier nicht aus. Daher habe ich einen eigenen Blog aufgemacht, der sich nur mit Wandern beschäftigt. Wenn Sie sich dafür interessieren, hier finden Sie ihn und ich freue mich, wenn Sie auch dort mitlesen.

Doch ganz geht das Wandern hier noch nicht verloren, denn unsere Wanderung auf dem Jakobusweg von Nürnberg nach Freiburg, den ich hier begonnen habe, werde ich sukzessive noch bis zur Teilung des Wegs in Endersbach fortsetzen, der Rest wird dann auf dem neuen Blog folgen.

Im übrigen will ich hier noch mehr auf Rezepte und Wissenswertes über die Vollwerternährung konzentrieren

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Fast Rügenwetter

Posted by herbert - März 19th, 2011

Während es bei uns nach den warmen Vorfrühlingstagen wieder zu schneien beginnt, stelle ich gerade eine Bilderschau über unsere Wanderung auf dem Jakobusweg zusammen und möchte Ihnen hier wieder eine Wanderung vorstellen:

4.10 Söllbot – Geislingen

Meist sonnig, außer Ingrid braucht die Sonne zum Fotografieren, das ist auf Rügen anders, windig, sehr windig, schnell ziehende, überwiegend weiße Wolken, viel blauer Himmel, kein Nebel, kein Dunst, also fast ideal zum Wandern und Fotografieren.

Doch zunächst ist alles ganz anders. Als wir in Söllbot starten, ist es kalt und ein extremer Gegenwind macht die Angelegenheit nicht gerade besser, ich bedaure schon, dass ich keine Skiunterwäsche, einen dicken Parka und Handschuhe angezogen habe und wir sehen sehnsüchtig nach Norden, wo sich ein Streifen blauer Himmel zeigt. Als wir dann an einen windgeschützten Waldrand kommen, reißt die Wolkendecke auch über uns unvermittelt auf und wir haben das bereits geschilderte Wetter und Ingrid weiß gar nicht, was sie alles fotografieren soll.
In Orlach hoffen wir wieder auf den Jakobusweg zu treffen, aber auch als wir einen Abstecher zur Kirche machen, sehen wir ihn nicht, da der genaue Verlauf auf unserer Wanderkarte nicht verzeichnet ist, bleiben wir auf dem Bäumlesweg, der uns sehr steil auf Naturboden nach Braunsbach hinunterführt, wobei wir von abwärts preschenden Mountainbikern irritiert werden, die allerdings ihr Tempo stark vermindern, als sie uns auf einer längeren geraden Passagen sehen, wir fragen uns aber, was wäre gewesen, wenn wir direkt hinter der folgenden Kurve gewesen wären.

Wir erreichen Braunsbach durch den Schlosshof und sind der besten Absicht jetzt endlich wieder auf dem Jakobusweg weiterzuwandern, auf den wir am Marktplatz treffen. Doch ein Blick in den Wanderführer lässt uns unsere Entscheidung ändern, denn wir haben keine Lust, bis nach Geislingen auf dem Kocherradweg zu wandern. Wir bleiben also auf dem Bäumlesweg und müssen steil den Kochertalhang emporsteigen, bis wir auf ein Sträßchen treffen, das auf halber Höhe einigermaßen eben verläuft und nach einiger Zeit in einen Waldweg mündet.

Kochertalbrücke ©walker

Dann sehen wir auch die beim Bau damals höchste Autobahnbrücke Europas, unter die man bequem den Turm des Ulmer Münsters stellen könnte und wir machen aus allen Lagen Fotos, doch Ingrid trödelt und wartet auf die Sonne, die sich aber hinter den Wolken versteckt. Erst als wir im Tal die Kocher überqueren, wird die Riesenbrücke und ihre Pfeiler angestrahlt. Bald erreichen wir Geislingen und unseren dort abgestellten Trevis. Da das Wetter noch gut ist, fahren wir direkt nach Langenburg, um dort ungestört vom Markttreiben noch fotografieren zu können.

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Eigener Endpunkt

Posted by herbert - Februar 17th, 2011


28.9 Schrozberg – Eberbach

Während ich tanke, fährt Ingrid an mir vorbei und wartet bei der Talabfahrt auf mich. Dabei wird sie von zwei Jakobswanderer angesprochen, die den Anfangspunkt verpasst haben und nun nicht wissen, wie sie zum Jakobsweg kommen.

Als Ingrid erwähnt, dass wir die Strecke nach Schrozberg gestern gewandert sind, fragt die voll bepackte Frau, ob man die Wanderung in 3-4 Stunden absolvieren könne. Wir sind erstaunt, 18 km in 3 Stunden, so sportlich hat das Paar nicht gewirkt, aber wir wollen ihnen ihre Illusionen nicht rauben und sagen daher nur sehr vage, wir hätten deutlich länger gebraucht.

Nachdem wir die beiden auf den rechten Weg gebracht haben, fahren wir nach Eberbach. Das liegt zwar nicht am Jakobsweg, ist aber auf einer idyllischen Talwanderung zu erreichen und wir müssen dann nicht wieder an großen Putenmästereien vorbei. Leider müssen wir eine große Umleitung fahren und natürlich auch auf der Rückfahrt nach Schrozheim und so kommen wir doch später weg, als erhofft.

Das kleine Städtchen weist außer dem imposanten Schloss keine Besonderheiten auf und so verlassen wir den Weg entlang des Bahndamms, kurze Zeit auf einem Grasweg. Die Straße wechselt mit einem idyllischen Waldweg, dann wieder kurze Zeit Straße und erneut ein Grasweg entlang der Bahntrasse, ehe dann für sehr lange asphaltierte Wege und eine durchaus befahrene Straße folgt. Aber auch auf den eigentlich nicht zugelassenen Feldwegen sind mehr Autos unterwegs als erlaubt.

Mitunter sind es die kleine Dinge, die eine Wanderung so interessant machen, wie die grüne Heuschrecke

In Erpfersweiler stellen wir erstaunt fest, dass sich hier zwei Jakobuswege trennen, nämlich der nach Rottenburg und einer nach Speyer. An einem kleinen Teich machen wir Rast, ehe es auf asphaliertem Weg weitergeht. In Billingsbach finden wir einige schöne Kürbisdekorationen, nicht zuletzt am Rathaus.

Steil geht es auf der Straße hinunter zur Hertensteiner Mühle und es folgt das romantische Bachtal mit einem fast ausgetrockneten Bach. Im Talgrund ist der Weg manchmal sehr schmal und kaum auszumachen. Als wir dann etwas hochsteigen, finden wir im Wald viele wunderschöne Pilze, die immer wieder fotografiert werden müssen, ebenso wie zwei Blindschleichen. Auf halber Höhe geht es am Hang entlang und der Weg wird immer kiesiger. Dann senkt er sich nach Eberbach hinunter und dort finden wir wieder einige schöne Kürbisdekorationen.
Dann holen wir noch den PT und fahren dann mit beiden Autos heim.

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Unterschätzt (2)

Posted by herbert - Februar 13th, 2011

Über den Burggarten erreichen wir die erste Wegmarkierung, die uns durch einen Weinberg ins Tal geleitet. Entlang der Tauber kommen wir an einer Kapelle vorbei, gehen unter der steinernen Doppel-Viaduktbrücke hindurch und überqueren anschließend auf dieser den Fluss. Schon von hier unten hat man einen herrlichen Blick auf Silhouette der Altstadt.

Auf einem Waldpfad steigen wir zur Hohenloher Hochebene hinauf – Della darf endlich ihre eigenen Beine benutzen – und werden an der alten Sprungschanze mit einem atemberaubenden Blick auf Rothenburg belohnt. Da es heute genauso sonnig wie gestern ist, aber deutlich weniger windig, können wir hier auf einer Bank gut rasten.

Nach kurzer Zeit verlassen wir den Waldgürtel und es beginnt ein langes, sonniges Stück. Zuerst noch auf einem Schotterweg, bald aber auf der Straße bzw. asphaltierten Feldwegen geht es mit dem Buggy flott voran, Ingrid findet diese Strecke zu einen eintönig, wenn man mal von den Rückblicken nach Rothenburg absieht, die Stadtsilhouette hebt sich über Bäumen heraus, sodass man das tiefe Taubertal nicht einmal erahnen kann und zum anderen ist diese Strecke ziemlich ermüdend, auch wenn sie immer wieder auf dem Gras neben dem Weg läuft.

Dann fragen wir uns, sollen wir nach Funkstatt abbiegen, um dort aufzuhören und irgendwie zu unserem Auto zu kommen oder gehen wir weiter. Ingrid entschließt sich zum Weitergehen, kürzt allerdings etwas ab, während ich mit dem Buggy nicht übers Stoppelfeld kann. Es folgt eine lange, meist gerade Strecke durch den Wald, allerdings wird es langsam kühl und der Schotterweg ist auch nicht gerade ideal.

Wir fahren nach Rothenburg zurück, holen den PT und stellen den Trevis wieder an der Kirche in Neusitz ab, denn auch morgen wollen wir weiterwandern.

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Start der Wandersaison?

Posted by herbert - Januar 16th, 2011

Vor wenigen Tagen sind wir noch fast im Schnee versunken und heute konnten wir unsere derzeitige Jakobuswegwanderung im Filstal fortsetzen. Die ganze Zeit Sonne und so um die 10 Grad, da lässt sich gut wandern. Nur in schattigen Waldpassagen hätte es das eine oder andere Grad mehr sein dürfen.

Überraschend war das kräftige Grün, das man eigentlich im Frühjahr – haben wir denn schon Frühjahr? – nicht erwartet.

Mal sehen, wie es nächste Woche wird, denn bei uns ist spätestens für Donnerstag wird Frost und Schnee vorhergesagt, aber die Wetterfrösche haben ja nicht immer Recht.

Obwohl natürlich eine schöne Langlauftour auf den schmalen Brettern der Jahreszeit angemessener wäre.

Lassen wir uns überraschen.

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Immer anders

Posted by herbert - Januar 12th, 2011

Nachdem der Winter schon vorbei zu sein scheint (hoffentlich irre ich mich da) und fürs Wochenende bei uns fast ideales Wanderwetter vorhergesagt ist, naja nicht gerade warm, aber das ist im Januar auch nicht zu erwarten, denkt man automatisch ans Wandern und ich schaue mal zurück auf unsere Jakobuswanderung.

26.9. Binzwangen – Rothenburg

Das ist heute Ingrids Motto. Zunächst stellen wir unseren Trevis in Rothenburg am Bahnhof ab und fahren mit dem PT nach Binzwangen. Schon nach wenigen Metern will Ingrid vom ausgeschilderten Weg abweichen, doch da die neue Straße noch nicht in den Karten verzeichnet sind, gehen wir kurz in die Irre, ehe wir dann doch ihre Variante finden.

Wie im Pilgerführer beschrieben wird auf dem ausgeschilderten Weg auf den wir nach kurzer Zeit der Kiesweg zu einem Grasweg und führt dann über eine Wiese nach Stettberg mit ihrer interessanten Wehrkirche, die ich aber nicht von innen sehen muss, im Gegensatz zu Ingrid.

Dann ist der sehr schotterige Schotterweg nicht nach Ingrids Geschmack und wir gehen geradeaus und nicht nach links. Der nicht so schotterige Schotterweg geht dann fast in einen Grasweg über und endet an einem Bächlein. Doch wir können, den Buggy tragend, ein nur wenige Meter tiefes Waldstück durchqueren und kommen dann über einen Gras- und später Schotterweg wieder auf den ausgeschilderten Wanderweg, doch als dieser auf einer Straße nach links verläuft, entscheidet Ingrid geradeaus zu gehen. An einem Teich vorbei – wo es durch verschiedene Traktoren zu laut und auch zu windig zum Rasten ist, in der Nähe eines weiteren Teichs machen wir dann am Waldrand Pause.

Wir überqueren eine Freifläche und am nächsten Waldrand soll ein Wanderweg geradewegs in den Wald gehen, doch da ist weder eine Markierung noch ein Weg und so müssen wir einige hundert Meter nach Osten wandern, ehe wir auf einen waldeinwärts führenden Weg treffen, der sich dann nach Westen wendet. Wieder müssen wir einen Wald fast ohne Weg durchqueren und treffen dann wieder auf den Jakobsweg. Vorbei am Karrachsee mit vielen Seerosenblätter, ob die Seerosen auch noch blühen, können wir wegen des breiten Schilfgürtels nicht erkennen. Im Wald folgen wir einem kaum sichtbaren Pfad und nach einem Teich geht es kurz aber steil bergauf.Karrachsee ©walker

Schließlich erreichen wir den Ortsrand von Wachsenberg und wenden uns in Richtung Rothenburg, als uns zwei Mädchen mit 4 kleinen Hunden, Rehpinscher oder etwas in der Art, die ziemlich kläffen, sodass auch Della mit mischt. Der lauteste Kläffer erschrickt besonders als Della aus ihrem Buggy ziemlich laut bellt und er weicht immer weiter zurück, er ist nicht zu bewegen, den Buggy zu passieren, erst als die Mädchen mit den anderen Hunden zurückgehen, können sie ihn zum mitgehen überreden. Der Weg führt abwärts und Ingrid findet einen Weg, der noch steiler nach unten führt und leider geht er nicht gerade aus, das sind nur teilweise eingezäunte Wiesen. Wieder zurück, wäre ziemlich anstrengend und so folgen wir dem Waldrand nach links und kommen im weiten Bogen zur Autobahnunterführung und vorbei an einem Segelflugplatz erreichen wir die ersten Häuser von Rothenburg und müssen noch ein ganzes Ende gehen, bis wir den Bahnhof erreicht haben.

Um den Buggy verstauen zu können, müssen wir einen Teil der Sitzbank des Trevis umlegen. Wir holen den PT und suchen einen Platz, an dem wir den Trevis über Nacht parken können. Ingrid hofft einen günstigen Parkplatz in der Nähe der Kirche, doch die ist in Neusitz gar nicht so einfach zu finden. Nachdem wir mehrmals in die Irre gefahren sind, schaffen wir es dann doch noch und es gibt tatsächlich eine günstige Parkmöglichkeit.

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Zu fünft unterwegs

Posted by herbert - November 24th, 2010

22.9 Zailach – Binzwangen

Nach langer Zeit sind wieder einmal Marion und Jörg mit von der Partie, denn bisher hat es dieses Jahr noch nicht geklappt. Da Ingrid am Morgen noch Ergotherapie hat, ist es gar nicht so ungünstig, dass morgens noch Nebel herrscht, der sich aber im Gegensatz zur letzten Etappe überwiegend aufgelöst hat, als wir unser Auto am Ortsrand von Zailach abstellen. Wir überqueren die Straße und steigen bergauf und treffen im Wald bald auf den Jakobusweg, dem wir leider überwiegend auf gekiesten Waldwegen folgen.

Fotogen sind die Spinnweben und später eine große grüne Heuschrecke, fotogen ist auch das schmucke kleine Dorf Heslabrunn mit seiner Jakobuskirche, der richtige Ort um Pause zu machen. Auf sonnigem Weg gehen wir durch Felder, an zwei Teichen vorbei, ehe es dann im Wald steil bergauf geht. Dann geht der Weg nicht weiter, rechts geht es nach Colmberg mit 2,7 km und so verläuft auch der Pilgerweg, nach links sind es nur 2,5 km und wir kommen durch das Dorf. Wir entscheiden uns für die linke Variante, nicht unbedingt die richtige Entscheidung, wie sich später herausstellt.

Wir gehen bergab, kommen an einem Lehrbienenstand vorbei in das Dorf, finden dort aber kaum Bemerkenswertes, wenn man von der Sicht auf die auf dem Berg thronende Burg einmal absieht, zur der wir dann emporsteigen. Burg Colmberg ©walker

Im idyllischen Innenhof essen wir Kuchen und trinken Tee bzw. Kaffee. Dann müssen wir den gleichen Weg wieder bergab, denn der in der Detailkarte eingezeichneten Weg ins Tal existiert zumindest im Ansatz, nur verläuft davor ein Wildzaun. Am Golfplatz mit verschieden Teichen vorbei gehen wir auf der Straße in Richtung Unterhegenau weiter und jetzt schauen wir immer wieder auf die Uhr, um zu sehen, welche Haltestelle wir noch erreichen können, damit wir mit dem letzten Bus fahren können. Jetzt folgt ein Grasweg und da könnte Della wieder gut laufen, doch bei ihrer Geschwindigkeit könnte es knapp werden. Jörg und ich ziehen das Tempo an und wir könnten es bis zur Haltestelle in Binzwangen schaffen, Ingrid geht zwar unsere Geschwindigkeit nicht ganz mit, aber auch sie geht schneller als zuvor.

Dann sind wir mehr als rechtzeitig da, Marion und Ingrid nutzen die Zeit, um die Kirche zu besuchen. Sie kommen gerade noch rechtzeitig zurück, denn der Bus ist mehr als 6 min zu früh und die wartet er dann in Colmberg ab und bringt uns dann pünktlich zu unserem Auto.

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