1. Etappe Blankenstein – Hirschberg (2)

Posted by herbert - Juni 23rd, 2008

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Mit dunklen Wolken im Norden erreichen wir Hirschberg und der erste Eindruck des Ortes ist gar nicht so übel. Ein schönes Museum und eine moderne Kita, doch schon beim Blick in Richtung Ortskern fühlen wir uns mindestens 15 Jahre zurückversetzt, denn damals waren Städte wie hier im Osten an der Tagesordnung.

Später kommt ihr dann noch die Idee, dass wir auch beim Plus-Markt in den Bus einsteigen könnten und dort im Stehcafe etwas trinken und essen könnten. Der Himmel sieht immer noch bedrohlich aus, trotzdem entscheiden wir uns dafür, um nicht mehr als eine Stunde beim Kulturhaus im Wartehäuschen verbringen zu müssen.

Mit Della im Rucksack geht es bergauf, plötzlich beginnt es zu regnen und wir finden Schutz unter einem Baum. Nach ganz kurzer Zeit ist es vorbei und wir gehen weiter. Noch 200 m bis zum Plusmarkt. Plötzlich kommt es zum Wolkenbruch, wieder suchen wir unter einem Baum Schutz, doch dieser hält nur bedingt dem Regen stand. Wir wagen es nicht, die 30 m bis zum nahe liegenden Busdepot zu rennen, so stark regnet. Als ein Busfahrer in der Nähe wendet, spricht ihn Ingrid an, doch leider fährt er seinen Bus nur ins Depot und nicht nach Lobenstein.

Der Regen lässt nicht nach, einige Minuten später kommt der Busfahrer zu uns und bringt uns einen Schirm, der es uns ermöglich bei etwas schwächerem Regen das Stehcafe zu erreichen. Alles ist nass, auch Della sieht aus wie eine gebadete Maus. Wir essen und trinken etwas und warten bis der Bus kommt. Zwischenzeitlich hört der Regen auf und beginnt kurz bevor der Bus kommt. Doch dank des Schirms erreichen wir die Haltestelle ohne noch nässer zu werden.

Als ich den Schirm näher betrachte, stelle ich fest, dass er teilweise angerostet und angeschimmelt ist und halte ihn deshalb immer auf Abstand zu mir und dem total durchnässten Sonnenhut und meinem Anorak. Etwas zu früh kommt der Bus und bringt uns nach Lobenstein, wo wir einige Minuten bis zum Bahnhof gehen müssen. Während wir warten, regnet es. Da der Zug schon auf dem Bahnsteig steht, können wir etwas früher einsteigen. In Blankenstein regnet es wieder stärker und so bleibt Ingrid am Bahnhof zurück, während ich zum Auto gehe. Da ich den Schirm nicht mit ins Auto nehmen will, überlege ich, was ich machen soll, denn ein Abfalleimer liegt nur 50 m entfernt, aber zu weit bei dem Starkregen. Was tun. Ich fahre mit leicht geöffneter Tür und dem aufgespannten Schirm zum Abfalleimer und sehe einen konsterniert blickenden Autofahrer. Dann entsorge ich den Schirm, hole Ingrid ab und ich kaufe im Plusmarkt in Lobenstein ein.

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