Komische Preisgestaltung

Posted by herbert - August 2nd, 2009

weizen

Da mir diese Tage der Weizen ausging und mein Biobauer erst zwei Tage später seinen Hofladen wieder geöffnet hatte, kaufte ich in einem Biosupermarkt meinen Weizen und wunderte mich nicht schlecht über die Preisgestaltung.

Denn das verarbeitete Produkt „Vollkornweizenmehl“ ist dort fast 10% billiger als die unverarbeiteten Weizenkörner. Eigenwillig und ich frage mich, wie das kommt.

Machts die Menge, dass Mehl mehr verkauft wird als die Körner oder meint man, dass diejenigen, die Körner kaufen, vielleicht weniger Wahlmöglichkeiten haben und deshalb einen höheren Preis bezahlen.

Nun, ich werde den nächsten Weizen wieder beim Biobauern kaufen, aber ganz neugierig schauen, ob bei dem die Preisgestaltung auch so ist, dass verarbeitete Ware billiger ist als unverarbeitete.

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One Response to “Komische Preisgestaltung”

  1. Simon Bodzioch

    Ja, das liegt leider daran, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich mit Hilfe einer Getreidemühle ihr Mehl selber mahlen. Obwohl die Vorzüge von Vollkorn niemand mehr leugnen kann. Die Getreidemühle ist eine einmalige Anschaffung und wenn man einen 25-kg Beutel im Bioladen bestellt (einfach Mal Anfragen) dann weiß man auch was man isst. Wobei der Bioladen natürlich auch lieber Convenience-Produkte verkauft als die einzelnen Zutaten. Immer mehr Kochsendungen, Rezept-Bücher und Zeitschriften mit tollen Aufnahmen vom Essen, aber immer weniger Menschen, die tatsächlich noch selber kochen oder Brot backen. Traurig, aber die Realität und die ernährungsbedingten Kosten gehen in die Milliarden und müssen von der Gemeinschaft getragen werden.

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