Allmersbach – Winnenden

Posted by herbert - August 5th, 2011

Erste Orchideen

Eigentlich wollen wir heute nicht wandern, aber nachdem Ingrid bei wetteronline eine günstige Prognose gesehen hatte, war es klar, dass wir auch heute wandern.

Da wir schnell durch die Baustellen von Schwäbisch Gmünd kommen, erreichen wir in Winnenden einen früheren Zug und haben dadurch genügend Zeit für den Umstieg in den Bus am Bahnhof Backnang.

In der Ortsmitte Allmersbach steigen wir aus und es beginnt ein fast endloser Anstieg, auf dem asphaltierten Anfangsstück darf ich Della mit hochschieben, doch auf einer Mischung aus Kies- und Naturweg wandert sie mit, auch auf dem anschließend wieder befestigten Weg ändert sich das nicht. Gerade denke ich, wie toll es vor einem Jahr mit den vielen Orchideen war und dass wir dieses Jahr aus unseren Wanderung noch keine gesehen haben, weder bei uns im Süden noch im Urlaub in Sachsen, da entdeckt Ingrid die ersten und wir stellen fest, dass es sehr viele Orchideen in der Wiese gibt und Ingrid rätselt noch, welche Sorte es ist. Nach dem ausgiebigen fotografieren, geht es im Wald weiter aufwärts.

Oben geht es im Wald weiter, aber wie? Holzfahrzeuge und der viele Regen haben den Weg nahezu ruiniert und es ist ganz schön schwierig mit dem Buggy durchzukommen und auch Ingrid hat es nicht einfach, denn sie muss Della oft tragen, was dieser aber gar nicht passt und sie wehrt sich mit Strampeln dagegen. Trotzdem schafft Della es das eine oder andere Mal im Matsch zu wandern, sodass sie vor Stülpenhof etwas gesäubert werden muss, bevor sie wieder ihren Buggy besteigen darf. Nach dem Ort machen wir auf einer etwas sonnigen und windgeschützten Wiese unter einem Kirschbaum Pause. Dann geht es auf asphaltierten Weg nach Bürg, vorbei am Turm und dem Restaurant Schöne Aussicht kommen wir zu einer steilen Treppe, also wiederum eine „ideale“ Buggystrecke.

Einen interessanten Spruch können wir an einem modernen Obelisk lesen: Schmerzhaft ist das Sterben eines Illusion.

Anschließend geht es auf einem Weg immer weiter abwärts, wir dürfen die ganzen Anstiegsmeter wieder absteigen. Wir kommen auf einem schönen Weg neben einem Bächlein und einigen Informationstafel nach Winnenden und Della erregt mit ihrem Buggy wie immer Aufsehen.

Wir durchqueren die Fußgängerzone von Winnenden und erreichen bald den Bahnhof und unser Auto. Noch haben wir die Hoffnung, dass es noch so sonnig wird wie gestern, denn bisher war es doch überwiegend wolkig gewesen. Wir gehen daher Pizza essen, aber das Wetter bessert sich leider nicht.

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Murrhardt-Oppenweiler (2)

Posted by herbert - Juni 17th, 2011

Als wir dann einen Wanderweg aus dem Tal sehen, überlegen wir, ob wir dem nicht folgen sollen. Ingrid geht noch etwas weiter, um evtl. zu schauen, wie weit es noch zum hinteren Wasserfall ist, aber der ist dann doch weder zu sehen noch zu hören. Wir machen Pause und steigen dann sehr steil aus dem engen Tal empor, es ist mit dem Buggy anstrengend, aber die meiste Zeit kann ich ihn hinter mir herziehen. Dann erreichen wir einen gekiesten Waldweg, dem wir nach Süden folgen, Della ist glücklich, dass sie endlich wieder Buggyfahren kann. Auf einer Straße erreichen wir die Gaststätte am Wasserfall, der aber laut Hinweisschildern doch noch einen Kilometer entfernt ist.

Da aus der Karte zu vermuten ist, dass der Georg-Fahrbach-Weg, auf den wir hier treffen, evtl. ins schwierig zu begehende Tal führt, entscheiden wir uns für die sichere, aber auch längere Variante über den Hörschhof. Doch beim nächsten Hof gehen wir wieder Risiko und kommen auf dem unbeschilderten Naturpfad genau dorthin, wo Ingrid es erwartet hat und wieder darf Della etwas laufen, langsam wird es ihr wohl etwas viel.

Wenig später sind wir dann auf dem Georg-Fahrbach-Weg des schwäbischen Albvereins, den wir vor undenklichen Zeiten auch mal erwandert haben. Wir fragen uns, ob hier die Waldarbeiten etwas gegen Wanderer haben, denn es wurden Brombeersträucher gerodet und alle Zweige und Äste genau auf dem Wanderweg liegengelassen, es war kaum zum Durchkommen.

Dann wird der Weg wieder schlechter, auf frisch gekiestem Weg macht es niemand Spaß, doch bald können wir auf einem Naturweg weiterwandern, allerdings steht uns noch ein längeren Abstieg bevor. Als wir einen Waldweg kreuzen, sind wir kurz irritiert, denn wir erwarten hier einen markierten Wanderweg, der uns nach Oppenweiler bringen soll. Doch da wir keine Zeichen sehen, bleiben wir auf dem markierten Wanderweg, der uns jetzt sehr steil hinabführt, zum Schluss in einem Hohlweg, der mehrere Zentimeter dick mit trockenem Laub belegt ist und gerade mit dem Buggy sind im Laub versteckte Steine und Äste durchaus gefährlich. Aber irgendwie schaffen wir es doch.

Schloss Oppenweiler

Jetzt treffen wir auch auf den markierten Wanderweg und erreichen rechtzeitig in Oppenweiler den Zug, der allerdings aus welchen Gründen auch immer, in Sulzbach fahrplanmäßig eine Viertelstunde Halt macht. Da es schon spät ist, hoffen wir mit dem Taxi zu unserem Auto zu kommen.

Doch da kein Taxi am Bahnhof steht und wir nicht anrufen und dann warten wollen, gehen wir die knapp 2 km zu Fuß zum Auto und nachdem es den ganzen Tag warm, teilweise sehr warm war, ist es auf dem letzten Teil der Strecke empfindlich kalt.

Da wir Hunger haben, entscheiden wir uns in Murrhardt eine Pizza zu essen. Wir finden auch gleich eine Pizzeria und sehen dort eine größere Gesellschaft sitzen. Das hätte uns stutzig machen müssen, denn da hier noch nicht alle ihr Essen hatten, dauerte es sehr lange, bis wir endlich etwas zu Essen bekamen.

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Obermühle – Murrhardt

Posted by herbert - Juni 11th, 2011

Anstieg und Abstieg

Das Besondere dieser Strecke ist, dass es bald nach dem Beginn fast stetig aufwärts geht und dann sehr schnell genauso stetig abwärts, der sonst häufig zu beobachtende Wechsel zwischen Auf und Ab fehlt hier fast vollständig.

Wir stellen unser Auto in Obermühle ab, sind aber nicht ganz sicher, ob es sich nicht um ein Werksgelände handelt, hoffen in diesem Fall aber auf die Nachsicht der Firma.

Anfang gehen wir auf dem Radweg im Tal, ehe wir dann auf einer Straße steil bergan steigen und das ist mit Della im Buggy gar nicht so leicht. Als wir dann die Straße verlassen, darf oder muss Della den weiteren Anstieg selbst bewältigen, das uns natürlich etwas Zeit kostet. Auch heute finden wir wieder Schlüsselblumen und andere Frühlingsblumen am Wegrand, interessant sind die gerade aufblühenden Nestwurzen.

Als Della eine Spur findet, versucht sie dieser zu folgen, allerdings hindert sie nach einigen Metern die Leine am weiteren Suchen, aber in der Folge kann ihr Ingrid kaum folgen, so schnell kann Della immer noch rennen, wenn sie will.

An der Pilgerruh am Prügelteich – ich frage mich, ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte – machen wir Rast und bald haben wir den langen Aufstieg beendet, allerdings endet auch der Wald und wir müssen auf der Straße weiterwandern. Wir durchqueren Wolfenbrück und dann hat uns der schattige Wald wieder, denn wie gestern ist es auch heute sehr sonnig.

Im Wald geht es dann auf einem schmalen Pfad im Zickzack steil bergab und auch diese Strecke scheint Della zu lieben, denn sie zieht Ingrid hinter sich her. Dann wird der Weg durch einen umgestürzten Baum blockiert, man kann ihn zwar umgehen, doch den Buggy müssen wir mühsam darüberheben. Bald erreichen wir über einen steilen Feldweg die Talsohle und Spiegelsberg mit seinen hübschen Fachwerkhäusern. Auf dem Fußweg neben der Straße erreichen wir den Ortsrand von Murrhardt.

Obwohl es eigentlich im Tal weitergeht und wir nach wenigen hundert Meter die Altstadt erreichen könnte, will Ingrid nicht entlang der Zufahrtstraße weiterwanden, sondern wir müssen mühsam bergauf steigen, um dann in der Panoramastraße, leider mit wenigen Ausblicken wegen der Häuser, in die Stadtmitte zu gelangen, der Fußweg zum Schluss ist zwar schön, aber die Treppen machen nicht unbedingt Spaß.

Murrhardt blickt auf eine mehr als 1800 Jahre alte Stadtgeschichte zurück, denn die Stadt war bereits römische Garnisonsstadt des Limes, das Unesco-Welterbe durchquert den Ort von Nordwesten nach Südosten. Bedeutsam ist auch das ehemalige Kloster, das um 816 gegründet wurde und mit seinem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Baubestand überwiegend erhalten geblieben ist.

Wir schauen uns die sehenswerte Altstadt und die Parkanlage an und während sich Ingrid dort mit Della erholt, gehe ich zum Bahnhof und bin gespannt, ob der Zug planmäßig fährt, denn im Internat hat die Bahn auf mögliche Beeinträchtigungen wegen einer Baustelle auf der Strecke hingewiesen, doch der Bahnbeamte am Bahnhof weiß nichts von einer Baustelle oder möglichen Beeinträchtigungen und wirklich der Zug ist ganz pünktlich. In Fichtenberg steige ich um in den Bus und erlebe, wie ein Busfahrer versucht aus einem Gelenkbus einen Rennwagen zu machen. Ich bin froh, als ich aussteigen kann. Ich fahre nach Murrhardt und hole Ingrid am Bahnhof ab.

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Das war nicht unbedingt unser Tag

Posted by herbert - Mai 13th, 2011

07.12.  Schwäbisch Hall – Uttenweiler

und vielleicht ist auch Schwäbisch Hall nicht unsere Stadt, denn zum dritten Mal auf dieser Wanderung sind wir hier, und zum dritten Mal ist kein gutes Fotografierwetter.

Doch der Reihe nach, eigentlich müsste es bequem nach Rieden reichen, um von dort mit dem Bus nach Schwäbisch Hall zu fahren, doch dann wird in einem Dorf vorher seit mehr als 4 Wochen die Durchgangsstraße gefräst und neu asphaltiert und heute dauert die Ampelschaltung besonders lange und dann kommen auch noch viele Fahrzeuge in der Gegenrichtung als es bei uns schon grün an der Ampel zeigt und als das erste Fahrzeug an der Ampel starten könnte, ist es schon wieder rot, trotzdem fahren die ersten 4-5 Autos durch.

Als wir dann beim 2. Grün die Baustelle queren können, ist klar, für den Bus reicht es nicht, wir müssen nach Schwäbisch Hall fahren und dort (teuer?) parken. Als wir auf einem gut gelegenen Parkplatz wahrscheinlich 5 € zahlen müssten, fahren wir noch zu einem anderen, der ist zwar kostenfrei, aber fast einen Kilometer außerhalb und ähnelt eher einem Schlammbad als einem Parkplatz, also kehren wir reumütig zum ersten Parkplatz zurück.

Während es auf der Fahrt überwiegend sonnig war, ist Schwäbisch noch teilweise in Nebel gehüllt, der sich nur langsam verzieht. Wir überqueren auf zwei Fußgängerstegen den Kocher und steigen zum auf halber Höhe gelegenen Bahnhof empor. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der Wanderweg auf der anderen Seite der Gleise beginnt und so gehen wir zum Treppenturm, der zur Fußgängerbrücke über die Straße und den Hang zum Bahnhof führt. Wohlgemut drücke ich auf den Knopf des Aufzugs, aber der reagiert nicht und so muss ich den Buggy die vielen Stufen hoch schleppen.

Am Bahnhof finden wir auch die Markierung, die uns aber zunächst nicht über die Gleise sondern am Bahnhof vorbeiführt und wir stellen fest, dass wir ganz bequem auf der Straße hätten weiterwandern können. Jetzt geht es steil hinauf, und um den vielen Stufen auszuweichen, muss ich den Buggy über nasses Gras den Berg hinaufziehen. Oben angekommen, will ich Della etwas laufen lassen und stelle mit Erschrecken fest, dass ich die Leine im Auto vergessen habe, weil ich Della vom Auto sofort in den Buggy gesetzt habe. Von der Kante des Kocherhangs haben wir einen guten, nur durch dickere und dünne Äste gestörten Blick auf die Ruine Limburg und wenig später auch auf die Comburg, die wir an einer Stelle sogar gut fotografieren können.

Als wir ans Pause machen denken, stellen wir fest, dass wir unser Sitzkissen zu Hause vergessen haben. Jetzt geht es steil bergab und kurz auf einer schmalen Straße in den nächsten Ort. Hier finden wir sowohl an einem Haus als auch im bewohnten Schlösschen interessante Dekorations- und Kunstgegenstände.

Da Della unbedingt auch mal selbst laufen will, vielleicht muss sie auch nur mal, mache ich den Schultergurt von dem Fahrradtäschchen am Buggy weg und habe so wenigstens eine – allerdings sehr kurze- Ersatzleine, die aber bei dem folgenden steilen Aufstieg gute Dienste verrichtet.

Nachdem zunächst das Wetter etwas sonniger geworden war, ziehen jetzt die Wolken immer schneller zu und die Sonne verschwindet ebenso wie die letzten kleinen Flecken blauen Himmels.

Wir schauen auf die Uhr und den Busfahrplan und stellen fest, alles ganz ungünstig, den nächsten Bus schaffen wir nicht in Rieden, auch im vorher gelegenen Uttenweiler werden wir ihn um wenige Minuten verpassen und der nächste fährt erst in einer Stunde, das würde mehr als eine halbe Stunde Wartezeit bedeuten und das bei dem jetzt ungemütlichen Wetter. Am Ortsrand von Uttenweiler ist ein Supermarkt, Ingrid geht in den Eingangsbereich, um im Warmen einen Pullover unter ihrem Anorak anziehen zu können, während ich einige Schritte weitergehe und eine Bushaltestelle entdecke. Ich hoffe, Ingrid wird nicht auch noch beim Bäcker etwas einkaufen, aber sie kommt gleich wieder heraus. Ich gehe schon zur Bushaltestelle vor und stelle fest, hier verkehrt eine andere Buslinie und in wenigen Minuten müsste ein Bus eintreffen.

Dem ist auch so und er hat sogar einen bequemen Buggyeinstieg. Am scharfen Eck steigen wir aus und erreichen bald den Parkplatz mit unserem Auto. Da es immer noch mild ist, können wir Della im Auto lassen und gehen zum Weihnachtsmarkt in der Gelbinger Gasse. Wir sind eigentlich sehr zuversichtlich, dass es in dieser idyllischen Stadt einen ebensolchen Weihnachtsmarkt gibt, aber selten sind wir so enttäuscht worden. Nur 10 Stände, weit auseinanderliegend, bilden einen mehr als kümmerlichen Markt und so sind wir schnell wieder beim Auto und fahren heim.

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25 Jahre alter Alternativvorschlag nicht optimal

Posted by herbert - Februar 25th, 2011

3.10 Eberbach – Söllbot

In Eberbach treffen wir auf den Bäumlesweg, den wir wegen seiner Markierung mit einem grünen Baum für uns so getauft haben, offiziell heißt er Wanderweg Baden-Württemberg, Hauptwanderweg 3 des SAV oder geografisch formuliert Main-Neckar-Rhein und ihn haben wir vor mehr als 20 Jahren bereits einmal erwandert.

Krypta Unterregenbach ©walker

Wir überqueren wir die Jagst und gehen zunächst auf asphaltierte Straße aufwärts und wenden uns dann auf halber Höhe jagstaufwärts und mit schönen Ausblicken ins Tal kommen wir nach Unterregenbach und haben heute die Gelegenheit sowohl die Kirche als auch die noch immer rätselhafte Krypta zu besuchen. Da ein Wanderzeichen von wilden Wein zugewachsen ist, gehen wir zwar zuerst richtig, meinen aber dann falsch zu sein, kehren um und werden von einem freundlichen Anwohner wieder zurückgeschickt. Über die Archenbrücke kommen wir zu einer Straße, die wir kurz benutzen müssen.

Danach geht es steil bergauf, so hoch, dass wir sogar auf Schloss Langenburg hinuntersehen können. Doch der Panomaweg senkt sich wieder und nachdem wir die Straße nach Langenburg überquert haben, geht es nochmals steil in eine kleine Schlucht hinunter, ehe es steil zum Langenburger Schloss ansteigt.

In Langenburg, das wir zum 4. Mal auf einer Fernwanderung besuchen, findet heute der Herbstmarkt statt und erschwert wie jeder Markt das Fotografieren. Daher verlassen wir das Städtchen bald wieder, machen auf einer sonnigen Bank beim Abstieg nach Bächlingen Pause und genießen beim weiteren Abstieg den Rückblick auf das Langenburger Schloss. Wir wollen noch etwas im Jagsttal bleiben und verlassen den Jakobsweg und folgen zunächst dem Bäumlesweg. In unserem Wanderführer für den Bäumlesweg wird eine Alternativstrecke vorgeschlagen, der wir auch folgen und dabei nicht berücksichtigen, dass der Wanderführer schon mehr als 25 Jahre auf dem Buckel hat. Nun, dass der Weg fast zugewachsen ist und dass viele Bäume quer über den Weg liegen, hat nicht unbedingt etwas mit dem Alters des Buchs zu tun, aber als wir auf der Hochfläche ankommen, fehlt der damals aufgezeigte Feldweg, vielleicht hat in der Zwischenzeit die Flurbereinigung stattgefunden. So wird es etwas schwierig, bis wir dann einen existierenden Feldweg finden, der uns zu unserem Trevis bringt.

Auf dem Weg zurück nach Eberbach schlägt Ingrid vor, trotz nicht ganz klarer Wettervorhersage morgen ebenfalls zu wandern und ein Auto am möglichen morgigen Endpunkt abzustellen, was wir dann auch machen.

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Heilsbronn – Weihenzell

Posted by herbert - Mai 25th, 2010

8.9. 2009

Sonnenblume ©walker

Sonnenblume ©walker

 

 

 

Sonnenblume ©walker

 

 

 

 

Da Ingrid morgens noch zur Ergotherapie muss, entscheiden wir uns anschließend spontan, bei dem schönen Wetter unsere Wanderung fortzusetzen, allerdings reicht die Zeit ab 12.30 nicht die Altstadt und das Münster in Heilsberg zu besuchen, denn wir müssen ja den letzten Bus erreichen und der fährt schon kurz vor 18 Uhr ab.

So starten wir am Freibad und gehen zunächst an der Straße nach Kettelsdorf bergauf und verlassen diese nach der Bahnunterführung, jetzt darf auch Della wieder laufen, aber als der Schotterweg in der Sonne verläuft, macht es ihr und vor allem Ingrid weg Spass und sie darf wieder fahren. Auf der Strecke fragen uns zwei Radfahrer nach der Schwabachquelle, eigentlich müssten sie und wir fast davor stehen, aber es gibt keinen Hinweis, vielleicht liegt sie in dem eingezäunten Gelände vor uns.

Als wir den Wald verlassen, überlegt Ingrid, ob wir nicht abkürzend Großhaslach nur am Rande streifen sollen. Ich plädiere für den ausgeschilderten Weg, zum Glück, denn sonst hätten wir die originelle Kirche verpasst. Dass Alter und Kanzel übereinander angebracht sind ist zwar selten, aber dass darüber noch die Orgel ihren Platz hat, ist mehr als ungewöhnlich und ich erinnere mich nicht, eine derartige Kombination schon einmal gesehen zu haben. Im idyllischen Kirchhof machen wir Pause, ehe wir den ältesten Taufstein Frankens in der Taufkapelle anschauen. Fast makaber finde ich, dass diese Taufkapelle früher eine Art Leichenhaus gewesen ist.

Nach sonnigem Weg erreichen wir den Wald mit einem alten steinernen Wegkreuz und hier beginnt ein wunderschöner Naturweg, der nur kurz von einem gekiesten Abschnitt unterbrochen ist und Della läuft sich gut ein. In der prallen Sonne geht es dann ins Tal und Della lässt sich fahren, doch beim anschließenden steilen Aufstieg ist sie topfit und Ingrid kann kaum folgen, schön auch der folgende Waldweg, ehe eine lange sonnige Strecke, nach Forst wurde der Weg etwas verlegt und so müssen wir länger auf der allerdings kaum befahrenen Straße wandern. Mit wenig Schatten geht es weiter westwärts und schließlich haben wir einen schönen Blick auf das unter uns liegende Weihenzell.

An der Bushaltestelle ist der angebrachte Fahrplan doch etwas unübersichtlich und zunächst ist nicht klar, auf welcher Straßenseite wir einsteigen müssen. Mit etwas Verspätung kommt dann ein Kleinbus, der uns beide allein nach Heilsbrunn bringt und für uns zusätzlich am Freibad hält, sodass wir gleich am Auto sind.

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Der schnelle Anfang nach dem Ende (2)

Posted by herbert - Mai 14th, 2010

Später folgen wir dem Hinweis zu einem Freilandaquarium, das wir nach einem Zwischenstopp bei einem Bücherflohmarkt auch erreichen. Der Weg führt hier nicht wie erhofft weiter, aber weil wir schon hier sind, meint Ingrid sollten wir die Anlage auch kurz besichtigen, wobei das Wort kurz sich als unpassend herausstellt.

©herbert walker

©herbert walker

In Stein treffen wir zum wiederholten Male auf die Zeichen des Jakobuswegs, dem wir aber wieder nicht folgen, denn uns schreckt die Kilometerangabe in Nürnberg: Roßtal 21,5 km und wir befürchten, das der Weg einen längeren Schlenker irgendwohin macht und wir wollen keine so lange Strecke wandern.

Kurze Zeit müssen wir auf einer Straße zwischen Stein und seinem Teilort gehen, schwierig wird es als wir einen dieser unsäglichen Kreisverkehre überwinden müssen. Im Ort treffen wir auf das Jakobuszeichen, das uns etwas irritiert, denn es ist nicht der neue stilisierte Muschelstern sondern eine ältere Muschelversion, aber vielleicht haben die Wegbetreuer hier die Ausgaben für die neuen Zeichen gescheut.

Erfreulicherweise wurde hier der Weg nicht auf der Straße belassen, sondern die Wanderung führt durch einen Naturweg einige Meter neben der Straße. Hier kann Della dann wieder laufen, allerdings braucht sie einige Zeit bis sie ein akzeptables Tempo anschlägt.

Nach dem Wald folgt eine Wanderung durch ein Wiesental. Im nächsten Ort fehlt an entscheidender Stelle eine Markierung, aber schon nach wenigen Metern merkt Ingrid den Irrtum und so gehen wir weiter auf schönem Weg. Wenig später fragen wir uns, warum der Wanderweg einen großen Umweg nach Süden macht, wenn wir doch leicht nach Nordwesten müssen und beschließen einen kürzeren Weg zu wählen. An der Stelle wenden wir uns daher nicht nach links sondern nach rechts. Wundern uns, dass uns ein großes Schild nochmals in die andere Richtung weist und sehen wenig später den Hinweis eines wohl wandererunfreundlichen Hofbesitzers: freilaufende Hunde, Begehen auf eigene Gefahr.

Diese ist uns zu groß, obwohl es natürlich auch nur eine Finte sein können und wir entscheiden uns für die längere Strecke.

Diese ist teilweise fast zugewachsen, sind doch nicht so viele Wanderer und Pilger auf dieser Strecke unterwegs. Das letzte Stück zum Bahnhof in Roßtal kürzen wir dann doch ab und erreichen nach 8 Stunden ziemlich müde unser Auto.

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Wieder auf einen (anderen) Jakobusweg unterwegs

Posted by herbert - April 28th, 2010

Nachdem wir vor einigen Jahren im Zuge unserer Wanderung von der Ostsee zum Bodensee ab Nürnberg auf den Spuren der Muschel, also dem Jakobusweg unterwegs gewesen waren und nachdem wir – wie hier berichtet – unsere Wanderung Romantische Straße beendet hatte, war uns bald klar, dass wir einen anderen Jakobusweg erwandern wollten.

Nachdem Studium der diversen Möglichkeiten war klar, wir starten wieder in Nürnberg und wandern zunächst nach Rothenburg und dann über Tübingen nach Rottenburg. Danach gibt es wieder einige Alternativen, aber die wahrscheinlichste ist die Strecke an die französische Grenze im Rheintal bzw. nach Freiburg.

In den nächsten Wochen werde ich hier im Blog in einer neuen Kategorie unsere Wanderung vorstellen, auf der wir bis zum heutigen Tag bis Backnang gekommen sind, obwohl  Backnang eigentlich vom Jakobusweg nicht berührt wird, aber so sklavisch halten wir uns nicht an die Streckenvorgaben.

Ich hoffe, Sie werden sich über meine Wanderberichte freuen und werden vielleicht animiert, auch mal wieder auf Schusters Rappen unterwegs zu sein.

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