Erinnerung an den Sommer: Greiz-Reichenbach

Posted by herbert - Dezember 9th, 2008

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Warum wir heute so spät wegkommen, weiß ich beim besten Willen nicht und das hat später Konsequenzen. Zunächst klärt Ingrid, dass wir bis zum Ende unseres Urlaubs hier bleiben können.

In der Nähe des Bahnhofs Greiz beginnen wir unsere Wanderung und gehen entlang einer stark befahrenen Straße aus der Stadt heraus. Wir überqueren die Bahn und die Elster bei der Göltschmündung und sind etwas verunsichert, denn der Weg zum Köhlersteig zeigt wieder Richtung Stadt.

Schließlich vergewissern wir uns bei einem Passanten und gehen 100 m Richtung statt, ehe wir steil zur Schönen Aussicht hinaufsteigen, die man besser in hässliche Aussicht umtaufen sollten.

Der Köhlersteig ist so wie man sich einen idealen Wanderweg vorstellt, Naturboden, nicht zu breit schlängelt sich der Weg am Hang entlang, etwas anstrengend sind die ständigen An- und Abstiege. Gerade denke ich, dass es mit Blüten hier nicht besonders vielseitig ist, da entdeckt Ingrid einige Orchideen, aber nur an einer Stelle und damit hat sich die Vielfalt.

Gut auf halber Strecke zu unserem Zwischenziel, der Göltzschtalbrücke, teilt sich der Weg in einen bequemen und einen, der Trittsicherheit verlangt. Obwohl Ingrid nicht gerade schwindelfrei ist, entscheidet sie sich, für den schwierigeren Weg und schließlich sind die Fels- und Steinstufen doch nicht besonders schwierig zu erklimmen, allerdings belohnt der Blick auf die größte Ziegelbrücke der Welt die Mühen.

Schließlich erreichen wir das imposante Brückenbauwerk etwas oberhalb des Tals und steigen hinunter, um zu fotografieren. Für eine Rast oder Einkehr reicht die Zeit nicht. Wir steigen wieder hoch und gehen auf einem schönen Hangweg, anfangs im Wald, dann auf einem Grasweg an der Hangkante nach Obermylau, dabei haben wir schöne Aussichten zu Ort und Burg Mylau und zurück zur Brücke.

In Obermylau haben wir einen kleinen Plausch mit einem Einheimischen, mit dem wir den weiteren Weg zum Bahnhof Reichenbach abstimmen. Jetzt ist es mit dem schönen Weg endgültig vorbei. Teils auf der Straße, teils auf dem Gehweg geht es vorbei an Plattenbauten in den oberen Bereich der Stadt und zum Bahnhof.

Jetzt folgt die zeitaufwendige Rückfahrt, denn da wir den Zug um 17.00 nicht geschafft haben, haben wir nachher eine längere Pause.

Wir fahren mit der Vogtlandbahn über die Göltzschtalbrücke nach Jocketa, steigen dort aus und gehen auf einem schönen Wanderweg einen knappen Kilometer ins Elstertal hinunter, um später am Bahnhof Bartmühle in den Zug nach Greiz einzusteigen.

Da wir noch eineinhalb Stunden warten müssen, kehren wir in der nahe gelegenen Gaststätte ein und essen dort zu Abend.

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