Oberrothenbach- Glauchau

Posted by herbert - Juli 5th, 2009

Wandern fast ohne Wanderweg

Eigentlich gibt es ja einen Muldewanderweg, der teilweise abseits vom Radwanderweg verlaufen soll, doch es ist mitunter schwer, ihn zu finden und auch er bevorzugt befestigte und asphalterte Wege, sodass wir wieder unseren eigenen Weg gefunden haben.

Nach der späten Ankunft gestern, wird es fast 12 Uhr bis wir den Bahnhof von Oberrothenbach gefunden und unser Auto abgestellt haben. Zuerst entlang einer Straße, dann auf einem Randweg kommen wir zur Muldebrücke, die auch teile des vorgesehenen Überschwemmungsgebiets überdeckt.

Direkt nach der Brücke sollten wir auf den Wanderweg treffen, aber keine Markierung und kein Weg, sondern ein abgesperrtes Werksgelände. Wir folgen dem Radweg bis zum Ende der Umzäunung, als eine Feldweg nach links in Richtung Mulde abzweigt, wenden wir uns auch nach links und Della darf wieder selbst laufen, nachdem wir sie über die Brücke in den Buggy gesetzt hatten. Der Weg geht langsam in einen Grasweg über, dann gibt es nur noch Fahrspuren. Dann sind auch die Spuren zu Ende und wir gehen auf der Dammkrone, die vorher von Schaden abgeweidet wurde. Als das Gras hoch wird, finden wir auf der anderen Dammseite einen weiteren Grasweg, der uns zur Bundesstraße bringt.

Es ist überwiegend sonnig und dann angenehm zu wandern, wenn dunkle Wolken vorbeiziehen, ist der mitunter lebhafte Wind etwas störend. Auf dem Radweg erreichen wir Schlunzig und machen dort am Dorfteich und einem verlassenen Storchennest Rast. Dass es hier immer noch Störche gibt, haben wir am Morgen vom Auto aus gesehen, als wir zwei Störche in der Wiese beobachten konnten.

Hier entdecken wir erstmals auch das Wanderzeichen des Muldenwanderwegs, aber wir verlassen die Markierung bald und wandern auf einem Grasweg in Richtung Glauchau und überqueren die Mulde. Jetzt wandern wir auf einem idyllischen, fast naturbelassenen Waldweg zum Stausee, ohne uns um die Wanderwegmarkierung zu kümmern. Ein Glück, denn im Wald am Wasser zu wandern ist sicher schöner als auf der Dammkrone, der Sonne und dem Wind ausgesetzt.

Auf einer kleinen Halbinsel machen wir nochmals Rast, beobachten einige Haubentaucher und später auf dem Wanderweg lassen wir uns von kleinen Enten aufhalten, die sich aber durch das Laub dem Fotografieren meisterhaft entziehen. Interessant ist auch ein brütender Haubentaucher.

109-brutender-haubentauch-kopie

 Auf einem hohen Schornstein entdecken wir ein Storchennest, in dem sich zwei lebhafte Jungstörche tummeln.

Wir erreichen Glauchau durch den Grindelpark mit einen Skulpturen und einer hohen, mit einer goldenen Figur bekränzten Säule. Am Ende des Parks sehen über uns Schloss Forderglauchau, das wir über einen steilen, teilweise mit Kopfsteinen aufgeführten Weg erreichen. Im Schlosshof kommen wir in den seltenen Genuss (?) übender Paukenschläger.

119-innenhof-kopie

Der Weg durch das hübsche Städtchen ist durch Baustellen und Kopfsteinpflaster etwas beschwerlich, schön der Marktplatz mit Brunnen und Rathaus.

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