Geschafft sind wir

Posted by herbert - April 27th, 2012

und geschafft haben wir es. Die letzten Tage waren extrem anstrengend, denn innerhalb weniger Tage mussten meine Frau und ich einen komplett neuen Diavortrag unter dem Titel Wanderparadies Rügen kreiieren. Ganz einfach, denken Sie. Ganz schön schwierig, kann ich Ihnen sagen.

Unsere normalen Diawandervorträge sind einfach zu gestalten, wir haben Dias, die – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die in einer bestimmten Reihenfolge vorhanden sind, die auch der Bildreihenfolge des späteren Vortrags entspricht. Wir müssen also nur die Dias anschauen und die besten auswählen und darauf achten, dass die Zahl 300 als oberste Grenze nicht überschritten wird.

Doch bei diesem Rügenvortrag war alles anders. Aus den letzten 6 Jahren haben wir – nach Regionen geordnet – einige Tausend Dias und nachdem ich vorab in etwa festgelegt habe, wieviele Bilder wir von jeder Region zeigen wollen, mussten wir die ganzen  jeder Region Bilder anschauen, um uns einen Überblick über das vorhandene Bildmaterial zu verschaffen. Dann aus den Kästen die jeweils besten aussuchen und das waren logischerweise deutlich mehr als die maximal mögliche Zahl.

Dann mussten die Bilder in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden, aus den Bildern mit gleichem oder ähnlichen Motiv musste das oder die besten ausgewählt werden und die Maximalzahl der Bilder eingehalten werden. Dann mussten wir schauen, ob auch alles, was wir zeigen wollten, auch in den ausgewählten Bildern vorhanden waren, wenn nicht, mussten wir nochmals auf die Suche gehen, um das entsprechende Bild oder auch die entsprechenden Bilder zu finden und in die Serie einzufügen, wobei immer wieder das Überschreiten der Obergrenze drohte.

Dann war die Bilder der Serie ausgewählt, aber wir noch nicht am Ende, denn ich musste noch den Begleittext erstellen und meine Frau die Dias hinter Glas rahmen. Der TExt ging schneller als üblich, denn aus meinem geplanten Wanderbuch und von früheren Vorträgen hatte ich die wichtigsten Daten parat und natürlich weiß ich auch sehr viel über Rügen, was ich nicht unbedingt aufschreiben muss, sondern das ich situationsbedingt während des Vortrags erwähne.

Auf den letzten Drücker fahre ich dann zum Vortragsort und schleppe alle benötigten Utensilien aus einem zwar nahestehenden, aber trotzdem für Tragen weit entfernten Parkhaus in den Vortragssaal. Dort werde ich mit den Worten empfangen, es sei unsicher, ob der Vortrag überhaupt stattfinden könne, denn es hätten sich nur sehr wenige Teilnehmer angemeldet und wenn die Mindestzahl unterschritten würde, müsste man absagen und ich erhielte nur ein niedrigeres Ausfallhonorar. Wenn jemand kommt, halte ich den Vortrag, auch wenn ich nur das Ausfallhonorar erhalte.

Aber die Bedenken waren schon eine Viertelstunde vor Beginn hinfällig, denn da war die Mindestzahl bereits deutlich überschritten und am Schluss waren es fast zehnmal so viel, wie sich angemeldet hatten und natürlich konnte ich den Vortrag halten und mit den tollen Bilder meiner Frau begeistern.

Allerdings frage ich mich, ob Voranmeldungen für einen solchen Vortrag wirklich für die Veranstalter Sinn machen, denn gerade für so einen Abend entscheiden sich doch viele Besucher ganz spontan, ob sie hingehen oder nicht. Ein ganz ähnliches Bild ergab sich letzte Woche an einem anderen Ort, viel zu wenig Anmeldungen und dann reichten die vorhandenen Stühle kaum aus, denn es kann fast die 5-fache Zahl der Angemeldeten.

Trotz Bedenken beider Veranstalter wurden die Vorträge vorher nicht abgesagt und wurden ein Erfolg.  Allerdings kenne ich auch einen Veranstalter, der nicht auf Spontanbesucher hofft, sondern die Veranstaltung in einem solchen Fall einfach absagt, was für den Referenten besonders ärgerlich ist, denn er hat den Termin reserviert, den Vortrag vorbereitet und erhält dann nichts.

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