Eigener Endpunkt

Posted by herbert - Februar 17th, 2011


28.9 Schrozberg – Eberbach

Während ich tanke, fährt Ingrid an mir vorbei und wartet bei der Talabfahrt auf mich. Dabei wird sie von zwei Jakobswanderer angesprochen, die den Anfangspunkt verpasst haben und nun nicht wissen, wie sie zum Jakobsweg kommen.

Als Ingrid erwähnt, dass wir die Strecke nach Schrozberg gestern gewandert sind, fragt die voll bepackte Frau, ob man die Wanderung in 3-4 Stunden absolvieren könne. Wir sind erstaunt, 18 km in 3 Stunden, so sportlich hat das Paar nicht gewirkt, aber wir wollen ihnen ihre Illusionen nicht rauben und sagen daher nur sehr vage, wir hätten deutlich länger gebraucht.

Nachdem wir die beiden auf den rechten Weg gebracht haben, fahren wir nach Eberbach. Das liegt zwar nicht am Jakobsweg, ist aber auf einer idyllischen Talwanderung zu erreichen und wir müssen dann nicht wieder an großen Putenmästereien vorbei. Leider müssen wir eine große Umleitung fahren und natürlich auch auf der Rückfahrt nach Schrozheim und so kommen wir doch später weg, als erhofft.

Das kleine Städtchen weist außer dem imposanten Schloss keine Besonderheiten auf und so verlassen wir den Weg entlang des Bahndamms, kurze Zeit auf einem Grasweg. Die Straße wechselt mit einem idyllischen Waldweg, dann wieder kurze Zeit Straße und erneut ein Grasweg entlang der Bahntrasse, ehe dann für sehr lange asphaltierte Wege und eine durchaus befahrene Straße folgt. Aber auch auf den eigentlich nicht zugelassenen Feldwegen sind mehr Autos unterwegs als erlaubt.

Mitunter sind es die kleine Dinge, die eine Wanderung so interessant machen, wie die grüne Heuschrecke

In Erpfersweiler stellen wir erstaunt fest, dass sich hier zwei Jakobuswege trennen, nämlich der nach Rottenburg und einer nach Speyer. An einem kleinen Teich machen wir Rast, ehe es auf asphaliertem Weg weitergeht. In Billingsbach finden wir einige schöne Kürbisdekorationen, nicht zuletzt am Rathaus.

Steil geht es auf der Straße hinunter zur Hertensteiner Mühle und es folgt das romantische Bachtal mit einem fast ausgetrockneten Bach. Im Talgrund ist der Weg manchmal sehr schmal und kaum auszumachen. Als wir dann etwas hochsteigen, finden wir im Wald viele wunderschöne Pilze, die immer wieder fotografiert werden müssen, ebenso wie zwei Blindschleichen. Auf halber Höhe geht es am Hang entlang und der Weg wird immer kiesiger. Dann senkt er sich nach Eberbach hinunter und dort finden wir wieder einige schöne Kürbisdekorationen.
Dann holen wir noch den PT und fahren dann mit beiden Autos heim.

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