Wanderabschnitt Creglingen-Seldeneck

Posted by herbert - Juli 25th, 2008

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Nach einer fast abenteuerlichen Bergfahrt stellen wir unseren PT bei dem kleinen Ort Seldeneck ab und fahren mit dem Trevis nach Creglingen. Schauen uns ein bisschen in dem hübschen Städtchen um und überlegen immer wieder, was wir vor Jahren bei der letzten Tour hier gesehen haben und was nicht.  

An den Lindleinturm erinnern wir uns noch gut, damals war der Turm noch bewohnt, heute ist dort ein kleines Museum eingerichtet, mit der Originalausstattung der letzten Bewohnerin, die hier fast 70 Jahre zugebracht hat. Wir werden von einer älteren Dame durch das Museum geführt, was natürlich etwas länger dauert.  

Wir gehen am Fingerhutmuseum vorbei zur Herrgottskirche, wo wir vom Eingang einen schnellen Blick riskieren, denn da man keine Fotos machen darf, scheuen wir das Eintrittsgeld, zumal die Kirche mit einer Busbesatzung gefüllt ist. Entlang eines Bächleins, wandern wir im Tal weiter und mit Blick auf einen aufgelassenen Weinberg machen wir Vesperpause.

Irgendwie kommen wir heute nicht richtig vorwärts, aber wenn es anfangs nicht läuft, wie heute mit den vielen Unterbrechungen, dann läufts auch im Folgenden nicht so richtig. In Münster warten viele Dörfler und Böllerschützen bei der Kirche, wahrscheinlich heiratet gerade jemand in der Kirche. Ingrid ist neugierig und will warten, ich gehe ein wenig weiter und setze mich auf ein schattiges Bänkchen, das ich aber bald verlassen muss, denn die Schützen ballern verfrüht los und erschrecken Della ziemlich, sie ist eben kein schussfester Jagdhund.

Auch Ingrid dauert das Warten zu lange und so steigen wir auf einem schmalen Sträßchen bergauf und haben einen Blick auf einen Badesee. Es ist fast windstill und die Sonne brennt herunter. Ich erinnere mich gut an diese Strecke, allerdings sind wir damals sehr früh gestartet und es war noch dunstig.

Endlich sind wir im Wald und bleiben in der Sonne, sodass wir eine Bank im Schatten sehr begrüßen und machen erneut eine Pause. Wenig später folgt ein kurzer, schöner und vor allem schattiger Waldweg, ehe vor Finsterloh wieder eine schattenlose Strecke folgt. Ingrid hofft zuversichtlich, dass es eine offene Gaststätte gibt, aber ich bin am Samstagnachmittag doch etwas skeptisch, zurecht, wie sich im Ort herausstellt, denn die einzige Gaststätte ist geschlossen.

In der Sonne geht es weiter, es gibt nur eine Baumgruppe auf halber Strecke zum nächsten Ort, sogar mit einer Bank und erneut machen wir Pause. Im nächsten Ort soll es mindestens eine Gaststätte geben, aber es wäre ein Umweg von mindestens 500 m in der Sonne. Da wir aus dem Wanderbüchlein den Namen wissen, erkundigt sich Ingrid per Handy, ob geöffnet ist.

Wir machen also den Umweg und sogleich Kassensturz, denn wir haben versäumt, Geld abzuheben. Zum Trinken würde es noch reichen, doch Ingrid hat auch Hunger. Jetzt müssen wir genau nachzählen und es reicht zumindest für Ingrid. Anstrengend war das Essen, denn wir müssen ständig die Mücken vertreiben, die nicht auf die Reste warten wollen.

Bald waren wir wieder auf der markierten Strecke, kurz durch den Wald, wo wir uns an Himbeeren laben können, dann weichen wir von der vorgesehenen Route ab, um weiter im Schatten gehen zu können und haben die ersten Ausblicke auf Rothenburg

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