Moderne Wegelagerer?

Posted by Herbert - Juli 27th, 2008

Eigentlich ist unsere heutige Wanderetappe, die wir mit zwei lieben Verwandten gemacht haben, noch gar nicht an der Reihe, aber zwei Dinge sind uns heute nicht so angenehm aufgefallen, sodass ich die obige Überschrift gewählt habe.

Wir kommen auf unserer Wanderung nach Dinkelsbühl und wollen die Stadt durchqueren, um zur Museumbahn zu gelangen, die uns zu unserem Ausgangspunkt Feuchtwangen zurückbringen soll.

Doch als wir ein Tor passieren wollen, halten uns zwei mittelalterlich gekleidete Männer mit Hellebarden auf und verlangen Wegzoll in Höhe von 4 €, weil heute der Festumzug der Kinderzeche stattfindet. Da wir nur eine knappe Stunde Zeit haben, erscheinen uns 32 DM doch etwas happig, aber uns wird beschieden, man würde mit uns nicht diskutieren, entweder würden wir zahlen oder wir müssten draußen bleiben.

Wir entscheiden uns für letzteres und sehen am nächsten Tor, wie sich die viele Teilnehmer des Festzugs aufstellen und beim nächsten kleineren Tor gibt es keine Zöllner, die uns den Weg verwehren und so sehen wir den Großteil des Festzuges, ohne dies geplant zu haben.

Dann gehen wir zum Bahnhof, wo nur noch die Museumsbahn hin und wieder verkehrt und tragen es mit Fassung, dass auch die Museumsbahn die gleichen Marotten zeigt wie ihre große Schwester DB, sie hat eine nicht unerhebliche Verspätung von 30 min.

Als wir dann endlich fahren, wollen wir beim Schaffner die Fahrkarten kaufen und ich bin baß erstaunt, als er 2€ pro Person mehr verlangt als die Preistafel im Internet angibt. Wieder 16 DM umsonst ausgeben?

Doch dann gibt sich der Schaffner mit dem geringeren Preis zufrieden. Zuhause schaue ich gleich im Internet nach, ob ich nicht etwas Falsches behauptet habe und ich hatte Recht.

Der etwas andere Träubleskuchen

Posted by Herbert - Juli 25th, 2008

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Das Rezept stammt aus meinem Süßkartoffelkochbuch, das Sie bei mir, im Buchhandel oder bei Amazon erwerben können.

Träubleskuchen liebe ich bekanntlich in jeder Variation, und in bin sicher, auch Ihnen schmeckt dieses, eigentlich aus der Not geborene Rezept. Eigentlich wollte ich einen ganz normalen Träubleskuchen backen, ging in den Garten, um die Johannisbeeren zu ernten, doch leider hatten die Amseln am Vortag einen ausgiebigen Schmaus auf meinen Sträuchern abgehalten und so hatte ich zu wenig Beeren für den Kuchen, was tun? Klar, was hilft in fast allen ähnlichen Krisen, natürlich die Süßkartoffel.

400 g Süßkartoffeln in leicht gesalzenem Wasser 15 – 20 min kochen.

200 g Dinkel fein mahlen.

100 g Butter in Scheiben schneiden und mit dem Dinkelmehl und 2 EL Honig, 1 Ei, 1 – 2 EL Sahne zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, diesen einige min ruhen lassen, dann in einer gefetteten Springform auslegen und einen 3 cm hohen Rand formen.

400 g Johannisbeeren auf dem Teig verteilen.

4 Eier trennen, die Eigelbe mit 3 EL Honig schaumig rühren.

50 ml Sahne, 100 g Mandeln zur Schaummasse geben, mit Zimt, Ingwer würzen.

Die Süßkartoffeln schälen und durch die Kartoffelpresse drücken, dazugeben.

Die Eiweiße mit 1 Pr. Salz sehr steif schlagen und vorsichtig unter die Mandelmasse heben und auf den Johannisbeeren verteilen. Bei 200 0 ca. 40 min backen.

Tipp:    Natürlich passen auch Stachelbeeren oder Rhabarber.

Wanderabschnitt Creglingen-Seldeneck

Posted by Herbert - Juli 25th, 2008

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Nach einer fast abenteuerlichen Bergfahrt stellen wir unseren PT bei dem kleinen Ort Seldeneck ab und fahren mit dem Trevis nach Creglingen. Schauen uns ein bisschen in dem hübschen Städtchen um und überlegen immer wieder, was wir vor Jahren bei der letzten Tour hier gesehen haben und was nicht.  

An den Lindleinturm erinnern wir uns noch gut, damals war der Turm noch bewohnt, heute ist dort ein kleines Museum eingerichtet, mit der Originalausstattung der letzten Bewohnerin, die hier fast 70 Jahre zugebracht hat. Wir werden von einer älteren Dame durch das Museum geführt, was natürlich etwas länger dauert.  

Wir gehen am Fingerhutmuseum vorbei zur Herrgottskirche, wo wir vom Eingang einen schnellen Blick riskieren, denn da man keine Fotos machen darf, scheuen wir das Eintrittsgeld, zumal die Kirche mit einer Busbesatzung gefüllt ist. Entlang eines Bächleins, wandern wir im Tal weiter und mit Blick auf einen aufgelassenen Weinberg machen wir Vesperpause.

Irgendwie kommen wir heute nicht richtig vorwärts, aber wenn es anfangs nicht läuft, wie heute mit den vielen Unterbrechungen, dann läufts auch im Folgenden nicht so richtig. In Münster warten viele Dörfler und Böllerschützen bei der Kirche, wahrscheinlich heiratet gerade jemand in der Kirche. Ingrid ist neugierig und will warten, ich gehe ein wenig weiter und setze mich auf ein schattiges Bänkchen, das ich aber bald verlassen muss, denn die Schützen ballern verfrüht los und erschrecken Della ziemlich, sie ist eben kein schussfester Jagdhund.

Auch Ingrid dauert das Warten zu lange und so steigen wir auf einem schmalen Sträßchen bergauf und haben einen Blick auf einen Badesee. Es ist fast windstill und die Sonne brennt herunter. Ich erinnere mich gut an diese Strecke, allerdings sind wir damals sehr früh gestartet und es war noch dunstig.

Endlich sind wir im Wald und bleiben in der Sonne, sodass wir eine Bank im Schatten sehr begrüßen und machen erneut eine Pause. Wenig später folgt ein kurzer, schöner und vor allem schattiger Waldweg, ehe vor Finsterloh wieder eine schattenlose Strecke folgt. Ingrid hofft zuversichtlich, dass es eine offene Gaststätte gibt, aber ich bin am Samstagnachmittag doch etwas skeptisch, zurecht, wie sich im Ort herausstellt, denn die einzige Gaststätte ist geschlossen.

In der Sonne geht es weiter, es gibt nur eine Baumgruppe auf halber Strecke zum nächsten Ort, sogar mit einer Bank und erneut machen wir Pause. Im nächsten Ort soll es mindestens eine Gaststätte geben, aber es wäre ein Umweg von mindestens 500 m in der Sonne. Da wir aus dem Wanderbüchlein den Namen wissen, erkundigt sich Ingrid per Handy, ob geöffnet ist.

Wir machen also den Umweg und sogleich Kassensturz, denn wir haben versäumt, Geld abzuheben. Zum Trinken würde es noch reichen, doch Ingrid hat auch Hunger. Jetzt müssen wir genau nachzählen und es reicht zumindest für Ingrid. Anstrengend war das Essen, denn wir müssen ständig die Mücken vertreiben, die nicht auf die Reste warten wollen.

Bald waren wir wieder auf der markierten Strecke, kurz durch den Wald, wo wir uns an Himbeeren laben können, dann weichen wir von der vorgesehenen Route ab, um weiter im Schatten gehen zu können und haben die ersten Ausblicke auf Rothenburg

Frischkäse-Schäfskäse Dip

Posted by Herbert - Juli 24th, 2008

Ideal fürs Grillen, ein Buffet oder auf frisches Vollkornbrot.

80 g Frischkäse, 50 g mildem Schafskäse mit der Gabel fein zerdrücken.

2-3 EL Sahne zufügen mit frisch gemahlenem Pfeffer, edelsüßem Paprika, Ingwer, Rosenpaprika, 4-5 Tr. Tabasco-Sauce, ½ Tl Senf kräftig würzen und 2 El kleingeschnittenen Schnittlauch einarbeiten.

In eine Form füllen und zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren, vor dem Servieren mit Schnittlauch oder kleingeschnittener Petersilie garnieren.

Tipp
Sie können auch noch 1 zerdrückte oder kleingeschnittene Knoblauchzehe und/oder 1 EL sehr fein geschnittene Zwiebel einarbeiten.

Tipp
Interessant sieht der Dip aus und schmeckt besonders lecker, wenn Sie noch 1-2 TL Tomatenmark zufügen. Auch Safran oder Kurkuma färben den Dip anregend.

Tipp
Sie können statt Schnittlauch auch Petersilie verwenden oder eine Gewürzgurke sehr fein würfeln

4. Etappe: Schleiz – Eßbach (2)

Posted by Herbert - Juli 22nd, 2008

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Wir verlassen den Ort auf halber Höhe und folgen einem herrlichen Hangweg oberhalb der Saale, der aber kaum Ausblicke erlaubt.

Bald kommt ein Waldweg, aber immer noch schön zu gehen. Als wir den Wald kurz verlassen, brennt die Sonne und es herrscht ein böiger Wind. So sind wir froh, wieder im Wald gehen zu können.

Als wir eine asphaltierten Weg erreichen, packen wir Della in den Rucksack, doch wenig später findet Ingrid eine Alternativstrecke durch den Wald. Sie bietet zwar keine Abkürzung, ist aber angenehmer zu gehen.

Steil geht es hinab zur Wisenta und dann auf einer Straße zu einer ehemaligen Ferienanlage. Hier weist die Wegmarkierung überraschend nach links, aber eine nahegelegene, nicht ganz neue Tafel unterstreicht die Richtigkeit des Hinweises. Also folgen wir der Wegmarkierung überqueren die Wisenta auf einer Brücke und steigen den Berg hinauf. Auf halber Höhe weist eine Tafel nach links, doch die Markierung an einem Baum nach rechts.

Wenn man solche Markierungen sieht, fragt man sich unwillkürlich, ob die Anbringer der Markierungen eigentlich selbst noch nie gewandert sind oder ob sie beim Markieren den gesunden Menschenverstand zuhause gelassen haben.

Wir gehen nach rechts und wenig später einen unmarkierten Weg ins Tal. Doch weit und breit ist keine Brücke in Sicht, allerdings kann ich eine Furt erkennen. Wir gehen näher und sehen, dass die Wisenta hier nur wenige Zentimeter tief ist. So ziehen wir die Schuhe und Strümpfe aus und durchwaten den Fluss.

Dann geht es einen schmalen Weg aufwärts und treffen auf einen breiteren Feldweg mit der verloren gegangenen Markierung. Wir steigen weiter bergauf und kommen bald nach Essbach, wo es zwar eine Busverbindung gibt, aber nicht zu so später Stunde am Sonntagabend, also müssen wir ein Taxi kommen lassen.

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