Horror Bahnfahren (1)

Posted by herbert - Januar 21st, 2011

Früher habe ich meine geschäftlichen auswärtigen Termine fast ausschließlich mit der Bahn wahrgenommen und ich hatte selten Grund zu wirklicher Klage. Aber gestern durfte ich erleben, dass die negativen Berichte in den Medien nicht übertrieben sind, sondern traurige Realität.

Doch der Reihe nach, an Mittwoch fahre ich mit der Bahn nach Erfurt und wähle Zugverbindungen mit sehr ausreichenden Umsteigeaufenthalte und komme auch fast pünktlich an.

Aber das galt leider nicht für die Rückfahrt, bei dem ich zwei Umstiege eingeplant hatte, um von Ulm mit dem letzten Zug zu meinem Wohnort zu kommen.

Schon in Erfurt verkehrten sehr viel Züge auf anderen Gleisen als ausgedruckt, aber der Zug nach Fulda war einigermaßen pünktlich und ich war guter Dinge, heute noch nach Hause zu kommen. Dann im Bahnhof Eisenach die Durchsage, dass es wegen eines Maschinenschadens einige Minuten Aufenthalt geben würde. Aus den einigen Minuten wurden dann mehr als 20 Minuten.

Damit war klar, der Anschluss in Fulda würde nicht mehr klappen und ich wollte mich dann bei einem Zugbegleiter nach Alternativen erkundigen, doch obwohl in den ersten 20 min mindestens 2 x ein Zugbegleiter durch das Zugabteil gestiflelt waren, in den nächsten gut 90 min, die ich in diesem Zug zubringen durfte, ließ sich kein Zugbegleiter mehr sehen, vielleicht hätte sie dann auf die Fragen der Reisenden Auskunft geben oder Weiterfahrten klären können und mit dem ganzen Gepäck durch den Zug zu gehen, um dann vielleicht doch keinen Zugbegleiter zu finden, war mir zu anstrengend.

Ich entschied mich, nach einem Blick in den schriftlichen Fahrplan nicht in Fulda umzusteigen, um dort 35 min zu warten, sondern bis Frankfurt weiterzufahren, denn der IC war auf dieser Strecke nicht langsamer als der ICE. Ich hoffte, in Frankfurt noch einen IC nach Stuttgart zu erreichen und bei entsprechender Voranmeldung durch die Bahn wäre das sicher möglich gewesen, denn dieser Zug verließ den Bahnhof als mein Zug aus Erfurt gerade einfuhr.

Dann erkundigte ich mich am Servicepoint, wie es weitergehen sollte und wie ich heimkommen sollte und da die Mitarbeiterin kurz vor der Ablösung stand, war sie nicht interessiert, sich wirklich um mich zu kümmern, sondern sagte mir nur, ich solle das doch in Stuttgart klären, wobei ich mich und sie fragte, ob dies in Stuttgart nicht schwieriger wäre als hier, wo die Verspätung bekannt war. Doch sie wollte einfach nicht.

Ich schaute auf die Anzeigentafel, wo bei den meisten Abfahrten Veränderungen bei den Abfahrtsgleisen angegeben waren, nicht aber bei dem ICE, der mich nach Mannheim bringen sollte. Nachdem ich ein belegtes Brötchen gegessen hatte, zeigte mir ein Blick auf die Uhr, dass ich noch genügend Zeit hätte bis zur Abfahrt und da am Servicepoint gerade kein Betrieb war, ging ich nochmals zum Servicepoint und die Mitarbeiterin, die mich jetzt bediente, war kompetent und freundlich und sie gab mir einen Taxigutschein von Aalen zu meinem Wohnort, allerdings dauerte es doch etwas länger als erwartet.

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