Schongau – Rottenbuch (1)

Posted by herbert - Oktober 5th, 2009

Weg der Gegensätze

Idyllische Landschaft und Fabrikgelände, steile, schattige An- und Abstiege und flache sonnenbeschiene Strecken, Asphaltstraßen und fast unwegsame Naturpfade, einfache Dorfkirchen und ein Rokokojuwel, das alles finden wir auf dieser nicht sehr langen Etappe.

Wir stellen unser Auto am Bahnhof ab, da wir die Absicht haben, mit Bus und Bahn vom Endpunkt zurückzukehren und verlassen die Stadt ohne nochmals die Altstadt zu besuchen.

Wir überqueren den Lech und durchqueren das große Betriebsgelände der Papierfabrik, dann geht es auf einem Teersträßchen steil aufwärts und nach einem etwas flacheren Stück zwischen Weiden, verlassen wir den Wanderweg romantische Straße, um nach einem weiteren steilen Anstieg auf Naturpfad die tolle Aussicht vom Kalvarienberg auf die Lechstaustufen, das Werksgelände und die Silhouette von Schongau zu genießen.

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Kurz versuchen wir einen Abstieg nach Peiting zu finden, aber Weidezäune verhindern dies und so folgen wir dem ausgeschilderten Weg hinunter.

Wie schon beim Anstieg wird auch hier deutlich darauf hingewiesen, dass zum Schutz der Wege sowohl das Reiten als das Fahrradfahren untersagt sind.

Doch scheinbar sind manche (viele) Mountainbiker des Lesens nicht mächtig, vielleicht sollte man eine Leseprüfung beim Erwerb eines solchen Rades zur Pflicht machen oder besser noch, alle Räder mit einem Nummernschild versehen, dass solche Naturrowdys nicht in der Anonymität ihr Unwesen treiben können und zur Rechenschaft gezogen werden können.

Als ein solcher diesen verbotenen Weg herunterrast, gibt Della meine Meinung durch ihr wütendes Bellen deutlich kund.

Ich sitze da gerade mit Della auf einer Bank, während Ingrid noch einen Stationenweg bis zur Spitze macht, als sie zurückkommt, machen wir Pause, ehe wir dem Stationenweg zu einer Nachbildung der Lourdes-Grotte und dann in die Ortsmitte von Peiting folgen. Wir verlassen das Städtchen nach Süden und jetzt brennt auf dem Sträßchen ohne jeglichen Schatten die Sonne gnadenlos und ich schwitze mit dem zusätzlichen Gewicht von Della im Rucksack besonders, denn diese macht es sich seit der Grotte darin bequem.

Kinsau – Schongau

Posted by herbert - September 30th, 2009

Geht’s auch ohne?

Diese Frage stellte sich mir am Schluss der Wanderung.

Obwohl sich sich einige Wetterfrösche äußern äußerten, wollten wir wandern. Allerdings erst auf der Fahrt wurden wir langsam klar, wo wir starten und wo wir enden würden. Denn es war sicher, heute mussten wir mit dem Taxi fahren und das wollten wir so kostengünstig wie möglich gestalten.

Nach einigen Irrfahrten und einer Umleitung in Waal und vor Kinsau kommen wir noch später als befürchtet an und stellen unser Auto am Rathaus ab und sofort geht es steil bergauf, zuerst auf einer Teerstraße, dann auf einem schmalen Naturpfad mit regelmäßigen Holzstufen. Ober setzen wir Della in den Buggy, solange es sich um eine Fahrstraße handelt. Nach einer Kapelle mit eigenwilliger Dachkonstruktion geht es zunächst in den Wald und dann auf einem Wiesenweg zur Hangkante mit schönem Blick auf die Lechstaustufe. Hier kann Della wieder schön laufen und es geht zunächst auf einem Naturpfad weiter.

Ingrid hat den Film gewechselt und meint ein anderes Geräusch beim Filmtransport gehört zu haben als üblich und ist daher etwas verunsichert, ob der Film auch richtig weitertransportiert wird, was sich später als richtig herausstellen wird.

Vor Hohenfurch kommen wir an einer weiteren Kapelle vorbei und biegen bereits bei den ersten Häusern nach links ab, sodass wir den Ort nur berühren. Am Ortsrand treffen wir auf die interessante Flößerkirche, die von außen auf drei Seiten frisch renoviert ist, Ausnahme die Kirchentür. Im Wald wenden wir uns zunächst auf einem Waldweg zur Hangkante, der wir ohne gute Sicht nach unten folgen.

Dann folgt ein mit Wurzeln übersäater Naturweg, der mit dem Buggy selbst ohne Della nicht ganz einfach zu bewältigen ist. Daher bin ich nicht unglücklich, dass der Wanderweg verlegt wird und auf einem einfacheren Kiesweg fortgesetzt wird, während Ingrid dem Hangkantenweg nachtrauert. Als wir den Wald verlassen und vor uns die riesige Papierfabrik von Schongau vor uns sehen, lässt sich der Buggy kaum noch steuern. Ich schaue nach und an der vorderen Radaufhängung scheint etwas gebrochen zu sein. Wir schaffen es gerade noch zum Bahnhof, aber eine Stadtbesichtigung ist nicht mehr möglich, also hole ich mit dem Taxi das Auto während sich Ingrid umschaut.

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Wir kommen zum dritten Mal auf einer Wanderung nach Schongau und zum 3. gibt es Schwierigkeiten beim Fotografieren in der Altstadt, denn auch heute findet wieder der mittelalterliche Handwerkermarkt statt, den ich nach meiner Rückkehr mit dem Auto wie einen Gang auf der Stadtmauer und den Blick zu den Alpen genieße.

Mundraching – Kinsau

Posted by herbert - September 20th, 2009

Zusatzschicht

 Eigentlich hätten wir genügend Arbeit zuhause, aber Ingrid verlockt das Wetter zum Wandern und für unsere Verhältnisse früh sind wir am Lechparkplatz bei Mundraching. Auf einer unbequemen Treppe geht es hinab zum Lech und wir folgen einem Fahrweg und später einen Naturweg zur nächsten Staustufe. Hier verlassen wir kurz den Lech, ehe wir uns ihm auf einer Teerstraße wieder näher.

Dann wird es wieder gemütlicher auf einem Waldweg, der allerdings öfters etwas schmierig ist. Mit Blick auf die Lechstaustufe mit vielen Schwänen machen wir Pause und finden wenige Schritte abseits rote Waldvögelein und eine Stendelwurz. Durch die blasse Farbe macht das Waldvögelein der Digicamera etwas Schwierigkeiten, zwar wird das Bild scharf aber die Farben sind unbearbeitet ein Graus.

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Noch etwas geht es im Wald und Waldrand weiter, dann treffen wir auf eine Straße und Della kommt in den Rucksack. Wie so oft treffen wir auf eine kleine Kapelle, ehe wir denn den Lech überqueren.

In Epfach gibt es immer wieder Hinweise auf die römische Vergangenheit, doch das Museum ist glücklicherweise geschlossen. Weiter geht es auf der Straße, teilweise direkt an der Hangkante, der wir auf einem Feldweg folgen. In einem weiten Bogen geht es wieder nach Norden, im Tal führt der Weg dann nach Süden und wieder kommen wir ganz nahe an den Lech.

Hier machen wir nochmals Pause, brechen diese aber früher als geplant ab, da es hier nur so vor Fliegen und Mücken wimmelt. In Kinsau steigen wir dann wieder aufwärts und sind dann früh an der Bushaltestelle. Der Bus bringt uns nach Asch, wo Ingrid und Della bei dem schönen Wetter auf einer Bank warten, während ich die knapp 3 km zu unserem Auto eile.

Landsberg-Asch

Posted by herbert - August 31st, 2009

Das war knapp

Gar nicht so einfach, einen gebührenfreien, zentralen Parkplatz für mehr als 1 Stunde zu erhalten und ich bin gar nicht so sicher, dass wir auf einem erlaubten Platz parken, obwohl dort viele Autos parken.

Wir gehen zum Lech, fotografieren das Wehr und die Silhouette der Stadt, die sich teilweise im Wasser spiegelt. Wir überqueren den Fluss und wenden uns sofort in Richtung Lechpark, den wir auch bald erreichen. Die Stadtbesichtigung müssen wir an einem anderen Tag erledigen.

Im Lechpark bleiben wir im unteren Auwaldbereich, sehen ein Eichhörnchen und beobachten eine Hirschkuh, die uns aufmerksam aus wenigen Metern beäugt. Nachdem wir den geschlossenen Bereich des Wildparks verlassen haben, geht es steil aufwärts und auf den Kiesweg folgt ein Naturpfad, der uns zunächst zu einer Aussichtsplattform bringt und später oberhalb eines kleinen tiefen türkisfarbenen Stausees, zu dem wir hinabsteigen und den wir auf einer schmalen Brücke überqueren.

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Wir folgen dem kleinen Bach bis zur Teufelsküche und dem Lech. Flussaufwärts erreichen wir dann bequem Pitzlinge und weniger bequem das im Privatbesitz befindliche Schloss Pöring mit der von Dominikus Zimmermann erbauten Schlosskapelle.

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Wir gehen durch den Ort und steigen dann zu einem Hangweg empor, dem wir weiter folgen. An einem mit frischen Blumen geschmückten Holztisch im Bereich eines Waldkindergartens machen wir Pause.

Später wundern wir uns, warum auf diesem befestigten Waldweg auf einmal ein Verkehrszeichen, das unebene Fahrbahn anzeigt, steht. Wenig später wird klar, dass hier eigentlich wegen eines Erdrutsches eigentlich kein Fahren möglich ist, zu Fuß geht es ganz gut.

Fast bin ich geneigt, meinen Hinweis auf die schlechte Beschilderung dieser Wanderstrecke, die ich anlässlich unserer Flüssewanderung gemacht habe, zu revidieren, denn selbst auf gerader Strecke ohne Abzweige kommen Wanderzeichen. Doch das wäre verfrüht gewesen, wir kommen an eine Stelle, an der ein Weg in einer Haarnadelkurve nach oben führt und ein anderer geradeaus und abwärts. Hier gibt es kein Wanderzeichen. Wir studieren die Karte, es gibt eine Stelle, an der der Wanderweg eine entsprechende Kurve macht und wir vermuten, dass wir an dieser Stelle sein könnten. Ingrid geht nach oben, um nach einem Wanderzeichen zu schauen und ich folge langsam mit dem Buggy. Tatsächlich ist dies der richtige Weg.

Doch schon bald hat Ingrid neue Zweifel, denn der Wanderweg wendet sich immer weiter vom der Lechhangkante weg und sie sucht einen Abzweig, der uns wieder näher zum Lech führt und behauptet, wir wären in die Irre gegangen, umso auf dem Weg wie vor einigen Jahren zu wandern. Doch das Zeichen des Lechhöhenwegs erscheint ziemlich häufig, dann verlassen wir den Wald und treffen auf einen querlaufenden Weg, da es nicht geradeaus weitergeht, wäre ein Wanderzeichen durchaus hilfreich, aber leider fehlt es an dieser exponierten Stelle. Da sehe ich gut 150 m entfernt nach links ein Zeichen, ich gehe hin und stelle fest, es handelt sich um einen anderen Wanderweg. Da der Lech rechts von uns liegt, wandern wir in diese Richtung und nach gut 300 m kommt das Wanderzeichen wieder, an einer Stelle, wo es keine Alternativen gibt.

Steil geht es auf asphaltiertem Weg hinab nach Mundraching, hier überlegen wir sollen wir nach Epfach weiterwandern, aber das könnte knapp für den letzten Bus werden. So weichen wir vom Wanderweg ab und wandern auf kürzestem Wege nach Asch. Als wir den Lech überqueren und zum Lechhang zurücksehen, entdecken wir einen großen Hangrutsch, wahrscheinlich musste deshalb der Wanderweg verlegt werden.

In Asch suchen wir die Haltestelle, die nicht auf der in der Karte verzeichneten Stelle liegt. Ingrid meint, wir hätten noch viel Zeit und fotografiert noch die Kirche und wird unwillig, als ich sie dränge. Ich gehe schnell voraus und habe die Haltestelle gerade erreicht, als der Bus ankommt, während Ingrid noch 50 m zu gehen hat, aber es doch noch schafft.

Wir ärgern uns, über die zu frühe Abfahrt des Busses und denken darüber nach, uns zu beschweren. Dann schauen wir nochmals auf den Fahrplan und stellen mit Überraschung fest, dass an Montagen mit Schulbetrieb der Bus um 6 min früher fährt, der Bus also pünktlich war.

In Landsberg ist unser Wagen weder abgeschleppt noch mit einem Knöllchen versehen und wir können wieder heimfahren.

Stadtbesichtigung Landsberg & Oldtimertreffen Mering

Posted by herbert - August 9th, 2009

Landsberg besichtigen und eine normal lange Tour und die müssen wir wegen der Verkehrsverhältnisse machen, das ist zuviel. Also entscheiden wir uns, die Besichtigung mit dem Besuch des Oldtimertreffens in Mering zu verbinden.

So fahren wir mit unseren hellen Saab 96 – der dunkelbraune steht gerade in der Werkstatt, damit eine neue Kupplung eingebaut werden kann – direkt nach Landsberg und zwar ohne die Autobahn zu benutzen, also über Dillingen und dann die B2 und B17.

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Wir kommen gut durch, natürlich fahre ich mit dem 30 Jahre alten Auto gemütlich und doch liegen wir im Verhältnis zu meine spritsparenden Fahrweise im PT gar nicht so schlecht. 8 km vor Landsberg ändert sich das aber schlagartig, denn wir stehen im Stau, der uns gut eine halbe Stunde kostet.

In Landsberg absolvieren wir zwei der drei Stadtrundgänge und neben vielen Prachtbauten beeindrucken insbesondere die kleinen Gassen mit ihren Hinterhofidyllen.

19-de-dion-bouton-kopie1In Mering herrscht ein reges Treiben und kaum haben wir uns etwas umgeschaut, müssen wir schon zur Ausfahrt starten. Etwas enttäuscht sind wir schon, dass eigentlich kaum jemand Notiz nimmt von der langen Schlange mit tollen Oldtimer.

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Nachdem wir uns dann noch etwas umgesehen haben, fahren wir gemütlich wieder zurück, gemütlich das Tempo, aber sonst ist es bei der brütenden Hitze doch ziemlich anstrengend

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