Waldenburg-Penig

Posted by herbert - August 4th, 2009

Aufsehen erregend

Heute will mal wieder Della den Wandertag aus ihrer Sicht schildern, obwohl heute kann Della wohl kaum von wandern reden.

Zu fast nachtschlafender Zeit starten wir, nämlich schon vor 10 Uhr und nur wenige Minuten später stellt Herbert unseren PT auf einer Parkwiese ab. Wie seit einiger Zeit muss ich noch eine Weile warten, bis ich aussteigen darf.

Obwohl ich eigentlich nicht gerade für meine Geduld bekannt bin, warte ich einigermaßen ruhig ab, denn ich weiss, es dauert eben ein wenig, bis mein Buggy startklar ist. Nach wenigen Schritten auf der Wiese, setzt mich Herbert schon in den Buggy, was mich doch einigermaßen verwundert, aber ich mache mal gute Miene zum bösen Spiel, denn anfangs habe ich durchaus nichts dagegen, etwas zu laufen.

Bald verstehe ich diese Maßnahme, denn viele Menschen strömen wie Lemminge einem Ziel zu und viele schauen in meinen Buggy und sind erstaunt, kein Baby sondern einen süßen Hund darin zu entdecken. Ingrid unterhält sich länger mit einer Frau, die einen alten Hund besitzt, der nicht mehr viel laufen kann. Ganz anders als bei mir, ich könnte schon noch, aber ich hasse diese asphaltierten und gekiesten Wege und da trödel ich ganz bewusst herum.

Auf dem Töpfermarkt erfahre ich große Aufmerksamkeit und die meisten lächeln mir und Herbert, der mein Buggy schiebt, zu. Wenn man mich längere Zeit mal nicht beachtet, schaue ich mich intensiv nach anderen Hunden um und werde meist fündig, diese begrüße ich dann lautstark und bin mir wieder der Aufmerksamkeit sicher.

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Viel zu rasch für mich, aber sicher viel zu lange, nach Herberts Meinung, der sich nicht so ganz wohl zu fühlen scheint, verlassen wir den Töpfermarkt, ohne dass Ingrid etwas eingekauft hatte, denn eigentlich hatte ich befürchtet, dass mir ihre Einkäufe meinen Platz im Buggy beengen würden.

Bald folgt ein schönes, leider nur kurzes Waldstück, das ich auf meinen eigenen Pfoten zurücklege. Auf der Straße lege ich mich wieder bequem hin, nur als sich Ingrid in einen kleinen privaten Flohmarkt umsieht, werde ich kurz unruhig. Nochmals wandere ich ein kurzes Stück selbst, nehme in einem kleinen Bächlein ein Bad, was Herbert nicht so gut findet, denn nass kann ich nicht in meinen Buggy und es folgt wieder Straße. Zuerst geht es auf einer schaukelnden Brücke über die Mulde, die hier von vielen Kajakfahrern bevölkert ist.

Steil muss mich Herbert dann zum Schloss Wolkenburg hochschieben, nach einer kurzen Rast und der Besichtigung der Kirche geht es wieder steil hinab. Entlang der Mulde wäre der Weg ganz gut zum Laufen geeignet, aber die vielen Radfahrer würden mein Wohlbefinden nachhaltig stören, also bleibe ich besser, wo ich bin.

Als Herbert schwarze Kühe mit Bart und Mähne fotografiert, werde ich wieder wach und versuche, sie durch mein Bellen zu verjagen, damit wir vorwärts kommen. Ingrid wird später anhand eines Prospekts vermuten, dass es keine Kühe sondern Wasserbüffel waren.

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Nochmals überqueren wir die Mulde auf einer nicht ganz so stark schaukelnden Brücke und erreichen lange auf einer sehr sonnigen Straße gehend Penig, das wir uns dann ansehen, vor allem die hoch über der Stadt gelegene Kirche, Herbert muss wieder ganz schön schuften, hat es Ingrid angetan. Wieder hinunter zur Mulde und dann wieder hoch zum stillgelegten Bahnhof geht es, wo uns der Bus nach Waldenburg zurück bringt

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