Winnenden – Endersbach

Posted by herbert - September 4th, 2011

Mit diesem Posting will ich die Vorstellung unserer Fernwanderungen in diesem Blog beenden, wer weiterhin darüber lesen möchte, kann dies in meinem Fernwanderblog ausführlich tun.

Aussichten

Eigentlich wollten wir nicht wandern, aber die Wettervorhersage prognostizierte ideales Wanderwetter und so machten wir uns doch auf den Weg nach Winnenden. Wieder stellen wir das Auto am Bahnhof ab und durchqueren die Stadt bis zum Rathaus und biegen dann in Richtung Schloss ab. Das ehemalige Deutschordensschloss ist seit 1834 Heil- und Pflegeanstalt.   Hier suchen wir das bekannte Mopsdenkmal. Es wurde von Herzog Karl Alexander errichtet und erinnert daran, dass der Feldmarschall seinen Mops 1717 in der Schlacht bei Belgrad aus den Augen verlor, worauf der Hund nach Winnenden zurückgelaufen sei.

Leider ist die Schlosskirche tatsächlich geschlossen, sodass wir den Jakobusaltar nicht besichtigen können. Zunächst gehen wir entlang eines kleinen Bächleins und umrunden dann einen Vorort von Winnenden, ehe wir dann wieder einen längeren Anstieg vor uns haben, der zunächst am Korber Kopf endet, wo wir Pause machen.

Dann geht es oberhalb von Weinbergen hinunter zu einem Bergsattel, dabei ist der Weg von blühenden Wicken gesäumt, am Bergsattel finden wir Rinder, die einen Ponyfrisur tragen und an schottische Rinder erinnern. Wieder geht es bergauf und dann trennen sich die verschiedenen Wege, der Jakobusweg führt abwärts, der Weg durch die Weinberge führt eben weiter, aber natürlich müssen wir steil aufwärts gehen, denn Ingrid will noch 2 Aussichtspunkte besuchen, die uns einen schönen Blick ins Remstal ermöglichen.

Von Kleinheppacher Kopf steigen wir um Weg zu sparen, eine Weinbergtreppe hinunter, gar nicht so einfach mit dem Buggy, vor allem weil die Treppe am Schluss zu schmal wird. Unten angekommen, stellt Ingrid fest, dass sie die Wanderkarte auf einer Bank oben vergessen hat, also steigt sie nochmals die 158 Stufen nach oben. Dann gehen wir im Zickzack durch die Weinberge ins Tal, durchqueren Klein-Heppach und kommen schließlich ganz hinunter zur Rems, ehe wir wieder leicht ansteigen zur S-Bahn-Station, von der wir zurück nach Winnenden fahren. Dabei gibt es in der ersten S-Bahn Schwierigkeiten mit der Öffnung der Türen und so sind wir froh, dass wir den Zug in Waiblingen verlassen können, um umzusteigen.

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Allmersbach – Winnenden

Posted by herbert - August 5th, 2011

Erste Orchideen

Eigentlich wollen wir heute nicht wandern, aber nachdem Ingrid bei wetteronline eine günstige Prognose gesehen hatte, war es klar, dass wir auch heute wandern.

Da wir schnell durch die Baustellen von Schwäbisch Gmünd kommen, erreichen wir in Winnenden einen früheren Zug und haben dadurch genügend Zeit für den Umstieg in den Bus am Bahnhof Backnang.

In der Ortsmitte Allmersbach steigen wir aus und es beginnt ein fast endloser Anstieg, auf dem asphaltierten Anfangsstück darf ich Della mit hochschieben, doch auf einer Mischung aus Kies- und Naturweg wandert sie mit, auch auf dem anschließend wieder befestigten Weg ändert sich das nicht. Gerade denke ich, wie toll es vor einem Jahr mit den vielen Orchideen war und dass wir dieses Jahr aus unseren Wanderung noch keine gesehen haben, weder bei uns im Süden noch im Urlaub in Sachsen, da entdeckt Ingrid die ersten und wir stellen fest, dass es sehr viele Orchideen in der Wiese gibt und Ingrid rätselt noch, welche Sorte es ist. Nach dem ausgiebigen fotografieren, geht es im Wald weiter aufwärts.

Oben geht es im Wald weiter, aber wie? Holzfahrzeuge und der viele Regen haben den Weg nahezu ruiniert und es ist ganz schön schwierig mit dem Buggy durchzukommen und auch Ingrid hat es nicht einfach, denn sie muss Della oft tragen, was dieser aber gar nicht passt und sie wehrt sich mit Strampeln dagegen. Trotzdem schafft Della es das eine oder andere Mal im Matsch zu wandern, sodass sie vor Stülpenhof etwas gesäubert werden muss, bevor sie wieder ihren Buggy besteigen darf. Nach dem Ort machen wir auf einer etwas sonnigen und windgeschützten Wiese unter einem Kirschbaum Pause. Dann geht es auf asphaltierten Weg nach Bürg, vorbei am Turm und dem Restaurant Schöne Aussicht kommen wir zu einer steilen Treppe, also wiederum eine „ideale“ Buggystrecke.

Einen interessanten Spruch können wir an einem modernen Obelisk lesen: Schmerzhaft ist das Sterben eines Illusion.

Anschließend geht es auf einem Weg immer weiter abwärts, wir dürfen die ganzen Anstiegsmeter wieder absteigen. Wir kommen auf einem schönen Weg neben einem Bächlein und einigen Informationstafel nach Winnenden und Della erregt mit ihrem Buggy wie immer Aufsehen.

Wir durchqueren die Fußgängerzone von Winnenden und erreichen bald den Bahnhof und unser Auto. Noch haben wir die Hoffnung, dass es noch so sonnig wird wie gestern, denn bisher war es doch überwiegend wolkig gewesen. Wir gehen daher Pizza essen, aber das Wetter bessert sich leider nicht.

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Backnang – Allmersbach

Posted by herbert - Juli 4th, 2011

Wandern und Stadtbesichtigung

Da wir nicht sicher sind, welcher Wettervorhersage wir Vertrauen schenken sollen, wird es doch ziemlich spät, bis wir zuhause wegfahren und so starten wir erst gegen 14 Uhr am Bahnhof in Backnang. Mit einem Schlenker durch die Altstadt kommen wir hinab zur Murr und überqueren diese und gehen an dieser entlang.

Doch die Wanderung am Fluss ist zunächst keineswegs so romantisch, wie man das gemeinhin denkt, zuerst ist links eine große Baustelle, dann ödes Fabrikgelände, ehe dann Gärten und Wiesen folgen. Entlang des Mineralbades kommen wir schließlich zu einer der Brücken, überqueren die Murr und auf einem Wiesenweg kommen wir nach Steinbach. Da es hier einige interessante Fachwerkhäuser geben soll, gehen wir hinunter zum Rathaus und steigen dann fast wieder an den Punkt hoch, an dem wir den Ort betreten haben. Ob sich der Schlenker gelohnt hat, da meine Bilder leider nichts geworden sind, stelle ich zumindest in Zweifel, obwohl Ingrid sicher anderer Meinung ist.

Auf der Hochfläche geht es weiter, bei einem Modellflugzeugstartplatz finden wir viel Klatschmohn, dann senkt sich der Weg zu einem Bächlein hinab und auf dem Grasweg macht es auch Della wieder Spaß zu laufen. Nach einem erneuten An- und Abstieg erreichen wir Unterweissach, vorher machen wir an einem sonnigen Bänkchen Pause, doch als sich die Sonne hinter Wolken versteckt, merkt man den kalten Wind besonders Im einem Tal mit wenigen Häusern erreichen wir die Ortsmitte mit dem aus zwei Häusern bestehenden Rathaus.

Über einen weiteren Anstieg und Abstieg kommen wir nach Allmersbach und müssten fast eine Stunde auf den Bus warten. Das ist uns bei der Kälte, die Sonne hat sich scheinbar endgültig verzogen, zu lange und wir lassen ein Taxi kommen, erfreulich es ist eins mit Spartarif und so halten sich die Kosten in Grenzen.

Wir lassen Della im Auto zurück und machen uns an die Stadtbesichtigung.

Man vermutet, dass bereits im 8. Jahrhundert eine Pfarrei entstanden sein könnte, um 1024 war Backnang unmittelbares Eigentum des deutschen Kaisers, die Stadt wurde 1235 zerstört und bis 1248 wieder aufgebaut. Gut 50 Jahre später kam die Stadt zu Württemberg und 1555 wurde sie endgültig evangelisch. Ende des 16. und zu Beginn des 17.Jahrhunderts erlebte Backnang eine Blütezeit, in dieser Zeit entstanden das Rathaus, das Schloss neben der Stiftskirche, von dem aber nur ein Flügel gebaut wurde und heute das Amtsgericht beherbergt.

Der Gänsebrunnen beim Rathaus erinnert an den Backnanger Gänsekrieg. Die von den ärmeren Schichten gehaltenen Gänse richteten auf den Felder große Schäden an und so wurde die Gänsehaltung verboten. Doch die Backnanger Frauen baten den württembergischen Herzog um Unterstützung und aller Schikanen zum Trotz wurde 1612 die Gänsehaltung wieder erlaubt.

Die Schrecken des Dreißigjährigen Kriegs wurden durch die Pest gekrönt, der fast 2/3 der Bevölkerung zum Opfer fiel. 1693 steckten französische Truppen die Stadt in Brand und vernichteten sie vollständig und der Wiederaufbau ging nur sehr schleppend voran. Mit der Gründung der oberen Spinnerei 1832 hielt die Industrialisierung Einzug in die Stadt und schufen die Grundlage für die „Süddeutsche Gerberstadt“, dieser Name behielt seine Berechtigung bis in die 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts. Heute hat die Stadt ca. 35000 Einwohner.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind u.a. die Stiftskirche St. Pancratius, das historische Rathaus und der Stadtturm. Die St. Pancratiouskirche wurde von Markgraf Hermann von Baden und seiner Frau gestiftet und diente bis 1240 als Grablege der Markgrafen. Seit der Reformation ist sie die Hauptkirche der evangelischen Gemeinde.

Das erste Rathaus fiel bis auf den Renaissanceunterbau dem Stadtbrand von 1693 zum Opfer und wurde auf den alten Grundmauern 1716 als Fachwerkbau neu errichtet.

Der 45 m hohe Stadtturm ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde auf dem frühgotischen Chor der Michaelskirche aus dem 13. Jahrhundert aufgesetzt, nach dem Einsturz des hölzernen Turms wurde der Turm 1614 nach Plänes des Landesbaumeisters Heinrich Schickardt gebaut. Diese Pläne waren auch Grundlage des Wiederaufbaus nach dem großen Stadtbrand.

Da die Wolken immer weniger werden und die Sonneneinstrahlung stärker, haben wir trotz der frühen Abendstunden Bedenken, ob es im Auto für Della nicht zu warm wird, daher gehen wir nicht zum Abendessen, sondern zum Auto zurück. Hier ist angenehm warm, aber noch nicht zu heiß für Della.

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Oppenweiler – Backnang

Posted by herbert - Juli 1st, 2011

Wege in Karten sind mitunter Glückssache

Wir stellen unser Auto am Bahnhof ab und sind nach wenigen Schritten im naturnah gestalteten Schlosspark und beim achteckigen Wasserschloss von 1782, das heute der Gemeinde als Rathaus dient. Hier machen wir Rast, ehe wir das Schloss weiträumig umrunden. Dabei kommen wir an einem sehr kleinen Pfauengehege vorbei, das eigentlich den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt.

An der heute evangelischen Jakobuskirche vorbei, die deshalb natürlich geschlossen ist, gehen wir durch ein Wohngebiet nach Südwesten. Die Kirche wurde erstmals 1353 erwähnt und wurde Ende des 16. Jahrhundert evangelisch.

Bei dem in Privatbesitz befindliche Katharinenschloss müssen wir leider wieder einen Umweg machen, denn auf den Karten waren Wege eingezeichnet, die innerhalb der Schlossmauer verlaufen und somit von uns nicht begangen werden konnten.

Wir durchqueren den nächsten Ort und nach einer kurzen Strecke auf der Straße nach Backnang erreichen wir den Wald und können hier auf einem schönen Naturpfad in Richtung Backnang wandern. Über den Fußweg Zeller Weg kommen wir dann sehr schnell in die Innenstadt, allerdings machen wir kurz Pause, um den am Morgen frisch gebackenen Kuchen und mitgenommenen Kuchen zu verzehren.

Wir durchqueren die Innenstadt ohne zu Fotografieren, um den nächsten Zug zu erreichen, denn sonst müssten wir eineinhalb Stunden warten, sodass wir wieder spät heimkommen würden.

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Murrhardt – Oppenweiler (1)

Posted by herbert - Juni 15th, 2011

Der Buggytrageweg

Bevor wir unsere eigentliche Wanderung beginnen, machen wir einen kurzen Abstecher ins Felsenmeer und zum kleinen, aufgestauten Römersee. Das Felsenmeer ist durch einen Abbruch der Stubensandsteinkante entstanden und bietet viel Raum für Sagen und Märchen. Ein interessanter Zick-Zack-Anstieg, aber oben wird der Rundweg doch immer uninteressanter und verläuft oft auf Kieswegen, die kaum Schatten bieten und es ist heute schon ganz schön warm. So kürzen wir ab und kommen an einer Stelle vorbei, wo früher ein Aussichtspunkt stand, doch derzeit sieht man nicht mehr nach Murrhardt hinunter. Der Abstieg ist teilweise sehr steil, aber als Naturweg durchaus angenehm zu gehen.

Danach starten wir außerhalb von Murrhardt und sind bald am unteren Wasserfall des Hörschbachtals und bisher ist auch alles im grünen Bereich.

Die Hörschbachschlucht ist Naturschutzgebiet mit markanten Felsbildungen und zwei Wasserfällen, der Hörschbach wird durch den Zusammenfluss der Mähder- und Langenwaldbach gebildet. Der Wald ist Schonwald und soll sich ohne menschliche Eingriffe natürlich weiterentwickeln.

Kurz nach dem unteren Wasserfall teilt sich der Weg in einen Hang- und einen Bachweg. Beim Anblick des Anstiegs ist die Entscheidung für den Bachweg eindeutig, und landschaftlich ist auch alles wunderschön, auch der Wanderweg ist von einigen schmierigen und rutschigen Stellen sehr naturnah und ohne Buggy zwar anstrengend aber durchaus machbar.

Doch der Buggy – ohne Della, die hier mal ihre eigenen 4 Pfoten benutzen darf – muss immer wieder getragen werden, oft mehrere Meter. Mal sind es stufige, extrem schmale Anstiege, dann wieder Abstiege, mal sind es Steine, die sich gegen den Buggy sperren, mal sind es Wurzeln. Wir kommen kaum vorwärts, dann meint ein Wanderer, der uns überholt, dass dies hier alles noch harmlos sei, aber es würde noch bedeutend schlimmer. Doch davon lasse ich mich noch nicht sehr beeindrucken, als aber wenig später eine Frau dasselbe sagt werde ich nachdenklich.

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Obermühle – Murrhardt

Posted by herbert - Juni 11th, 2011

Anstieg und Abstieg

Das Besondere dieser Strecke ist, dass es bald nach dem Beginn fast stetig aufwärts geht und dann sehr schnell genauso stetig abwärts, der sonst häufig zu beobachtende Wechsel zwischen Auf und Ab fehlt hier fast vollständig.

Wir stellen unser Auto in Obermühle ab, sind aber nicht ganz sicher, ob es sich nicht um ein Werksgelände handelt, hoffen in diesem Fall aber auf die Nachsicht der Firma.

Anfang gehen wir auf dem Radweg im Tal, ehe wir dann auf einer Straße steil bergan steigen und das ist mit Della im Buggy gar nicht so leicht. Als wir dann die Straße verlassen, darf oder muss Della den weiteren Anstieg selbst bewältigen, das uns natürlich etwas Zeit kostet. Auch heute finden wir wieder Schlüsselblumen und andere Frühlingsblumen am Wegrand, interessant sind die gerade aufblühenden Nestwurzen.

Als Della eine Spur findet, versucht sie dieser zu folgen, allerdings hindert sie nach einigen Metern die Leine am weiteren Suchen, aber in der Folge kann ihr Ingrid kaum folgen, so schnell kann Della immer noch rennen, wenn sie will.

An der Pilgerruh am Prügelteich – ich frage mich, ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte – machen wir Rast und bald haben wir den langen Aufstieg beendet, allerdings endet auch der Wald und wir müssen auf der Straße weiterwandern. Wir durchqueren Wolfenbrück und dann hat uns der schattige Wald wieder, denn wie gestern ist es auch heute sehr sonnig.

Im Wald geht es dann auf einem schmalen Pfad im Zickzack steil bergab und auch diese Strecke scheint Della zu lieben, denn sie zieht Ingrid hinter sich her. Dann wird der Weg durch einen umgestürzten Baum blockiert, man kann ihn zwar umgehen, doch den Buggy müssen wir mühsam darüberheben. Bald erreichen wir über einen steilen Feldweg die Talsohle und Spiegelsberg mit seinen hübschen Fachwerkhäusern. Auf dem Fußweg neben der Straße erreichen wir den Ortsrand von Murrhardt.

Obwohl es eigentlich im Tal weitergeht und wir nach wenigen hundert Meter die Altstadt erreichen könnte, will Ingrid nicht entlang der Zufahrtstraße weiterwanden, sondern wir müssen mühsam bergauf steigen, um dann in der Panoramastraße, leider mit wenigen Ausblicken wegen der Häuser, in die Stadtmitte zu gelangen, der Fußweg zum Schluss ist zwar schön, aber die Treppen machen nicht unbedingt Spaß.

Murrhardt blickt auf eine mehr als 1800 Jahre alte Stadtgeschichte zurück, denn die Stadt war bereits römische Garnisonsstadt des Limes, das Unesco-Welterbe durchquert den Ort von Nordwesten nach Südosten. Bedeutsam ist auch das ehemalige Kloster, das um 816 gegründet wurde und mit seinem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Baubestand überwiegend erhalten geblieben ist.

Wir schauen uns die sehenswerte Altstadt und die Parkanlage an und während sich Ingrid dort mit Della erholt, gehe ich zum Bahnhof und bin gespannt, ob der Zug planmäßig fährt, denn im Internat hat die Bahn auf mögliche Beeinträchtigungen wegen einer Baustelle auf der Strecke hingewiesen, doch der Bahnbeamte am Bahnhof weiß nichts von einer Baustelle oder möglichen Beeinträchtigungen und wirklich der Zug ist ganz pünktlich. In Fichtenberg steige ich um in den Bus und erlebe, wie ein Busfahrer versucht aus einem Gelenkbus einen Rennwagen zu machen. Ich bin froh, als ich aussteigen kann. Ich fahre nach Murrhardt und hole Ingrid am Bahnhof ab.

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Uttenhofen – Obermühle

Posted by herbert - Mai 23rd, 2011

Schlüsselblumen begleiten uns den ganzen Tag, obwohl sie am schönsten kurz vor dem Ziel blühen, daneben finden wir weiße und gelbe Buschwindröschen, Veilchen und zum Schluss auch noch Sumpfdotterblumen.

Doch der Reihe nach, auf der Fahrt nach Uttenweiler machen wir natürlich noch mal einen Halt in Schechingen, denn heute ist der letzte Tag an dem man den wunderschönen Osterbrunnen für dieses Jahr bewundern kann, was wir natürlich ausführlich machen.

In Uttenweiler stellen wir unser Auto in der Nähe der Bushaltestelle ab, von der wir im Dezember nach Schwäbisch Hall zurückgefahren waren. Nach wenigen Metern sind wir bei den ersten Häusern von Uttenweiler und gehen dann am Ortsrand auf kurzem Weg zu den Feldern und auf befestigtem Weg über offene Gelände erreichen wir bald Rieden.

Die heute evangelische Marienkirche steht auf einer Anhöhe und wirkt dadurch besonders wuchtig. 1436 wurde der Grundstein zu einer Wallfahrtskirche gelegt, nachdem gut 60 Jahre vorher dort ein Kreuz von roter Erde gefunden worden sein soll, in dem sogar Bruckstücke des Kreuz Jesu eingeschlossen sein sollten.

Der Kirchhof war ursprünglich als Zufluchtsort bei feindlichen Angriffen wehrhaft mit einer hohen Ringmauer ausgestattet. Die Kirche hat Ähnlichkeiten mit der Michaelskirche von Schwäbisch Hall.

Während sich Ingrid kurz die wuchtige Kirche von innen ansieht, warte ich mit Della draußen und kann in aller Muße einen blühenden Forsythienstrauch fotografieren. Am Ortsende von Rieden treffen wir dann auf die ersten Schlüsselblumen, die sich in der hellen Sonne dem Fotografen verwehren, wie ich abends beim Anschauen meiner Digitalbilder feststellen muss. Vorbei an einem Spiel- und Rastplatz steigen wir auf endlich unbefestigtem Weg steil bergauf und ich bin froh, dass Della hier einigermaßen Spaß beim Laufen hat.

Kurz bevor wir die Kammhöhe erreicht haben, machen wir auf einer Bank mit schönem Ausblick auf Westheim Pause, ehe uns der auflebende Wind doch zu einem schnellen Aufbruch veranlasst. Zunächst geht es auf einem Kamm weiter, immer wieder erlauben die unbelaubten Bäume einen Ausblick ins Vorland.

Als es dann breiter wird, kommen wir auch wieder auf gekieste Waldwege, ehe wir an einer Pilgerrastbank nochmals kurz Pause machen. Jetzt wandern wir auf Naturboden weiter, dann geht es steil bergab und wenn es bisher immer trocken war, jetzt ist der Weg auf einmal teilweise nass und schmutzig, wie uns der schriftliche Pilgerführer bereits vorgewarnt hatte.

Della hat es nun ganz eilig und Ingrid kommt kaum mit, während ich fast Mühe haben, den Buggy zu halten. Dann erreichen wir einen Kiesweg und wenn man von dem Kies absieht, ist es ein wunderschöner Weg, immer wieder finden wir Schlüsselblumen und andere Frühlingsblüher, dann nehmen die Blüten ab, denn wir gehen jetzt in einem schmalen Tal neben einem Bächlein bergab, ja man könnte es fast eine Schlucht nennen.

Unten im Tal finden wir dann immer mehr Schlüsselblumen und schließlich auch die schon erwähnte Sumpfdotterblume. Wir haben genügend Zeit zum Fotografieren, zum einen dauert es noch lange, bis der Bus kommt und der Weg ist nicht mehr weit. Zum andern sehen wir in einiger Entfernung 4 Reiter mit zwei großen freilaufenden Hunden, die sich kaum vom Fleck bewegen. Leider geht unsere Hoffnung, sie würden vor uns nach Obermühle reiten, nicht in Erfüllung, sondern sie kommen uns entgegen.

Ich weiche mit Della im Buggy auf eine Wiese aus, einer der Hund macht Anstalten, zu uns zu kommen, aber dann wird er zurückgerufen und erfreulicherweise ist es ein folgsamer Hund. In Obermühle müssen wir noch eine halbe Stunde warten, bis der Bus ganz pünktlich kommt. Da wir nicht ganz sicher, sind, dass es mit dem Anschluss in Bibersfeld klappt, kauft Ingrid nur bis dorthin die Fahrkarten. Wir steigen aus und sind zunächst verunsichert, denn die Linie 10 mit der wir fahren wollen, ist auf der Haltestelle nicht aufgeführt, aber es hängt der Fahrplan aus, doch der verunsichert uns weiter, denn am Sonntag scheint kein Bus zu fahren. Dann merken wir, dass der Druck um eine Spalte verrutscht ist und sind ganz zuversichtlich, dass ein Bus kommt.

Auch dieser Bus ist pünktlich und es ist derselbe Bus mit demselben Fahrer, der dann nur eine Fahrt berechnet, denn wenn wir sofort mit Umsteigen gebucht hätten, wäre es billiger gewesen. In Uttenhofen steigen wir am Ortsrand aus und gehen zur Sigismund-Kapelle in der Ortsmitte und dann zu unserem Auto. Da es in Schwäbisch Hall ein indisches Lokal gibt, fahren wir dorthin, um später festzustellen, es wäre besser gewesen, direkt heimzufahren, denn das Essen war einfach geschmacklos, es hat etwas satt gemacht, aber auch nicht mehr.

Wer mehr über unsere Fernwanderungen und Pilgerwege wissen möchte, wird hier fündig

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Das war nicht unbedingt unser Tag

Posted by herbert - Mai 13th, 2011

07.12.  Schwäbisch Hall – Uttenweiler

und vielleicht ist auch Schwäbisch Hall nicht unsere Stadt, denn zum dritten Mal auf dieser Wanderung sind wir hier, und zum dritten Mal ist kein gutes Fotografierwetter.

Doch der Reihe nach, eigentlich müsste es bequem nach Rieden reichen, um von dort mit dem Bus nach Schwäbisch Hall zu fahren, doch dann wird in einem Dorf vorher seit mehr als 4 Wochen die Durchgangsstraße gefräst und neu asphaltiert und heute dauert die Ampelschaltung besonders lange und dann kommen auch noch viele Fahrzeuge in der Gegenrichtung als es bei uns schon grün an der Ampel zeigt und als das erste Fahrzeug an der Ampel starten könnte, ist es schon wieder rot, trotzdem fahren die ersten 4-5 Autos durch.

Als wir dann beim 2. Grün die Baustelle queren können, ist klar, für den Bus reicht es nicht, wir müssen nach Schwäbisch Hall fahren und dort (teuer?) parken. Als wir auf einem gut gelegenen Parkplatz wahrscheinlich 5 € zahlen müssten, fahren wir noch zu einem anderen, der ist zwar kostenfrei, aber fast einen Kilometer außerhalb und ähnelt eher einem Schlammbad als einem Parkplatz, also kehren wir reumütig zum ersten Parkplatz zurück.

Während es auf der Fahrt überwiegend sonnig war, ist Schwäbisch noch teilweise in Nebel gehüllt, der sich nur langsam verzieht. Wir überqueren auf zwei Fußgängerstegen den Kocher und steigen zum auf halber Höhe gelegenen Bahnhof empor. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass der Wanderweg auf der anderen Seite der Gleise beginnt und so gehen wir zum Treppenturm, der zur Fußgängerbrücke über die Straße und den Hang zum Bahnhof führt. Wohlgemut drücke ich auf den Knopf des Aufzugs, aber der reagiert nicht und so muss ich den Buggy die vielen Stufen hoch schleppen.

Am Bahnhof finden wir auch die Markierung, die uns aber zunächst nicht über die Gleise sondern am Bahnhof vorbeiführt und wir stellen fest, dass wir ganz bequem auf der Straße hätten weiterwandern können. Jetzt geht es steil hinauf, und um den vielen Stufen auszuweichen, muss ich den Buggy über nasses Gras den Berg hinaufziehen. Oben angekommen, will ich Della etwas laufen lassen und stelle mit Erschrecken fest, dass ich die Leine im Auto vergessen habe, weil ich Della vom Auto sofort in den Buggy gesetzt habe. Von der Kante des Kocherhangs haben wir einen guten, nur durch dickere und dünne Äste gestörten Blick auf die Ruine Limburg und wenig später auch auf die Comburg, die wir an einer Stelle sogar gut fotografieren können.

Als wir ans Pause machen denken, stellen wir fest, dass wir unser Sitzkissen zu Hause vergessen haben. Jetzt geht es steil bergab und kurz auf einer schmalen Straße in den nächsten Ort. Hier finden wir sowohl an einem Haus als auch im bewohnten Schlösschen interessante Dekorations- und Kunstgegenstände.

Da Della unbedingt auch mal selbst laufen will, vielleicht muss sie auch nur mal, mache ich den Schultergurt von dem Fahrradtäschchen am Buggy weg und habe so wenigstens eine – allerdings sehr kurze- Ersatzleine, die aber bei dem folgenden steilen Aufstieg gute Dienste verrichtet.

Nachdem zunächst das Wetter etwas sonniger geworden war, ziehen jetzt die Wolken immer schneller zu und die Sonne verschwindet ebenso wie die letzten kleinen Flecken blauen Himmels.

Wir schauen auf die Uhr und den Busfahrplan und stellen fest, alles ganz ungünstig, den nächsten Bus schaffen wir nicht in Rieden, auch im vorher gelegenen Uttenweiler werden wir ihn um wenige Minuten verpassen und der nächste fährt erst in einer Stunde, das würde mehr als eine halbe Stunde Wartezeit bedeuten und das bei dem jetzt ungemütlichen Wetter. Am Ortsrand von Uttenweiler ist ein Supermarkt, Ingrid geht in den Eingangsbereich, um im Warmen einen Pullover unter ihrem Anorak anziehen zu können, während ich einige Schritte weitergehe und eine Bushaltestelle entdecke. Ich hoffe, Ingrid wird nicht auch noch beim Bäcker etwas einkaufen, aber sie kommt gleich wieder heraus. Ich gehe schon zur Bushaltestelle vor und stelle fest, hier verkehrt eine andere Buslinie und in wenigen Minuten müsste ein Bus eintreffen.

Dem ist auch so und er hat sogar einen bequemen Buggyeinstieg. Am scharfen Eck steigen wir aus und erreichen bald den Parkplatz mit unserem Auto. Da es immer noch mild ist, können wir Della im Auto lassen und gehen zum Weihnachtsmarkt in der Gelbinger Gasse. Wir sind eigentlich sehr zuversichtlich, dass es in dieser idyllischen Stadt einen ebensolchen Weihnachtsmarkt gibt, aber selten sind wir so enttäuscht worden. Nur 10 Stände, weit auseinanderliegend, bilden einen mehr als kümmerlichen Markt und so sind wir schnell wieder beim Auto und fahren heim.

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Schade, keine Sonne

Posted by herbert - Mai 6th, 2011

15.11. Schwäbisch Hall – Comburg und Stadtbesichtigung

Da etwas überraschend Sonne und Wolken vorhergesagt werden, hat Ingrid gestern Abend noch vorgeschlagen zu Wandern, genauer gesagt, Schwäbisch Hall anzuschauen und zur Comburg zu gehen.

Doch leider hat auch heute der Wetterbericht Unrecht, denn die Sonne zeigt sich nur einmal in Ansätzen, sonst ist es trüb und bewölkt, keine idealen Voraussetzungen, um in der malerischen Altstadt zu fotografieren. Wir stellen unser Auto unterhalb des Marktplatzes ab und entscheiden uns zuerst zur Comburg zu wandern. Wir gehen zum Kocher, überqueren diesen zweimal und wandern mit Blick auf die malerische Altstadt zum ehemaligen Gartenschaugelände, das wir durchqueren, ehe wir steil zur Limpurg emporsteigen, die wenigen Ruinenreste rechtfertigen den Aufstieg kaum, allerdings hat man einige schöne Ausblicke auf die Comburg.

Zuerst suchen wir einen Weg über Oberlimpurg, drehen dann wieder um und gehen den steilen Weg wieder ins Kochertal hinunter. Oberhalb des Kochers gehen wir auf einem alten Sträßchen nach Steinbach, dort folgen wir weiter dem Bäumlesweg der um die Comburg herumführt und wir stellen fest, dass es vielleicht doch schneller gewesen wäre, wenn wir nicht umgekehrt wären, hätten dann aber den hübschen Weg entlang des Kochers nicht erlebt. Wir schauen uns auf der Comburg etwas um, leider kann die Kirche nur mit einer Führung besichtigt werden und die finden in den Wintermonaten nur auf Voranmeldung statt.

Auf einem mit steinernen Figuren ausgestatteten Weg gehen wir in die Ortsmitte von Steinbach, um festzustellen, dass es keinen passenden Bus gibt, so gehen wir auf dem kürzesten Weg zum Auto zurück, wo wir etwas essen und Della zurücklassen, die an einer Stadtbesichtigung immer wenig Interesse zeigt. Leider wird das Wetter nicht besser, sondern es wird immer dunkler und schon bald reicht das Licht in den mitunter engen Gassen kaum noch zum fotografieren aus, sodass wir den Rundgang früher als erwartet beenden und den Rest der Altstadt beim nächsten Weiterwandern noch anschauen müssen.

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Besser als vorhergesagt, aber schlechter als erhofft

Posted by herbert - März 31st, 2011

©walker

14.11. Geislingen – Schwäbisch Hall

Die Überschrift trifft es genau, denn trotz der Unkenrufe der Wetterfrösche regnet es nicht, aber Ingrids Hoffnung auf etwas Sonne erfüllt sich auch nicht. Wir starten am Ortsende von Geislingen und steigen bald steil empor und sehen noch ein letztes Mal zur Autobahnbrücke zurück. Dann senkt sich der Weg wieder und wir kommen auf einen asphaltierten Weg, den wir nach wenige Schritten wieder verlassen und erneut steil hochsteigen.

Wir bleiben im Wald und finden einige interessante Pilze und das am Boden liegende Laub macht die Wanderung auf unbefestigten Wegen sehr angenehm, vor allem sind diese trotz des vielen Regens in den letzten Tagen kaum schmutzig.

Wir erreichen Eltershofen mit seinem hübschen kleinen Schloss und gehen kurz durchs offene Gelände nach Breitenstein.

Kurz geht es durch den Ort, dann etwas abwärts und schon sind wir wieder auf einem schönen, mitunter etwas schmalen Hangweg, der uns schnell an den Stadtrand von Schwäbisch Hall bringt. Nach einer Unterquerung kommen wir zur Gelbinger Gasse, wo wir die ersten schönen Häuser finden. Vor dem Marktplatz biegen wir rechts ab, überqueren den Kocher und steigen etwas zur Bushaltestelle am scharfen Eck auf.

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