Eingelegte Pilze

Posted by herbert - April 6th, 2017

Haben Sie zu viele Pilze gekauft oder gesammelt oder möchten Sie für ein Menü oder Büfett mehrere Gerichte vorbereiten und haben deshalb wenig Zeit? Dann ist die folgende Zubereitung genau das Richtige für Sie.

 

250 g gemischte Pilze nach Wahl ausnahmsweise kurz vor dem Kochen waschen, je nach Größe halbieren oder vierteln und gegebenenfalls auch in Scheiben schneiden.

Aus Majoran, Basilikum, Thymian und Lorbeerblatt – jeweils getrocknet – eine fein zerkleinerte Mischung herstellen und ½ EL dieser Mischung in ein Stoffsäcklein oder eine Papierfiltertasche geben.

1 Knoblauchzehe schälen und halbieren. Die Knoblauchzehe mit 2 EL Meersalz und einigen schwarzen

Pfefferkörnern in 400 ml Wasser aufkochen und die Kräutermischung dazugeben.

1 Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden und mit den Pilzen in wenig Wasser mit den Gewürzen geben.

Gut 5 Minuten köcheln lassen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen, die Kräutermischung entfernen und die Pilze abkühlen lassen.

2 – 3 Bärlauchblätter in schmale Streifen schneiden und mit 150 ml weißem Balsamicoessig verrühren.

Die abgekühlten Pilze in ein Schraubglas geben. Die Bärlauch-Essig- Mischung darübergeben, gegebenenfalls noch etwas Essig dazugeben, damit die Pilze ganz bedeckt ist. Das Glas fest verschließen und am besten im Kühlschrank aufbewahren. So halten sich die eingelegten Pilze längere Zeit.

Tipps: Nehmen Sie nur halb so viel Essig und füllen ihn mit Wasser auf die angegebenen 150 ml auf. Dann schmecken die Pilze milder, lassen sich aber nur wenige Tage aufbewahren.

Legen Sie die Pilze statt in Essig zur Abwechslung auch einmal in Öl, zum Beispiel in natives Olivenöl, ein.

Das Rezept stammt aus meinem vollwertigen Pilzkochbuch

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Wie halte ich es mit den Gewürzen

Posted by herbert - April 2nd, 2013

Wenn Sie meine Rezepte aufmerksam lesen, dann stellen Sie sicher fest, dass ich nur selten, ungewöhnliche Gewürze verwende, sondern mich meist mit den üblichen begnüge, im Gegensatz zu vielen anderen Kochbüchern und Rezepten.

Fehlt mir die Fantasie, andere, seltene Gewürze einzusetzen. Die fehlt mir sicher nicht, aber als Schwabe überlege ich mir natürlich genau, wenn ich ausgefallene Gewürze kaufe, wie oft kann ich die einsetzen, denn geöffnet werden die Gewürze durch langes Lagern ja nicht besser und verlieren oft an Geschmack. Dann muss man sie entsorgen, obwohl vielleicht noch mehr als die Hälfte vorhanden ist.

Aber ich denke natürlich auch an meine Leser und Nachkocher, wenn die Rezepte nur so von selten zu verwendenden Gewürzen strotzen, dann versucht man sich vielleicht gar nicht an den Gerichten.

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Indisch essen in Schwäbisch Hall

Posted by herbert - April 19th, 2010

war gestern Abend nach unserer ersten (kleinen) Wanderung doch mehr als nur eine gelinde Enttäuschung, eine der wenigen die ich als Fan der indischen Küche bei meinen unzähligen entsprechenden Restaurantbesuchen gemacht habe.

Nun gut, dass die Bedienung uns zuerst an einen Katzentisch verfrachten wollte, ehe sie uns dann doch noch nette Tische zeigte, was solls. Doch als die Bedienung merkte, dass wir nicht geneigt waren, das nicht ganz billige Buffet zu ordern und dann versuchte, uns mit dem Hinweis, dass a la carte Essen aber sehr lange dauern würde, doch noch zu der teuren Variante zu überreden, hätte ich meine Drohung, dann gehen wir eben woanders hin, wahrmachen sollen.

Doch die Bedienung ruderte zurück und wollte sich erkundigen, wie lange es wirklich dauern würde. Die Antwort erhielten wir von ihrem Chef (oder Vorgesetzten) und die war eindeutig, natürlich würden unsere Gerichte sofort zubereitet und tatsächlich hielt sich die Zubereitungszeit im durchaus üblichen Rahmen.

Dann das Essen, der Reis war ganz gut, mit Nüssen und kleingeschnittenen Gemüse angereichert. Ich hatte Saag (also Spinat) mit indischem Käse bestelllt und bekam eine pürierte, grüne Masse, bei der der Koch wohl das Würzen vergessen hatte und frage mich noch immer, wie der Koch es außerdem geschafft hat, den Spinat so zu pürieren, dass die Blattstängel erhalten geblieben sind, was auch nicht unbedingt zum (nicht vorhandenen) Genuss beitrug und Spinat indisch kann einfach ein Traum sein.

Beim Gericht meiner Frau war wenigstens ansatzweise etwas von Gewürzen zu schmecken, aber auch nicht mehr. Das Angebot der Bedienung uns Salz und Pfeffer zu bringen, nachdem wir ihr unsere wenig positiven Eindrücke geschildert haben, hätte die Gerichte auch nicht mehr retten können.

Als dann der Chef zum Abkassieren kam und wir ihm unsere Meinung zu dem Essen kundtaten, nahm dieser dies ganz stoisch auf, kein Wort des Bedauerns, kein Wort der Entschuldigung, kein Wort der Erklärung. Dass es dann kein Trinkgeld gab, ist, glaube ich, verständlich und dass dies gleichzeitig unser letzter Besuch in dem Etablissemant war, ebenso.

Toll fand ich, als ich dann außen die Werbung „Spice-Route-Restaurant“ las, denn genau von Würzen konnte ja keine Rede sein.

Ob die Gerichte immer so schmecken oder ob der Koch nur einen besonders schlechten Tag hatte, weiß ich natürlich nicht.

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