Winnenden – Endersbach

Posted by herbert - September 4th, 2011

Mit diesem Posting will ich die Vorstellung unserer Fernwanderungen in diesem Blog beenden, wer weiterhin darüber lesen möchte, kann dies in meinem Fernwanderblog ausführlich tun.

Aussichten

Eigentlich wollten wir nicht wandern, aber die Wettervorhersage prognostizierte ideales Wanderwetter und so machten wir uns doch auf den Weg nach Winnenden. Wieder stellen wir das Auto am Bahnhof ab und durchqueren die Stadt bis zum Rathaus und biegen dann in Richtung Schloss ab. Das ehemalige Deutschordensschloss ist seit 1834 Heil- und Pflegeanstalt.   Hier suchen wir das bekannte Mopsdenkmal. Es wurde von Herzog Karl Alexander errichtet und erinnert daran, dass der Feldmarschall seinen Mops 1717 in der Schlacht bei Belgrad aus den Augen verlor, worauf der Hund nach Winnenden zurückgelaufen sei.

Leider ist die Schlosskirche tatsächlich geschlossen, sodass wir den Jakobusaltar nicht besichtigen können. Zunächst gehen wir entlang eines kleinen Bächleins und umrunden dann einen Vorort von Winnenden, ehe wir dann wieder einen längeren Anstieg vor uns haben, der zunächst am Korber Kopf endet, wo wir Pause machen.

Dann geht es oberhalb von Weinbergen hinunter zu einem Bergsattel, dabei ist der Weg von blühenden Wicken gesäumt, am Bergsattel finden wir Rinder, die einen Ponyfrisur tragen und an schottische Rinder erinnern. Wieder geht es bergauf und dann trennen sich die verschiedenen Wege, der Jakobusweg führt abwärts, der Weg durch die Weinberge führt eben weiter, aber natürlich müssen wir steil aufwärts gehen, denn Ingrid will noch 2 Aussichtspunkte besuchen, die uns einen schönen Blick ins Remstal ermöglichen.

Von Kleinheppacher Kopf steigen wir um Weg zu sparen, eine Weinbergtreppe hinunter, gar nicht so einfach mit dem Buggy, vor allem weil die Treppe am Schluss zu schmal wird. Unten angekommen, stellt Ingrid fest, dass sie die Wanderkarte auf einer Bank oben vergessen hat, also steigt sie nochmals die 158 Stufen nach oben. Dann gehen wir im Zickzack durch die Weinberge ins Tal, durchqueren Klein-Heppach und kommen schließlich ganz hinunter zur Rems, ehe wir wieder leicht ansteigen zur S-Bahn-Station, von der wir zurück nach Winnenden fahren. Dabei gibt es in der ersten S-Bahn Schwierigkeiten mit der Öffnung der Türen und so sind wir froh, dass wir den Zug in Waiblingen verlassen können, um umzusteigen.

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Das war nicht unbedingt unser Tag

Posted by herbert - Mai 13th, 2011

07.12.  Schwäbisch Hall – Uttenweiler

und vielleicht ist auch Schwäbisch Hall nicht unsere Stadt, denn zum dritten Mal auf dieser Wanderung sind wir hier, und zum dritten Mal ist kein gutes Fotografierwetter.

Doch der Reihe nach, eigentlich müsste es bequem nach Rieden reichen, um von dort mit dem Bus nach Schwäbisch Hall zu fahren, doch dann wird in einem Dorf vorher seit mehr als 4 Wochen die Durchgangsstraße gefräst und neu asphaltiert und heute dauert die Ampelschaltung besonders lange und dann kommen auch noch viele Fahrzeuge in der Gegenrichtung als es bei uns schon grün an der Ampel zeigt und als das erste Fahrzeug an der Ampel starten könnte, ist es schon wieder rot, trotzdem fahren die ersten 4-5 Autos durch.

Als wir dann beim 2. Grün die Baustelle queren können, ist klar, für den Bus reicht es nicht, wir müssen nach Schwäbisch Hall fahren und dort (teuer?) parken. Als wir auf einem gut gelegenen Parkplatz wahrscheinlich 5 € zahlen müssten, fahren wir noch zu einem anderen, der ist zwar kostenfrei, aber fast einen Kilometer außerhalb und ähnelt eher einem Schlammbad als einem Parkplatz, also kehren wir reumütig zum ersten Parkplatz zurück.

Während es auf der Fahrt überwiegend sonnig war, ist Schwäbisch noch teilweise in Nebel gehüllt, der sich nur langsam verzieht. Wir überqueren auf zwei Fußgängerstegen den Kocher und steigen zum auf halber Höhe gelegenen Bahnhof empor. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der Wanderweg auf der anderen Seite der Gleise beginnt und so gehen wir zum Treppenturm, der zur Fußgängerbrücke über die Straße und den Hang zum Bahnhof führt. Wohlgemut drücke ich auf den Knopf des Aufzugs, aber der reagiert nicht und so muss ich den Buggy die vielen Stufen hoch schleppen.

Am Bahnhof finden wir auch die Markierung, die uns aber zunächst nicht über die Gleise sondern am Bahnhof vorbeiführt und wir stellen fest, dass wir ganz bequem auf der Straße hätten weiterwandern können. Jetzt geht es steil hinauf, und um den vielen Stufen auszuweichen, muss ich den Buggy über nasses Gras den Berg hinaufziehen. Oben angekommen, will ich Della etwas laufen lassen und stelle mit Erschrecken fest, dass ich die Leine im Auto vergessen habe, weil ich Della vom Auto sofort in den Buggy gesetzt habe. Von der Kante des Kocherhangs haben wir einen guten, nur durch dickere und dünne Äste gestörten Blick auf die Ruine Limburg und wenig später auch auf die Comburg, die wir an einer Stelle sogar gut fotografieren können.

Als wir ans Pause machen denken, stellen wir fest, dass wir unser Sitzkissen zu Hause vergessen haben. Jetzt geht es steil bergab und kurz auf einer schmalen Straße in den nächsten Ort. Hier finden wir sowohl an einem Haus als auch im bewohnten Schlösschen interessante Dekorations- und Kunstgegenstände.

Da Della unbedingt auch mal selbst laufen will, vielleicht muss sie auch nur mal, mache ich den Schultergurt von dem Fahrradtäschchen am Buggy weg und habe so wenigstens eine – allerdings sehr kurze- Ersatzleine, die aber bei dem folgenden steilen Aufstieg gute Dienste verrichtet.

Nachdem zunächst das Wetter etwas sonniger geworden war, ziehen jetzt die Wolken immer schneller zu und die Sonne verschwindet ebenso wie die letzten kleinen Flecken blauen Himmels.

Wir schauen auf die Uhr und den Busfahrplan und stellen fest, alles ganz ungünstig, den nächsten Bus schaffen wir nicht in Rieden, auch im vorher gelegenen Uttenweiler werden wir ihn um wenige Minuten verpassen und der nächste fährt erst in einer Stunde, das würde mehr als eine halbe Stunde Wartezeit bedeuten und das bei dem jetzt ungemütlichen Wetter. Am Ortsrand von Uttenweiler ist ein Supermarkt, Ingrid geht in den Eingangsbereich, um im Warmen einen Pullover unter ihrem Anorak anziehen zu können, während ich einige Schritte weitergehe und eine Bushaltestelle entdecke. Ich hoffe, Ingrid wird nicht auch noch beim Bäcker etwas einkaufen, aber sie kommt gleich wieder heraus. Ich gehe schon zur Bushaltestelle vor und stelle fest, hier verkehrt eine andere Buslinie und in wenigen Minuten müsste ein Bus eintreffen.

Dem ist auch so und er hat sogar einen bequemen Buggyeinstieg. Am scharfen Eck steigen wir aus und erreichen bald den Parkplatz mit unserem Auto. Da es immer noch mild ist, können wir Della im Auto lassen und gehen zum Weihnachtsmarkt in der Gelbinger Gasse. Wir sind eigentlich sehr zuversichtlich, dass es in dieser idyllischen Stadt einen ebensolchen Weihnachtsmarkt gibt, aber selten sind wir so enttäuscht worden. Nur 10 Stände, weit auseinanderliegend, bilden einen mehr als kümmerlichen Markt und so sind wir schnell wieder beim Auto und fahren heim.

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Unterschätzt (1)

Posted by herbert - Februar 12th, 2011

An einem solchen Wintertag ohne Schnee und ohne Sonne, alles nur trüb, da muss man sich überwinden, die Stube zu verlassen, vor allem, wenn im Fernsehen auch noch Wintersport läuft. Aber an einem solchen Tag macht es auch Spass (zwischen den nicht so interessanten Wintersportmomenten) mal in seinen Unterlagen zu blättern und zu schauen, wie war es denn im Sommer oder Herbst beim Wandern.

27.9. Rothenburg – Schrozberg

Manchmal tue ich mich schwer, eine passende Überschrift zu finden, heute fällt es mir schwer, die beste zu finden. Denn „so etwas habe ich noch nie gesehen“, was sich nicht auf die unbestreitbaren Schönheiten der Stadt bezog „schau mal, ein Buggy für Hunde“ wären durchaus angemessene Überschriften gewesen, was die vielen Japaner zu Dellas Fahrzeug meinten, entzieht sich dann doch meiner Kenntnis.

Ingrid hat lange überlegt, wo sie den Trevis abstellen soll oder mit anderen Worten, wie weit wir heute wandern wollen und sollen, nachdem schon die gestrige Etappe etwas länger als derzeit bei uns üblich war. Wir stellen den Wagen in Schrozberg ab und schon auf der Fahrt noch Rothenburg ist sie nicht mehr sicher, dass das eine gute Idee war.

Da wir Rothenburg erst vor einem guten Jahr ausführlich besichtigt hatten, waren wir uns einig, wir gehen vom Bahnhof direkt zur Jakobskirche, machen dort ein paar Aufnahmen und verlassen dann die Stadt auf kürzestem Wege.

Aber bei strahlend blauem Himmel kann eine Fotografin kaum einige Schritte tun, ehe sie ein zwingend zu fotografierendes Motiv sieht. Deshalb dauert die Durchquerung der Stadt auch viel länger als erwartet, wir haben dies deutlich unterschätzt.

Von der Jakobskirche lohnt es sich eigentlich kein Bild zu machen, denn die ist eingerüstet. Da es Eintritt kostet und wir wenig Zeit haben, verzichten wir auf eine Besichtigung der Kirche und wollen dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

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Immer anders

Posted by herbert - Januar 12th, 2011

Nachdem der Winter schon vorbei zu sein scheint (hoffentlich irre ich mich da) und fürs Wochenende bei uns fast ideales Wanderwetter vorhergesagt ist, naja nicht gerade warm, aber das ist im Januar auch nicht zu erwarten, denkt man automatisch ans Wandern und ich schaue mal zurück auf unsere Jakobuswanderung.

26.9. Binzwangen – Rothenburg

Das ist heute Ingrids Motto. Zunächst stellen wir unseren Trevis in Rothenburg am Bahnhof ab und fahren mit dem PT nach Binzwangen. Schon nach wenigen Metern will Ingrid vom ausgeschilderten Weg abweichen, doch da die neue Straße noch nicht in den Karten verzeichnet sind, gehen wir kurz in die Irre, ehe wir dann doch ihre Variante finden.

Wie im Pilgerführer beschrieben wird auf dem ausgeschilderten Weg auf den wir nach kurzer Zeit der Kiesweg zu einem Grasweg und führt dann über eine Wiese nach Stettberg mit ihrer interessanten Wehrkirche, die ich aber nicht von innen sehen muss, im Gegensatz zu Ingrid.

Dann ist der sehr schotterige Schotterweg nicht nach Ingrids Geschmack und wir gehen geradeaus und nicht nach links. Der nicht so schotterige Schotterweg geht dann fast in einen Grasweg über und endet an einem Bächlein. Doch wir können, den Buggy tragend, ein nur wenige Meter tiefes Waldstück durchqueren und kommen dann über einen Gras- und später Schotterweg wieder auf den ausgeschilderten Wanderweg, doch als dieser auf einer Straße nach links verläuft, entscheidet Ingrid geradeaus zu gehen. An einem Teich vorbei – wo es durch verschiedene Traktoren zu laut und auch zu windig zum Rasten ist, in der Nähe eines weiteren Teichs machen wir dann am Waldrand Pause.

Wir überqueren eine Freifläche und am nächsten Waldrand soll ein Wanderweg geradewegs in den Wald gehen, doch da ist weder eine Markierung noch ein Weg und so müssen wir einige hundert Meter nach Osten wandern, ehe wir auf einen waldeinwärts führenden Weg treffen, der sich dann nach Westen wendet. Wieder müssen wir einen Wald fast ohne Weg durchqueren und treffen dann wieder auf den Jakobsweg. Vorbei am Karrachsee mit vielen Seerosenblätter, ob die Seerosen auch noch blühen, können wir wegen des breiten Schilfgürtels nicht erkennen. Im Wald folgen wir einem kaum sichtbaren Pfad und nach einem Teich geht es kurz aber steil bergauf.Karrachsee ©walker

Schließlich erreichen wir den Ortsrand von Wachsenberg und wenden uns in Richtung Rothenburg, als uns zwei Mädchen mit 4 kleinen Hunden, Rehpinscher oder etwas in der Art, die ziemlich kläffen, sodass auch Della mit mischt. Der lauteste Kläffer erschrickt besonders als Della aus ihrem Buggy ziemlich laut bellt und er weicht immer weiter zurück, er ist nicht zu bewegen, den Buggy zu passieren, erst als die Mädchen mit den anderen Hunden zurückgehen, können sie ihn zum mitgehen überreden. Der Weg führt abwärts und Ingrid findet einen Weg, der noch steiler nach unten führt und leider geht er nicht gerade aus, das sind nur teilweise eingezäunte Wiesen. Wieder zurück, wäre ziemlich anstrengend und so folgen wir dem Waldrand nach links und kommen im weiten Bogen zur Autobahnunterführung und vorbei an einem Segelflugplatz erreichen wir die ersten Häuser von Rothenburg und müssen noch ein ganzes Ende gehen, bis wir den Bahnhof erreicht haben.

Um den Buggy verstauen zu können, müssen wir einen Teil der Sitzbank des Trevis umlegen. Wir holen den PT und suchen einen Platz, an dem wir den Trevis über Nacht parken können. Ingrid hofft einen günstigen Parkplatz in der Nähe der Kirche, doch die ist in Neusitz gar nicht so einfach zu finden. Nachdem wir mehrmals in die Irre gefahren sind, schaffen wir es dann doch noch und es gibt tatsächlich eine günstige Parkmöglichkeit.

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Nach dem Ende zurück (2)

Posted by herbert - November 17th, 2010

Jetzt treffen wir wieder auf den Jakobusweg und folgen diesem durch eine kleine Ortschaft zu einem schönen Naturpfad, wo wir eine Blindschleiche und interessante Pilze finden.

Als wir den Wald verlassen, sehen wir rechts die Ruine einer Kapelle in Turmform. Nach einem Blick auf die Karte entscheidet sich Ingrid, dass sie erst später zum Turm gehen wird, wenn der Wanderweg näher daran vorbeiführt. Was sie dabei übersieht ist, dass es steil nach unten geht und sie dann wieder hochsteigen muss.

Das macht sie auch, einen beschwerlichen und für den Buggy glücklicherweise unpassierbaren Weg, sodass ich auf einer Bank warte und mich in Wanderkarte und Wanderführer vertiefe. Dann läutet das Handy und Ingrid teilt mir mit, dass sie einem Art Stationenweg folgen will und wir treffen uns nach einem weiteren Telefonat bei der Kirche von Lehrberg.

Nach dem Ort verlassen wir wieder den Jakobusweg, denn wir denken schon voraus, denn wir müssen nächstes Mal in Zailach starten, um mit dem Bus zurückfahren zu können und die dadurch ausfallende Wanderwegstrecke scheint keine Besonderheiten zu haben. Auf den letzten Metern kommt die Sonne langsam empor und als der Taxifahrer ankommt, obwohl die Dame in der Zentrale zunächst Schwierigkeiten hatte, unseren Standort richtig einzuordnen, scheint die Sonne vom blauen Himmel, doch Richtung Ansbach ist immer noch Hochnebel, der sich aber verzieht, als wir am Schlossplatz aussteigen.

Innenhof Residenz Ansbach

Die Außenfassade der Residenz ist natürlich immer noch eingerüstet, aber im Innenhof kann ich die Bilder wiederholen, die ich letzthin versehentlich in der Kamera gelöscht habe, bevor ich sie auf dem PC gespeichert haben. Ingrid nutzt die Gelegenheit, noch kurz vor 18 Uhr ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen und durch die Reste der alten Stadtmauer kommen wir zu einer modernen Fußgängerbrücke, die ein großes Einkaufszentrum mit der Altstadt verbindet und durch überwiegend ruhige Straßen erreichen wir dann unser Auto am Stadtrand.

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Oldie-Ausfahrt (2)

Posted by herbert - Oktober 25th, 2010

13.9.09

Gemütlich fahren wir nach Ansbach und parken kostenfrei am Altstadtparkplatz und wundern uns noch, warum hier so viel los ist und wir nur mit viel Glück einen Parkplatz erhalten. Die Auflösung des Rätsels kommt gleich mit dem ersten geöffneten Laden, heute ist hier verkaufsoffener Sonntag und alles ist auf den Beinen, zumindest in der Fußgängerzone, na ja fast alles, denn Della lässt sich im Buggy bestaunen.

Ansbach gefällt uns gut, besonders interessant ist die Kirche in der Kirche, da wurden zwei Kirchen hintereinander gebaut und miteinander verbunden. 129 skulptur am baum
Optisch attraktiv sind auch die Skulpturen eines fränkischen Künstlers, die überall in der Stadt verteilt sind.

Nur die Residenz enttäuscht von außen, allerdings verspricht ein Gerüst mit Plane Besserung. Im äußeren Hof der Residenz findet ein weiterer Trödelmarkt statt und Ingrid interessiert sich für eine Blechtafel mit dem baden-württembergischen Löwen, doch der Verkäufer verlangt das 6-fache, was Ingrid bereit wäre zu bezahlen, sodass ein Feilschen sinnlos ist. Das ist dann erfolgreich gewesen beim Kauf von 3 Eulen in einem Geschenkeladen. Um Della in ihrem Buggy zu sehen, kam dann die Besitzerin sogar aus ihrem Laden,

Fast die ganze Zeit war es wechelnd sonnig, aber immer ein kalter Wind, als denn die Sonne hinter einer geschlossenen Wolkendecke verschwindet, wird es kalt und wir gehen zu unserem Saab zurück und fahren gemütlich heim, wo noch die Sonne scheint.

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Nicht vorhergesagter Regen

Posted by herbert - September 4th, 2010

31.05. Dreiwerden – Frankenberg

Seit gestern und bis nächsten Donnerstag sagte wetteronline und auch das Radio täglich Regen voraus. Doch gestern Abend war für heute auf einmal kein Regen vorhergesagt und so entscheiden wir uns heute Morgen, die Wanderung zu wagen. Wir stellen unser Auto am Parkplatz des Silberbergwerks ab und gehen im weiten Bogen zum Endpunkt der Erzbahn zurück, wo wir gestern den Wanderweg verlassen hatten.

Blumen in der Zschopau ©walker

Blumen in der Zschopau ©walker

Wir folgen dem Verlauf der Zschopau, die hier einen großen Bogen macht. Immer wieder treffen wir auf Hinweise des Silberbergwerks, wie alte Stolleneingänge oder auch das Grubenwehr im Fluss.

Dann wird der Weg am Felsen entlang sehr schmal, doch schließlich treffen wir auf einen Fahrweg, dem wir bis zur Schlossmühle Sachsenburg folgen. Entgegen der Wettervorhersage beginnt es zu nieseln, und auf dem freien Feld zwischen Sachsenburg und Frankenberg beginnt es immer stärker zu regnen. Unter einem Baum versuchen wir die Regenhaut über den Buggy zu stülpen, was uns wieder nur unvollständig gelingt, aber immerhin bleibt Della vor dem Regen geschützt. Mit dem Regen wird auch jede Diskussion überflüssig, ob wir heute weiter als bis nach Frankenberg wandern können.

Mit dem Bus fahren wir zurück und haben dann noch gut 20 min gehen, bis wir wieder am Auto sind. Auf der Rückfahrt fahren wir in Waldheim vorbei, wo Ingrid das Gefängnismuseum besuchen will, aber es scheint geschlossen zu sein.

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Nachmittagswanderung und Stadtbesichtigung

Posted by herbert - August 30th, 2010

30.05 Mittweida – Dreiwerden, Stadtbesichtigung

Ausnahmsweise waren sich wetteronline und das Radio fast einig, heute soll es überwiegend bedeckt sein und häufig regnen, also wollten wir heute einen Besichtigungs- und Ruhetag einlegen.

Doch das Wetter wird immer besser und so entscheiden wir uns, zumindest die Stadtbesichtigung in Mittweida zu machen, doch die Sonne und der blaue Himmel wird immer mehr. Dies wollen wir nutzen und den ersten Teil der Strecke nach Frankenberg in Angriff nehmen. Durch den Stadtpark wandernd, erreichen wir oberhalb der Zschopau einen Aussichtspunkt, dann geht es wieder ins Tal. Wir begegnen dem ersten von mehreren großen Hunden, doch der biegt mit seinem Herrchen vorher ab, bei den späteren packen wir Della immer in den Buggy und verstellen ihr die Sicht mittels meines Anoraks.

Wir kommen an einer Gedenktafel vorbei, wo sich im 2. Weltkrieg die US-Army und die rote Armee getroffen haben. Zunächst geht es auf einem schmalen Waldweg, wo wir auf eine Katze treffen, die uns einige Zeit folgt. Dann wird der Weg breiter, leider aber auch sehr schmierig und rutschig.

Meist ist es sonnig, doch es fallen auch einige Regentropfen

Schließlich überqueren wir den Fluss und sehen oberhalb am Berg eine Erzbahn, an der aber derzeit gearbeitet wird. Am Ausgang des Besucherbergwerks steigen wir nach Schönborn empor und gehen zum Parkplatz und Eingang, danach im weiten Bogen ins Dorf und auf der Straße an den Ortsrand von Dreiwerden und zur Bushaltestelle. Wir können froh sein, dass wir heute zu früh ankommen, denn der Bus hat keine Verspätung sondern im Gegenteil, er kommt 6 min zu früh und fährt auch sofort weiter.

Rathaus Mittweida ©walker

Rathaus Mittweida ©walker

Über Mittweida hängen dunkle Wolken, als wir für unser Auto ein schattiges Plätzchen suchen, denn Della soll im Auto bleiben. Die Wolken ziehen weiter und als wir einige Schritte gegangen sind, beginnt es zu schütten. Wir nutzen den kurzen Schauer, um in einer Bäckerei was Süßes zum Essen zu kaufen.

Mittweida hat einen sehr schönen Marktplatz und auch das Pfarrhäuser-Museum macht mit seinem Garten einen schönen Eindruck, es gibt auch weitere schöne Häuser. Dann fahren wir zurück.

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Viel Zeit für ein kleines Städtchen

Posted by herbert - Mai 20th, 2010

 

6.9.09 Roßtal – Heilsbronn

Wieder stellen wir unser Auto am Endpunkt ab und fahren mit der Bahn zu unserem Startort Roßtal. Vom Bahnhof gehen wir entlang der Gleise in Richtung Ortsmitte, suchen aber zuerst noch den Abstieg zu einem im Internet beschriebenen Quellenbereich mit 7 kleinen Quellen und bald können wir hinunter, nicht ganz einfach. Das gilt auch für das Fotografieren, durch das dichte Laubdach kommt nur wenig Helligkeit und die Sonne hat sich hinter den Wolken verzogen.

Unter den Bahngleisen durch gehen wir noch etwas zwischen Wiesen und Waldrand und dann sind wir endgültig in den Häusern und sofort geht es steil zum alten Ortskern empor, vorbei am Fachwerkschloss und zum Marktplatz, wo nur das Rathaus und die parkenden Autos nicht zum Charakter des Platzes passen.

Brunnenhaus in Rosstal ©herbert walker

Brunnenhaus in Rosstal ©herbert walker

Da sich mehrere Passanten genau im Bild stören, wartet Ingrid lange, doch die Passanten lassen sich viel, zuviel Zeit und so muss Ingrid auf dieses Foto verzichten, dafür fotografiert Sie mehr in der – für mich nicht außergewöhnlichen – Kirche, deren Krypta als das älteste Bauwerk Frankens gilt. Teilweise interessant sind die Spiegelinstallationen einer Künstlerin, die derzeit in der Kirche ausgestellt sind.

Wir machen noch einen Rundgang durch das idyllische Städtchen und als wir noch einen Kürbisverkaufsstand ausführlich fotografiert haben, sind fast 2 Stunden vorbei und wir haben vielleicht gerade 2 km geschafft.

Auf einem schlechten Feldweg kommen wir zum Waldrand, wo uns eine windstill gelegene Bank zur Rast einlädt. Jetzt darf auch Della wieder laufen, doch auf der asphaltierten Strecke vor und nach dem nächsten Dorf macht ihr Buggyfahren mehr Spass. Genau aufgezeichnet haben die Mitglieder des Fränkischen Albvereins an einem Hochspannungsmasten wie es weitergeht. Doch leider fehlt ein Abzweig und so ist es zwar genau, aber falsch. Doch die Markierung an einem Baum gibt die richtige Hilfestellung.

Einige schöne Fachwerkhäuser finden wir auch in Bürgling und vor allem ein schönes Wirtshausschild, aber das Wirtshaus existiert wohl nicht mehr. Auf dem letzten Teilstück wird es dann noch einmal für mich ganz schön happig. Natürlich sind Waldwege angenehm zu gehen und auch mit dem Buggy machen sie meist nur wenig Mühe, doch mit vielen, sehr vielen querligenden Ästen und fast mit Brombeeren zugewachsen, hält sich der Spaß in engen Grenzen. Doch nach einigen hundert Meter geht es normal weiter, dann wieder einmal eine mißverständliche Markierung, vielleicht sollte der Verein, der in diesem Bereich an vielen Markierungspunkten Werbung macht, daran denken, dass die beste Werbung zufriedene Kunden, sprich Wanderer sind.

Nochmals machen wir in der langsam wieder hinter Wolken verschwindenden Sonne Pause, ehe wir am Stadtrand von Heilsbronn den Bahnhof und unser Auto erreichen.

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Rundwanderung Königsschlösser – Alpsee

Posted by herbert - April 21st, 2010

Pech und Glück liegen eng beeinander

25.8.09

Da wir heute zurückfahren müssen und außerdem für den Nachmittag erste schwere Schauer und Gewitter vorhergesagt sind, starten wir schon um 9 Uhr in Hohenschwangau, gehen am Waldrand eben zur ehemaligen Gipsmühle und starten den etwas mühsamen, aber sehr interessanten Aufstieg durch die Pöllatschlucht und sehen erstmals Neuschwanstein von der Südostseite und sind enttäuscht, denn die ganze Seite ist eingerüstet und mit Planen versehen, fast als hätte hier Christo sein Unwesen getrieben.

Pöllatschlucht

Pöllatschlucht

Da wir noch nicht wissen, wie wir später ins Tal absteigen, gehen wir zum Schloss hoch und sehen den Trubel im Innenhof, auf eine Besichtigung verzichten wir, da wir das Schloss und auch Hohenschwangau schon vor einigen Jahren besichtigt haben. Dann steigen wir hoch zur Marienbrücke und haben dabei einen schönen Ausblick auf Seen und Berge, vor allem aber auf Hohenschwangau.

Der Blick von der Marienbrücke leidet naturlich unter der Baustelle und so kehren wir auf einem Weg knapp unterhalb des Schlosses nach Hohenschwangau zurück. Dort holen wir den Buggy, was sich als sehr anstrengend erweisen wird. Wir gehen hoch zum Alpsee und während im Ort großer Trubel herrscht, werden es immer weniger Menschen, je weiter wir kommen. Auf gekiesten Wegen kommen wir bis zur Badeanstalt gut voran. Dann weist eine Tafel darauf hin, dass die folgende Strecke für Radfahrer verboten und auch nicht geeignet ist, das gleiche gilt auch für Kinderwagen. Aber ein Buggy ist kein Kinderwagen und zunächst verstehen wir den Hinweis nicht, denn der Weg ist problemlos.

Doch das ändert sich bald, Wurzeln und Steine machen das Fahren zur Qual und nach der Pause mit herrlichem Blick auf Hohenschwangau muss Della wieder ihre Pfoten benutzen, denn der Weg wird immer beschwerlicher. Vor allem als wir die Südspitze des Sees umrundet haben und wir hochsteigen müssen, weil die Felsen steil zum See hinunterfallen. So bin ich froh, dass das letzte Stück abwärts auf einer asphaltierten Straße fahren kann. Doch noch sind wir nicht am Ziel, sondern wir biegen nach links zum Schloss Hohenschwangau ab.

Als wir den Wald verlassen, ist die Sonne weg und der Himmel dräut ganz dunkel. So verzichten wir aufs viele Fotografieren, na ja einige Bilder müssen für Ingrid schon sein. Als wir dann auf der Straße nach Hohenschwangau gehen, beginnt es zu regnen. Anfangs sind wir etwas durch die Blätter geschützt und ehe es so richtig schüttet, sind wir fast am Auto. Glück gehabt.

Pech gehabt, denn der Regen ist schon schlimm, aber beim Donnern und Blitzen vergeht jede Lust, die letzten Kilometer unserer Wanderung nach Füssen in Angriff zu nehmen und so müssen wir wegen dieser wenigen Kilometer nochmals die vielen Kilometer mit dem Auto fahren.

In der Wohnung müssen wir noch packen und putzen, wobei ich heute keine Hilfe bin, meine Schmerzen im Rippenbereich haben durch die schwierige Buggyfahrt doch wieder zugenommen.

Neuschwanstein

Neuschwanstein

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