Buching – Hohenschwangau

Posted by herbert - April 13th, 2010

Bald ist wieder Wanderzeit und ich habe Ihnen die letzten Etappen unserer Wanderung entlang der Romantischen Straße vorgestellt, das will ich nunmehr nachholen.

Kühe

So, 23.8.09

Den Tag könnte man auch überschreiben mit Vergesslichkeit oder Lesen sollte man können. Doch der Reihe nach. Gestern gegen Abend ist die Entscheidung gefallen, wir fahren drei Tage zum Wandern, eine Wohnung für zwei Übernachtungen hat Ingrid auch gefunden.

Auf der Fahrt frage ich mich, habe ich eigentlich die für Della abgekochten Kartoffeln mitgenommen und ich bin fast sicher, die liegen noch zu Hause. In Gedanken gehe ich noch durch, ob ich alles dabeihabe, da fällt mir ein, ich habe eine neue Wanderhose angezogen und meine Radfahrerhandschuhe, die ich für den Buggy gegen die Sonne brauche, waren in der Oberschenkeltasche der alten und ich habe sie nicht verpackt. Ingrid erklärte mir auf mein Frage, sie hätte die Handschuhe in den Garderobenschublade gelegt, wo sie jetzt immer noch ruhen. Als wir in der Wohnung ankommen und die Kühltasche ausgeräumt habe, stelle ich fest, dass die belegten Brote, die wir zum Wandern mitnehmen wollten, wohl noch im Kühlschrank zu Hause liegen.

Aber den Kopf habe ich doch dabei, obwohl ich fast daran zweifle, als der Busfahrer Ingrid in Hohenschwangau erklärt, er fahre nicht nach Bayerniederhofen. Mit Hilfe eines kleinen Jungen klären wir dann, was wir machen und so steigen wir in Buching aus. Warum haben wir uns geirrt, wir haben einfach vermutet, dass der Bus immer die gleiche Strecke fährt und mit der Vermutung lagen wir falsch.

Aber so kommen wir an einer Künstler-Werkstätte vorbei und können die über einen Bach montierten modernen Plastiken bewundern, wir kommen dann ans Ortsende von Bayerniederhofen und wenden uns nach dem Sportplatz nach Süden und haben den sehr frischen böigen Wind im Rücken.

Am windstillen Waldrand machen wir Pause und bald erreichen wir Weidelandschaft, das Heben des Buggy über den Weidezaun tut meinen Schmerzen in der Rippengegend nicht gerade gut, doch wenig später beim 2. Zaun wird es etwas schwierig. Denn 10-20 Kühe stehen direkt hinter dem Durchgang und sind weder durch gutes Zureden noch durch Dellas Bellen dazu zu bewegen, den Weg frei zu machen.

Wir überlegen, was wir tun können, aber den Kühen einen Klapps oder auch mehr geben, das trauen wir uns nicht. Da sehe ich auf der anderen Seite zwei Radfahrer näher kommen und hoffe, dass die Kühe jetzt ausweichen. Doch die bleiben zunächst stur, der ältere Radfahrer scheint sich auszukennen und er klatscht einigen Kühen auf den Rücken und so machen sie den Weg langsam frei. Er hilft mir auch noch den Buggy über das verschlossene Tor zu heben. Ich umkurve mit dem Buggy die Kühe, eine folgt mir ganz neugierig mit Blick auf das ihr unbekannte Gerät.

137 kühe folgen Kopie

Doch Ingrid hat es schwerer, sie trägt Della und die will nicht getragen werden. Dann setzen wir sie in den Buggy und ich eile schnell davon, einige Kühe haben Ingrid zu ihrer Leitkuh erwählt und folgen ihr auf Schritt und Tritt, was Ingrid nicht gerade toll findet. Endlich bleiben die Kühe zurück und bald haben wir das nächste Gatter erreicht und wir sind zunächst auf einer Straße, die direkt an einem kleinen See vorbeiführt.

Später ist der asphaltierte Weg für Autos gesperrt, doch dafür gibt es einen fast nicht endenwollenden Strom von Radfahrer in beiden Richtungen. Wir gestatten uns einen kurzen Blick auf den Forggensee und nutzen die erste Gelegenheit, die Radfahrrennpiste zu verlassen. Der Weg ist holprig, aber wir sind ungestört und haben auch noch einen schönen Ausblick auf den Bannwaldsee.

Wir überqueren die stark befahrene Bundesstraße und gehen direkt neben einem Flussbett, fast ohne Wasser, meist im Schatten nach Norden. Dann machen wir eine kurze Pause und sehen den landenden Drachenfliegern zu, die vom Tegelberg herunterfliegen. 

Noch eine halbe Stunde und wir kommen direkt zum Parkplatz mit unserem Auto.

Schlagwörter: , , , ,

Rundwanderung Schleierfälle

Posted by herbert - Dezember 11th, 2009

Eigentlich sollte es heute bei uns Winter werden, aber es ist nur unangenehm nass und kalt, das richtige Wetter, um in den eigenen Bilder und Aufzeichnungen unserer Wanderungen zu schwelgen. 

Da wir aus verschiedenen Gründen erst spät entscheiden konnten, dass wir die nächsten Tage einen Kurzurlaub antreten können, muss Ingrid am Morgen noch versuchen, eine Ferienwohnung zu buchen. Das erweist sich als gar nicht so einfach, denn mehrere Wohnungen, die im Internet als frei gemeldet sind, sind zwischenzeitlich belegt.

Endlich wird sie in Bad Bayersoien fündig, aber das Ganze hat doch sehr viel Zeit gekostet und so können wir erst gegen Mittag starten.

Obwohl auf der Autobahn viel Verkehr herrscht, kommen wir ganz gut durch. Als wir an vorgebuchten Quartier ankommen, passiert das, was so oft passiert, Ingrid gefällt die Wohnung nicht, um genau zu sein, die Wohnung an sich ist nicht so schlecht, aber die Lage. Der Balkon und das Zimmer gehen nach Westen, das wäre ja an sich sehr gut, aber genau im Westen liegt die Dorfstraße und nur wenige Meter weiter die Umgehungsstrasse.

Obwohl wir keine Alternative wissen, nehmen wir die Wohnung nicht. Ingrid hofft, dass in der Ludwigstrasse auf der anderen Seite der Umgehungsstraße eine der vielen Ferienwohnungen frei ist und direkt an der Brücke über diese Straße ist noch eine frei, aber ob die ruhig ist? Wir fahren durch das kleine Wohngebiet, sehen aber kein weiteres Freischild. Ingrid schaut dann in einem Schaukasten und auch wenn nichts darauf hindeutet, dass eine Wohnung frei ist, fragt sie nach und tatsächlich wurde heute eine frei. Dass noch nicht geputzt ist, stört uns nicht, da wir ja noch eine Wanderung machen wollen.

Schon nach wenigen Schritten sind wir aus den Häusern heraus und nach einem kleinen Hügel geht es zunächst langsam abwärts zum Wald. Dann steil über Treppen hinunter in die Ammerschlucht, das wäre nichts für Dellas Buggy gewesen.

Bei der Soier Mühle überqueren wir die Ammer und rechts sehen wir einen Wasserfall, dann geht es steil hoch und auf halber Höhe folgen wir dem Weg zu den Schleierfälle. Dieser ist ziemlich anstrengend, denn es geht auf und ab und immer ist es steil. Als wir mal unten sind, nimmt Della ein Bad in der Ammer.

141 schleierfälle Kopie

 

 

 

 

 

 

 

 

Schließlich kommen wir zu den interessanten Schleierfällen. Ein Blick auf die Karte und ein zweiter auf die Uhr zeigen, dass es wohl zu spät wird, falls wir noch nach Kammerl und zur Scheibum gehen wollen.

So entscheiden wir uns auf die Hochfläche hochzusteigen und über Kraut zur Soiermühle zurückzugehen und von dort auf dem gleichen Weg zurück in unser Quartier, wo wir uns von der Besitzerin mit etwas Brot aushelfen lassen, damit wir abends nicht mehr wegmüssen.

Schlagwörter: , , , , ,

Rochsburg – Göritzhain

Posted by herbert - September 4th, 2009

Anders als geplant

Da sich Ingrid wohl an meiner leichten Erkältung angesteckt hat, fühlt sie sich morgens nicht so wohl, dass sie wandern könnte. Gegen Mittag geht es ihr besser und so können wir kurz vor ½ 2 Uhr am Parkplatz Rochsburg mit der Wanderung beginnen.

Steil geht es wieder hinab zur Mulde und dann auf einem schönen, aber nach dem gestrigen Abendgewitter oft schmutzigen Weg entlang des Flusses weiter. Bevor Della zu dreckig ist, packen wir sie in den Buggy, den sie heut immer nur für kurze Strecken verlassen wird, z.B. beim Anstieg zum Amtsfelsen, von dem man einen schönen, tiefen Blick ins Muldetal hat. Am nächsten Ortsrand sind wir unschlüssig und entscheiden uns für den scheinbar kürzeren Weg durch den Ort, aber da wir nicht bis Lunzenau auf der Straße gehen wollen, folgen wir verblassten Schilder zum Talhang und treffen auf die andere Strecke. Hier ist es mit dem Buggy schon ziemlich anstrengend und schwierig, aber wir schaffen es zur Straße und sind in wenigen Schritten im Ort.

Hier ist ein Lokal mit einer kleinen Eisenbahnausstellung, heute leider geschlossen wegen Betriebsurlaub, doch den Teil im Freien können wir uns anschauen. Auf dem Radwanderweg geht es im Tal weiter und nach einer kurzen Rast erreichen wir die Brücke in Göhren, von wo wir einen schönen Blick auf das Göhrener Viadukt haben.

118-viadukt-gohren-kopie

Hier könnten wir auf kurzem und bequemem Weg Wechselburg und den dortigen Bus locker erreichen, doch das ist Ingrid zu einfach. Sie will noch einen in der Karte eingezeichneten örtlichen Wanderweg entlang der Chemnitz gehen und dann irgendwo zwischen Wechselburg und Göritzhain in den Bus einsteigen.

Nach einem kurzen Stück auf der belebten, kurvenreichen Strecke können wir die Straße verlassen und es geht steil einen mit Wurzeln übersäaten Hang bergauf. Oben angelangt kommen wir zum Anfang des Viadukts. Jetzt folgt ein sehr steiniger, sehr wurzelreicher und teilweise sehr schmaler Pfad, der normalerweise ganz gut zu wandern wäre, obwohl er schon durchaus eine gewisse Anstrengung erfordert. Aber mit dem Buggy ist er fast über dem Limit. Erschwerend kommt hinzu, dass er auch nicht ausgeschildert ist, als dann unvermittelt doch Zeichen auftauchen, ist nicht ganz klar, wie wir weitergehen sollen. Da wir jedoch nicht wissen, ob es unten am Fluss einen Wanderweg gibt, bleiben wir oben an der Hangkante. Allerdings ist nicht ersichtlich, wann der kurze Weg zum Parkplatz Cossen abzweigt und auch wenig später ist nicht klar, wie es weitergeht. Wahrscheinlich wählen wir den längeren Weg, der nach der Tafel aber der kürzere sein soll.

112-della-hoch-im-buggy-kopie

Trotzdem erreichen wir noch rechtzeitig die oberste Bushaltestelle in Göritzhain und kommen so unserem PT. Nach einem Einkauf in Penig suchen wir noch, ob die Brücke vor Göritzhain über die Chemnitz existiert und könnten so morgen, wenn Ingrid es sich nicht noch anders überlegt, an der Bushaltestelle starten.

Schlagwörter: , , ,

Augsburg – Friedberg

Posted by herbert - Mai 24th, 2009

Auf der Fahrt überlegt Ingrid, ob wir in der beim Hauptbahnhofs starten sollen oder lieber im Süden in der Nähe des roten Turms. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und haben damit ein Glückslos gezogen.

Wir stellen unser Auto im Schatten ab und übersehen dezent, dass hier auch am Samstag nur eine Stunde mit Parkscheibe gestattet ist und hoffen darauf, dass heute Nachmittag niemand mehr kontrolliert. Nach wenigen Metern kommen wir bereits in eine Grünanlage, die dann ganz allmählich in einen Wald übergeht.

hp1

Allerdings kann man nur schwer erkennen, wo wir uns genau befinden, den die Karten und die Wirklichkeit stimmen nicht ganz überein. So gehen wir kurz in die Irre, aber zwei ältere Spaziergängerinnen führen uns auf den rechten Weg.

Bis hierher ist Della brav hinterher getrottelt, aber da jetzt immer mehr Radfahrer auf dem Weg sind, packen wir sie in den Buggy, wo sie sich sehr wohl zu fühlen scheint.

Bald erreichen wir den Eiskanal, der an die Olympischen Spiele erinnert und überqueren mit vielen Radfahrern und Spaziergängern am Hochablaß den Lech. Kurz gehen wir am Lechufer, das von vielen Sonnenhungrigen genutzt wird, flussabwärts.

Dann gehen wir auf ruhigen Straßen bis zur B2, die wir überqueren. Kurz schauen wir uns die Wallfahrtskapelle an und gehen durch eine Siedlung weiter und erreichen bald den Friedberger See, der von einer Wasserskianlage dominiert wird. Auf wenigen Uferbereichen tummeln sich viele Menschen, manche wagen schon den Gang ins Wasser.

hp2

Vor uns grüßt das Friedberger Schloss und es geht steil empor, allerdings macht es mit dem Buggy nicht so viele Probleme, wie befürchtet. Im Innenhof des Schlosses machen wir kurz Rast, ehe wir durch das hübsche Städtchen zum Bahnhof eilen.

hp3Als ich die erste Fahrkarte am Automat löse, kann ich mit meiner Geldkarte bezahlen, bei der 2. ist die Karte ungültig, aber ich habe noch genügend Kleingeld und der Automat spuckt auch die 2. Karte aus.

Jetzt bin ich gespannt, was für ein Zug kommt. Einer mit alten Wagen und hohen Stufen oder ein moderner neuer, in dem man bequem einsteigen kann. Erfreulicherweise kommt ein Neuer und das Einsteigen mit Buggy ist ziemlich einfach.

Im Zug hören wir dann plötzlich die Durchsage „Nächster Halt Augsburg Haunstetter Straße“, in der waren wir doch heute morgen, kurz bevor wir unser Auto geparkt haben. Wir schauen uns an und wagen es auszusteigen und nach 200 m sind wir an unserem Auto. Glück gehabt und wir finden auch kein Knöllchen an der Windschutzscheibe.

Schlagwörter: , , , , , ,

Amerikanischer Spleen oder …?

Posted by herbert - Mai 17th, 2009

oder vielleicht doch ein nützliches Gerät, das hätte ich mich gefragt, wenn ich uns heute in Augsburg als Passanten gesehen hätte.

Nachdem wir in der Nähe der Augsburger Altstadt – nicht ganz einfach – einen Parkplatz gefunden haben, nehme ich das zusammengelegte Gerät, das den ganzen Kofferraum ausgefüllt hatte, heraus und klappe es auf, unseren neuen Hundebuggy, falls Della nicht mehr kann oder will. Zuerst packe ich nur den Inhalt meines Rucksacks und Ingrids Rucksack hinein und lasse Della an der Leine gehen.

buggy-herbert-kopieEtwas schwierig, den Buggy mit einer Hand lenken und aufpassen, dass Della keinen Blödsinn mit der Leine macht. Della trödelt – wie immer in einer Stadt – und nach einer guten halben Stunde machen wir den Versuch, sie im Buggy spazieren zu fahren. Zunächst schaut sie nur ganz aufmerksam um sich, bald legt sie sich bequem hin. Doch wenn ein Hund in der Nähe ist, dann beginnt sie zu bellen und ich versuche, mich dann so zu stellen, dass sie durch ihre Gucklöcher den anderen Hund nicht sieht.

Das Wetter ist sehr schön, nach dem schlechten und kühlen Tagen fast zu warm und daher sind viele Grünfläche von Sonnenhungrigen belegt.

dom-hpWir folgen dem ausgeschilderten Stadtrundgang, nur für eine ausführliche Besichtigung der Fuggerei fehlt uns die Zeit, interessant auch der Weg entlang der alten Stadtmauer und das Kräutergärtlein.

krautergartlein-hp

Schlagwörter: , , , , ,

  Next Entries »

  • Archiv