Irrwege

Posted by herbert - Juli 24th, 2009

Scheuring – Landsberg

Direkt an der Bushaltestelle, die wir von gestern so gut kennen, stellen wir unser Auto ab und verlassen etwas nördlicher den Ort, nachdem Ingrid noch eine schöne Holzeule fotografiert hat, kurz am sonnigen Waldrand entlang und dann folgt wieder einer bekannten schönen Pfade am Lech, der uns am Zollhaus vorbei zur Staustufe 19 führt.

 

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Der Dammweg geht bald in einen Waldweg über und entfernt sich immer weiter vom Wasser. Daher schauen wir intensiv, ob nicht so ein schöner Naturpfad in Richtung Lech abzweigt, die ersten Trampelpfade sehen nicht gerade vielversprechend aus, aber dann kommt ein etwas breiterer Pfad, der uns interessant erscheint und dem wir auch bis fast ans Wasser folgen. Doch nach kurzer Zeit wird der Pfad immer schmaler, immer mehr Wurzeln und Steine erfahren das Buggyfahren, auch wenn Della hier selbst läuft. Hohes Gras und Büsche und mehrere Gräben erschweren die Wanderung zusätzlich und es gibt keinen Weg zurück zum gekiesten Waldweg. So müssen wir immer weiter, denn zurück ist es auch nicht besser. Kurz bevor wir verzweifeln, führt dann ein schmaler Pfad in Richtung Waldweg, aber es dauert doch noch lange bis wir endlich auf eine Orchideenwiese kommen und von dort vorbei an einem Hochsitz nach weiteren 50 m endlich den Kiesweg wieder erreichen.

Das Wasser läuft mir bei der Hitze herunter und ich freue mich, als wir nach einer guten Viertelstunde wieder am Lech sind und auf einer Bank Rast machen können. Auf einem Teerweg – wie angenehm sich dieser Weg auf einmal anfühlt, gehen wir an der nächsten Staustufe entlang nach Kaufering, durchqueren den Ort und besichtigen die Wallfahrtskirche St. Leonhard, nach einer kurzen Pause folgen wir dem Feldweg, um wenig später festzustellen, dass der Weg auf einmal endet und wir müssen wieder zurück, um dann auf die Höhe des Lechhangs hochzusteigen. Am Waldrand entlang geht es auf einem Grasweg weiter. Im Schatten ist es angenehm, aber in der Sonne ist es gleich sehr heiß.

Jetzt stellt die Autobahn ein schwer zu überwindendes Hindernis dar. Der Wanderweg führt auf einer Straße steil hinab, erfreulich an dem Weg ist nur, dass er an einer Waldgaststätte vorbeiführt, wo wir unseren Durst löschen können. Noch etwas tiefer und wir können unter der Brücke die Autobahn unterqueren. Dann geht es steil bergauf und weiter auf halber Höhe am Hang entlang. Mal geht es einige Stufen hinauf und wieder hinunter. Doch nach einigen hundert Meter endet der Wanderweg an einem Schild Erdrutschgefahr und steil geht es aufwärts, allerdings nicht in Richtung Landsberg sondern in Richtung Kaufering. Als wir die Hochfläche erreichen, stelle ich fest, dass wir nur 200 oder 300 m von dem Punkt entfernt sind, wo wir abwärts gegangen sind und dass die Autobahn bequem mit einer Straßenbrücke überquert werden könnte.

Warum der Wanderweg trotz des Erdrutsches immer noch so wie vorher geführt wird, hat sich mir auf alle Fälle nicht erschlossen. An der Hangkante entlang erreichen wir die ersten Häuser von Landsberg und entscheiden uns an der Kreuzigungsgruppe einen Weg der scheinbar ohne Treppen abwärts führt. Vor der alten Stadtmauer überlegen wir gehen wir abwärts über Treppen oder leicht fallend auf einem Naturpfad weiter. Wir entscheiden uns für das 2., um wenig später festzustellen, dass genau dieser Weg wieder nach oben führt.

Oben angelangt, gehen wir weiter an der Hangkante entlang, bis wir auf eine schmale Straße treffen, die abwärts führt und bald erreichen wir den Hauptplatz, wo wir noch genügend Zeit zum Fotografieren haben, ehe wir mit dem Bus zurückfahren.

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Allerdings frage ich mich wirklich, ob es Sinn macht, einen Reisebus als Linienbus einzusetzen. Mit unserem Buggy erschweren wir allen, die aussteigen wollen – glücklicherweise wollen nur wenige aussteigen – den Ausstieg nicht unerheblich. Wenn ich mir vorstelle, dass eine Mutter hier mit einem größeren Kinderwagen mitfahren will, dann ist das wohl kaum möglich.

Seltene Pflanzen in großer Zahl

Posted by herbert - Juli 10th, 2009

Mering – Scheuring

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Auf den Wanderungen mache ich mir immer schon Gedanken unter welchen Titel ich die jeweilige Wanderung stellen möchte und ich war hier noch im Zweifel, ob ich die langweilige Strecke zum Stausee, den schönen Naturpfad entlang des Lechs oder die Orchideen in Mittelpunkt stelle sollte, doch ich habe einen ganz anderen Titel gewählt. Warum, dazu später mehr.

Der erste Teil ist echt ätzend, vom Bahnhof Mering-St.Afra wandern wir auf dem Radweg entlang einer vielbefahrenen und daher lauten Straße in der Sonne ohne jeden Schatten, so sind wir froh, als wir nach einer knappen Stunde endlich den Stausee am Lech erreichen, hier ist es zwar immer noch sehr sonnig, aber nicht mehr so laut und der See erlaubt schöne Ausblicke. Am See machen wir auch Rast, ehe es dann am Lech auf einem schönen Wanderpfad schattig weitergeht.

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Am See der Staustufe 21 finden wir am Damm unzählige, nein das ist untertrieben, tausende Orchideen, aber vielleicht sogar noch interessanter ist die Sumpf-Siegwurz, ein Gladiolengewächs, das auf der roten Liste steht und sein größtes Vorkommen in Deutschland ist einige Kilometer entfernt auf der anderen Flussseite. Als es am Lech weitergeht, öffnet sich nach links eine Orchideenwiese, derzeit finden wir hauptsächlich Händelwurzen, aber auch einige schöne Waldhyazinthen.

Wieder geht es am Lech entlang und bei der Staustufe 20 wenden wir uns nach links in Richtung Scheuring. Wir schauen auf unserem Internetausdruck nach, wann der nächste Bus fährt und stellen entsetzt fest, dass der letzte Bus schon vor einer halben Stunde gefahren ist und der nächste erst am Morgen fährt. Wir hatten zwar alles ausgedruckt, aber leider nicht gelesen.

Kein Problem, dann müssen wir eben mit dem Taxi nach Mering fahren, kostet zwar erheblich mehr, aber es dürfte sogar schneller sein. Das ist theoretisch richtig, doch praktisch ist alles ganz anders. Der eine Taxifahrer ist nach Augsburg unterwegs, der 2. meldet sich nicht und den dritten empfiehlt der erste nicht, sondern warnt fast davor, mit diesem zu fahren. Letztlich dauert es mehr als eine Stunde, bis wir abgeholt werden und so sind wir erst gegen 21.30 zuhause.

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Wanderstrecke Friedberg – Mering

Posted by herbert - Juli 2nd, 2009

Nach der Wettervorhersage schien es riskant zu sein, heute zu wandern. Schwere Schauer und Gewitter sollten sich mit der Sonne abwechseln, doch außer einem kurzen leichten Schauer gibt es überwiegend Sonne, die sich nur zeitweilig hinter den Wolken versteckt.

Wegen der unsicheren Wetterlage und weil ein gerade stattfindender Markt fürs Fotografieren nicht gerade zuträglich ist, verzichten wir auf den eigentlich geplanten kleinen Stadtrundgang in Friedberg und verlassen das Städtchen in Richtung Westen und kommen auf unserem Weg zum Lech an der Wallfahrtskapelle St. Afra vorbei, aber wir sind natürlich noch nicht am Ziel, auch wenn dies ebenfalls St. Afra heißt.

Nur wenige hundert Meter südlich des Lech Hochablasses kommen wir zu einem mit dem Lech verbundenen See, wo wir eine kurze Pause machen.

Wir umrunden den See in südlicher Richtung und erreichen dann den nicht ausgeschilderten Weg direkt am Lech, der nach den vielen Regenfällen der letzten Tage ziemlich viel Wasser führt.

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Dann müssen wir kurz wegen eines kleinen Sees vom Lech weg, zurück am Ufer beginnt es zu regnen. Wir stellen uns unter einen Laubbaum und denken, kein Problem. Wir haben Schirme dabei und eine Regenhaube für den Hunde-Buggy.

Wir versuchen die nächsten 10 min erfolglos, die Regenhaube so über den Buggy zu ziehen, dass dieser wirklich geschützt ist. Aber egal, wie wir es anstellen, es klappt nicht.

Aber dann hört der Regen wieder auf und wir können trocken weiterwandern.

Am Weitmannsee verlassen wir den Lech, gehen etwas an seinem Ufer entlang, beobachten Gänse und junge Blesshühner.

Wir folgen einem Weg nach Osten und nachdem wir einen schmalen Waldstreifen durchquert haben, wenden wir uns auf einem Feldweg, wie in beiden Karten verzeichnet, nach rechts, doch der Weg nach links, der uns nach Mering St. Afra bringen sollte, existiert nicht. Zwischen Feldern zu gehen, macht keinen Sinn und so folgen wir dem Feldweg, bald sehen wir die neuen Bundesbahnhaltepunkt St. Afra, der allerdings ganz woanders liegt als von uns vermutet.

Ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass der Zug schon eine mehrminütige Verspätung haben müsste, wenn er ihn noch erreichen sollten und so ist es, wir sind noch gut 400 m entfernt als der Zug einfährt.

Was tun?

Knapp eine Stunde warten, so interessant ist es nicht und das Wetter lädt auch nicht unbedingt zum Sitzen ein. So machen wir uns auf den Weg zum Meringer Bahnhof, den wir müde aber rechtzeitig erreichen.

Mit einmal Umsteigen in Hochzoll kommen wir in Friedberg an und fahren wieder nach Hause zurück.

 

 

Augsburg – Friedberg

Posted by herbert - Mai 24th, 2009

Auf der Fahrt überlegt Ingrid, ob wir in der beim Hauptbahnhofs starten sollen oder lieber im Süden in der Nähe des roten Turms. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und haben damit ein Glückslos gezogen.

Wir stellen unser Auto im Schatten ab und übersehen dezent, dass hier auch am Samstag nur eine Stunde mit Parkscheibe gestattet ist und hoffen darauf, dass heute Nachmittag niemand mehr kontrolliert. Nach wenigen Metern kommen wir bereits in eine Grünanlage, die dann ganz allmählich in einen Wald übergeht.

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Allerdings kann man nur schwer erkennen, wo wir uns genau befinden, den die Karten und die Wirklichkeit stimmen nicht ganz überein. So gehen wir kurz in die Irre, aber zwei ältere Spaziergängerinnen führen uns auf den rechten Weg.

Bis hierher ist Della brav hinterher getrottelt, aber da jetzt immer mehr Radfahrer auf dem Weg sind, packen wir sie in den Buggy, wo sie sich sehr wohl zu fühlen scheint.

Bald erreichen wir den Eiskanal, der an die Olympischen Spiele erinnert und überqueren mit vielen Radfahrern und Spaziergängern am Hochablaß den Lech. Kurz gehen wir am Lechufer, das von vielen Sonnenhungrigen genutzt wird, flussabwärts.

Dann gehen wir auf ruhigen Straßen bis zur B2, die wir überqueren. Kurz schauen wir uns die Wallfahrtskapelle an und gehen durch eine Siedlung weiter und erreichen bald den Friedberger See, der von einer Wasserskianlage dominiert wird. Auf wenigen Uferbereichen tummeln sich viele Menschen, manche wagen schon den Gang ins Wasser.

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Vor uns grüßt das Friedberger Schloss und es geht steil empor, allerdings macht es mit dem Buggy nicht so viele Probleme, wie befürchtet. Im Innenhof des Schlosses machen wir kurz Rast, ehe wir durch das hübsche Städtchen zum Bahnhof eilen.

hp3Als ich die erste Fahrkarte am Automat löse, kann ich mit meiner Geldkarte bezahlen, bei der 2. ist die Karte ungültig, aber ich habe noch genügend Kleingeld und der Automat spuckt auch die 2. Karte aus.

Jetzt bin ich gespannt, was für ein Zug kommt. Einer mit alten Wagen und hohen Stufen oder ein moderner neuer, in dem man bequem einsteigen kann. Erfreulicherweise kommt ein Neuer und das Einsteigen mit Buggy ist ziemlich einfach.

Im Zug hören wir dann plötzlich die Durchsage „Nächster Halt Augsburg Haunstetter Straße”, in der waren wir doch heute morgen, kurz bevor wir unser Auto geparkt haben. Wir schauen uns an und wagen es auszusteigen und nach 200 m sind wir an unserem Auto. Glück gehabt und wir finden auch kein Knöllchen an der Windschutzscheibe.

Amerikanischer Spleen oder …?

Posted by herbert - Mai 17th, 2009

oder vielleicht doch ein nützliches Gerät, das hätte ich mich gefragt, wenn ich uns heute in Augsburg als Passanten gesehen hätte.

Nachdem wir in der Nähe der Augsburger Altstadt – nicht ganz einfach – einen Parkplatz gefunden haben, nehme ich das zusammengelegte Gerät, das den ganzen Kofferraum ausgefüllt hatte, heraus und klappe es auf, unseren neuen Hundebuggy, falls Della nicht mehr kann oder will. Zuerst packe ich nur den Inhalt meines Rucksacks und Ingrids Rucksack hinein und lasse Della an der Leine gehen.

buggy-herbert-kopieEtwas schwierig, den Buggy mit einer Hand lenken und aufpassen, dass Della keinen Blödsinn mit der Leine macht. Della trödelt – wie immer in einer Stadt – und nach einer guten halben Stunde machen wir den Versuch, sie im Buggy spazieren zu fahren. Zunächst schaut sie nur ganz aufmerksam um sich, bald legt sie sich bequem hin. Doch wenn ein Hund in der Nähe ist, dann beginnt sie zu bellen und ich versuche, mich dann so zu stellen, dass sie durch ihre Gucklöcher den anderen Hund nicht sieht.

Das Wetter ist sehr schön, nach dem schlechten und kühlen Tagen fast zu warm und daher sind viele Grünfläche von Sonnenhungrigen belegt.

dom-hpWir folgen dem ausgeschilderten Stadtrundgang, nur für eine ausführliche Besichtigung der Fuggerei fehlt uns die Zeit, interessant auch der Weg entlang der alten Stadtmauer und das Kräutergärtlein.

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