Kulinarische Erinnerung an die Kindheit

Posted by herbert - Juli 31st, 2009

Nachdem ich gestern seit langer Zeit wieder einmal grüne Bohnen gekocht habe – das letzte Mal habe ích dies gemacht, als ich mit Hülsenfrüchtekochbuch geschrieben habe und das ist schon einige Jahre her – und sie mir überraschend gut geschmeckt haben, habe ich mich gefragt, wie stark ich von den Kindheitserinnerungen beim Essen geprägt bin. 

Da hat man schöne Erinnerungen, an Oma´s Hefezopf, von dem ich nie genug essen konnte und den niemand mehr so gut gebacken hat wie sie oder Mutter´s Träubleskuchen, der war absolute Spitze, auch wenn ich in beiden Fällen heute natürlich die vollwertigeren Varianten bevorzuge.

Aber es gibt auch weniger angenehme Erinnerungen, an – damals üblich und leider auch heute noch im Schwange – völlig zerkochte Möhren, an Erbsen, an gekochtes Weiß- und Blaukraut und zurückkehrend zu den Bohnen, auch diese verabscheute ich zutiefst. Doch was auf den Tisch kommt,wird gegessen, so meinten meine Eltern und  sobald ich erwachsen war, habe ich um diese Zutaten einen weiten Bogen gemacht, oftmals bis heute. Nur von dem gekochten, pürierten Spinat bin ich immer verschont geblieben, denn an den hatte mein Vater solch schlechte Erinnerungen, dass ihn meine Mutter nie servieren durfte.

Nun Möhren esse ich natürlich auch gekocht, aber nur al dente, Erbsen wie Bohnen fast nie, Blau- oder Rotkraut nur als Salat.

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