foodwatch – nein danke

Posted by herbert - Oktober 18th, 2010

Eigentlich hielt ich foodwatch bisher für eine ganz sinnvolle Einrichtung. Bisher hatte ich den foodwatch newsletter abonniert, obwohl mich die ständige Bitte um Spenden oder Mitgliedschaft schon leicht gestört hat.

Aber jetzt ist für mich der Ofen aus, werde ich doch gerade mitten in der Arbeit durch einen Telefonanruf von Foodwatch gestört und es wird versucht, mich für eine Unterstützung (sprich Geld) zu gewinnen.

Sorry, so geht es doch nicht.

Ich werde gleich mal prüfen, ob ich durch das Abonnieren des Newsletters unabsichtlich meine Einwilligung zu einem Werbeanruf gegeben habe, wenn nicht, dann wird mein Anwalt Arbeit und foodwatch Ärger bekommen.

Selbstverständlich werde ich den Newsletter kündigen und auch über keine Aktion von foodwatch hier schreiben.

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9 Responses to “foodwatch – nein danke”

  1. kati67

    Oh ja, das kommt mir doch bekannt vor. Mir ging das auch auf die Nerven, deshalb habe ich auch den Newsletter gekündigt. Der RSS- Feed ist mir da oftmals lieber. Da lese ich einfach das Neueste und gut.

  2. herbert

    Ich habe natürlich auch foodwatch direkt angeschrieben, bisher ohne Reaktion, mal sehen, ob und wann welche Reaktion kommt. Darüber werde ich dann berichten.

  3. ozeki

    Mitgliedschaften bietet Foodwatch nicht an. die Mitgliederzahl ist auf max. 100 in der Satzung festgeschrieben und wird geheim gehalten. Schaut mal in die Foodwatchsatzung z.B. was die Mitbestimmung und demokratische Wahlen betrifft, die wirkt sehr nordkoreanisch. Man wird aber immer wieder aufgefordert Förderer zu sein, d.h. zahlen und Schnauze halten. hier hat Thilo Bode eine Firma zu seinen Gunsten gegründet, das hat er bei Greenpeace gelernt, die übrigens auch nur max 30 Mitglieder in Deutscland haben, der Rest sind nur Förderer, auch hier gilt mitbestimmen nein, zahlen ja.
    Bei Slow Food hingegen handelt es sich um einen Verein der z.Z. sogar so basisdemokratisch ist das jedes Mitglied sogar den Bundesvorstand mitwählen kann (kein Delegiertensystem) und es auch regionale Gruppen gibt mit Neuwahlen, Vorständen, Entlastungen usw.
    Bei slow Food hingegegn

  4. herbert

    da ich nie die Absicht hatte, Mitglied zu werden, habe ich mir die Satzung noch nicht angeschaut, daher kann ich dazu nichts sagen. Ich weiss nur, dass ich sauer bin und foodwatch sicher nicht mehr unterstützen werden, weder ideel und schon gar nicht materiell.

  5. Martin Rücker, foodwatch

    Hallo Herr Walker,
    gerne möchte ich für foodwatch zu Ihren Blog-Einträgen Stellung nehmen. Ich finde es ein wenig schade, dass Sie entgegen Ihrer Ankündigung die Antwort meiner Kollegin auf Ihre direkte Anfrage an uns hier bislang nicht wiedergegeben haben. Wir hatten Ihnen die genannten Punkte bereits direkt zu erklären versucht.

    Aber da Sie foodwatch in Ihrem Blog öffentlich kritisieren, möchte ich auf diesem Wege ebenfalls öffentlich darauf antworten. Zunächst möchte ich richtigstellen, dass foodwatch selbstverständlich Mitgliedschaften anbietet. Wir unterscheiden dabei zwischen Fördermitgliedern und stimmberechtigten Mitgliedern, die auf den Mitgliederversammlungen eine Stimme haben. Im Prinzip kann jeder stimmberechtigtse Mitglied werden – aus gutem Grund jedoch auf Vorschlag, erst per Beschluss unseres Aufsichtsrates und nur bis zu einer Zahl von maximal 100 Personen. Damit sichert sich foodwatch gegen mögliche Versuche aus der Lebensmittelindustrie ab, unsere Verbraucherorganisation zu unterwandern und Einfluss auf unsere Arbeit zu nehmen. Weil diese Gefahr besteht, müssen wir die Unabhängigkeit schützen, die Voraussetzung für unsere Arbeit ist.

    Unabhängigkeit bedeutet für uns auch finanzielle Unabhängigkeit von der Lebensmittelwirtschaft und auch vom Staat. Deshalb sind wir auf Spenden und Fördermitgliedschaften angewiesen – die Beiträge von mehr als 17.000 Förderern sind die Grundlage, ohne die wir nicht arbeiten könnten. In unseren Newslettern weisen wir deshalb selbstverständlich auch auf die Möglichkeit hin, Mitglied zu werden. Die Erfahrung zeigt leider, dass von vielen Menschen „der Verbraucherschutz“ als gegeben angesehen wird bzw. sie davon ausgehen, dass unsere Arbeit staatlich finanziert wird. Sie wissen nicht, dass foodwatch nur möglich ist durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Und deshalb müssen wir dies kommunizieren, auch in unseren Newslettern. Dabei gehen wir im Vergleich zu anderen Organisationen durchaus dezent vor – beispielsweise wird niemand von uns an einem Stand auf der Straße zur Mitgliedschaft „überredet“.

    Auch telefonisch nehmen wir Kontakt zu Interessenten auf. Dies ist kein Geheimnis und wird auf unserer Internetseite zum Beispiel bei der Darstellung unserer Finanzen auch transparent dargestellt. Dabei ist es aber nicht so, dass wahllos irgendwelche Telefonnummern gewählt werden. Sondern wir rufen nur bei Interessenten an, die uns ihr Kontakteinverständnis gegeben haben, zum Beispiel im Rahmen einer Unterschriftenaktion. Auch Sie, sehr geehrter Herr Walker, haben wir nur mit Ihrem Kontakteinverständnis angerufen.

    Ich hoffe, dass ich die offenen Fragen mit diesen Zeilen erklären und beantworten konnte.

    Viele Grüße,

    Martin Rücker / foodwatch e.v.

  6. herbert

    Sehr geehrter Herr Rücker,
    ich habe schon lange keine offenen Fragen mehr, für mich ist die Angelegenheit erledigt.
    Ich habe mein Einverständnis erklärt – da ich an einem Preisausschreiben bei Ihnen teilgenommen habe und ich hatte den Eindruck, dass dazu dieses Einverständnis erforderlich sei, doch das Einverständnis bezog sich auf foodwatch Aktivitäten. Dass ich so blauäugig war und mit Informationen über Verbraucherschutzaktivitäten gerechnet habe und nicht mit einer massiven Anmache Fördermitglied zu werden oder zu spenden, muss ich mir natürlich selbst zurechnen.
    Wenn in einem Kommentar von Mitgliedern gesprochen wurde, so geht aus dem ganzen Text hervor, dass damit Mitglieder gemeint sind, die auch an Entscheidungen teilhaben können und die Zahl ist wohl begrenzt.
    Fördermitglieder sind für alle Organisationen brave Zahler, die nichts zum Sagen haben.

  7. Martin Rücker, foodwatch

    Hallo Herr Walker,

    leider können oder wollen Sie die Gründe nicht nachvollziehen, warum und wie wir unsere Unabhängigkeit schützen müssen. Das ist auch okay, wenn nicht jeder unsere Auffassung teilt.

    Allerdings lege ich wert darauf, dass die Dinge richtig dargestellt werden, wenn sie – wie in diesem Blog – im öffentlichen Raum stehen. Sie schreiben, dass Ihr Kontakteinverständnis für einen Telefonanruf bzw. die Zusendung unseres E-Mail-Newsletters Voraussetzung war für die Teilnahme an einem Preisausschreiben. Das ist ausdrücklich falsch. Wir haben eine Buchverlosung durchgeführt, bei der Sie selbstverständlich OHNE die genannte Einwilligung teilnehmen konnten. Viele andere Teilnehmer haben das getan.

    foodwatch veranstaltet grundsätzlich keine Verlosungen oder anderen Aktionen, bei denen die Einwilligung in eine Kontaktaufnahme (jenseits der Benachrichtigung im Falles eines Gewinns natürlich) Voraussetzung. Bitte stellen Sie dies auch nicht so dar.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Martin Rücker / foodwatch e.v.

  8. herbert

    Hallo Herr Rücker,
    für mich hat es so ausgesehen, als wenn die Teilnahme für die Buchverlosung an diese Einwilligung geknüpft gewesen wäre, da ich mir die entsprechende Seite natürlich nicht kopiert habe, kann ich dies nicht mehr nachvollziehen.
    Wenn es anders ist, habe ich mich in diesem Punkt geirrt, was ich bedaure und ich halte diese Behauptung natürlich nicht aufrecht.

    Allerdings habe ich erwartet bei dem Text, den foodwatch mir per email übermittelt hat :“Ja, bitte halten Sie mich über Ihre Aktivitäten auf dem Laufenden und informieren Sie mich per Newsletter, telefonisch oder per Post“ über Verbraucherschutzaktivitäten informiert zu werden und nicht massiv gedrängt zu werden zu spenden oder Fördermitglied zu werden.
    Den Newsletter habe ich schon länger abonniert gehabt und da war kein Einverständnis abgefragt worden.

    Ich habe mich nie gegen Ihre Unabhängigkeit ausgesprochen, warum sollte ich auch, die interessiert mich nicht. Ich habe mich über Ihre Werbemethode geärgert und dies entsprechend deutlich gemacht.

  9. Martin Rücker, foodwatch

    Hallo Herr Walker,

    vielen Dank für die Klarstellung. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch ergänzen, dass auch unser Newsletter nicht ohne Bestätigung abonniert werden kann, das geht schon technisch gar nicht: Ein Newsletter-Abo wird erst wirksam, wenn Sie sich 1. dafür anmelden und uns Ihre E-Mailadresse hinterlassen und 2. das Abo bestätigen, in dem Sie auf den Bestätigungslink klicken, die Sie dann erhalten. Im Übrigen ist der Newsletter jederzeit kündbar.

    Viele Grüße,

    Martin Rücker / foodwatch

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