Der Schlusspunkt: Hohenschwangau – Füssen

Posted by herbert - April 23rd, 2010

Heute  stelle ich Ihnen die letzte – kurze – Etappe auf dem Wanderweg Romantische Straße vor:

29.8.09

Da die letzte Strecke schnell absolviert sein sollte – was sich dann doch als kleiner Irrtum erweisen würde – und da der Wetterbericht erst für den Nachmittag schönes Wetter versprach, fahren wir bei Sonnenschein erst spät ab und je näher wir den Bergen kommen, umso mehr zieht sich der Himmel zu. Überraschend schnell sind wir bis 2 km vor dem Autobahnende, das in zwei Tagen keins mehr ist. Doch dann stehen wir im Stau und bis Füssen ist es sehr, sehr zäh und so können wir erst um 13.30 starten und entscheiden uns, zwar zum Schloss Hohenschwangau hochzusteigen, weil wir über den Fischersteig zum Schwansee wandern wollen. Aber wir machen keine Fotos vom Schloss, denn der Himmel ist grau.

Der Fischersteig, teilweise steil abfallend, erweist sich also so beschwerlich wie befürchtet, aber andrerseits auch sehr schön. In Serpentinen geht es hinunter zum Schwansee, der seinem Namen zumindest heute keine Ehre macht, denn wir sehen keinen einzigen Schwan.

Am Ende des Sees sind sich die beiden Karten einig, zum Kalvarienberg geht es links und nach einigen Metern rechts und genauso machen wir es. Doch leider zweigt kein Weg ab, also geht Ingrid zurück und ich folge ihr langsam. Als sie an der Stelle ist, wo wir uns nach links gewandt haben, geht sie nach rechts und nach wenigen Metern führt ein beschilderter Weg nach links in Richtung Kalvarienberg. Zunächst geht es auf einem breiten gekiesten Weg aufwärts. Dann geht es auf sehr schmalen, sehr steinigen und sehr wurzelreichem Pfad überwiegend steil berauf.

Kalvarienberg Gipfelkreuze herberts-vollwert-blog

Kalvarienberg Gipfelkreuze herberts-vollwert-blog

Auf dem Kalvarienberg ist eine von einer Aussichtsplattform überdeckten kleinen Kapelle. Hier hat man einen herrlichen Ausblick nach Füssen, den Hopfensee sowie auf der anderen Seite zum Schwansee und den Königsschlösser, denn die Sonne ist hervorgekommen und hat viel blauen Himmel mit sich gebracht. Beim Abstieg stellen wir fest, dass auch unterhalb der Kapelle noch Grotten und weitere Einbauten mit religiösen Motiven zu finden sind. Auf dem Stationenweg steigen wir hinab zu einer weiteren Kapelle und weiter nach Füssen, wo wir dann auf der Lechbrücke zur Altstadt kommen, die wir allerdings heute nicht besuchen, sondern wir gehen etwas lechabwärts zum alten Franziskanerkloster und gehen nahe der Stadtmauer zur Bushaltestelle, wo ich mich mit Della im Rucksack setze, während Ingrid die Wartezeit nutzt, um sich noch etwas umzusehen.

Innenhof Schloss herberts-vollwert-blog

Innenhof Schloss herberts-vollwert-blog

Als wir mit dem Bus in Hohenschwangau ankommen, gehen wir zu unserem Auto, suchen ein schattiges Plätzchen, damit wir Della beruhigt zurücklassen können und steigen dann nochmals zu Schloss Hohenschwangau empor, um noch etwas zu fotografieren.

Auf der Rückfahrt, die problemlos verläuft, studiert Ingrid, wie schon bei der Hinfahrt, intensiv die Unterlagen für die nächste Tour.

Doch das ist eine andere Geschichte.

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Rundwanderung Königsschlösser – Alpsee

Posted by herbert - April 21st, 2010

Pech und Glück liegen eng beeinander

25.8.09

Da wir heute zurückfahren müssen und außerdem für den Nachmittag erste schwere Schauer und Gewitter vorhergesagt sind, starten wir schon um 9 Uhr in Hohenschwangau, gehen am Waldrand eben zur ehemaligen Gipsmühle und starten den etwas mühsamen, aber sehr interessanten Aufstieg durch die Pöllatschlucht und sehen erstmals Neuschwanstein von der Südostseite und sind enttäuscht, denn die ganze Seite ist eingerüstet und mit Planen versehen, fast als hätte hier Christo sein Unwesen getrieben.

Pöllatschlucht

Pöllatschlucht

Da wir noch nicht wissen, wie wir später ins Tal absteigen, gehen wir zum Schloss hoch und sehen den Trubel im Innenhof, auf eine Besichtigung verzichten wir, da wir das Schloss und auch Hohenschwangau schon vor einigen Jahren besichtigt haben. Dann steigen wir hoch zur Marienbrücke und haben dabei einen schönen Ausblick auf Seen und Berge, vor allem aber auf Hohenschwangau.

Der Blick von der Marienbrücke leidet naturlich unter der Baustelle und so kehren wir auf einem Weg knapp unterhalb des Schlosses nach Hohenschwangau zurück. Dort holen wir den Buggy, was sich als sehr anstrengend erweisen wird. Wir gehen hoch zum Alpsee und während im Ort großer Trubel herrscht, werden es immer weniger Menschen, je weiter wir kommen. Auf gekiesten Wegen kommen wir bis zur Badeanstalt gut voran. Dann weist eine Tafel darauf hin, dass die folgende Strecke für Radfahrer verboten und auch nicht geeignet ist, das gleiche gilt auch für Kinderwagen. Aber ein Buggy ist kein Kinderwagen und zunächst verstehen wir den Hinweis nicht, denn der Weg ist problemlos.

Doch das ändert sich bald, Wurzeln und Steine machen das Fahren zur Qual und nach der Pause mit herrlichem Blick auf Hohenschwangau muss Della wieder ihre Pfoten benutzen, denn der Weg wird immer beschwerlicher. Vor allem als wir die Südspitze des Sees umrundet haben und wir hochsteigen müssen, weil die Felsen steil zum See hinunterfallen. So bin ich froh, dass das letzte Stück abwärts auf einer asphaltierten Straße fahren kann. Doch noch sind wir nicht am Ziel, sondern wir biegen nach links zum Schloss Hohenschwangau ab.

Als wir den Wald verlassen, ist die Sonne weg und der Himmel dräut ganz dunkel. So verzichten wir aufs viele Fotografieren, na ja einige Bilder müssen für Ingrid schon sein. Als wir dann auf der Straße nach Hohenschwangau gehen, beginnt es zu regnen. Anfangs sind wir etwas durch die Blätter geschützt und ehe es so richtig schüttet, sind wir fast am Auto. Glück gehabt.

Pech gehabt, denn der Regen ist schon schlimm, aber beim Donnern und Blitzen vergeht jede Lust, die letzten Kilometer unserer Wanderung nach Füssen in Angriff zu nehmen und so müssen wir wegen dieser wenigen Kilometer nochmals die vielen Kilometer mit dem Auto fahren.

In der Wohnung müssen wir noch packen und putzen, wobei ich heute keine Hilfe bin, meine Schmerzen im Rippenbereich haben durch die schwierige Buggyfahrt doch wieder zugenommen.

Neuschwanstein

Neuschwanstein

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Buching – Hohenschwangau

Posted by herbert - April 13th, 2010

Bald ist wieder Wanderzeit und ich habe Ihnen die letzten Etappen unserer Wanderung entlang der Romantischen Straße vorgestellt, das will ich nunmehr nachholen.

Kühe

So, 23.8.09

Den Tag könnte man auch überschreiben mit Vergesslichkeit oder Lesen sollte man können. Doch der Reihe nach. Gestern gegen Abend ist die Entscheidung gefallen, wir fahren drei Tage zum Wandern, eine Wohnung für zwei Übernachtungen hat Ingrid auch gefunden.

Auf der Fahrt frage ich mich, habe ich eigentlich die für Della abgekochten Kartoffeln mitgenommen und ich bin fast sicher, die liegen noch zu Hause. In Gedanken gehe ich noch durch, ob ich alles dabeihabe, da fällt mir ein, ich habe eine neue Wanderhose angezogen und meine Radfahrerhandschuhe, die ich für den Buggy gegen die Sonne brauche, waren in der Oberschenkeltasche der alten und ich habe sie nicht verpackt. Ingrid erklärte mir auf mein Frage, sie hätte die Handschuhe in den Garderobenschublade gelegt, wo sie jetzt immer noch ruhen. Als wir in der Wohnung ankommen und die Kühltasche ausgeräumt habe, stelle ich fest, dass die belegten Brote, die wir zum Wandern mitnehmen wollten, wohl noch im Kühlschrank zu Hause liegen.

Aber den Kopf habe ich doch dabei, obwohl ich fast daran zweifle, als der Busfahrer Ingrid in Hohenschwangau erklärt, er fahre nicht nach Bayerniederhofen. Mit Hilfe eines kleinen Jungen klären wir dann, was wir machen und so steigen wir in Buching aus. Warum haben wir uns geirrt, wir haben einfach vermutet, dass der Bus immer die gleiche Strecke fährt und mit der Vermutung lagen wir falsch.

Aber so kommen wir an einer Künstler-Werkstätte vorbei und können die über einen Bach montierten modernen Plastiken bewundern, wir kommen dann ans Ortsende von Bayerniederhofen und wenden uns nach dem Sportplatz nach Süden und haben den sehr frischen böigen Wind im Rücken.

Am windstillen Waldrand machen wir Pause und bald erreichen wir Weidelandschaft, das Heben des Buggy über den Weidezaun tut meinen Schmerzen in der Rippengegend nicht gerade gut, doch wenig später beim 2. Zaun wird es etwas schwierig. Denn 10-20 Kühe stehen direkt hinter dem Durchgang und sind weder durch gutes Zureden noch durch Dellas Bellen dazu zu bewegen, den Weg frei zu machen.

Wir überlegen, was wir tun können, aber den Kühen einen Klapps oder auch mehr geben, das trauen wir uns nicht. Da sehe ich auf der anderen Seite zwei Radfahrer näher kommen und hoffe, dass die Kühe jetzt ausweichen. Doch die bleiben zunächst stur, der ältere Radfahrer scheint sich auszukennen und er klatscht einigen Kühen auf den Rücken und so machen sie den Weg langsam frei. Er hilft mir auch noch den Buggy über das verschlossene Tor zu heben. Ich umkurve mit dem Buggy die Kühe, eine folgt mir ganz neugierig mit Blick auf das ihr unbekannte Gerät.

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Doch Ingrid hat es schwerer, sie trägt Della und die will nicht getragen werden. Dann setzen wir sie in den Buggy und ich eile schnell davon, einige Kühe haben Ingrid zu ihrer Leitkuh erwählt und folgen ihr auf Schritt und Tritt, was Ingrid nicht gerade toll findet. Endlich bleiben die Kühe zurück und bald haben wir das nächste Gatter erreicht und wir sind zunächst auf einer Straße, die direkt an einem kleinen See vorbeiführt.

Später ist der asphaltierte Weg für Autos gesperrt, doch dafür gibt es einen fast nicht endenwollenden Strom von Radfahrer in beiden Richtungen. Wir gestatten uns einen kurzen Blick auf den Forggensee und nutzen die erste Gelegenheit, die Radfahrrennpiste zu verlassen. Der Weg ist holprig, aber wir sind ungestört und haben auch noch einen schönen Ausblick auf den Bannwaldsee.

Wir überqueren die stark befahrene Bundesstraße und gehen direkt neben einem Flussbett, fast ohne Wasser, meist im Schatten nach Norden. Dann machen wir eine kurze Pause und sehen den landenden Drachenfliegern zu, die vom Tegelberg herunterfliegen. 

Noch eine halbe Stunde und wir kommen direkt zum Parkplatz mit unserem Auto.

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Kneippen im Halblech

Posted by herbert - Januar 9th, 2010

24.08.09 Prem – Bayerniederhofen

Fast hätte ich den Tag unter das Motto Servicewüste Bayern gestellt, aber zum Schluss gab es doch noch ein versöhnliches Ende, doch davon später.

Heute haben wir nur eine kurze Anfahrt und wir stellen das Auto bei der 2. Haltestelle in Prem ab.

Da wir zunächst auf der Straße gehen, packen wir Della in den Buggy, doch diese will laufen und stellt sich in den Buggy, um gut herumsehen zu können. Wir durchqueren eine Sägewerk und dann sind wir auch schon am Lech und auf einem idyllischen Uferweg, der sogar kurzzeitig als Bohlenweg über dem Fluss ausgelegt ist.

Della läuft hier natürlich und nimmt auch ein erstes Bad. An der nächsten Staustufe gehen wir dann auf dem Dammweg weiter und können an den verblühten Orchideen erkennen, wie toll es hier zur Blütezeit ausgesehen haben muss.

An der Einmündung des Halblech in die Lechstaustufe folgen wir dem Fluss aufwärts, müssen kurze Zeit auf einer durchaus belebten Straße ohne Fussweg gehen, was mit dem Buggy nicht ganz ungefährlich ist und so horche ich angestrengt, ob ich ein entgegenkommendes Auto höre, denn der Fahrer könnte mich evtl. zu spät erkennen. Aber ich habe Glück, es kommt kein Auto entgegen.

Dann überqueren wir den Halblech und es geht auf einem schmalen Sträßchen steil bergauf, glücklicherweise überwiegend im Schatten, denn als wir vor Ostern in die pralle Sonne kommen, wird es fast ungemütlich heiß. Nach dem kleinen Örtchen geht es wieder steil bergab und im Tal verlassen wir die Straße und folgen einem Feldweg weiterabwärts zum Dammweg Halblech. Als wir den Fluss erreichen, machen wir Pause und genießen wenig später den renaturierten Bereich des Halblechs. Das saubere und klare Wasser verführt Ingrid zum Kneippen und zum Sonnen auf einem Felsbrocken in der Flussmitte, dass ihr Della folgt, ist bei deren Badefreudigkeit kein Wunder und auch ich lasse mich anstecken, kehre aber bald aus dem eiskalten Wasser ans Ufer zurück.

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An der Abzweigung nach Halblech vergewissern wir uns, dass wir noch genügend Zeit haben, unser Ziel zu erreichen und es klappt auch sehr gut. Als der Bus ankommt, zeigt er als Fahrtziel Steingaden an und der Busfahrer erklärt, dass er wegen der Baustelle in Gründl Prem nicht anfahre.

Er gibt uns den guten Rat, mit dem Gegenbus nach Füssen zu fahren und dann zu warten bis ein Bus über Lechbruck nach Prem fahre, was wir allerdings nicht machen. Während der Fahrt nach Steingaden hat er wegen uns einen regen Funkverkehr und betont in den Gesprächen immer wieder, dass ihm die Zeit nicht reiche über Haus nach Prem zu fahren, da er dann zu spät in Füssen sei, wo er die nächste Fahrt antreten müsse. Als kurz vor Steingaden die Anweisung an ihn kommt, er müsse uns nach Prem fahren, meldet er über Funk, er verstehe nichts mehr und schaltet den Funk ab.

In Steingaden bietet er uns noch an, uns nach Urspring zu fahren, dann hätten wir nur noch 3 km nach Prem zu wandern. Wir lehnen ab und teilen ihm mit, wir würden uns ein Taxi nehmen und seiner Firma dies in Rechnung stellen. An der Bushaltestelle Steingaden sehen wir auf dem Fahrplan, dass 30 min später ein Bus nach Prem fahren soll, doch leider ist auf dem Fahrplan keine Telefonnummer des Busbetriebs verzeichnet, Anrufe sind dort wohl unerwünscht.

Im Verkehrsamt Steingaden kann man uns natürlich nicht sagen, ob derzeit eine Busverbindung nach Prem besteht, aber wir erhalten immerhin die Nummer des zuständigen Verkehrsbetriebs in Weilheim, wo uns mitgeteilt wird, für diese Verbindung seien nicht sie sondern die Nachbarverbund zuständig. Das ist der, mit dem wir gerade gefahren waren. Als wir anrufen, ist dem Partner sofort klar, dass in unserer Sache schon reger Gesprächsverkehr stattgefunden hat und uns wird mitgeteilt, dass keine Verbindung nach Prem bestehe.

Da unsere beiden Handys nur noch wenig Saft haben, beendet Ingrid das Gespräch schnell und da an der Haltestelle die Werbung des Taxiunternehmers in Steingaden angebracht ist, bestellen wir uns ein Taxi, das in 10 min da sein soll.

Jetzt fährt der Bus ein, der über Prem nach Schongau fahren soll. Ich frage den Fahrer, ob er nach Prem fahren, was dieser überraschenderweise bejaht. Wir bestellen das Taxi ab und fahren mit dem Bus nach Prem, wobei es sich herausstellt, dass der Bus im Auftrag der Firma in Weilheim fährt, die dortige Aussage also komplett falsch war und er meint weiter, dass man den Prem doch nicht einfach wegen einer Baustelle ausklammern könne.

Während wir noch an der Bushaltestelle in Steingaden warten, kommt eine Frau auf dem Fahrrad vorgefahren und fragt uns, ob wir nach Prem wollten. Als wir dies bejahen, teilt sie uns mit, dass sie unser Telefonat im Verkehrsverein mitgehört habe und uns jetzt anbieten wolle, uns mit dem Auto nach Prem zu bringen. Wir sind erfreut und bedanken uns für das freundliche Angebot, auf das wir jetzt nicht zurückkommen müssen.

Wir fahren dann in unser Quartier nach Haus, lassen Della dort und fahren nach Füssen, um am Abend noch die Stadt zu besichtigen.

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Trotzdem knapp geschafft

Posted by herbert - Januar 2nd, 2010

 Das Geschenkeauspacken (von Ingrids Geburtstag)  hat doch etwas länger gedauert und so verzichten wir zunächst auf die Besichtigung der Wieskirche, um auf alle Fälle den letzten Bus zu erreichen. Obwohl der Buggy nicht ganz in Ordnung ist, sind wir heute mit ihm unterwegs und nach der etwas schwierigen Orientierungsphase im Bereich des Parkplatzes und der Kioske müssen wir kurz über eine Weide und hier sind wieder meine Gewichthebenfähigkeiten gefragt.

Kurz durch den Wald und es folgt eine wunderschöner Bohlenweg durch den Filz, allerdings muss ich den Buggy (ohne Hund) auf einem Rad balancieren, so schmal sind die Bretter. Im Wald treffen wir bald auf ein kleines Bächlein, das uns mäandernd bis nach Steingaden begleitet. Auf einem schmalen Pfad innerhalb des Ortes, zuletzt ein Sägewerk durchquerend kommen wir zum Klosterbereich.

Hier fasziniert Ingrid der Klostergarten, wo wir Pause machen, allerdings kann Ingrid sich nicht setzen, sondern sie wandert essend durch das Gärtlein. Die Kirchenbesichtigung verschieben wir auf abends, denn die Zeit drängt. Ansteigend verlassen wir den Ort und oben auf dem Hügel haben wir einen schönen Rundumblick. Als Ingrid sich gerade zum Fotografieren etwas wegbewegt hat, läutet das Handy und ein erster Gratulant für Ingrid ist am Telefon. Ich lasse den Buggy stehen, der die ganze Zeit auch ohne Bremse sich nicht bewegt hat und bringe Ingrid das Handy. Als ich zurückgehen will, sehe ich, dass sich der Buggy selbstständig gemacht hat und über den Weg zur Wiese rollt, ich renne zu ihm hin, d.h. ich will, denn ich stürze auf dem asphaltierten Weg, die Radfahrerhandschuhe, die ich als Sonnenschutz trage, verhindern entsprechende Aufschürfungen. Als ich den Buggy erreiche, ist er bereits umgestürzt, aber die angeschnallte Della hat sich nur erschrocken.

Die Sonne knallt herunter, doch der starke Wind mindert die Temperatur. Während wir langsam weitergehen, nimmt Ingrid noch einen zweiten Gratulationsanruf entgegen. Da sie mein Handy hat, weiss ich ohne Armbanduhr – so etwas trage ich seit Jahren kaum noch – nicht wie spät es ist und befürchte, dass wir den Bus nicht mehr schaffen.

Vor Prem kommen wir wieder in ein Moorgebiet und versuchen herauszubekommen, ob es eine zweite, näher liegende Haltestelle gibt, ohne Erfolg. Daher durchqueren wir das Moorgebiet ohne größere Stopps und erreichen bald Prem und eine Haltestelle. Da wir noch genügend Zeit haben, gehen wir zur ursprünglich geplanten Haltestelle. Ich will mich vergewissern, dass es die richtige ist und mich trifft fast der Schlag. Da hängt ein roter Zettel, der besagt, dass die Haltestelle derzeit nicht angefahren wird, sondern eine Bedarfshaltestelle eingerichtet ist. Mit Hilfe einer Passantin erfahren wir, wo diese Stelle ist und ich haste mit dem Buggy bergauf zurück und wir sind eine Minute vor der Abfahrt an der Haltestelle und erreichen somit den heute pünktlichen Bus. Der Fahrer rechnet und schaut lange in seinen Tabellen nach, um den Preis zur Wieskirche zu erhalten und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies stimmt, aber er will nur €1,30 pro Person.

In Steingaden ist die Umsteigehaltestelle leider außerhalb und so müssen wir die 30 min hier warten. Unser Auto hat am Parkplatz Wieskirche noch kein Knöllchen erhalten, obwohl die bezahlte Zeit schon lange vorüber ist, denn der Automat hatte die Karte ausgespuckt, bevor ich alles Geld hineingeworfen hatte. Wir stellen das Auto an einen noch schattigeren Platz, damit wir Della im Auto lassen können, während wir die Wieskirche besichtigen.

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Wir fahren anschließend nach Steingaden, um dort im Schönegger Kässtüberl abzuessen, keine so gute Idee, wie wir feststellen, denn die Kässpätzle sind nicht so toll, wie ich finde und überhaupt nicht gut, nach Ingrids Meinung. Dann besichtigen wir noch die Klosterkirche und nochmals den Klostergarten, wo sich Ingrid fast jede Pflanze und jede Tafel genau ansieht.

Natürlich haben alle Läden geschlossen, die Tankstelle hat keine Auswahl bei den Getränken und so fahren wir zur Wohnung zurück, wo wir Mineralwasser und Fruchtschorle bekommen. Am Abend sitzen wir dann mit der Gastgeberin lange im Garten, bis die ersten Blitze zeigen, dass die Wettervorhersage nicht falsch war. Denn gerade als ich mit Della vom Gassigehen zurückkomme, fallen auch schon die ersten Tropfen.

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Probleme mit dem Frühstück

Posted by herbert - Dezember 27th, 2009

Schon lange habe ich nicht mehr über unsere Wanderung Romantische Straße geschrieben und das, obwohl wir schon längst eine neue Wanderung begonnen habe, daher will ich die wanderfreie Zeit nutzen, um Sie allmählich wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Wir sind in einer Touristengegend und da soll Service eigentlich ganz groß geschrieben werden, doch in Bayern ticken die Uhren eben anders.

Während bei uns Bäcker am Sonntagmorgen geöffnet haben, ist dies hier zumindest nach dem gestrigen Feiertag nicht der Fall, auch wenn in einem Laden großspurig verkündet wird, täglich ab 6 Uhr geöffnet, ist geschlossen. Ich hole mein Auto, doch auch in Saulgrub und Bad Kohlgrub werde ich nicht fündig. Ich finde zwar zwei Tankstellen, aber ohne Laden.

Ich informiere Ingrid, dass ich eine weitere Fahrt unternehmen muss, denn 2 Scheiben Brot sind zum Frühstück und als Rucksackvesper deutlich zu wenig. Auch in Rottenbuch und Peiting haben die Bäckereien geschlossen, erst am Ortsausgang bekomme ich an einer Tankstelle frische Brötchen, na ja 6 von 8 sind es, die beiden anderen sind aufgebacken und kaum genießbar.

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir von der Ferienwohnung aus, gehen zunächst parallel zur Umgehungsstraße, Della lässt sich fahren. An einem großen Parkplatz fehlen wieder mal die Wanderzeichen, wir orientieren uns anhand der Karte und auf asphaltierten Sträßchen geht es steil bergauf und wir genießen einen schönen Blick auf Bayersoien, Schönberg und den Soier See.

Endlich erreichen wir den Wald und Della steigt aus. Die Markierungen sind dürftig und nicht immer nachvollziehbar, trotzdem finden wir den richtigen Weg, machen einen kurzen Abstecher zum Böhmerweiher und dann geht es am Achele vorbei hinunter zur Ammer und zur  Scheibum.

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Wir überqueren den Fluss und steigen steil hinauf, oben müssen wir wieder Weideflächen durchqueren und die Öffnungen sind für den Buggy nicht geeignet, sodass ich ihn über darüber heben muss.

Da der Weg nun auf der Straße verläuft, sucht Ingrid einen anderen, der uns erst später auf ein asphaltiertes Sträßchen bringt. Unter einer kleinen Baumgruppe machen wir Rast, obwohl es auch hier ziemlich windig ist. Nach Hausen geht es steil bergab und hier eiert der Buggy wieder mehr als er dürfte.

So fahre ich auf dem folgenden Kiesweg mit angehobenen Vorderrad, was überraschend gut funktioniert. Doch als Ingrid einen weiteren Weg einschlagen will und zwar einen Kiesweg, erhebe ich Protest, denn auf dem Sträßchen läuft der Buggy gerade wieder einigermaßen.

Als wir an der Wieskirche ankommen, haben wir noch eine Stunde Zeit, bis zur Abfahrt des Busses. Da ein ziemlicher Besucherandrang herrscht, verzichten wir heute auf den Kirchenbesuch und  kehren am Gasthof unterhalb der Kirche ein. Der Bus kommt pünktlich, allerdings ignoriert der Busfahrer unseren Haltewunsch am weißen Ross und hält erst bei der nächsten Haltestelle, sodass wir den ganzen Ort durchqueren müssen. Unterwegs kauft Ingrid noch frischen Zwetschgendatschi, den wir dann abends verzehren.

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Rundwanderung Schleierfälle

Posted by herbert - Dezember 11th, 2009

Eigentlich sollte es heute bei uns Winter werden, aber es ist nur unangenehm nass und kalt, das richtige Wetter, um in den eigenen Bilder und Aufzeichnungen unserer Wanderungen zu schwelgen. 

Da wir aus verschiedenen Gründen erst spät entscheiden konnten, dass wir die nächsten Tage einen Kurzurlaub antreten können, muss Ingrid am Morgen noch versuchen, eine Ferienwohnung zu buchen. Das erweist sich als gar nicht so einfach, denn mehrere Wohnungen, die im Internet als frei gemeldet sind, sind zwischenzeitlich belegt.

Endlich wird sie in Bad Bayersoien fündig, aber das Ganze hat doch sehr viel Zeit gekostet und so können wir erst gegen Mittag starten.

Obwohl auf der Autobahn viel Verkehr herrscht, kommen wir ganz gut durch. Als wir an vorgebuchten Quartier ankommen, passiert das, was so oft passiert, Ingrid gefällt die Wohnung nicht, um genau zu sein, die Wohnung an sich ist nicht so schlecht, aber die Lage. Der Balkon und das Zimmer gehen nach Westen, das wäre ja an sich sehr gut, aber genau im Westen liegt die Dorfstraße und nur wenige Meter weiter die Umgehungsstrasse.

Obwohl wir keine Alternative wissen, nehmen wir die Wohnung nicht. Ingrid hofft, dass in der Ludwigstrasse auf der anderen Seite der Umgehungsstraße eine der vielen Ferienwohnungen frei ist und direkt an der Brücke über diese Straße ist noch eine frei, aber ob die ruhig ist? Wir fahren durch das kleine Wohngebiet, sehen aber kein weiteres Freischild. Ingrid schaut dann in einem Schaukasten und auch wenn nichts darauf hindeutet, dass eine Wohnung frei ist, fragt sie nach und tatsächlich wurde heute eine frei. Dass noch nicht geputzt ist, stört uns nicht, da wir ja noch eine Wanderung machen wollen.

Schon nach wenigen Schritten sind wir aus den Häusern heraus und nach einem kleinen Hügel geht es zunächst langsam abwärts zum Wald. Dann steil über Treppen hinunter in die Ammerschlucht, das wäre nichts für Dellas Buggy gewesen.

Bei der Soier Mühle überqueren wir die Ammer und rechts sehen wir einen Wasserfall, dann geht es steil hoch und auf halber Höhe folgen wir dem Weg zu den Schleierfälle. Dieser ist ziemlich anstrengend, denn es geht auf und ab und immer ist es steil. Als wir mal unten sind, nimmt Della ein Bad in der Ammer.

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Schließlich kommen wir zu den interessanten Schleierfällen. Ein Blick auf die Karte und ein zweiter auf die Uhr zeigen, dass es wohl zu spät wird, falls wir noch nach Kammerl und zur Scheibum gehen wollen.

So entscheiden wir uns auf die Hochfläche hochzusteigen und über Kraut zur Soiermühle zurückzugehen und von dort auf dem gleichen Weg zurück in unser Quartier, wo wir uns von der Besitzerin mit etwas Brot aushelfen lassen, damit wir abends nicht mehr wegmüssen.

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Rottenbuch – Bad Baiersoien (2)

Posted by herbert - November 28th, 2009

Die Vegetation deutet auf einige moorige Stellen hin und bald erreichen wir ein mäanderndes Bächlein, dem wir folgen und auch Della läuft wieder mal und als wir eine weitere Pause machen, badet sie und Ingrid studiert wie immer aufmerksam ihre verschiedenen Karten.

 Plötzlich stellt sie fest, dass es von Saulgrub zur Wies deutlich weiter ist, als von Bad Bayersoien und da waren es bei unserer letzten Wanderung 16 km, wie sie gestern Nacht noch anhand meiner Notizen festgestellt hat und zwar anstrengende Kilometer, vor allem im Bereich der Ammerleite. Also würde es von Saulgrub zu weit sein, vor allem, da ich Della im Rucksack schleppen müsste, denn Buggyfahren ist auf der Etappe nicht drin.

Ingrid meint also, es wäre wohl besser, von Bayersoien aus zu starten. Da frage ich zu Recht leicht sauer, warum wir dann unser Auto in Saulgrub abgestellt haben.

Aber Ingrid hat auch jetzt die Lösung, wir schauen in Bad Bayersoien, ob noch ein Bus nach Saulgrub fährt. Das machen wir auch, als wir den Ort bald danach erreichen und es fahren noch 2 Busse. Einer in einer knappen Stunde und das könnte knapp werden, wenn wir vorher noch den Soier See umrunden wollen, also entscheiden wir uns für den in 2 Stunden und nehmen uns vor, am See eine längere Pause zu machen.

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Das tun wir auch, doch überall bläst ein kalter Wind, der uns verschwitzt wie wir sind, den Aufenthalt an zwei Stellen bald verleidet.

Als wir dann die Bushaltestelle erreichen, müssen wir noch fast eine halbe Stunde warten, doch eine sonniges und ziemlich windstille Bank lässt das Warten erträglich sein.

Ingrid bleibt mit Della zurück und ich fahre mit dem Bus nach Saulgrub. Als der Bus in den Ort kommt, regeln Feuerwehrleute den Verkehr und in der Straße, auf die ich einbiegen muss, ist ein langer Stau. Aber eine freundliche Autofahrerin lässt mich einscheren und nach 30 m kann ich rechts abbiegen und komme so schnell zu Ingrid zurück.

Später hören wir im Radio, dass die Bundesstraße zwischen Ettal und Oberammergau komplett wegen Bergungsarbeiten gesperrt sei und das waren wohl die Auswirkungen der Umleitung.

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Rottenbuch – Bad Baiersoien (1)

Posted by herbert - November 3rd, 2009

Das Auto steht am falschen Ort

Wie kann das sein, fragt man sich hier unwillkürlich. Ingrid hatte viel zu bedenken bei der Planung der nächsten Etappen, wie kommt man vom Ziel an den Start, wie schaffen wir, es die Etappen nicht zu lange werden zu lassen, wie kann man möglichst viel mit dem Buggy unternehmen und wie können wir die verschiedenen Orte, die wir sehen wollen, miteinander verbingen usw. Dann hatte sie die scheinbar richtige Idee. Wir wandern von Rottenburg nach Saulgrub und von Saulgrub über die Ammer zur Wieskirche.

Da am Samstag nur morgens eine Busverbindung von Saulgrub nach Rottenbuch besteht, fahren wir zuerst an den Endpunkt. Da für das erste Ferienwochenende in Baden-Württemberg und Bayern starker Reiseverkehr vorausgesagt ist, starten wir verhältnismäßig früh und kommen sehr gut durch, sodass wir noch eine halbe Stunde auf den Bus warten müssen, der dann einige Minuten zu spät kommt und dann behauptet der Fahrer noch steif und fest, dass es an der Erpfenhäuser Brücke keinen Anschluss nach Rottenbuch geben würde, entgegen der Aussage im Internet und dem Busfahrplan. Da durch eine Baustelle die Verspätung anwächst, überlege ich schon, was wir machen können, falls der Bus tatsächlich nicht fährt oder schon weg ist.

Aber dann wartet der Bus doch noch auf uns und wir kommen nach Rottenbuch. Hier machen wir noch einige Fotos in der Klosterkirche, da heute durch den Sonnenschein die Lichtverhältnisse geringfügig besser sind als letztes Mal.

Dann folgen wir dem Prälatenweg hinab zur Ammer, kurz folgen wir dem Fluss und nach dem Durchqueren eines Klinikparks überqueren wir die Ammer und der folgende Anstieg scheint einfach kein Ende zu nehmen, er wechselt nur zwischen steil und sehr steil. Bei den wenigen Abzweigen ist natürlich kein Zeichen vorhanden, erst ganz spät findet wir eines fast im verborgenen. Es ist anstrengend auch wenn Della tapfer bergauf läuft und der Buggy somit etwas leichter ist.

Hier im Wald ist es noch angenehm, aber zwischen den Wiesen knallt die Sonne ganz schön. Endlich haben wir in Schönberg die Bergspitze erreicht und es geht sofort wieder abwärts.

In Schatten zweier Kreuzbäume mit Blick auf die Alpen machen wir Mittagspause, ehe wir den weiteren Abstieg in Angriff nehmen. Dann müssen wir die Toren von einigen Weidenflächen öffnen und schließen, um weiter zu kommen.

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Dann kommen wir an einen Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen, rechts oder links. Ich bin natürlich für rechts, denn das wäre der kürzere Weg nach Bad Bayersoien und vor allem nach links müssen wir mitten durch eine Kuhherde und ich weiss nicht wie diese auf unser orangesilbernen Buggy und das evtl. Gebell von Della reagieren.

Aber natürlich gehen wir nach links und werden von den Kühen aufmerksam beäugt und genauso natürlich, fängt Della plötzlich an zu bellen, sodass die nächststehende Kuh einen Satz zur Seite macht. Glücklicherweise von uns weg.

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Schongau – Rottenbuch (2)

Posted by herbert - Oktober 19th, 2009

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Wir erreichen die Hangkante der Ammerschlucht und zunächst geht es noch harmlos auf einem kaum gekiesten Weg weiter, obwohl am Anfang der Hinweis auf schwierige Verhältnisse in der Ammerleite bis Rottenbuch zu lesen ist, der scheinbar sogar die schon erwähnten Mountainbiker abschreckt, denn wir finden nicht einmal Reifenspuren.

Dann geht es steil abwärts und auf halbem Weg trennen sich die Wege, einer führt weiter abwärts, ihn sind wir vor wenigen Jahren gegangen, als wir von Schongau zum Hohenpeißenberg auf unserer (noch nicht vollendeten) Wanderung Bodensee-Königssee unterwegs waren. Wir bleiben auf halber Höhe und es folgt ein durchaus schwieriges und anstrengendes Teilstück, Steine, Wurzel, schmierige Strecke, Rinnsale und kleine Bächlein, Treppen und Brücken aus teilweise morschem Holz mit teilweise gebrochenen Bretter aber auch feste Gitterrostabdeckungen und immer geht es steil hinunter bzw. hinauf, wobei das letztere kein Problem darstellt.

Beim Gehen muss man aufpassen, dass wir nicht auf einen der vielen kleine Frösche treten, die hier mit großen Sätzen überwiegend in Richtung Ammer unterwegs sind. Als wir schon fast die Hoffnung aufgegeben haben, dass es noch ganz ins Tal hinab geht, kommt uns ein Angler mit hüfthohen Gummistiefeln entgegen, ein klarer Hinweis, dass wir auf diesem Weg zum Fluss hinunterkommen und tatsächlich können wir bald an dem tosenden Fluss entlanggehen.

Als der Fluss seinen Schwerpunkt auf die andere Seite verlegt, können wir soweit in das hier trockene Flussbett hineingeben, bis wir auf einigen sonnenbeschienenen, warmen Steine eine wohlverdiente Pause einlegen können.

Steil geht es auf einem breiteren Weg aufwärts und erst als wir den Wald verlassen, kommt Della wieder in den Rucksack. Sonnig, sehr sonnig und warm geht es weiter aufwärts und bald haben wir einen schönen Blick zu den Alpen.

An einem Kreuz erhole ich mich auf einem Bänkchen im Schatten, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, wenn wir aufs Fotografieren verzichten und uns sehr beeilen, dann könnten wir den Bus evtl. noch erreichen. Aber da es einige Alternativen mit Taxis gibt, nehmen wir davon Abstand gehen normal weiter.

Bald grüßt der Turm der Klosterkirche Rottenbuch, allerdings ist er eingerüstet. Wir schauen uns noch kurz in der wunderschönen, fast überladen wirkenden Kirche um, leider fehlt die Helligkeit durch die Sonne, sie steht im Westen, wo es keine Fenster gibt, zum Fotografieren.

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Auf einer schattigen Bank beginnt dann eine Telefonodysee. Beim vorgeblichen Taxi hier in Rottenbuch meldet sich niemand, in Peiting bei zwei Festanschlüssen auch niemand, bei einer Mobilfunknummer kommt der Hinweis auf eine Funkstörung, man solle eine Nachricht auf die Mailbox sprechen, er rufe dann zurück, aber es kommt natürlich kein Anruf. Nochmal die ganzen Nummern abtelefoniert. Wieder nichts.

Warten wir bis um 19.25 auf den nächsten Bus oder lassen wir ein Taxi aus Schongau kommen. Wir entschließen uns für das letztere und die Odysee geht weiter, denn die Nummer des Taxiunternehmens, mit dem ich letzthin nach Kinsau gefahren bin, ist gestört. Die Vodafone-Auskunft kennt noch zwei weitere Nummern, sendet diese per SMS und verbindet uns mit einer. Taxi-Wieland sagt uns zu, zuzukommen. Dann wollen wir zur genauen Abklärung unseres Standorts nochmals anrufen und schauen nach der Nummer auf der SMS nach, doch es ist keine Fa. Wieland darauf vertreten, also verzichten wir auf den erneuten Anruf und der Fahrer findet uns auch ohne diesen.

Die Taxifahrt ist dann doch etwas teurer als gedacht, vor allem verlangt das Unternehmen noch einen Euro extra für die Bestellfahrt, eigentlich nicht ganz verständlich, aber wohl legal.

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