Rotgrüne Maultaschen

Posted by herbert - Mai 24th, 2010

Mein schwäbisches Vollwertkochbuch

Mein schwäbisches Vollwertkochbuch

Die mehr oder weniger hellen Maultaschen sehen auf dem Teller manchmal ein wenig langweilig aus, sehr viel attraktiver wirken die folgenden Maultaschen, obwohl Puristen sie eher ablehnen, vielleicht auch, weil die Farbkomposition zumindest politisch im Ländle nicht gerade erfolgreich ist.

Rotgrüne Maultaschen

100 g Rote Bete klein würfeln, in 100 ml Gemüsebrühe weich kochen und anschließend mit möglichst wenig Gemüsebrühe pürieren.

250 g Weizen fein mahlen, mit 2 Eiern und Vollmeersalz und dem Püree von roten Bete zu einem geschmeidigen, nicht klebenden Teig kneten, eventuell noch etwas Wasser oder Mehl zugeben.

1 Zwiebel fein schneiden und in wenig Öl anbraten.

1,5 kg Spinat waschen und die Stiele entfernen, mit sehr wenig Wasser oder Gemüsebrühe erhitzen und so lange köcheln lassen, bis der Spinat in sich zusammenfällt, mit 1 EL körniger Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Basilikum und Paprika kräftig würzen und mit den Zwiebeln mischen.

Den Teig dünn ausrollen, Quadrate von 10 × 10 cm ausschneiden, Spinatmasse in die Mitte geben, von einer Seite her aufrollen, die losen Enden mit der Gabel festdrücken und in kochendes Salzwasser oder Gemüsebrühe geben und bei schwacher Hitze 10 – 15 Minuten ziehen lassen.

 

Tipp:

Weniger Arbeit – denn Spinat vorbereiten empfinde ich immer als sehr zeitraubende und mühselige Arbeit – macht die umgekehrte Variante mit 200 g Spinat für den Teig und 600 g Rote Bete für die Füllung.

Bärlauch kurz vor der Blüte

Posted by herbert - Mai 22nd, 2010

Am besten schmecken Bärlauchblätter, bevor die Pflanze blüht und daher habe ich gestern noch einige Blätter aus meinem Garten geerntet. Denn schon zeigen sich die ersten Knospen.Bärbauch im Garten ©walker

Der Bärlauch hat gestern meinem Salat wieder die rechte Würze gegeben,  leider haben sich die Pflanzen noch nicht so vermehrt, wie ich eigentlich gehofft hatte, sodass ich immer nur wenige Blätter ernten kann, aber vielleicht wird es im nächsten Jahr dann doch etwas mehr

Es ist schade, dass die Zeit für dieses tolle Gemüse bald zu Ende geht, aber vielleicht sind die Erdbeeren ein guter Ersatz für Frisches, auch wenn ich nicht sicher bin, was dieses regnerische Wetter mit den roten Beeren macht.

Bärbauch im Garten ©walker

Viel Zeit für ein kleines Städtchen

Posted by herbert - Mai 20th, 2010

 

6.9.09 Roßtal – Heilsbronn

Wieder stellen wir unser Auto am Endpunkt ab und fahren mit der Bahn zu unserem Startort Roßtal. Vom Bahnhof gehen wir entlang der Gleise in Richtung Ortsmitte, suchen aber zuerst noch den Abstieg zu einem im Internet beschriebenen Quellenbereich mit 7 kleinen Quellen und bald können wir hinunter, nicht ganz einfach. Das gilt auch für das Fotografieren, durch das dichte Laubdach kommt nur wenig Helligkeit und die Sonne hat sich hinter den Wolken verzogen.

Unter den Bahngleisen durch gehen wir noch etwas zwischen Wiesen und Waldrand und dann sind wir endgültig in den Häusern und sofort geht es steil zum alten Ortskern empor, vorbei am Fachwerkschloss und zum Marktplatz, wo nur das Rathaus und die parkenden Autos nicht zum Charakter des Platzes passen.

Brunnenhaus in Rosstal ©herbert walker

Brunnenhaus in Rosstal ©herbert walker

Da sich mehrere Passanten genau im Bild stören, wartet Ingrid lange, doch die Passanten lassen sich viel, zuviel Zeit und so muss Ingrid auf dieses Foto verzichten, dafür fotografiert Sie mehr in der – für mich nicht außergewöhnlichen – Kirche, deren Krypta als das älteste Bauwerk Frankens gilt. Teilweise interessant sind die Spiegelinstallationen einer Künstlerin, die derzeit in der Kirche ausgestellt sind.

Wir machen noch einen Rundgang durch das idyllische Städtchen und als wir noch einen Kürbisverkaufsstand ausführlich fotografiert haben, sind fast 2 Stunden vorbei und wir haben vielleicht gerade 2 km geschafft.

Auf einem schlechten Feldweg kommen wir zum Waldrand, wo uns eine windstill gelegene Bank zur Rast einlädt. Jetzt darf auch Della wieder laufen, doch auf der asphaltierten Strecke vor und nach dem nächsten Dorf macht ihr Buggyfahren mehr Spass. Genau aufgezeichnet haben die Mitglieder des Fränkischen Albvereins an einem Hochspannungsmasten wie es weitergeht. Doch leider fehlt ein Abzweig und so ist es zwar genau, aber falsch. Doch die Markierung an einem Baum gibt die richtige Hilfestellung.

Einige schöne Fachwerkhäuser finden wir auch in Bürgling und vor allem ein schönes Wirtshausschild, aber das Wirtshaus existiert wohl nicht mehr. Auf dem letzten Teilstück wird es dann noch einmal für mich ganz schön happig. Natürlich sind Waldwege angenehm zu gehen und auch mit dem Buggy machen sie meist nur wenig Mühe, doch mit vielen, sehr vielen querligenden Ästen und fast mit Brombeeren zugewachsen, hält sich der Spaß in engen Grenzen. Doch nach einigen hundert Meter geht es normal weiter, dann wieder einmal eine mißverständliche Markierung, vielleicht sollte der Verein, der in diesem Bereich an vielen Markierungspunkten Werbung macht, daran denken, dass die beste Werbung zufriedene Kunden, sprich Wanderer sind.

Nochmals machen wir in der langsam wieder hinter Wolken verschwindenden Sonne Pause, ehe wir am Stadtrand von Heilsbronn den Bahnhof und unser Auto erreichen.

In Kürze Nachdruck notwendig

Posted by herbert - Mai 18th, 2010

Der Verkauf meines Hülsenfrüchtebuches läuft weiter gut bis sehr gut und daher plant der Verlag in Kürze einen Nachdruck, was mich als Autor natürlich besonders freut. 

bohnen 1 hp

Wahrscheinlich wird es einen unveränderten Nachdruch geben, denn Fehler sind mir bisher nicht bekannt geworden und warum sonst sollte man ein erfolgreiches Buch ändern.

Pellkartoffeln in 10 min? Bitte nicht

Posted by herbert - Mai 17th, 2010

Als Kochbuchautor schaue ich mich natürlich gerne in anderen Küchenblogs und Foren um, schließlich findet man ja immer wieder Ideen, auf die man selbst noch nicht gekommen ist. Auch wenn man sich manchmal fragt, warum eigentlich nicht.

So bin ich auch gestern entsprechend gesurft und bin auf ein Posting gestossen, wie man Pellkartoffeln richtig zubereitet. Obwohl ich mir eigentlich kaum vorstellen konnte, dass es hier etwas Neues für mich gibt, habe ich den Artikel gelesen und war platt.

Da stand doch, dass die Pellkartoffeln nach 10 min in köchelndem Wasser fertig sind. Nun ich habe gestern abend Pellkartoffeln gemacht und komischerweise hat es bei mir je nach Größe 25-30 min gedauert, bis sie fertig waren und dies entspricht meinen Erfahrungen und aller mir bisher zugänglichen Rezepten.

Überhaupt muss man in vielen Rezepten bei den Mengenangaben den gesunden Menschenverstand beachten, denn vielfach können Angaben einfach nicht stimmen und ein Neuling erleidet dann bösen Schiffbruch. Da fragt man sich manchmal wirklich, handelt es sich um einen Schreibfehler oder will uns jemand in die Irre führen oder hat der Schreiber das Rezept überhaupt nicht ausprobiert.

Meine Rezepte, die ich hier und in meinen Büchern veröffentliche, sind alle und zwar ausnahmslos alle von mir ausprobiert worden. Leider kann ich Schreibfehler auch nicht völlig ausschliessen, aber ich bemühe mich darum.

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