Hefeschnecken
Wenn wir am Sonntag mal zu Hause sind, was nicht so oft vorkommt und ich keinen Kuchen gebacken habe, kommt Ingrid dann so gegen Mittag auf die Idee, ich soll noch was backen und da gibt es für mich 3 Möglichkeiten, eine davon sind die
500 g Dinkel fein mahlen und mit 1 Päckchen Trockenhefe, 2 EL Honig und 1/8 l lauwarme Milch, 120 g Butter, 2 Eiern, Vanille, Salz ca. 15 min kräftig kneten.
30 – 35 min zugedeckt an einen warmen Ort gehen lassen.
Teig ca. ½ cm dick zu einem Rechteck ausrollen.
30 g Butter, 2 EL Honig leicht erwärmen und auf den Teig streichen.
80 g Kokosflocken, 50 g Rosinen über den Hefeteig verteilen.
Zusammenrollen, mit einem scharfen Messer etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden und auf ein gut gefettetes Blech legen, nochmals einige Minuten gehen lassen und bei 200 Grad 20 min backen.
Tipp:
Wer will, kann den Schnecken noch mit einer Mischung aus Honig und Zitronensaft oder mit zerlassener Butte bestreichen
Gemüsebrühe selbst gekocht
Ich koche sie gerne dann, wenn ich sehr viel verschiedenes Gemüse, z.B. für ein Festmenu, eingekauft habe und nicht von jeder Sorte alles verwenden kann.
1 rote Zwiebel vierteln, die Schnittflächen in einer Pfanne ohne Fett bräunen.
2 Gemüsezwiebel, 2 Möhren in Scheiben schneiden, 1 Lauchstange in schmalen Streifen schneiden, je 300 g Weißkohl, Kürbis und Zucchini würfeln. 2 Tomaten vierteln, dazu noch 200 g Broccoli in Röschen teilen und/oder 100 g gewürfelten Sellerie in 3 l kaltes Wasser geben, aufkochen.
10 g gewürfelten Ingwer, einige Pfefferkörner, 3 Lorbeerblätter, Salz, 1 getrocknete Chilischote,
Zwiebel- und Senfsamen dazugeben und alles gut 30 min zugedeckt köcheln lassen.
Die Herdplatte ausschalten, darauf langsam abkühlen lassen.
Wenn es erkaltet ist, in eine engmaschiges Sieb geben und die Flüssigkeit abtropfen lassen und auffangen.
Nur leicht drücken, damit nicht das ganze zerkochte Gemüse als Püree in die Brühe kommt.
Wer eine klare Brühe möchte, seiht die Flüssigkeit durch ein Baumwolltuch ab.
Tipp
Auch wenn es nicht mehr so vollwertig ist, verwende ich das Gemüse als Aufstrich oder Püree weiter.
Fenchelpizza
Bei Fenchel scheiden sich mitunter die Geister, ich mag ihn in allen Variationen, auch roh im Salat.
200 g Weizen und 80 g Roggen fein mahlen, mit 40 g Hefe, ½ TL Honig, 3 EL Olivenöl, 1 Ei, und 3-4 EL Mineralwasser (Medium) kräftig ca. 15 min kneten und 60 min gehen lassen.
Auf einem Backblech auswellen und bei 180 0 ca. 10 min vorbacken.
1 Zwiebel, 10 g Ingwer fein würfeln, in 2 EL Olivenöl kurz anbraten.
2 Fleischtomaten häuten und klein würfeln, 300 Hokkaido-Kürbis fein raspeln, beides mit
3-4 EL Gemüsebrühe zu den Zwiebeln geben, 10 min köcheln lassen, mit Kräutersalz, Pfeffer,
Basilikumkräftig würzen, die Kochplatte abschalten und die Soße etwas eindicken lassen.
20 g Parmesan unterrühren.
2 Fenchel in dünnen Scheiben schneiden, je 200 g gelbe und grüne Zucchini ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und im Gemüsesieb ca. 8 min dünsten.
250 g Bergkäse fein raspeln. Die Tomatensoße auf dem vorgebackenen Boden verteilen, darauf das Gemüse und alles mit dem geraspelten Käse abdecken. Bei 180 0 ca. 15-20 min fertig backen. Heiß servieren.
Tipps:
Besonders lecker ist die Kombination mit Obst, nehmen Sie 3 Fenchelknollen und mischen Sie 1 gewürfelte Orange oder Ananas unter das gedünstete Gemüse und verzichten Sie auf die Zucchini
Oder bleiben Sie bei 2 Fenchelknollen und nehmen dafür noch 200 g blättrig geschnittene Champignons dazu.
Selbstverständlich können Sie auch eine reine Tomatensoße verwenden.
Sie können statt Bergkäse auch Gorgonzola verwenden, oder eine Mischung aus Schimmel-, Berg- Schafskäse oder einen holländischen Käse einsetzen.
10. Etappe Langenwetzendorf – Greiz
Heute haben wir keine lange Anfahrt, dafür aber eine etwas längere Tour. Zunächst an der Straße entlang, dann idyllisch an der Leuba und schließlich an der Talsperre erreichen wir Hain und unsere Ferienwohnung.Hier ist die Wanderung für Della, die in den letzten Tagen sich doch etwas müde gelaufen hat, beendet.Wir blicken nochmals zum bedeckten Himmel, aber es sieht nicht so aus, als wenn es bald regnen würde und so setzen wir unsere Wanderung kurz auf der Straße und dann auf einem Feldweg fort.Im Wald schaut mich ein Reh ziemlich lange an, erst als sie Ingrid kommen sieht, flüchtet es. Eine Kuhherde mit vielen kleinen Kälbchen erfordert heftiges Fotografieren. Wenig später sehen wir einen Specht, allerdings ist er fast zu weit weg zum Fotografieren, aber ich versuche es trotzdem.
Vor Kühdorf biegen wir nach rechts in einen Feldweg ein. Im Wald überqueren wir die Bundesstraße und nach einigen hundert Meter sollte am Waldrand ein Weg nach Süden führen.
Leider fehlt ein Weg, trotzdem gehen wir am Waldrand entlang. Wenig später treffen wir auf einen markierten Wanderweg, dem wir folgen. Allerdings verläuft dieser doch anders als in der Karte dargestellt, schließlich kommen wir aber doch bei einem Teich vorbei.
Hier füttert Ingrid einen Ziegenbock mit dem Gras, das er auch selber fressen könnte.
Durch eine Senke erreichen wir den unter Denkmalschutz stehenden Ort Nitschareuth. Hier besuchen wir das Bauernmuseum und essen im Cafe Kuchen, obwohl das Betreiberehepaar doch etwas in Hektik war, weil eine gute Stunde später die offizielle Wiedereröffnung stattfinden sollte.
Trotzdem erklärte die Frau des Hauses uns noch vieles im Museum. Schließlich war ich froh, dass sie keine Zeit mehr hatte, uns auch noch den Bauern- und den Kräutergarten zu erklären.
9 Km sollten es noch bis Greiz sein und drei Stunden hatten wir noch Zeit, das müsste doch reichen. Da es doch ziemlich frisch um nicht zu sagen, kalt ist, schreiten wir rasch aus. Zwar kürzen wir an einer Stelle die Strecke erheblich ab, trotzdem ist es verwunderlich, dass wir sogar den früheren Bus erreichen, wo uns der Busfahrer von gestern wieder erkennt.


