Nachmittagswanderung und Stadtbesichtigung

Posted by herbert - August 30th, 2010

30.05 Mittweida – Dreiwerden, Stadtbesichtigung

Ausnahmsweise waren sich wetteronline und das Radio fast einig, heute soll es überwiegend bedeckt sein und häufig regnen, also wollten wir heute einen Besichtigungs- und Ruhetag einlegen.

Doch das Wetter wird immer besser und so entscheiden wir uns, zumindest die Stadtbesichtigung in Mittweida zu machen, doch die Sonne und der blaue Himmel wird immer mehr. Dies wollen wir nutzen und den ersten Teil der Strecke nach Frankenberg in Angriff nehmen. Durch den Stadtpark wandernd, erreichen wir oberhalb der Zschopau einen Aussichtspunkt, dann geht es wieder ins Tal. Wir begegnen dem ersten von mehreren großen Hunden, doch der biegt mit seinem Herrchen vorher ab, bei den späteren packen wir Della immer in den Buggy und verstellen ihr die Sicht mittels meines Anoraks.

Wir kommen an einer Gedenktafel vorbei, wo sich im 2. Weltkrieg die US-Army und die rote Armee getroffen haben. Zunächst geht es auf einem schmalen Waldweg, wo wir auf eine Katze treffen, die uns einige Zeit folgt. Dann wird der Weg breiter, leider aber auch sehr schmierig und rutschig.

Meist ist es sonnig, doch es fallen auch einige Regentropfen

Schließlich überqueren wir den Fluss und sehen oberhalb am Berg eine Erzbahn, an der aber derzeit gearbeitet wird. Am Ausgang des Besucherbergwerks steigen wir nach Schönborn empor und gehen zum Parkplatz und Eingang, danach im weiten Bogen ins Dorf und auf der Straße an den Ortsrand von Dreiwerden und zur Bushaltestelle. Wir können froh sein, dass wir heute zu früh ankommen, denn der Bus hat keine Verspätung sondern im Gegenteil, er kommt 6 min zu früh und fährt auch sofort weiter.

Rathaus Mittweida ©walker

Rathaus Mittweida ©walker

Über Mittweida hängen dunkle Wolken, als wir für unser Auto ein schattiges Plätzchen suchen, denn Della soll im Auto bleiben. Die Wolken ziehen weiter und als wir einige Schritte gegangen sind, beginnt es zu schütten. Wir nutzen den kurzen Schauer, um in einer Bäckerei was Süßes zum Essen zu kaufen.

Mittweida hat einen sehr schönen Marktplatz und auch das Pfarrhäuser-Museum macht mit seinem Garten einen schönen Eindruck, es gibt auch weitere schöne Häuser. Dann fahren wir zurück.

Schifffahrtbedingte Streckenwahl

Posted by herbert - August 23rd, 2010


29.05 Kriebstein – Aue

Leider können wir nicht bis zum Hafen Kriebstein fahren, sondern müssen unser Auto am Parkplatz Kriebstein abstellen, beim Aussteigen öffnet sich der Trageriemen von Ingrids Fototasche, die auf den Boden fällt, zunächst scheint nur der Filter leicht beschädigt, aber später am Tag kann Ingrid nicht mehr alles so am Objektiv einstellen, wie es gerne möchte.

Doch der Reihe nach, kurz gehen wir zum Hafen und wenden uns dann sofort in Richtung Süden, um auf dem Zschopauwanderweg entlang der Talsperre zu wandern. Es gab zwischen Ingrid und mir eine lange Diskussion, ob wir Della wie gestern zuhause lassen sollten oder sie und den Buggy mitnehmen sollten. Ingrid befürchtete, dass der Weg nicht Buggy geeignet wäre, ich hatte diese Befürchtung weniger und so gingen beide mit auf die Wanderung. Della machte es auf dem Naturweg wie immer Spaß und so problematisch, wie auf anderen Wanderungen war es mit Buggy nicht, auch nicht, als Della für einige Zeit im Buggy war. Immer wieder haben wir schöne Ausblicke auf das Wasser und ständig geht es auf und ab. Einen schönen Blick haben wir vom Wappenfelsen, von dem es steil bergab geht. Im Tal gehen wir auf Wegen und einer Strasse, sodass sich Della erholen kann.

Talsperre Kriebstein ©walker

Talsperre Kriebstein ©walker

Wir beeilen uns, denn die Langenhainer Fähre fährt laut Fahrplan nur zur halben und vollen Stunde. Als wir noch 30 m entfernt sind, legt die Fähre ab, etwas vor 15 Uhr und wir befürchten, dass wir auch heute wieder Pech haben. Aber als der Fährmann zurückkommt, bringt er uns ohne weitere Wartezeit nach Ringethal.

Sofort geht es steil bergauf und dann sofort wieder bergab. Vor Ringethal treffen wir wieder auf die Zschopau entlang eines Baumlehrpfads, da in Ringethal die Ortsdurchfahrt komplett erneuert wird, ist der Weg etwas beschwerlich. Nach dem Ort geht es auf einem breiten, aber kaum befestigten, dafür etwas schmierigem Weg neben dem Fluss bis zu einer ehemaligen Mühle, wo wir auf einer Hängebrücke, die nach der Flutkatastrophe von 2002 neu gebaut wurde, den Fluss überqueren. Wieder geht es steil bergauf und auf der Hochfläche wird unser Vorankommen durch einen ganz langsamen Berner Sennhund behindert. Schließlich entscheiden wir uns, den Hund und sein Frauchen zu überholen. Damit Della nichts merkt, lege ich meinen Anorak über den Buggy, doch Della merkt es trotzdem und kläfft los.

In Aue haben wir noch Zeit, bis das Linienschiff kommt. Es wäre so gemütlich, wenn nicht ein oder zwei Angetrunkene beim Imbiss einige Meter entfernt, immer wieder grölen würden. Gegen Ende wird die Wartezeit verkürzt durch einige Rennen des Kajaknachwuches des erfolgreichen Vereins von Mittweida.

Dann kommt das Schiff und durch die Erklärungen des Kapitäns wird die Zeit nicht zu lang, zumal es auch einiges zu sehen gibt. Auf der Rückfahrt halten wir noch bei Burg Kriebstein, die wir vom Fluss aus jetzt im Sonnenschein fotografieren können. Ingrid besichtigt dann in Waldheim noch die Jugendstilfriedhofskirche und macht in Leisnig noch einige Aufnahmen vom Rathaus mit meiner Kamera.

PS: Ich finde die neue Rechtsschreibung manchmal echt witzig, wie hier z.B. in der Überschrift

Ungeplante Rundwanderung

Posted by herbert - August 17th, 2010

28.05 Waldheim – Burg Kriebstein – Staumauer – Waldheim

Da für heute Schauer, Gewitter, aber auch Sonne vorgesagt ist, wagen wir keine lange Tour. Wir fahren nach Waldheim, stellen unser Auto an der Zschopau ab und machen einen kurzen Rundgang durch das Städtchen mit dem imposanten Jugendstilrathaus. Dann überqueren wir die Zschopau und wandern zunächst auf einem befestigten Radweg Fluss aufwärts. Während in Waldheim noch die Sonne geschienen hat, zieht es langsam zu und bald müssen wir die Schirme aufspannen. Im Wald wird es dann wieder trocken. Zuletzt steigen wir zur Burg Kriebstein hoch und jetzt scheint wieder die Sonne.

Jugendstilrathaus Waldheim ©walker

Jugendstilrathaus Waldheim ©walker

Wir machen einige Bilder und schnell wird der Himmel dunkel und man hört das erste Donnergrollen. Bevor es regnet, gehen wir schnell in den Hungerturm zum Essen. Es schüttet nur kurz und als wir ins Schlossmuseum gehen, kann man schon wieder die Sonne ahnen.

Als wir weiter zur Anlegestelle Kriebstein hat sich die Sonne bereits wieder versteckt und auf dem Weg zur Staumauer beginnt es wieder zu regnen. Da es hier eine große Baustelle gibt, können wir hier leider nicht die Zschopau überqueren, sondern müssen wieder zurück zur Burg. Unterhalb der Burg gehen wir zur Fußgängerbrücke und fotografieren die Burg von unten.

Burg Kriebstein

Burg Kriebstein

Jetzt haben wir 3 Möglichkeiten, wir gehen nach Ehrenberg und fahren mit dem Bus zurück, wir gehen nach Kriebetal und fahren auch mit dem Bus zurück, wir gehen auf dem gleichen Weg wie morgens nach Waldheim zurück. Zunächst entscheiden wir uns für die mittlere Variante, doch da wir eine gute halbe Stunde auf den Bus warten müssten, zieht Ingrid eine neue Karte und wir steigen den Berg empor und gehen auf der Hochfläche, geschützt von einer Benjeshecke in Richtung Waldheim.

In Schönberg haben wir etwas Probleme mit der Orientierung und lassen uns von einem Wanderzeichen steil an den Ortsanfang von Waldheim führen, statt des geplanten einfacheren Weg auf der Straße direkt zum Niedermarkt.

Kurz und anstrengend

Posted by herbert - August 12th, 2010

27.05 Westewitz – Waldheim

Da es beim Aufstehen stark regnet und es später immer noch sehr trüb ist, lassen wir uns Zeit und hoffen, dass auch heute wetteronline nicht ganz falsch liegt, denn dann soll es Nachmittags trocken sein und vielleicht auch hin und wieder die Sonne herauskommen, verstärkt gegen Abend.

Wir stellen unser Auto beim Bahnhof ab und gehen zurück zur Muldenbrücke. Nach wenigen Schritten im Wald biegt der Wanderweg nach links ab und steigt steil bergan zu einem Aussichtspunkt, der leider keiner mehr ist. Teils im Wald, teils im nassen Gras geht es bergab und bald erreichen wir Töpeln. Von der Ortsmitte geht es hinunter ins Zschopautal. Den Fluss überqueren wir auf einer Fußgängerhängebrücke, auf der Straße begegnen wir einer Schulklasse, die – wie wir auch – Della in ihrem Buggy ganz süß finden. Bald verlassen wir die Strasse und wieder geht es aufwärts, nicht ganz so steil dafür aber stetig. Immer wieder sehen wir durch den Laubwald hinunter auf den Fluss, der meist direkt unten am Steilhang verläuft. Botanisch bringt die Gegend zu dieser Jahreszeit nur wenig, außer den allerdings sehr zahlreichen Maiglöckchen finden wir keine seltenen Blütenpflanzen wie z.B. Orchideen. Nach einer Siedlung mit Wochenendhäusern kommen wir nach Klein-Limmritz und unterqueren wenig später ein historisches Bahnviadukt, das wir am Abend mit dem Zug überqueren.

War schon der bisherige Weg nicht unbedingt Buggy geeignet, so wird es noch einen Tick schwieriger, schmale Wege mit kurzen und giftigen An- und Abstiegen, viele Steine und Wurzeln auf dem Weg. Zuerst läuft Della, dann als es etwas leichter zu sein scheint, stecken wir sie in den Buggy, damit sie sich nicht überanstrengt. Doch das behagt ihr nicht und auf einmal klettert sie aus dem Buggy, ehe ich es verhindern kann und rennt sofort los. Ich schaffe es gerade noch, sie nach 10 m zu stoppen. Als es wenig später steil den Berg hinaufgeht, ist sie kaum zu bremsen.

Blick auf Zschopau ©walker

Blick auf Zschopau ©walker

Einen schönen Talblick hat man von der Nixkluft und als wir wenig später die ersten Häuser erreichen, ist es nicht ganz klar, wie der Weg weiterverläuft und wir wählen den weiteren Weg auf der Straße und die Zeit fehlt uns hinterher, um den nächsten Zug zu erreichen, naja auch auf dem kürzeren Weg wäre es sehr knapp geworden. Auf der Straße bzw. einem Radweg erreichen wir den Ortsrand von Waldheim und folgen der Beschilderung Bahnhof. Als diese fehlt, fragen wir eine Hundebesitzerin nach dem Weg und nachdem sie zuerst eine falsche Auskunft erteilt hatte, berichtigt sie sich und wir finden den Weg zum Bahnhof.

Da wir noch viel Zeit haben, entscheidet sich Ingrid nochmals ins Tal hinabzusteigen und sich in Waldheim etwas umzusehen. Ich gehe mit Della direkt zum Bahnhof. Da wir in Döbeln umsteigen müssen und viel Aufenthalt haben, dauert die Fahrt ziemlich lange.

Kurz und lang

Posted by herbert - August 4th, 2010

26.05 Leisnig – Westewitz

Kurz ist die Etappe nach Kilometern gerechnet, doch lange brauchen wir dafür. Es ist ange-nehm, mal wieder von der Haustür wegwandern zu können. Wir gehen hoch zur Altstadt und dann unterhalb der Burg hinab zur Mulde, die wir auf einer neuen Fußgängerbrücke überqueren und nach wenigen Schritten sind wir auf dem Uferweg entlang der Mulde, links von uns immer wieder rote Felswände.

Dann kommt die Bahnlinie am Ortsende von Leisnig über die Mulde und schiebt sich zwischen den Fluss und den Wanderweg, nochmals haben wir einen herrlichen Rückblick auf Leisnig und die Miltenburg. Dann steigt der Weg langsam, aber stetig bergan und hält sich dann immer so auf halber Hanghöhe. Die Aussicht nach unten ist meist durch den Laubwald beeinträchtig, aber wieder ist es ein zum Wandern fast idealer Weg. Dann haben wir einen Blick auf die Mulde und zwei große Rapsfelder. Kurz vor Klosterbuch ist der bisherige Bahnübergang verbarrikadiert und so müssen wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Die Besichtigung von Klosterbuch nimmt einige Zeit in Anspruch, aber heute sind der Klosterladen und die Schauwerkstätten geschlossen und auch die Gastronomie ist nur teilweise in Betrieb, vielleicht weil die Vorbereitungen für eine Abendveranstaltung laufen. Im Arzneigarten machen wir Rast, interessant sind die Fotos vom Jahrhunderthochwasser 2002, das den ganzen Ort mit dem Kloster unter Wasser setzte.

Klosterbuch

Klosterbuch

Kurz nach Klosterbuch überqueren dann wieder die Mulde. Steil, sehr steil geht es bergauf und dann an der Hangkante entlang zu zwei Aussichtspunkten. Beim zweiten folgen wir dem aus-geschilderten Wanderweg, der aber ganz anders verläuft, als in der Karte eingezeichnet. Der Weg senkt sich immer mehr, bis wir endlich im Tal sind, aber leider geht es nicht eben weiter, sondern es geht nochmals einige, mehrere Meter in die Höhe, ehe wir dann in einem weiten Bogen die Straße nach Westewitz erreichen. Zuerst hören wir sie, das dumpfe Schlagen einer Trommel und das anfeuernde Zählen einer Kanucrew in einem großen Canadier.

Bei dem an der Mulde gelegenen Restaurant mit Bootsverleih machen wir kurz Pause, denn wir sind gut 5 min zu spät für den Zug und der nächste fährt erst eine Stunde später. In Leisnig müssen wir vom Muldetal noch zur Altstadt empor steigen, ehe wir dann wieder unsere Ferienwohnung erreichen.

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