Jugendstilhäuser

Posted by herbert - Oktober 4th, 2010

99 erker majolikahaus hp

07.06. Besichtigung Kaßberg und Schlosschemnitz

Morgens anfangen packen, dann fahren wir ohne Della in die Stadt, um uns die schönen Häuser auf dem Kaßberg anzusehen. Es ist wirklich sehr interessant, doch nach 2 Stunden habe ich eigentlich genug gesehen, doch Ingrid entfernt sich immer weiter von unserem Auto, in das ich erst nach mehr als 3 Stunden endlich wieder setzen darf. Stadtbesichtigungen sind nämlich viel anstrengender als eine normale Wanderung.

Ingrid schaut sich dann noch in dem Fachwerkviertel von Schlosschemitz um. Dann kurz kochen und essen, den Rest verpacken, alles im Auto verstauen und gegen 18 Uhr fahren wir dann heim.

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Wege markieren muss gelernt sein

Posted by herbert - September 30th, 2010

06.06 Euba- Chemnitz

An der Kirche vorbei erreichen wir die Straße, der wir eine gewisse Zeit folgen, ehe wir nach rechts auf den Chemnitz-Rundweg weiterwandern können. Nach kurzem Weg durch Felder kommen wir in einen Wald mit einem kleinen Bächlein, das wir zweimal ohne Brücke queren müssen. Meist sicher nur ein Rinnsal, aber nach den Regentagen ist es etwas breiter, sodass man schon einen sehr großen Schritt machen muss, um ohne nasse Füße ans andere Ufer zu kommen. Ganz gut, dass Della bei der zu erwartenden Hitze zuhause geblieben ist, das wäre keine optimale Buggystrecke gewesen.

Dann verlassen wir den Wald und die Markierung zeigt eindeutig durch ein Feld zu einem Wäldchen und Wanderer vor uns gehen wie wir denselben Weg, doch in dem Wäldchen ist nur eine Mountainbikestrecke und es führt kein Weg woanders hin.

Wir gehen zurück und an einem lange nicht bezeichneten Feldrand weiter, später überholen uns die beiden vor uns wieder gestarteten Wanderer, die müssen scheinbar noch einen Umweg gemacht haben.

Blick auf Chemnitz

Blick auf Chemnitz

Im nächsten Ort fehlt an einer Abzweigung eine weiterer Markierung, erst knapp 100 m weiter entfernt, ist eine zu erahnen. Wir gehen durch den Zeisigwald, der Weg ist gut beschildert, aber es gibt zunächst keine Hinweisschilder zu einem Teich, an dem Ingrid unbedingt Rast machen möchte. Trotzdem finden wir den Teich und schauen einige Leuten zu, die auf einem kleinen Platz Federball spielen und bei mindestens jedem 2. Ballwechsel landet der Federball im gar nicht so sauberen Teich, wo ein Junge ihn dann immer wieder herausholt. Der Weg durch den aufgelassenen Steinbruch ist interessant, aber er führt uns vom Fuchsberg weg, wo Ingrid eigentlich auch noch hinwollte.

Dafür müssen wir kurz auf einer Straße gehen, ehe wir an weiteren Teichen mit kleinen Entlein zu den ersten Häusern von Chemnitz kommen. Durch verschiedene Straßen mit sehr unterschiedlichen Häusern, die von Ruinen bis neu saniert reichen, kommen wir an der doppelspitzigen Markuskirche vorbei zur Innenstadt. Hier fahren wir mit der Straßenbahn und dem Bus nach Euba und von dort in die Wohnung, wo Della schon auf uns wartet. am späten Nachmittag fahren wir nochmals in das Einkaufszentrum um das Rathaus und machen einige Bilder, essen auf dem Neumarkt zu Abend.

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Anstiege

Posted by herbert - September 17th, 2010

05.06 Flöha – Euba

Gymnasium Flöha ©walker

Gymnasium Flöha ©walker

Vom Bahnhof gehen wir zuerst kurz flussaufwärts, überqueren den Fluss auf der nicht in den Karten verzeichneten Fußgängerbrücke, die von der Eisenbahnbrücke abgehängt ist. Vielleicht  infolge der Baustelle der B173 ist hier die Markierung nicht ganz klar, es kann aber auch eine Nachlässigkeit der Verantwortlichen sein, denn auch später ist vieles nicht eindeutig.

Nach kurzem Anstieg müssen wir wieder flussabwärts gehen, bis wir nach einem erneuten Anstieg einen Fahrweg erreichen, der eben verläuft und dann geht es auf sehr schmalen Pfad weiter bergauf. Der folgende Fahrweg endet an einer eingezäunten Holzhandlung und die Markierung zeigt nach rechts, obwohl wir uns eigentlich mehr links halten sollten. Auch nach der Einzäunung biegt der Weg nicht ab und so folgen wir einem nicht markierten Waldweg nach Süden und viel später treffen wir dann wieder auf die Markierung.

Am Freibad vorbei folgt ein schmaler Wiesenpfad und unterhalb der Bundesstraße wird der Weg über einige Brücken geführt, ehe wir nochmals entlang der immer noch sehr braunen Zschopau gehen.

Drahtseilbahn ©walker

Drahtseilbahn ©walker

Immer in der Nähe der Drahtseilbahn geht es dann steil aufwärts, im Schnitt sind es 13%. Auf halber Höhe und gutem Blick auf die Schienen will Ingrid warten, bis in gut 5 min eine Bahn kommt, aber vielleicht will sie auch nur verschnaufen. Dann kommt die Bahn, genauer gesagt, zwei Bahnen, die sich hier begegnen. Der Anstieg geht weiter und wir sehen nochmals die abfahrende Bahn. Auch nach der Bergstation geht es weiter aufwärts und zunächst haben wir einen schönen Blick nach Osten. An der Kirche vorbei gehen wir zum Marktplatz und hier kann man besonders gut erkennen, wie der Ort an den Hang gebaut wurde. Nach einem letzten Anstieg erreichen wir Schloss Augustusburg, wo wir auf einer Bank im Innenhof Rast machen und dabei zwei Hochzeiten beobachten und Fotos machen können.

Von Augustusburg haben wir dann schöne Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Wir steigen hinab zur Bergstation und fahren dann mit der Bahn nach unten. Wir überqueren ein letztes Mal die Zschopau und steigen in Erdmannsdorf entlang der Straße steil bergauf, dabei nutzen wir jede Schattenmöglichkeit, denn die Sonne brennt vom fast wolkenlosen Himmel. Auch nach dem Ort steigt es immer weiter bergan, wenn wir uns umsehen, haben wir immer wieder einen herrlichen Rückblick auf das Schloss und schöne Ausblicke Richtung Erzgebirge. Aber wir sind trotzdem froh, dass wir nach der langen freien Strecke im Wald etwas mehr Schatten haben.

Als wir auf die Bundesstraße treffen, ist die Markierung wieder nicht eindeutig und so gehen wir auf einem schmalen Gehweg gut hundert Meter entlang der Straße, ehe nach rechts ein Waldweg führt, der aber nach wenigen Schritten fast nicht mehr gehbar ist, wir gehen trotzdem weiter und stoßen bald wieder auf den Radweg, den wir vorher verschmäht hatten. Nochmals steigt es an und wir haben einen schönen Rundumblick vom Katzenberg.

Jetzt senkt sich der Weg nach Euba und wir diskutieren, sollen wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem kaum teureren Taxi fahren, das aber schneller und bequemer wäre. Kurz machen wir Pause und Ingrid prüft, wie das Taxi von Flöha nach Euba fahren kann. Wir entscheiden uns fürs Taxi.

Doch erstens kommt es anders als man zweitens denkt. 3 min vor Abfahrt des nächsten Busses kommen wir an der Bushaltestelle an. Ich rufe das erste Taxiunternehmen an, doch alle Taxis sind nach Chemnitz unterwegs und es würde lange dauern, bis man uns abholen könnte. Während ich die Nummer des 2. Unternehmens wähle, kommt der Bus und sicherheitshalber fahren wir mit dem Bus. Es klappt auch alles ganz gut, nur am Bahnhof wird es etwas hektisch und das Einsteigen in den Wagen ist schwierig.

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Zeitaufwendige Parkbesichtigung

Posted by herbert - September 12th, 2010


04.06 Frankenberg – Flöha

Wir stellen unser Auto in der Dammstraße unterhalb des Marktplatzes ab und müssen dann lange an der Umgehungsstraße entlang gehen, bis wir endlich nach links in einen Weg abbiegen können, der aber bald in eine Nebenstraße mündet. Die Markierung im Ort, aber auch später ist durchaus verbesserungswürdig, aber wir finden zumindest den Weg zum Harrasfelsen.

Wenig später möchte Ingrid einem historischen Wanderweg folgen, der aber gar nicht ausgeschildert ist, da es auch nicht ganz klar ist, wie der Zschopauweg verläuft, folgen wir dem Liebesliederweg, der uns an interessanten Häusern und Gärten sowie an einem historischen Wasserturm vorbeiführt.

Dann geht es wieder hinab ins Tal und Ingrid fotografiert eine gar nicht so kleine Froschsammlung in einem Garten. Nach dem Überqueren der Zschopau und eines Mühlenkanals geht es steil über viele Natur- und Holzstufen ziemlich steil hinauf nach Schloss Lichtenwalde, wo wir zunächst den Innenhof besichtigen und später auch in den Park.

Da gerade 2 Hochzeiten dort stattfinden, ist ziemlich viel los. Der Eintritt in den Barockpark ist nicht kostenlos, aber durchaus noch akzeptabel. Es gibt einige Brunnen und große Springbrunnen und viele kleine.

Schloss Lichtenwalde ©walker

Schloss Lichtenwalde ©walker

Immer wieder hat man schöne Ausblicke ins Tal und in einem Bereich fühlt man sich mit den vielen blühenden Rhododendronbüschen fast in einen irischen Park versetzt. Im Park machen wir gemütlich Pause, ehe wir dann in der Schlossallee einige hübsche Läden und Fotomotive finden, nicht so interessant ist der kleine Kräutergarten. An einem modernen Hotel vorbei, geht es auf der Straße wieder hinab ins Flusstal. Der weitere Weg führt zunächst immer nah am Fluss entlang, eigentlich ein schöner Weg für Della, aber nach den starken Regenfällen der letzten Tage ist der Weg oft sehr schmierig und dreckig und so darf Della mehr fahren als laufen.

Dabei erregt sie wie immer viel Aufsehen, einige Sprüche bleiben dabei in Erinnerung wie:von einer Postbotin auf sächsisch: ein vierbeinches Enkelchen oder von einer älteren Frau: Ich dachte, das Baby hat aber viele Haare, dabei ist das ja ein Hund.

Da es nicht ganz klar ist, wie wir bei Flöha über die Zschopau kommen, es ist in den Karten nur eine Eisenbahnbrücke oder mit größerem Umweg eine Straße3nbrücke eingezeichnet, überqueren wir mit der B173 den Fluss und wandern auf dem Radweg in das kleine Städtchen, das über ein besonders interessantes Gymnasium verfügt, denn der Rundbau in der Talaue steht auf Stelzen. Dann sehen wir zwischen den Häusern ein wunderschön renoviertes Gebäude mit Türmchen herausragen, sieht fast nach einem Schlösschen aus, ist in Wirklichkeit aber eine 100 Jahre alte Schule.

Am Bahnhof müssen wir noch einige Zeit auf den Zug warten, nicht sehr angenehm, dass sich eine größere Gruppen von jungen Erwachsenen und Jugendliche hier mit viel Bier und lauter Musik niedergelassen haben.

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Nicht vorhergesagter Regen

Posted by herbert - September 4th, 2010

31.05. Dreiwerden – Frankenberg

Seit gestern und bis nächsten Donnerstag sagte wetteronline und auch das Radio täglich Regen voraus. Doch gestern Abend war für heute auf einmal kein Regen vorhergesagt und so entscheiden wir uns heute Morgen, die Wanderung zu wagen. Wir stellen unser Auto am Parkplatz des Silberbergwerks ab und gehen im weiten Bogen zum Endpunkt der Erzbahn zurück, wo wir gestern den Wanderweg verlassen hatten.

Blumen in der Zschopau ©walker

Blumen in der Zschopau ©walker

Wir folgen dem Verlauf der Zschopau, die hier einen großen Bogen macht. Immer wieder treffen wir auf Hinweise des Silberbergwerks, wie alte Stolleneingänge oder auch das Grubenwehr im Fluss.

Dann wird der Weg am Felsen entlang sehr schmal, doch schließlich treffen wir auf einen Fahrweg, dem wir bis zur Schlossmühle Sachsenburg folgen. Entgegen der Wettervorhersage beginnt es zu nieseln, und auf dem freien Feld zwischen Sachsenburg und Frankenberg beginnt es immer stärker zu regnen. Unter einem Baum versuchen wir die Regenhaut über den Buggy zu stülpen, was uns wieder nur unvollständig gelingt, aber immerhin bleibt Della vor dem Regen geschützt. Mit dem Regen wird auch jede Diskussion überflüssig, ob wir heute weiter als bis nach Frankenberg wandern können.

Mit dem Bus fahren wir zurück und haben dann noch gut 20 min gehen, bis wir wieder am Auto sind. Auf der Rückfahrt fahren wir in Waldheim vorbei, wo Ingrid das Gefängnismuseum besuchen will, aber es scheint geschlossen zu sein.

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Nachmittagswanderung und Stadtbesichtigung

Posted by herbert - August 30th, 2010

30.05 Mittweida – Dreiwerden, Stadtbesichtigung

Ausnahmsweise waren sich wetteronline und das Radio fast einig, heute soll es überwiegend bedeckt sein und häufig regnen, also wollten wir heute einen Besichtigungs- und Ruhetag einlegen.

Doch das Wetter wird immer besser und so entscheiden wir uns, zumindest die Stadtbesichtigung in Mittweida zu machen, doch die Sonne und der blaue Himmel wird immer mehr. Dies wollen wir nutzen und den ersten Teil der Strecke nach Frankenberg in Angriff nehmen. Durch den Stadtpark wandernd, erreichen wir oberhalb der Zschopau einen Aussichtspunkt, dann geht es wieder ins Tal. Wir begegnen dem ersten von mehreren großen Hunden, doch der biegt mit seinem Herrchen vorher ab, bei den späteren packen wir Della immer in den Buggy und verstellen ihr die Sicht mittels meines Anoraks.

Wir kommen an einer Gedenktafel vorbei, wo sich im 2. Weltkrieg die US-Army und die rote Armee getroffen haben. Zunächst geht es auf einem schmalen Waldweg, wo wir auf eine Katze treffen, die uns einige Zeit folgt. Dann wird der Weg breiter, leider aber auch sehr schmierig und rutschig.

Meist ist es sonnig, doch es fallen auch einige Regentropfen

Schließlich überqueren wir den Fluss und sehen oberhalb am Berg eine Erzbahn, an der aber derzeit gearbeitet wird. Am Ausgang des Besucherbergwerks steigen wir nach Schönborn empor und gehen zum Parkplatz und Eingang, danach im weiten Bogen ins Dorf und auf der Straße an den Ortsrand von Dreiwerden und zur Bushaltestelle. Wir können froh sein, dass wir heute zu früh ankommen, denn der Bus hat keine Verspätung sondern im Gegenteil, er kommt 6 min zu früh und fährt auch sofort weiter.

Rathaus Mittweida ©walker

Rathaus Mittweida ©walker

Über Mittweida hängen dunkle Wolken, als wir für unser Auto ein schattiges Plätzchen suchen, denn Della soll im Auto bleiben. Die Wolken ziehen weiter und als wir einige Schritte gegangen sind, beginnt es zu schütten. Wir nutzen den kurzen Schauer, um in einer Bäckerei was Süßes zum Essen zu kaufen.

Mittweida hat einen sehr schönen Marktplatz und auch das Pfarrhäuser-Museum macht mit seinem Garten einen schönen Eindruck, es gibt auch weitere schöne Häuser. Dann fahren wir zurück.

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Schifffahrtbedingte Streckenwahl

Posted by herbert - August 23rd, 2010


29.05 Kriebstein – Aue

Leider können wir nicht bis zum Hafen Kriebstein fahren, sondern müssen unser Auto am Parkplatz Kriebstein abstellen, beim Aussteigen öffnet sich der Trageriemen von Ingrids Fototasche, die auf den Boden fällt, zunächst scheint nur der Filter leicht beschädigt, aber später am Tag kann Ingrid nicht mehr alles so am Objektiv einstellen, wie es gerne möchte.

Doch der Reihe nach, kurz gehen wir zum Hafen und wenden uns dann sofort in Richtung Süden, um auf dem Zschopauwanderweg entlang der Talsperre zu wandern. Es gab zwischen Ingrid und mir eine lange Diskussion, ob wir Della wie gestern zuhause lassen sollten oder sie und den Buggy mitnehmen sollten. Ingrid befürchtete, dass der Weg nicht Buggy geeignet wäre, ich hatte diese Befürchtung weniger und so gingen beide mit auf die Wanderung. Della machte es auf dem Naturweg wie immer Spaß und so problematisch, wie auf anderen Wanderungen war es mit Buggy nicht, auch nicht, als Della für einige Zeit im Buggy war. Immer wieder haben wir schöne Ausblicke auf das Wasser und ständig geht es auf und ab. Einen schönen Blick haben wir vom Wappenfelsen, von dem es steil bergab geht. Im Tal gehen wir auf Wegen und einer Strasse, sodass sich Della erholen kann.

Talsperre Kriebstein ©walker

Talsperre Kriebstein ©walker

Wir beeilen uns, denn die Langenhainer Fähre fährt laut Fahrplan nur zur halben und vollen Stunde. Als wir noch 30 m entfernt sind, legt die Fähre ab, etwas vor 15 Uhr und wir befürchten, dass wir auch heute wieder Pech haben. Aber als der Fährmann zurückkommt, bringt er uns ohne weitere Wartezeit nach Ringethal.

Sofort geht es steil bergauf und dann sofort wieder bergab. Vor Ringethal treffen wir wieder auf die Zschopau entlang eines Baumlehrpfads, da in Ringethal die Ortsdurchfahrt komplett erneuert wird, ist der Weg etwas beschwerlich. Nach dem Ort geht es auf einem breiten, aber kaum befestigten, dafür etwas schmierigem Weg neben dem Fluss bis zu einer ehemaligen Mühle, wo wir auf einer Hängebrücke, die nach der Flutkatastrophe von 2002 neu gebaut wurde, den Fluss überqueren. Wieder geht es steil bergauf und auf der Hochfläche wird unser Vorankommen durch einen ganz langsamen Berner Sennhund behindert. Schließlich entscheiden wir uns, den Hund und sein Frauchen zu überholen. Damit Della nichts merkt, lege ich meinen Anorak über den Buggy, doch Della merkt es trotzdem und kläfft los.

In Aue haben wir noch Zeit, bis das Linienschiff kommt. Es wäre so gemütlich, wenn nicht ein oder zwei Angetrunkene beim Imbiss einige Meter entfernt, immer wieder grölen würden. Gegen Ende wird die Wartezeit verkürzt durch einige Rennen des Kajaknachwuches des erfolgreichen Vereins von Mittweida.

Dann kommt das Schiff und durch die Erklärungen des Kapitäns wird die Zeit nicht zu lang, zumal es auch einiges zu sehen gibt. Auf der Rückfahrt halten wir noch bei Burg Kriebstein, die wir vom Fluss aus jetzt im Sonnenschein fotografieren können. Ingrid besichtigt dann in Waldheim noch die Jugendstilfriedhofskirche und macht in Leisnig noch einige Aufnahmen vom Rathaus mit meiner Kamera.

PS: Ich finde die neue Rechtsschreibung manchmal echt witzig, wie hier z.B. in der Überschrift

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Ungeplante Rundwanderung

Posted by herbert - August 17th, 2010

28.05 Waldheim – Burg Kriebstein – Staumauer – Waldheim

Da für heute Schauer, Gewitter, aber auch Sonne vorgesagt ist, wagen wir keine lange Tour. Wir fahren nach Waldheim, stellen unser Auto an der Zschopau ab und machen einen kurzen Rundgang durch das Städtchen mit dem imposanten Jugendstilrathaus. Dann überqueren wir die Zschopau und wandern zunächst auf einem befestigten Radweg Fluss aufwärts. Während in Waldheim noch die Sonne geschienen hat, zieht es langsam zu und bald müssen wir die Schirme aufspannen. Im Wald wird es dann wieder trocken. Zuletzt steigen wir zur Burg Kriebstein hoch und jetzt scheint wieder die Sonne.

Jugendstilrathaus Waldheim ©walker

Jugendstilrathaus Waldheim ©walker

Wir machen einige Bilder und schnell wird der Himmel dunkel und man hört das erste Donnergrollen. Bevor es regnet, gehen wir schnell in den Hungerturm zum Essen. Es schüttet nur kurz und als wir ins Schlossmuseum gehen, kann man schon wieder die Sonne ahnen.

Als wir weiter zur Anlegestelle Kriebstein hat sich die Sonne bereits wieder versteckt und auf dem Weg zur Staumauer beginnt es wieder zu regnen. Da es hier eine große Baustelle gibt, können wir hier leider nicht die Zschopau überqueren, sondern müssen wieder zurück zur Burg. Unterhalb der Burg gehen wir zur Fußgängerbrücke und fotografieren die Burg von unten.

Burg Kriebstein

Burg Kriebstein

Jetzt haben wir 3 Möglichkeiten, wir gehen nach Ehrenberg und fahren mit dem Bus zurück, wir gehen nach Kriebetal und fahren auch mit dem Bus zurück, wir gehen auf dem gleichen Weg wie morgens nach Waldheim zurück. Zunächst entscheiden wir uns für die mittlere Variante, doch da wir eine gute halbe Stunde auf den Bus warten müssten, zieht Ingrid eine neue Karte und wir steigen den Berg empor und gehen auf der Hochfläche, geschützt von einer Benjeshecke in Richtung Waldheim.

In Schönberg haben wir etwas Probleme mit der Orientierung und lassen uns von einem Wanderzeichen steil an den Ortsanfang von Waldheim führen, statt des geplanten einfacheren Weg auf der Straße direkt zum Niedermarkt.

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Kurz und anstrengend

Posted by herbert - August 12th, 2010

27.05 Westewitz – Waldheim

Da es beim Aufstehen stark regnet und es später immer noch sehr trüb ist, lassen wir uns Zeit und hoffen, dass auch heute wetteronline nicht ganz falsch liegt, denn dann soll es Nachmittags trocken sein und vielleicht auch hin und wieder die Sonne herauskommen, verstärkt gegen Abend.

Wir stellen unser Auto beim Bahnhof ab und gehen zurück zur Muldenbrücke. Nach wenigen Schritten im Wald biegt der Wanderweg nach links ab und steigt steil bergan zu einem Aussichtspunkt, der leider keiner mehr ist. Teils im Wald, teils im nassen Gras geht es bergab und bald erreichen wir Töpeln. Von der Ortsmitte geht es hinunter ins Zschopautal. Den Fluss überqueren wir auf einer Fußgängerhängebrücke, auf der Straße begegnen wir einer Schulklasse, die – wie wir auch – Della in ihrem Buggy ganz süß finden. Bald verlassen wir die Strasse und wieder geht es aufwärts, nicht ganz so steil dafür aber stetig. Immer wieder sehen wir durch den Laubwald hinunter auf den Fluss, der meist direkt unten am Steilhang verläuft. Botanisch bringt die Gegend zu dieser Jahreszeit nur wenig, außer den allerdings sehr zahlreichen Maiglöckchen finden wir keine seltenen Blütenpflanzen wie z.B. Orchideen. Nach einer Siedlung mit Wochenendhäusern kommen wir nach Klein-Limmritz und unterqueren wenig später ein historisches Bahnviadukt, das wir am Abend mit dem Zug überqueren.

War schon der bisherige Weg nicht unbedingt Buggy geeignet, so wird es noch einen Tick schwieriger, schmale Wege mit kurzen und giftigen An- und Abstiegen, viele Steine und Wurzeln auf dem Weg. Zuerst läuft Della, dann als es etwas leichter zu sein scheint, stecken wir sie in den Buggy, damit sie sich nicht überanstrengt. Doch das behagt ihr nicht und auf einmal klettert sie aus dem Buggy, ehe ich es verhindern kann und rennt sofort los. Ich schaffe es gerade noch, sie nach 10 m zu stoppen. Als es wenig später steil den Berg hinaufgeht, ist sie kaum zu bremsen.

Blick auf Zschopau ©walker

Blick auf Zschopau ©walker

Einen schönen Talblick hat man von der Nixkluft und als wir wenig später die ersten Häuser erreichen, ist es nicht ganz klar, wie der Weg weiterverläuft und wir wählen den weiteren Weg auf der Straße und die Zeit fehlt uns hinterher, um den nächsten Zug zu erreichen, naja auch auf dem kürzeren Weg wäre es sehr knapp geworden. Auf der Straße bzw. einem Radweg erreichen wir den Ortsrand von Waldheim und folgen der Beschilderung Bahnhof. Als diese fehlt, fragen wir eine Hundebesitzerin nach dem Weg und nachdem sie zuerst eine falsche Auskunft erteilt hatte, berichtigt sie sich und wir finden den Weg zum Bahnhof.

Da wir noch viel Zeit haben, entscheidet sich Ingrid nochmals ins Tal hinabzusteigen und sich in Waldheim etwas umzusehen. Ich gehe mit Della direkt zum Bahnhof. Da wir in Döbeln umsteigen müssen und viel Aufenthalt haben, dauert die Fahrt ziemlich lange.

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Kurz und lang

Posted by herbert - August 4th, 2010

26.05 Leisnig – Westewitz

Kurz ist die Etappe nach Kilometern gerechnet, doch lange brauchen wir dafür. Es ist ange-nehm, mal wieder von der Haustür wegwandern zu können. Wir gehen hoch zur Altstadt und dann unterhalb der Burg hinab zur Mulde, die wir auf einer neuen Fußgängerbrücke überqueren und nach wenigen Schritten sind wir auf dem Uferweg entlang der Mulde, links von uns immer wieder rote Felswände.

Dann kommt die Bahnlinie am Ortsende von Leisnig über die Mulde und schiebt sich zwischen den Fluss und den Wanderweg, nochmals haben wir einen herrlichen Rückblick auf Leisnig und die Miltenburg. Dann steigt der Weg langsam, aber stetig bergan und hält sich dann immer so auf halber Hanghöhe. Die Aussicht nach unten ist meist durch den Laubwald beeinträchtig, aber wieder ist es ein zum Wandern fast idealer Weg. Dann haben wir einen Blick auf die Mulde und zwei große Rapsfelder. Kurz vor Klosterbuch ist der bisherige Bahnübergang verbarrikadiert und so müssen wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Die Besichtigung von Klosterbuch nimmt einige Zeit in Anspruch, aber heute sind der Klosterladen und die Schauwerkstätten geschlossen und auch die Gastronomie ist nur teilweise in Betrieb, vielleicht weil die Vorbereitungen für eine Abendveranstaltung laufen. Im Arzneigarten machen wir Rast, interessant sind die Fotos vom Jahrhunderthochwasser 2002, das den ganzen Ort mit dem Kloster unter Wasser setzte.

Klosterbuch

Klosterbuch

Kurz nach Klosterbuch überqueren dann wieder die Mulde. Steil, sehr steil geht es bergauf und dann an der Hangkante entlang zu zwei Aussichtspunkten. Beim zweiten folgen wir dem aus-geschilderten Wanderweg, der aber ganz anders verläuft, als in der Karte eingezeichnet. Der Weg senkt sich immer mehr, bis wir endlich im Tal sind, aber leider geht es nicht eben weiter, sondern es geht nochmals einige, mehrere Meter in die Höhe, ehe wir dann in einem weiten Bogen die Straße nach Westewitz erreichen. Zuerst hören wir sie, das dumpfe Schlagen einer Trommel und das anfeuernde Zählen einer Kanucrew in einem großen Canadier.

Bei dem an der Mulde gelegenen Restaurant mit Bootsverleih machen wir kurz Pause, denn wir sind gut 5 min zu spät für den Zug und der nächste fährt erst eine Stunde später. In Leisnig müssen wir vom Muldetal noch zur Altstadt empor steigen, ehe wir dann wieder unsere Ferienwohnung erreichen.

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